Rechthaberei im Netz: Das Leben ist ein Witz, liebe Leute

Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...824065,00.html
  1. #60

    Es geht um Liebe und Vernunft

    Würde ein Gott unsere Welt aus sicherer Entfernung betrachten, so müsste er sich vor Lachen erst mal schütteln: In den wohlhabenden Teilen dieser Welt, wo es nicht mehr ums Überleben geht, spreizen sich die Menschen auf wie Pfauen, streben nach Reichtum, Macht, Wichtigkeit und Bedeutung.
    Enttäuscht würde er feststellen, dass die Menschen trotz ihrer Vernunft nur verstandesmässig ihren Vorteil suchen, dass sie sich mit Kampf und Konkurrenz das Leben gegenseitig schwer machen und ihre natürliche Lebensgrundlage blind zerstören.

    Da dieser Gott jenseits von Raum und Zeit die Endlichkeit jeder irdischen Existenz permanent vor Augen hat, wird er befremdet feststellen, dass viele Menschen die Gabe der Vernunft verraten und ebenso egoistsich wie riegeldumm durchs Leben gehen, den unausweichlichen Tod schlicht verdrängend.

    Verständnis hätte er nur für die Bescheidenen, die Einsichtigen und Vernünftigen, die ihrer prekären Situation geistig mit Humor, Lachen und Gelassenheit begegnen - ernsthafte, kluge, ehrliche und hilfsbereite Menschen, die erkannt haben und umsetzen, worum es in dieser kurzen Existenz wirklich geht.

    Da dieser Gott sich von Anfang an geschworen hat, niemals in die natürlichen Abläufe dieser Welt einzugreifen, weiss er, dass diese Menschheit dem Untergang geweiht ist, weil nicht Liebe und Vernunft, sondern Egoismus und Zweckrationalität dominieren.

    Da es viele ähnliche Wekten im Kosmos gibt, wird er sich von dieser gelangweilt oder auch angewidert abwenden, um sich mit interessanteren, positiveren Welten zu befassen - Welten, die ihm vielleicht sogar Freude berieten, weil sie es geschafft haben, der Liebe und der Vernunft zum Sieg zu verhelfen!
  2. #61

    Epilog

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Würde ein Gott unsere Welt aus sicherer Entfernung betrachten, so müsste er sich vor Lachen erst mal schütteln: In den wohlhabenden Teilen dieser Welt, wo es nicht mehr ums Überleben geht, spreizen sich die Menschen auf wie Pfauen, streben nach Reichtum, Macht, Wichtigkeit und Bedeutung.
    Enttäuscht würde er feststellen, dass die Menschen trotz ihrer Vernunft nur verstandesmässig ihren Vorteil suchen, dass sie sich mit Kampf und Konkurrenz das Leben gegenseitig schwer machen und ihre natürliche Lebensgrundlage blind zerstören.

    Da dieser Gott jenseits von Raum und Zeit die Endlichkeit jeder irdischen Existenz permanent vor Augen hat, wird er befremdet feststellen, dass viele Menschen die Gabe der Vernunft verraten und ebenso egoistsich wie riegeldumm durchs Leben gehen, den unausweichlichen Tod schlicht verdrängend.

    Verständnis hätte er nur für die Bescheidenen, die Einsichtigen und Vernünftigen, die ihrer prekären Situation geistig mit Humor, Lachen und Gelassenheit begegnen - ernsthafte, kluge, ehrliche und hilfsbereite Menschen, die erkannt haben und umsetzen, worum es in dieser kurzen Existenz wirklich geht.

    Da dieser Gott sich von Anfang an geschworen hat, niemals in die natürlichen Abläufe dieser Welt einzugreifen, weiss er, dass diese Menschheit dem Untergang geweiht ist, weil nicht Liebe und Vernunft, sondern Egoismus und Zweckrationalität dominieren.

    Da es viele ähnliche Wekten im Kosmos gibt, wird er sich von dieser gelangweilt oder auch angewidert abwenden, um sich mit interessanteren, positiveren Welten zu befassen - Welten, die ihm vielleicht sogar Freude berieten, weil sie es geschafft haben, der Liebe und der Vernunft zum Sieg zu verhelfen!
    Ja, ulkig. Und sehr subtil. Trotz dicken Auftragens ist das ridiküle Moment nicht sofort sichtbar.

    Es ist, wie ich finde, ein gutes Schlusswort.
  3. #62

    Hi hi, reingefallen...

    Zitat von wika Beitrag anzeigen
    Liebe Frau Dr. Sibylle … zunächst einmal muss ich Sie korrigieren. Es sind inzwischen 7 Milliarden Besserwisser auf diesem Planten
    ...und sich in die 6 Mrd. Rechthaber reflexartig eingereiht.

