Berufsstart - wie sind Ihre Erfahrungen?

Nach Ausbildung oder Studium folgt eine herbe Umstellung: Der Start ins Berufsleben fordert oft mehr Zeit und Anstrengung als erwartet. Verändert der Job den Menschen - zum Besseren oder Schlechteren? Oder ist der Beginn der Arbeit erst der wirkliche Schritt zum Erwachsenwerden?
  1. #1

    Nun, ja..mein berufsstart ist ja 5 jahre her..und ist ehr frustierend abgelaufen.
    Als Frischling, ohne berufserfahrung..kommen dann schnell die rückschläge. Zwar hat man den komischen wisch, wo drauf steht, dass man diesen beruf gelernt hat, aber es fehlt an "Berufserfahrug"..ergo man kommt überhaupt schwer in das berufsleben rein..
    Ist man dann erstmal drin, geht es eigentlich halbsweg einfacher.

    Nur die zeit zwischen berufsausbildung und ersten job ist sehr ernüchternt..und man fragt sich schon, warum man überhaupt eine Ausbildung machen soll, wenn man eh zu hören bekommt, dass man berufserfahrung haben soll...Stellt sich die frage..wie man die sammeln soll, wenn man kaum eine chance bekommt? Stellt man diese frage..dann stehn die münder offen..tja..sollte einem zudenken geben..
  2. #2

    Ich finde die Antworten der befragten Personen allesamt eher traurig und unbefriedigend. Kann es denn wirklich sein, dass es das Ziel für ein erfüllteres Leben ist, mit weniger Schlaf auszukommen? So sehen also die "Opfer" einer extrem leistungsorientierten Gesellschaft aus.
  3. #3

    Zitat von Elektro
    Ich finde die Antworten der befragten Personen allesamt eher traurig und unbefriedigend. Kann es denn wirklich sein, dass es das Ziel für ein erfüllteres Leben ist, mit weniger Schlaf auszukommen? So sehen also die "Opfer" einer extrem leistungsorientierten Gesellschaft aus.
    Ja oder eher gesagt die Wunschkandidaten der Untenrnehmen. Arbeiten bis in die Puppen und glücklich dabei :)
  4. #4

    Ich bin erst seit 6 Monaten in meinem Beruf - und mir geht es in vielen Dingen ähnlich wie den Menschen in den Beiträgen.
    Man geht abends nicht mehr so selbstverständlich weg, muss mehr planen...
    Ich habe allerdings das "Glück", dass ich nur eine halbe Stelle (als Doktorandin) habe - und somit viele Freiheiten. Ich erlebe also gerade einen sehr sanften Übergang vom Studium zum Beruf. Für mich ist das perfekt. Mal sehen, wie es in drei Jahren aussieht, wenn ich meine Promotion abgeschlossen habe...
  5. #5

    Berufsstart

    Also, bei mir lief alles recht reibungslos (vor drei Jahren), allerdings bleibt die finazielle Sorglosigkeit aus. Ich hatte mir immer gedacht, dass die Geldknappheit besser statt schlechter würde... Schade. Aber ich stehe ja noch am Anfang! ;-)Ansonsten wird man Stress-resistenter und entscheidungsfreudiger; und natürlich MÜDER! Aber was soll man sonst den ganzen Tag tun?
  6. #6

    Für mich als Studenten wirken die Beschreibungen eher befremdlich. Was da über das Studium erzählt wird, kann ich so nicht nachvollziehen. Die Zukunftsangst ist zumindest bei mir gerade jetzt am größten, da ich ja gerade nicht weiß, was später aus mir werden wird. Die Geldsorgen sind ja auch jetzt am unangenehmsten. Wenn man endlich arbeitet, bekommt man am Anfang vielleicht nicht gerade sehr viel Geld, aber es kommt regelmäßig und halbwegs sicher. Mehr als während des Studiums wird es wohl auch sein.

