Mobbing am Arbeitsplatz: Du Opfer

CorbisAus dem Mail-Verteiler gerutscht? In der Kantine immer allein, keiner grüßt mehr? Das kann Zufall sein. Oder System mit Übergriffen bis hin zu Rufmord und sexueller Gewalt. Mobbing findet überall statt und ist oft Chefsache. Mobbing macht krank. Aber gegen Mobbing kann man sich wehren.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...824793,00.html
  1. #1

    Mobbing am Arbeitsplatz: Du Opfer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus dem Mail-Verteiler gerutscht? In der Kantine immer allein, keiner grüßt mehr? Das kann Zufall sein. Oder System mit Übergriffen bis hin zu Rufmord und sexueller Gewalt. Mobbing findet überall statt und ist oft Chefsache. Mobbing macht krank. Aber gegen Mobbing kann man sich wehren.

    Mobbing am Arbeitsplatz: Du Opfer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Warum sollten Mobbingopfer sich sehr intensiv mit Pyschologie beschäftigen um intelligente Gegenstrategien zu entwickeln!!!
  2. #2

    Wenn Dummschwätzer

    Wenn Dummschwätzer und Selbstdarsteller aus der Wirtschaft alla Stromberg die Macht übernehmen, ist das die Folge.

    Aber es ist eben zu oft diese Wirtschaft, die die Schlagzeilen mit "Fachkräftemangel" übernimmt und sich lauthals über die geringe Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen beschwert.

    Die Zahlen sind eindeutig:
    Unternehmen, die für ihren guten Umgang mit Mitarbeiter bekannt sind, geht es besser. Man Vergleiche Schlecker mit dm, man Vergleiche Nokia mit Toyota.

    Im Übrigen finde ich Anwälte und Beschwerden beim Betriebsrat die beste Lösung. Diese Menschen gefallen sich sehr gut in der Rolle der Mobber. Das einzige, was sie nicht ertragen können, ist auf Anwaltschreiben, Presseartikeln und Ähnlichem antworten zu müssen.
  3. #3

    Immer die Initiative behalten

    aus verfahrenen Situationen heraus oder gar nicht erst richtig hinein kommt ein potentielles Mobbingopfer, wenn er/sie für sich die Dinge in die Hand nimmt und die Initiative behält oder zurückerlangt.
    Hierzu gehört anderwertig bewerben und hier sind Personalagenturen durchaus hilfreich. Dies kann das Selbstbewußtsein am Arbeitsplatz fördern. Dies wieder führt dazu, Dinge nicht an sich herankommen zu lassen, was wiederum den Spaß der Mobber vermindert oder es gar ganz stoppt.

    Zur Initiative gehört auch und vor allem das Suchen von Gesprächen mit den Tätern oder potentiellen Tätern. Es ist wie mit den Glatzen auf der Straße: Ein Rollstuhlfahrer wird angegriffen, nicht aber ein Kickboxer mit 2m Größe. Gelingt bei einem Mitarbeiter Mobbing, dann laufen viele Kollegen hinterher und beteiligen sich fleißig, gelingt es nicht oder kehrt die Eigeninitiative zum Opfer zurück, ist die Mobbermeute schnell unterm Tisch verkrochen.
  4. #4

    Volkssport

    Zitat von Phoenix2006 Beitrag anzeigen
    Warum sollten Mobbingopfer sich sehr intensiv mit Pyschologie beschäftigen um intelligente Gegenstrategien zu entwickeln!!!
    In unserem Unternehmen ist Mobbing durch die Chefetage Volkssport. Ich selbst war davon 2 Jahre lang trotz bester Ergebnisse betroffen und kann nur jedem raten sich so schnell wie möglich einen Anwalt zu nehmen, da nur eine Strafanzeige die handelnden von solchem Wahnsinn abbringt, in meinem Gastgeberland leider unmöglich.

