Branchenkrise: Solarzellenproduzent Q-Cells schlittert in die Pleite

DPAEin weiteres deutsches Unternehmen wird Opfer der Krise der Solarbranche. Der hochverschuldete Solarzellenhersteller Q-Cells will am Dienstag Insolvenz beantragen - ein Sanierungskonzept ist gescheitert. 2200 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...825266,00.html
  1. #240

    Nein

    Zitat von realist01 Beitrag anzeigen
    na auch konkret die eigenen Hersteller. Das, was von vielen Unwissenden hier im Forum vorgeworfen wird (direkte Subventionen vom Staat für die Solarzellenhersteller) passiert in CHINA für CHINESISCHE Produzenten. Nicht allerdings für deutsche in Deutschland. [/url]
    Q-Cells wurde in den letzten 7 Jahren mit 200 Millione Euro direkt subventioniert. Das ist kein Pappenstil.

    Deutsche Solarförderung: Das Ende der Nachhaltigkeit - manager magazin - Unternehmen
    Allein auf die Q-Cells AG und deren Beteiligungen wurden demnach in den vergangenen sieben Jahren ein knappes Dutzend meldepflichtiger Subventionen genehmigt - addiert weit mehr als 200 Millionen Euro.
  2. #241

    Regierungskunst und EEG

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Lt Text sind dann davon 500 Malayen dabei?

    Was hat das EEG mit Q-Cells zu tun?
    Schon was. Mit dem EEG wollten Trittin und Co. sich eine treue Wählerbasis erkaufen, noch ein paar Parteispenden mitnehmen und vielleicht sogar am Rande etwas gutes tun. So weit ist das auch normal. Sicher, das EEG gefiel den Versorgern gar nicht, Konkurrenz liebt man nicht, auch normal. Also wurde ab 2006 eine Energiewende eingeleitet und viele schöne Kohlekraftwerke gebaut, die - das war bei Fukushima längst absehbar bald an Netz gehen würden. Und jetzt wird es raffiniert. Merkel konnte aussteigen und die EEG Subventionen kürzen. Den Kollertalschaden hat Herr Trittin und die Grißversorger lachen sich tot - auch weil sie jetzt weniger in den Netzausbau investieren müssen.Witschaftlich sinnvoll wäre es jetzt, die Spargel wieder abzureissen, das wäre aber schwer vermittelbar. Allerdings wird es wohl auch kaum noch weitere Spargel und PV Anlagen geben, die neuen Kraftwerke müssen sich amortisieren. Fazit: Trittin ist schuld, ist seine Spenden und Wähler los und alle sinds zufrieden.
  3. #242

    Zitat von mensch0817 Beitrag anzeigen
    Solange z.B. subventionierte europäische Agrarprodukte in Afrika lokale Märkte kaputtmachen und hier die Gewinne sprudeln, ist alles prima. Wenn nun China mit Subventionen seine Solarbranche hochpäppelt auf Kosten der deutschen Firmen, ist das schlecht. Was ist das denn für eine Logik?! Hallo - das ist Kapitalismus, das ist die Wirtschaftsordnung, von der immer gesagt wird, sie sei die beste.
    Das ist das genaue Gegenteil von Kapitalismus - das ist Staatsinterventionismus.
  4. #243

    Das

    Zitat von fallbeilspiel Beitrag anzeigen
    ...Somit: ade, du atomare Energiezukunft.
    sieht man aber nur bei uns so.
    Andere Nationen planen weiterhin Kernenergie so lange zu nutzen, bis das letzte Gramm Uran verbraucht ist. Das dauert noch viele Jahrzehnte.

    Ausbau der Atomkraft: US-Atombehörde genehmigt ersten AKW-Neubau seit 1978 - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Europa steht da nicht zurück.

    Atomkraft: Deutschland steigt aus, Oettinger plant neue AKWs in Europa - Weitere Meldungen - FOCUS Online - Nachrichten

    Innovative Staaten ( China, s. Solar ) versuchen, den Energieprotz Uran zu "strecken".

    China nimmt seinen ersten Schnellen Brüter ans Netz - Volksrepublik will weitere Atomkraftwerke bauen | Umwelt und Verbraucher | Deutschlandfunk

    Nur wir, bisher als Hightec - Land bekannt, steigen auf eine Stromerzeugung um, die wegen Unzuverlässigkeit ( ca.100 % backup erforderlich ) nur als Ergänzung, für einen sinnvollen Strommix, taugen kann.
    Ein einsamer Irrweg, der uns noch teuer zu stehen kommt.
    Btw., 2/3 unseres Stroms verbraucht die Industrie, da sind wir auf zuverlässigen und günstigen Strom angewiesen.
  5. #244

    Warum nicht zwingend Made in Europe?

    Mag sein, dass das bereits gesagt wurde (habe nicht alle 200+ Beiträge gelesen), aber m. E. hat das EEG eine herausragende Schwäche:

    So gut ich den Gedanken der Förderung der Erneuerbaren durch Umlage finde, so wenig kann ich nachvollziehen, warum diese nicht gekoppelt wurde an die Bedingung, dass die Schlüsselkomponenten (Module, Wechselrichter) made in Europe sein müssen.