    Wieder einmal sehr gewitzt von Frau Berg :-))

    Vielleicht hat sie ja auch Säuglinge von den 7 Mrd abgezogen, die noch nicht so wirklich besserwisserisch daher kommen? Oder vielleicht gehört eine Mrd zu den Nicht-Besserwissenden?
  4. #63

    Dann auf zur Aktion.

    Die Drohung am Ende gefiel mir sehr gut. Wenn das in die Realität überspringt könnte ich mir Anschreien und vielleicht eine Satz warme Ohren als Krone vorstellen. Da bekäme das Leben doch gleich wieder Pfeffer.
  5. #64

    Humor

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

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    Liebe Frau Berg,
    an Ihrer Stelle würde ich den Humor Ihren Kritikern überlassen und den Witz für mich behalten. So wie ich meine Landsleute kenne, verfügen sie über reichlich Humor, wie sie ihn immer wieder im Karneval und in der Fasnet zur Schau stellen. Humor braucht keinen Geist, welcher wiederum ohne Witz nicht auskommt. Humor kann mörderisch sein, was man der deutschen Sprache in der durchaus wörtlich zu nehmenden Redewendung "zum Totlachen" ablauschen kann. Totgelacht wird der, über den gelacht wird. Was Sie über Humor sagen würde ich dem Witz zuschlagen. Es gibt sicher viele deutsche Autoren, die sich für humorvoll halten, aber fast keine die Witz besitzen. Schriftsteller wie Cervantes, Rabelais, Sterne wird man kaum zufällig in Deutschland nicht finden. Wie auch das Groteske und das Absurde hier kaum Vertreter hat. (Und hoffentlich kommt jetzt niemand auf die groteske Idee Grass einen Schriftsteller zu nennen). Witz ist eine Überlebenstechnik, das Dasein auch angesichts des nicht mehr zu unterbietenden Verblödungszustandes eines nicht unbeträchtlichen Teiles seiner Zeitgenossen ertragen zu können, und in anbetracht des Umstandes, dass diese zwanghaft darunter leiden, ihren Zustand in allen zugänglichen Blogs und Internetforen dokumentieren zu müssen.
  6. #65

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

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    Frau Sibylle... tun Sie mich heiraten bitte? Wenn nur alle so wären wir wir nicht sind...
  7. #66

    Ach sowas

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

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    Ach Frau Berk,
    nehmen Sie das doch nicht so ernsd ....
  8. #67

    Im Netz gefangen !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

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    HILFE !
    Ich fürchte, mein Deutsch wird immer schlymmer.
    Die Silben selbstverständlichen sich und ich kann nichts dagegen tun.

    S.p.O.n.S !!!

    Geehrte Frau Silbylle, meine sibyllischen Silben werden mit den Fäden Ihres Spinnennetzes stranguliert.
    Ihr brillantes Spinnenmaul fängt an, MICH zu speisen.

    Aber ich warne Sie, Frau Silbyllig,
    soviel WEISHEIT werden SIE nicht verdauen können.
  9. #68

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wozu brauchen wir Humor? Um uns nicht selbst ins Bein zu beißen. Um zu erkennen, dass wir nicht immer im Recht sind. Und um diese Welt zu ertragen. Eine sehr humorvolle Antwort an meine Kritiker im SPIEGEL-ONLINE-Forum.

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    Hallo Frau Sibylle,

    wenn Sie sich wenigstens mal an einem realistischen Modell des inneren Menschen orientieren würden - dann würde sich ihre Kolumne sichwenigstens in der Tiefe ein wenig von den banalen Ergüssen ihrer Kolleginnen unterscheiden. Mit ein wenig Depression lockt man doch allenfalls ein paar Schüler hinter dem Ofen hervor.

    Ich empfehle als Beginn "Aussöhnung mit dem inneren Kind" von Chopich und Paul. Danach werden Sie hoffentlich selber beginnen, nach der Realität hnter den Fassaden und ihren Ursachen zu suchen.

    Viel Spaß und Erfolg dabei.

    Einer von 6 Mrd. Besserwissern.
  10. #69

    Wie hieße es denn richtig?

    Zitat von KomischWetter Beitrag anzeigen
    Witzig, dass Frau Sibylle ausgerechnet in diesen humorfrei-belehrenden Satz einen deftigen Grammatik-Fehler gehauen hat:

    "Auch wenn es vielen der Forum-Schreiber auch nach einem Jahr misslungenem Hass-Managements noch nicht gelingt, meinen Namen richtig zu schreiben."

    Entscheiden Sie sich! Entweder Genitiv oder Dativ! Hier egal! Aber nehmen Sie es mit Humor!
    Bis auf das Doppel-auch finde ich den Satz grammatisch ganz in Ordnung, das s am Management kann man gelten lassen.