    Außerdem ist das Studium, wenn man nicht gerade trödelt, sehr zeitintensiv. Wenn dann noch Aktivitäten nebenher gemacht werden, was ja heute immer gefordert wird, so sieht das mit dem Ausschlafen ganz anders aus.

    Die Entscheidungsfreiheit die man während des Studiums theoretisch hat, sieht in der Praxis auch ganz anders aus. Wer nicht die Disziplin hat, zu lernen oder in die Vorlesung zu gehen, wird länger Studieren müssen, was bedeutet, dass Bafög nicht mehr gezahlt wird und das Studium somit abgebrochen werden müsste.

    Summa summarum stellt sich für mich das Studienleben eher so dar, wie das Berufsleben in den Beschreibungen. Eine noch größere Intensivierung des Stresses und der Zeiterfordernisse möchte ich nicht haben. Ich möchte ja auch irgendwann mal eine Familie haben und mit dieser Zeit verbringen. Und das geht nun mal nicht, wenn ich erst 19:00 Uhr oder noch später nach Hause komme. Dann liegen nämlich zumindest kleine Kinder schon im Bett.
  7. #7

    Job? yeah!

    Hm hm, aus den Zeilen des Artikels scheint ja hoffnungsloser weiblicher Pessimismus zu sprechen... "das Geld"... "die Freunde leben in einem Paralleleluniversum"... "man wird zum Spießer".
    Ich kann all diese Dinge nicht nachvollziehen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich ein Studium mit endlos vielen Pflichtscheinen hinter mir habe, bei dem es sich böse gerächt hat, wenn man die verschoben hat. Außerdem habe ich in einem Kaff studiert.
    Jetzt bin ich fertig, habe einen Job (was ja nicht ganz selbstverständlich ist) und ein ganz neues Gefühl: Feierabend! Auch wenn der manches mal erst um zehn Uhr abends oder später ist. Dafür habe ich nicht mehr dieses ewig schlechte Gewissen, dass man hier nochwas lernen müsste und für dieses oder jenes Projekt arbeiten könnte. Und mit meinen Freunden unterhalte ich mich immer noch über die gleichen Themen, auch wenn sie weit weg sind. Nach einer nicht enden wollenden Diplomarbeit habe ich wieder Zeit richtig Party zu machen, besonders zur WM! Nicht wie meine Freunde die alle schon wieder am büffeln sind. Ärgerlich oder?
  8. #8

    Lehrer..

    was ich am bemerkenswertesten fand, war der Beitrag der Grundschullehrerin, die sich tatsaechlich darueber wundert, das im Berufsleben NICHT um 1400 Uhr Feierabend ist. Nach diesem Statement komme ich immer mehr zu dem Ergebnis, das Lehrer in Deutschland nicht arbeitsunwillig sind, sondern das Arbeitsunwillige - wenn sie dann akademisch tätig werden wollen - Lehrer werden.
  9. #9

    Zitat von Elektro
    Ich finde die Antworten der befragten Personen allesamt eher traurig und unbefriedigend. Kann es denn wirklich sein, dass es das Ziel für ein erfüllteres Leben ist, mit weniger Schlaf auszukommen? So sehen also die "Opfer" einer extrem leistungsorientierten Gesellschaft aus.
    Da muß ich ebenfalls 100% zustimmen. Überhaupt, Beruf und Karriere als erfüllendes Ziel? Leben, um zu arbeiten? Niemals!
    Ich habe nicht studiert und nur einen "kleinen" Job, der mich mit knapp ausreichend mit Geld versorgt. Auf vieles muß ich verzichten, aber dafür habe ich Freizeit und Privatleben. Bin nachmittags zwischen 16.00 und 17.00 Uhr zuhause und habe somit ausreichend Zeit und Gelegenheit für Schlaf und Freunde. Und ich hoffe, dass sich das für die restlichen ca. 20 Jahre, die ich noch arbeiten muß, niemals ändern wird...