    Daher blieb mir nur der Weg durch eine täglich perfekte Leistung und durch nachweissbare sichtliche Erfolge mich auch vor meinen andern Mitarbeitern darzustellen, der Sport half mir physisch damit fertig zu werden, ich fing nach 25 jähriger Abstinenz wieder an täglich Tennis zu spielen, zudem fand ich bei meiner Fau Halt, sicherlich eine ideale Situation der Gegenwehr.
    Heute hängen 20% des wirtschafltlichen Ergebnisses von meiner Arbeit ab, trotzdem habe ich der Versetzung in ein anderes Land (Deutschland) zugestimmt. Jetzt muss der mobbende Landesleiter sich andere Gründe überlegen, vor seinen Mitarbeitern steht er da wie ein begossener Pudel,

    Mobbing sollte nicht nur mit extrem hohen Strafen belegt werden sondern auch im Lebenslauf nach einer Verurteilung autauchen, damit würde man den Mobbern das Handwerk legen.
  5. #5

    In der Mobbing-Diskussion kommt meiner Meinung nach eines oft zu kurz: Das "Mobbing-Opfer" ist nicht immer nur unschuldiges Opfer, es gibt eben auch Fälle, wo der Konflikt in der Abteilung vom vermeintlichen Opfer ausgeht.
  6. #6

    Mobbing ist immer Chefsache ...

    Ich wurde jahrelang gemobbt. Zunächst viele Kleinigkeiten, die sich aneinanderreihten, dann mehr. Das meiste lief aber an Intrigen hinter meinem Rücken ab. Immer wenn ich davon etwas gemerkt hatte, versuchte ich mich zu wehren.

    Aber meine Erfahrung ist: Ob man sich wehrt oder nicht, ist egal. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist die Eigendynamik zu groß. In meinem Fall waren die Chefs auf Seiten der Mobber, ich musste mich ständig rechtfertigen, die Folge: Depressionen, Burn-Out. Nach einem Jahr Krankheit gab ich auf und stimmte einer Vertragsauflösung zu.

    Meine Ansicht: Mobbing am Arbeistplatz wird von Chefs durchaus gerne gesehen, um ältere Mitarbeiter kostengünstig loszuwerden. Besonders zynisch: Wenn die gleichen Chefs ihre Mitarbeiter zu regelmäßigen Werteseminaren einladen. Das ist der Alltag in deutschen Firmen ...
  7. #7

    Wenns mal soweit ist....

    ...hilft nur noch zu gehen. Hab ich selbst erfahren. Wurde auf einen Platz gesetzt und durfte nichts mehr arbeiten...noch nicht mal ans Telefon...aber auch sonst nicht tun...wurde regelmäßig vom Chef angeschrien und niedergemacht...bis ich nach einer Woche hingeschmissen hab....naja...war ganz gut...hatte danach nur bessere Jobs...aber beim Chef kam dann halt mal das Finanzamt vorbei...hat sich gewundert woher die von seinem Schwarzgeld in der Schweiz wußten mit dem er immer geprahlt hatte...wer zuletzt lacht...
  8. #8

    Grenzfälle

    1) klar gibt es echtes, ungerechtfertigtes Mobbing, aber es gibt auch:

    2) Idioten, die sich wundern als solche behandelt zu werden

    3) enorm hohen Kündigungsschutz, der Kündigungen wegen Qualifikation und Team Integration nicht zulässt.

    4) Sturheit, wenn man den Job hasst, er einen sogar krank macht, warum nicht Kündigen?
  9. #9

    Opfer

    Schon die Überschrift des Artikels "Mobbing am Arbeitsplatz: Du Opfer" zeigt, dass auch SPON aus den Ereignissen der letzten Tage nichts gelernt hat.

    Das Schimpfwort "Du Opfer" zeigt auch ganz deutlich, wie die Bevölkerung in Wahrheit zu einem Opfer steht. Opfer werden in jeder Lebenslage mit Hohn und Spott überzogen.