Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem?

Noch immer spielen in vielen Bundesländern die Herkunft und die Elterhäuser der Schüler eine größere Rolle beim schulischen Fortkommen als die individuelle Begabung. Dies zu ändern ist das Ziel der Bildungspolitik, doch über die Vorgehensweise wird häufig gestritten. Manche wollen auch gar nichts ändern. Wie ungerecht ist unser Schulsystem wirklich?
  1. #10

    .

    Zitat von melbo Beitrag anzeigen
    Ja, die ganzen Sechsjaehrigen, die keine Lust auf Hausaufgaben haben, die sind das alle selber schuld, dass sie keine Bildung wuenschen...soll man sie doch der Strasse ueberlassen!

    Das bringt dann spaeter zwar gehoerige Probleme fuer alle Beteiligten mit sich, aber zumindest haben wir's ihnen gezeigt...baeh.

    Wenn ein Sechsjähriger nichts lernen möchte, dann ist das sehr ungewöhnlich. Gerade Kinder in diesem Alter wollen lernen. Und das, was in der Grundschule gelernt wird, sollte jedes Kind interessieren.

    Danach wird es problematisch. In einigen Kreisen gilt es als cool, schlecht in der Schule zu sein. Wer nichts lernen möchte, und zwar in einem Alter, in dem man die Konsequenzen dieser Lernverweigerung kennt, dem ist nicht wirklich zu helfen. Diejenigen, die nichts lernen wollen, werden später auch grosse Probleme haben, einen Ausbildungsplatz und einen vernünftigen Job zu finden. Warum soll man daran etwas ändern? Und wie soll man daran etwas ändern können?

    Wenn man später merkt, dass die Lernverweigerung einem geschadet hat, kann man immer noch etwas dagegen unternehmen. Es gibt z.B. Abendschulen. Wenn man diese Lernangebote auch ausschlägt, dann ist man selbst schuld.

    Wie viele Chancen soll man als Staat noch geben?

    Kein Kind in Deutschland wird bildungstechnisch der Strasse überlassen. Gerade deshalb gibt es die Schulpflicht. Die Pflicht, zur Schule zu gehen, muss als Angebot aufgefasst werden, etwas lernen zu können.

    Das deutsche Schulsystem ist ausreichend durchlässig. Es gibt sogar Lehrer, die über den "Umweg" Realschule ihr Abitur gemacht und anschliessend erfolgreich studiert haben. Alles ist möglich. Auch als Spätstarter. Nur starten muss man auch einmal, und zwar selbst.
  2. #11

    Zwei Begriffe

    Nicht umsonst hat die deutsche Sprache zwei Begriffe: lehren und lernen. Und sie bedeuten: der Lehrer lehrt - die Schüler lernen. Das sagt schon alles. Den "Nürnberger Trichter", wo der Lehrer dem Kind das Wissen in den Kopf gießt, gibt es nämlich nicht.

    Wenn allerdings die Eltern von klein auf das Kind fragen: was möchtest du essen? was wöchtest du spielen? was möchtest du tun? Und dann auch noch: was möchtest du lernen? Dann fällt das dem Kinde nicht ein. Die einzig richtige Antwort des Kindes ist:" ich möchte das lernen, was der Lehrer lehrt." Und das sollte auch die Haltung der Eltern sein: volle Unterstützung für die Lehrkräfte und die Lehrpläne. In der vielen Zeit außerhalb der Schulstunden kann noch genügend anderes gelernt werden.
  3. #12

    Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem ?

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Was ist schon gerecht? Das Bildungssystem versucht wenigstens, gerecht zu sein. Mehr kann man nicht erwarten.

    Es gibt natürlich die sogenannten Bildungsverlierer. In vielen Fällen sind diese Menschen selbst schuld. Wer in Deutschland aufwächst und noch nicht einmal die deutsche Sprache ordentlich sprechen und verstehen kann, und das sind eben nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund, der hat etwas falsch gemacht.

    Bildung und Erziehung müssen auch gewünscht werden. Wer das nicht möchte, dem kann man nicht helfen.
    Typisch tumber Bundesbürger! Wer nicht will oder kann bleibt ebenein Idiot? So drücken Sie sich aus! Sie wissen weder was Erziehung ist noch kennen Sie Sozialverhalten.

