Sympathisanten der neuen Partei: Darum wählen wir die Piraten

SPIEGEL ONLINEErst Berlin, dann das Saarland: Die Piraten entern die Landtage und verdrängen altgediente Parteien wie die FDP. Auch bei den kommenden Wahlen hat die neue politische Kraft gute Chancen, in die Parlamente zu einziehen. Aber wer wählt die Neulinge - und warum? Eine Umfrage.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824369,00.html
  1. #290

    Hinkt

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    sollen denn Kinder nach dem Tod Ihrer Eltern noch in deren Haus wohnen dürfen, bevor es der Allgemeinheit zufällt?
    Zumindest sollte es dann irgendwann anderen erlaubt werden, gleichartige Häuser zu bauen und nicht nur den Kindern des Architekten. Hey, Sie haben doch mit unzutreffenden Vergleichen angefangen...
  2. #291

    und wieder so ein Vergleich

    Zitat von ähmja... Beitrag anzeigen
    Dann würd ich aber auch gerne wissen warum jemand der irgende Firma gründet, diese nach zig jahren noch vererben darf, ohne dass die Allgemeinheit diese automatisch den Erben abnimmt. Wieso werden ausgrechnet Künstler die in 99% der Fälle eh sonst nichts zu vererben haben davon ausgesondert?

    Wenn ich als Politiker fordern würde dass Daimler oder BASF oder BMW 10 Jahre nach Firmengründung automatisch der Allgemeinheit gehören zu haben, würde ich gerne mal sehen was dann los wär...
    Bei deren Patenten ist doch genau das der Fall. Es fordert hier auch niemand, dass der Verlag oder das Tonstudio des Künstlers der Allgemeinheit gespendet werden...
  3. #292

    .

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Der Staat soll sich da raushalten.
    Ich hoffe dass er es auch künftig tun wird.

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Mein Rechtsverstaendnis aendert der SICHER nicht.
    Ja, das mag schon sein.
    Insofern hoffe ich doch dass man Sie bei Rechtsverstößen auch mal erwischt und diese dann dementsprechend ahndet.
    Würde ich Ihnen von Herzen gönnen!
    :-)
  4. #293

    Nun, Ihre Antwort Hat schon was ...

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Warum ist ein Opernhaus eine Luxusstätte? In einem Opernhaus arbeiten etwa 130 Orchestermusiker, 40 bis 60 Chorsängerinnen und Sänger, etliche Masken- und Bühnenbildner und anderes künstlerisches Personal. Und etwa 100 bis 150 Leute arbeiten im technischen Bereich - vom Elektriker, über Schreiner bis zum Fahrer.
    Nur weil Sie keine Oper mögen, bedeutet das .....
    ... besonders der letzte Satz gefällt mir.
    Aber nun zur Oper, die aber nur EIN BEISPIEL ist: Natürlich ist die Oper Luxus. Alles, was das Leben schön und lebenswert macht ist letztendlich Luxus.

    Was mich stört - und ich setze voraus, dass es das ist, was die Piraten meinen - ist, dass die Allgemeinheit für Dinge zahlt, die für Wenige sind.

    Die Oper ist so ein Beispiel: Nicht einmal zehn Prozent der Steuerzahler gehen dort hin - aber alle MÜSSEN zahlen. Das geht einfach nicht - wer die Oper will, der darf das selbstverständlich. Aber dann bitte auf eigene Kosten ...

    Und wie geschrieben: Die Oper ist nur ein Beispiel. Wir haben in Deutschland tausende von kleinen Töpfen, die alle für irgendwelche gutgemeinten Sachen aus dem Steuersäckel gefüttert werden: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Museen, Theater, Sorben, Kirchen, Riester, Bausparen, Atomkraft, Photovoltaik, Hotelbesitzer, systemische Banken ... aber für Menschen, die in echten Notlagen sind, da ist kein Geld da: Hartz IV, kostenloses Schulessen, bessere Schulen, bessere Kindergärten.

    Das muss aufhören. Wir müssen uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren: Kinder, in Not geratene Mitmenschen, auf eine gute, kostenlose Bildung, Freiheit, Demokratie, kostenlose öffentliche Verkehrsmittel und nd und ....


    Jeder, der mag, soll gern z. B. in die Oper gehen. Aber die, die sich diesen Luxus gönnen, dürfen das dann bitte auch ohne staatliche Unterstützung.
  5. #294

    Sie wenden sich ...