    Damit wäre die Problematik Asien nie aufgekommen bzw. Investitionen dieser Länder wären in Europa erfolgt.
  6. #245

    Zitat von realist01 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Mensch eine Solaranlage auf dem Hausdach hat, dann muss er keine Verteilungskosten oder Steuern addieren für den Strom, den er produziert. Höchstens für den Strom, den er dann verkauft.
    Das ist ja der große Vorteil der Solarzelle. Deswegen haben das Satelliten, Taschenrechner, ... die müssen nichts mehr transportieren oder versteuern, falls die den Strom selber nutzen.
    Das ist keine ehrliche Rechnung.

    a) Steuern (~11 Cent/kWh): Es gibt keine sachliche Begründung dafür, warum ein Teil der Bevölkerung mit ihrem Stromverbrauch Steuern bezahlen muß, die Sie nicht bezahlen müssen. Die Steuerbefreiung von Eigenstrom ist eine klare Subvention.

    b) Netzgebühr (~5 Cent/kWh): Die Kosten für Ihren Netzanschluß sind im Prinzip reine Fixkosten. Wenn Sie aufgrund Selbstversorgung kaum Netzkosten bezahlen, schmarotzen Sie im Prinzip bei den anderen mit, die Ihre Kosten dann natürlich mitbezahlen müssen. Auch das kann kein dauerhafter Zustand sein.
  7. #246

    Lippenbekenntnisse

    Zitat von rübli Beitrag anzeigen
    ....

    Damit wäre die Problematik Asien nie aufgekommen bzw. Investitionen dieser Länder wären in Europa erfolgt.
    Für etwas was nicht gewollt ist riskiert niemand, aber auch wirklich niemand einen Handelskrieg. Warum unterstellen immer alle, dass die Anlagen gewollt waren. Sie wurden nur von einer Partei gewollt. Von allen anderen nicht bzw. nur offiziell, weil es schea macht.
  8. #247

    Zitat von robinson1959 Beitrag anzeigen
    Solarmodule, die in den Mittagsstunden des 28. März vor allem im Westen und Süden Deutschlands noch soviel Strom eingespeist hatten wie 16 Großkraftwerke – 16.000 Megawatt –, stellten ihre Produktion mit Sonnenuntergang gegen 18.30 Uhr fast komplett ein.
    Sie können warten, bis die Sonne auch nachts scheint.
    Andere sind realistisch und planen entsprechend. Niemand will allein mit PV allen Strom erzeugen.
  9. #248

    Das...

    Zitat von M.Sattel Beitrag anzeigen
    ...
    Es wird Zeit, daß sich die Anständigen in der Union endlich gegen Merkel erheben!
    ...finde ich auch. Zb Josef Göppel zur aktuellen Änderung des EEG:

    "Ich kann dem Gesetzentwurf zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie (Drucksache 17/8877) nicht zustimmen. Die aktuelle Novellierung des EEG besteht aus Einschnitten und Kürzungen, die nicht mit einer konzeptionellen Weiterentwicklung der solaren Stromerzeugung verbunden sind.

    Die vorgesehene Kürzung der vergüteten Strommenge wird dem Anspruch der Marktintegration nicht gerecht. Es fehlen Mechanismen zum Marktzugang für alle Anlagen, die zu groß oder nicht geeignet für den Eigenverbrauch und zu klein für den Börsenzugang sind.

    Der Gesetzentwurf gibt keine Antwort auf einen Systemfehler der Strompreisfindung. Große Mengen erneuerbaren Stroms senken den Großhandelspreis an der Börse. Darauf haben die mit der steigenden EEG-Umlage belasteten Kleinverbraucher jedoch keinen Zugriff. Großverbraucher hingegen werden auch noch von der Umlage befreit, auf die ihr eigener Preisvorteil zurückzuführen ist.

    Es fehlt ein Speicheranreiz, der die Regelung zum Eigenverbrauch mit der Anschaffung netzgesteuerter Speichereinheiten koppelt. Gerade die mangelnde Speicherfähigkeit erneuerbaren Stroms wird von Kritikern der Energiewende ständig beklagt. Gleichzeitig wurden jedoch wirksame Schritte zur Lösung dieses Problems verhindert.

    Dieser Gesetzentwurf liefert keinen Beitrag zur weiteren Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien. Trotz intensiver Bemühungen gelang es während der Gesetzesberatung nicht, über die Zubaubegrenzung hinaus positive Elemente zur Systemtransformation des Stromsektors zu verankern. Stattdessen fielen immer wieder Bemerkungen wie „Solarabzocker“ oder „Das Fallbeil muss fallen“.

    Die kleinteilige Stromerzeugung wird von Teilen der Koalition als Systemgefahr betrachtet, der Eigenverbrauch als „Schädigung der Solidargemeinschaft“. Diese Haltung konserviert technologisch überlebte Strukturen. Sie bremst die Verlagerung der Wertschöpfung auf breite Bevölkerungsschichten und nimmt unseren Bekenntnissen zur Energiewende die Glaubwürdigkeit.

    Ich werde den Gesetzentwurf deshalb ablehnen."
  10. #249

    ...

    Zitat von _42_ Beitrag anzeigen
    ...
    Der absorbierte Teil der Lichtleistung ist übrigens auch überhaupt nicht unerheblich. Das sehen sie dann, wenn sie versuchen sich durch geschickte Ausrichtung am Südpol aufzuwärmen, denn obwohl dort meistens keine Wolke am Himmel ist, werden sie keine Ausrichtung finden, bei der wüstenähnliche Verhältnisse aufkommen.
    Das liegt aber eher daran dass Luft und Boden sehr kalt sind, was daher kommt dass dort der Boden einen sehr flachen Winkel zur Sonne hat.