    Ihnen würde ich mit diesr Einstellung keine Arbeitsstelle geben, bei der Sie ein Mitspracherecht über andere Arbeitnehmer hätten.

    Kinder sind alle gleich - egal aus welchem Haushalt oder Dreckstall diese kommen . Es ist unsere Pflicht, den Schwächsten der Schwachen zu helfen und den Eltern klare Ansagen zu machen, statt - wie heute üblich - durch private Faultierchen - diese Familien maaal aufsuchen zu lassen.

    Was das Kind in den ersten Lebensjahren nicht lernt ist für immer verloren.
    Es gilt immer noch:" Was Hänschen nicht lernt ,lernt Hans nimmermehr."

    Das deutsche Schul"system" ist ein nicht vorhanden. Was denn für ein System? Meinen Sie die Kindervernachlässigung und die
    Verdummung der Kinder und schon der Eltern ab Brandt und Konsorten?
    Das "Laufenassen" in die Dummheit?


    Kinder möchten von der Vorschule an Erfolgserlebnisse haben und auch , wenn ein Bild mal nicht so gelungen ist , sollt man loben - je nach Geschicklichkeit und Intelligenz die Schwachen mehr fördern.

    Mir scheint aber, dass die Eltern die Verkommenen sind. Egal ,ob deutsche Primitivlinge (das hat überdies nichts mit Geld zutun) oder die vorderasiatische kriminelle Unterschicht.

    Wer seine Kinder nciht in die Schule schickt und den Kleinen nicht die deutsche Sprache in Deutschland beibringt, hat hier nichts zu suchen oder gehört bestraft. Als Atheist sind den Kindern und Eltern auch die 10 Gebote beizubringen, die mit den christlichen oder muslimischen Glauben - nichts zutun haben, vielmehr erste Verhaltensregeln sind.
  4. #13

    Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem?

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Wenn ein Sechsjähriger nichts lernen möchte, dann ist das sehr ungewöhnlich. Gerade Kinder in diesem Alter wollen lernen. Und das, was in der Grundschule gelernt wird, sollte jedes Kind interessieren.

    Danach wird es problematisch. In einigen Kreisen gilt es als cool, schlecht in der Schule zu sein. Wer nichts lernen möchte, und zwar in einem Alter, in dem man die Konsequenzen dieser Lernverweigerung kennt, dem ist nicht wirklich zu helfen. Diejenigen, die nichts lernen wollen, werden später auch grosse Probleme haben, einen Ausbildungsplatz und einen vernünftigen Job zu finden. Warum soll man daran etwas ändern? Und wie soll man daran etwas ändern können?

    Wenn man später merkt, dass die Lernverweigerung einem geschadet hat, kann man immer noch etwas dagegen unternehmen. Es gibt z.B. Abendschulen. Wenn man diese Lernangebote auch ausschlägt, dann ist man selbst schuld.

    Wie viele Chancen soll man als Staat noch geben?

    Kein Kind in Deutschland wird bildungstechnisch der Strasse überlassen. Gerade deshalb gibt es die Schulpflicht. Die Pflicht, zur Schule zu gehen, muss als Angebot aufgefasst werden, etwas lernen zu können.

    Das deutsche Schulsystem ist ausreichend durchlässig. Es gibt sogar Lehrer, die über den "Umweg" Realschule ihr Abitur gemacht und anschliessend erfolgreich studiert haben. Alles ist möglich. Auch als Spätstarter. Nur starten muss man auch einmal, und zwar selbst.
    Wenn es eine Pflicht zum lernen gibt ,dann muß es auch eine Pflicht zum lehren geben. Und ein Lehrer kann schlecht den Kindern einen Unterrichtsstoff nahebringen, wenn von Seiten der Politik , der GEW,und der sonstigen Stellen den Lehrern keine Hilfe bei der Durchsetzung der Pflicht , zuteil wird.
    Doch , die Kinder werden bewußt und gewollt durch die Politik der Straße überlassen und die willigen Kinder werden - mangels Disziplin -der sogenannten "Störenfriede" auch nichts lernen .
    In Berlin gibt es nun noch eine Schule, an der - durch den Rektor -
    Disziplin vermittelt wird, wer zu spät kommt, muß sich für die Allgemeinheit betätigen - z.B. Hof fegen - und vieles mehr . Die Kinder lernen diszipliniert (sie stehen auf , wenn der Lehrer in die Klasse kommt - wie ehemals) und der Erfolg der klaren Regeln gibt diesem Pädagogen recht.