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Wenn das eine inhaltliche Antwort auf die dezedierte Kritik meines Vorredners wegen der zweifelhaften präpubertären Haltung der Berliner Piraten zur Oper sein soll, ist aber nicht weit her mit eurem freibeuterischen Debattenhochkultur. Was nützt mir euer Geschrei naxh Transparenz in der Politik, wenn ihr euch schon ernstzunehmenden Debatten hier im Netz mit platten Sprüchen entzieht, weil ihr, wenn ihr ehrlich wäret, zugeben müsstet, das ihr noch nie in einer Oper wart.

    P.S.: Übrigens: Auf meine massive Intervention am Anfang dieses Forums auf ein paar platte Behauptungen ist bis jetzt auch nur - Schweigen.
    So toll seid ihr ja dann gar nicht, so von wegen ernst nehmen...
    ... mit Ihrem "Ihr" an den falschen: Ich bin kein Pirat - ich verstehe nur etliche der Anliegen dieser Menschen.
    Und Ihre massiven Interventionen, auf die Sie so stolz sind, habe ich gar nicht gelesen - was wohl auch besser ist.
  6. #295

    Kopfschütteln

    Zitat von --_Der_Kleine_Prinz_-- Beitrag anzeigen
    ... besonders der letzte Satz gefällt mir.
    Aber nun zur Oper, die aber nur EIN BEISPIEL ist: Natürlich ist die Oper Luxus. Alles, was das Leben schön und lebenswert macht ist letztendlich Luxus.

    Was mich stört - und ich setze voraus, dass es das ist, was die Piraten meinen - ist, dass die Allgemeinheit für Dinge zahlt, die für Wenige sind.

    Die Oper ist so ein Beispiel: Nicht einmal zehn Prozent der Steuerzahler gehen dort hin - aber alle MÜSSEN zahlen. Das geht einfach nicht - wer die Oper will, der darf das selbstverständlich. Aber dann bitte auf eigene Kosten ...

    Und wie geschrieben: Die Oper ist nur ein Beispiel. Wir haben in Deutschland tausende von kleinen Töpfen, die alle für irgendwelche gutgemeinten Sachen aus dem Steuersäckel gefüttert werden: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Museen, Theater, Sorben, Kirchen, Riester, Bausparen, Atomkraft, Photovoltaik, Hotelbesitzer, systemische Banken ... aber für Menschen, die in echten Notlagen sind, da ist kein Geld da: Hartz IV, kostenloses Schulessen, bessere Schulen, bessere Kindergärten.

    Das muss aufhören. Wir müssen uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren: Kinder, in Not geratene Mitmenschen, auf eine gute, kostenlose Bildung, Freiheit, Demokratie, kostenlose öffentliche Verkehrsmittel und nd und ....


    Jeder, der mag, soll gern z. B. in die Oper gehen. Aber die, die sich diesen Luxus gönnen, dürfen das dann bitte auch ohne staatliche Unterstützung.
    Ihr Politikansatz ist der der totalen Privatisierung. Würden wir so verfahren wie Sie schreiben, könnte sich ein Normalverdiener keinen Opernbesuch mehr leisten. In die Oper gehen nämlich jede Menge Normalverdiener. Die ganz Reichen gehen zu den Festspielen nach Bayreuth, Salzburg und Baden-Baden. Obwohl diese Festivals auch gefördert werden, sind die Eintrittspreise so hoch, dass ich mir diese nicht leisten kann.
    Wie von ihnen beschrieben, würden wir ziemlich schnell in die totale Klassengesellschaft abdriften. Dann könnten sich nur noch die gut Begüterten Kultur wie Klassik, Oper etc pp leisten. Es ist doch nicht die Schuld von uns Opernbeschern, dass wir eine Minderheit sind. In der DDR gingen mehr Menchen in die Oper. In der SU und in Polen auch. Warum? Weil es breit gefördert wurde!
    Der Staat hat nun mal Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehört auch die Bereitstellung der Kultur und die Pflege von Kultur.
    Ohne öffentliche Förderung wären viele Kulturstätten unwiederbringlich verloren: Alte Bücher und Handschriften, Gemälde, alte Gebäude, der Eifelturm, die Pyramieden, Machu Pichu, Kulturlandschaften, Heimatmuseen, das Heidelberger Schloss und viele, sehr vieles mehr.
  7. #296