    Es war von dem linken SPD Senat Berlins in den 70ziger Jahren eine Sauerei sondergleichen, die ab 11jhr. ungeschützt dem Rauschgiftgenuss auszusetzen und dann standen diese Kinder als Prostituierte mit 11,12 und 13 Jahren im Dreh Bülowstr. ,Kurfürsten, Genthinerstraße - vollgekifft mit Ausschlag und niemand half diesen armen Geschöpfen. 2 lagen Tod auf der Toilette meiner Dienststelle . Das Nichtkümmern um diese Kinder durch die Gutmenschen hat bis heute verheerende Folgen.
  5. #14

    Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem?

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst hat die deutsche Sprache zwei Begriffe: lehren und lernen. Und sie bedeuten: der Lehrer lehrt - die Schüler lernen. Das sagt schon alles. Den "Nürnberger Trichter", wo der Lehrer dem Kind das Wissen in den Kopf gießt, gibt es nämlich nicht.

    Wenn allerdings die Eltern von klein auf das Kind fragen: was möchtest du essen? was wöchtest du spielen? was möchtest du tun? Und dann auch noch: was möchtest du lernen? Dann fällt das dem Kinde nicht ein. Die einzig richtige Antwort des Kindes ist:" ich möchte das lernen, was der Lehrer lehrt." Und das sollte auch die Haltung der Eltern sein: volle Unterstützung für die Lehrkräfte und die Lehrpläne. In der vielen Zeit außerhalb der Schulstunden kann noch genügend anderes gelernt werden.
    Sie schreiben es, aber in der Vergangenheit hat die "antiautäre Erziehung " soviel schaden auch beiden Eltern angerichtet, dass es wohl Jahrzehnte dauern wird, um diese erziehungsfaulen Eltern und Lehrer in den Griff zu bekommen.

    Wir haben hier in Friedenau die Friedrich Bergius-Realschule, der Schulleiter ist ein wudnerbarer Pädagoge - klare Regeln - klare Strafe -
    und unterdessen stehen die Eltern Schlange um ihre Kinder dort einzuschulen. Die einzige Schule, an der 4mal soviele Anmeldungen gibt, als die Schule Süler aufnehmen kann.
  6. #15

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Wenn es eine Pflicht zum lernen gibt ,dann muß es auch eine Pflicht zum lehren geben. Und ein Lehrer kann schlecht den Kindern einen Unterrichtsstoff nahebringen, wenn von Seiten der Politik , der GEW,und der sonstigen Stellen den Lehrern keine Hilfe bei der Durchsetzung der Pflicht , zuteil wird.
    Doch , die Kinder werden bewußt und gewollt durch die Politik der Straße überlassen und die willigen Kinder werden - mangels Disziplin -der sogenannten "Störenfriede" auch nichts lernen .
    In Berlin gibt es nun noch eine Schule, an der - durch den Rektor -
    Disziplin vermittelt wird, wer zu spät kommt, muß sich für die Allgemeinheit betätigen - z.B. Hof fegen - und vieles mehr . Die Kinder lernen diszipliniert (sie stehen auf , wenn der Lehrer in die Klasse kommt - wie ehemals) und der Erfolg der klaren Regeln gibt diesem Pädagogen recht.

    Es war von dem linken SPD Senat Berlins in den 70ziger Jahren eine Sauerei sondergleichen, die ab 11jhr. ungeschützt dem Rauschgiftgenuss auszusetzen und dann standen diese Kinder als Prostituierte mit 11,12 und 13 Jahren im Dreh Bülowstr. ,Kurfürsten, Genthinerstraße - vollgekifft mit Ausschlag und niemand half diesen armen Geschöpfen. 2 lagen Tod auf der Toilette meiner Dienststelle . Das Nichtkümmern um diese Kinder durch die Gutmenschen hat bis heute verheerende Folgen.
    Das mag ja alles so sein. Aber als Ausrede, nicht zu lernen, lasse ich das nicht gelten. Meine Grundschulzeit lag zwischen 1941 und 1949. Da waren die Bedingungen weitaus schlechter, als das, was Sie hier anführen. Aber trotz aller Widrigkeiten (gelinde ausgedrückt) steckte in uns allen ein eigener Lerneifer.
  7. #16

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Sie schreiben es, aber in der Vergangenheit hat die "antiautäre Erziehung " soviel schaden auch beiden Eltern angerichtet, dass es wohl Jahrzehnte dauern wird, um diese erziehungsfaulen Eltern und Lehrer in den Griff zu bekommen.

    Wir haben hier in Friedenau die Friedrich Bergius-Realschule, der Schulleiter ist ein wudnerbarer Pädagoge - klare Regeln - klare Strafe -
    und unterdessen stehen die Eltern Schlange um ihre Kinder dort einzuschulen. Die einzige Schule, an der 4mal soviele Anmeldungen gibt, als die Schule Süler aufnehmen kann.
    Na also. Geht doch. Weiter so - auch an den übrigen Schulen!
  8. #17

    Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem?

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Das mag ja alles so sein. Aber als Ausrede, nicht zu lernen, lasse ich das nicht gelten. Meine Grundschulzeit lag zwischen 1941 und 1949. Da waren die Bedingungen weitaus schlechter, als das, was Sie hier anführen. Aber trotz aller Widrigkeiten (gelinde ausgedrückt) steckte in uns allen ein eigener Lerneifer.

    Sicher, meine Grundschulzeit lag zwischen 1948 und 1953 - eine Klasse habe ich übersprungen. Herrlich , trotz Essenmangel und mehr als 50 Kindern anfangs ,wegen fehlender Häuser -tolle Lehrer - immer spannenden Unterricht und ich war keinesfalls ein "liebes,kleines,
    artiges Mädchen" . Die Bedingungen hinsichtlich der Zuwendung an die Kinder durch die Lehrer war erheblich besser. Dank meiner Lehrer habe ich als Mickimaus im Kinderfunk mitgesungen, in DEfa -Märchenfilmen mitgespielt, olle Pieck ein Gedicht vorgetragen, Nachtwanderungen am Müggelsee mitgemacht, mit Steinen Feuer zu machen und und und - eine spannende ,tolle Schulzeit und - nur ein Lehrer hat mcih am Ohr die Treppe raufgezogen - das Ohr ist noch dran und ich habe ihn als 10jhr. an die Tafel gemalt mit riesigem Kehlkopf. (Die Rache !) Also, wir waren sogar auf Rügen und haben dort Nachtwanderungen gemacht, also , meine schönste Zeit mit - ohne Langeweile.
  9. #18

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Das mag ja alles so sein. Aber als Ausrede, nicht zu lernen, lasse ich das nicht gelten. Meine Grundschulzeit lag zwischen 1941 und 1949. Da waren die Bedingungen weitaus schlechter, als das, was Sie hier anführen. Aber trotz aller Widrigkeiten (gelinde ausgedrückt) steckte in uns allen ein eigener Lerneifer.
    Sötzen sö sösch Pfeiffor, sö sönd alborn...
  10. #19

    Und wieder einmal...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch immer spielen in vielen Bundesländern die Herkunft und die Elterhäuser der Schüler eine größere Rolle beim schulischen Fortkommen als die individuelle Begabung. Dies zu ändern ist das Ziel der Bildungspolitik, doch über die Vorgehensweise wird häufig gestritten. Manche wollen auch gar nichts ändern. Wie ungerecht ist unser Schulsystem wirklich?
    ..stellt sich die Frage: Wer erzieht den hier die Kinder? Der Staat oder die Eltern?
    In Deutschland darf jeder jede Schule besuchen. Und das Bildung Geld kostet ist auch nicht neues. Also, veehrte Eltern: Sie schaffen die Ungerechtigkeit bei Ihren Kindern. Denn Eltern die sich um Ihre Kinder kümmern und Ihnen vermitteln das Schule ein kostbares Gut ist bringen die Kid´s weiter!

    Nicht immer nur auf den Staat schauen! das bringt uns nicht weiter!