    Sie denken

    Zitat von Arno Nühm Beitrag anzeigen
    Zumindest sollte es dann irgendwann anderen erlaubt werden, gleichartige Häuser zu bauen und nicht nur den Kindern des Architekten. Hey, Sie haben doch mit unzutreffenden Vergleichen angefangen...
    in die richtige Richtung. Natürlich spräche überhaupt nichts dagegen ausschließlich dem Schöpfer und seinen Rechtsnachfolgern in alle Ewigkeit die Nutzung seiner geistigen Leistung zu überlassen, wie es bei seinen materiellen Errungenschaften ja auch ist. Insofern ist eine Begrenzung auf (nur) 70 Jahre nach dem Tod schon ein Entgegenkommen an die Allgemeinheit.

    Warum übrigens glauben Sie, sie hätten - wann auch immer - eine Anrecht auf die kostenlose Nutzung der (geistigen) Leistung anderer?
  8. #297

    Ganz falscher Ansatz ...

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Ihr Politikansatz ist der der totalen Privatisierung. Würden wir so verfahren wie Sie schreiben, könnte sich ein Normalverdiener keinen Opernbesuch mehr leisten. In die Oper gehen nämlich jede Menge Normalverdiener. Die ganz Reichen gehen zu .....
    ... den Sie da verfolgen. Sie verfolgen - wie ich jetzt mal {vielleicht etwas vorschnell} vermute - einfach nur Ihre eigenen Interessen.
    Das ist einfach schnöder Egoismus.

    Der Staat hat Aufgaben zu erfüllen, da stimmen wir überein. Diese Aufgaben sind zu wichten und die dringensten zuerst zu erfüllen. Das ist ganz und gar einfach.
    Und genau daran mangelt es ganz erheblich.

    Statt die wirklich wichtigen Aufgaben zuerst zu erledigen regiert in diesem Land das Lobbyistentum. Die Oper darf sehr wohl gefördert werden - wenn alle Kinder in den Schulen kostenlos genug zum Essen bekommen, wenn allen Menschen ein vernünftiges Grundeinkommen gewährt werden kann (bestenfalls ALLEN aus einem Arbeitsverhältnis heraus). Dann, genau dann ist es soweit, dass Opern Geld erhalten dürfen, Sorben ihre Sprache mit staatlichen Zuschüssen pflegen und erhalten, Theater und Museen ausgebaut werden dürfen.

    Tatsächlch habe ich für Opern nichts über, aber durchaus für anderes "Kulturgeschehen", welches auch staatlich gefördert wird. Aber es ist trotzdem falsch ...


    Außerdem ist eine ziemlich miese Unterstellung, dass ich alles privatisieren will: Lesen Sie es einmal richtig durch. Der Staat - der übrigens "WIR" sind - hat nach meiner Meinung sehr wohl Aufgaben, die absolut nicht zu privatisieren sind: Kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, kostenlose Schulen und Hochschulen (wasauch nicht zur Klassengesellschaft beitragen dürften).


    Gern darf man sich Luxus gönnen - aber zuerst muss das Grundlegende bezahlt werden. Sie dagegen wollen ohne Rücksicht auf Andere aber sehr wohl auf deren Kosten Ihre Interessen durchsetzen, oder?
  9. #298

    nicht ganz

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Auch die Piraten muss sich ueber kurz oder lang an den Fraktionszwang gewoehnen. Wenn sie alle kreuz und quer durch die Gegend abstimmen wuerden, waeren sie ja keine Partei mehr, die eine klare Linie vertritt.
    die Piraten sind sich schon vor allen Abstimmungen einig! Dann ist es einfach, die Hand zustimmend heben ...
  10. #299

    Deshalb

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    Warum übrigens glauben Sie, sie hätten - wann auch immer - eine Anrecht auf die kostenlose Nutzung der (geistigen) Leistung anderer?
    Der Naturzustand ist, dass jeder alles kopieren darf, wozu er in der Lage ist. Schutzrechte werden von der Gesellschaft gewährt und durchgesetzt, um Innovationen zu fördern, mit dem Ziel, dass diese anschließend zum Wohle eben dieser Gesellschafft genutzt werden können. Nur so ist Weiterentwicklung (auch im kulturellen Bereich) möglich.