Astronomisches Modell: Milchstraße hat Milliarden erdähnliche Planeten

AFP/ ESO/ L. CalcadaEin europäisches Forscherteam hat neu abgeschätzt, wie viele lebensfreundliche Planeten es in unserer kosmischen Nachbarschaft geben könnte. Die Zahl fällt extrem hoch aus - auch wenn viele der Himmelskörper wohl regelmäßig von Strahlungsblitzen geröstet werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...824575,00.html
  1. #110

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Günstig gerechnet existiert die Erde noch vier Milliarden Jahre. Um einmalig Signale in Lichtgeschwindigkeit hin und her zu transportieren bleibt ein Radius von zwei Milliarden Lichtjahren. Bei einer Ausdehnung des Alls von hundert Milliarden Lichtjahren bleibt also nur ein winziger Teil des Universums zur Erlangung irgendwelcher Erkenntnisse, und das senkt die ohnehin nicht vorhandene Wahrscheinlichkeit immens. (Die zeitlichen Verschiebungen lasse ich mal weg, also beispielsweise den Fall vorausgesetzt, es gäbe auf einem Planeten seit mehreren Milliarden Jahren Lebewesen, die denken und basteln können. Hände werden sie dummerweise nicht haben, Augen ebenfalls nicht.)
    Mit Verlaub: Das ist eine Milchmädchenrechnung mit Logikschwächen. Zur Erkennung, ob Leben irgendwo anders existiert, ist keine Kommunikation (Signale hin & zurück) notwendig. Der von ihnen eingeschränkte "Radius" existiert also nicht. Es ist rein theoretisch das komplette beobachtbare Universum untersuchbar. Natürlich immer nur ein eingeschränktes Zeitfenster, welches je nach Entfernung zum Objekt weiter in der Vergangenheit liegt.
    Was sie hier an genauen Zahlen (vier Milliarden Jahre etc) in die Diskussion werfen, hat rein gar nichts mit dem räumlichen Radius zu tun, innerhalb dessen wir zu gewissen Erkenntnissen gelangen können.
    Solche exakten Zahlen lassen Sie natürlich bei ihren extrem Unwahrscheinlichen Ereignissen gleich außen vor weil sie wissen, dass sie gar keine Zahlen haben. Eine explizite Frage nach Quellen für diese Unwahrscheinlichkeitsberechnung lassen Sie unbeantwortet.

    MfG Stefan Fröhlich
    42 ;-)
  2. #111

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Gesetzt den Fall, der Urknall (vor 14 Milliarden Jahren) hätte an einer Stelle stattgefunden, so müßte sich das Universum seither mit doppelter oder sogar vierfacher Lichtgeschwindigkeit ausgedehnt haben.
    Ich glaube, sie haben die Sache mit dem Urknall nicht richtig verstanden. Es gibt keinen "räumlich definierten Punkt", an dem der Urknall stattgefunden hat.

    MfG Stefan Fröhlich
    42 ;-)
  3. #112

    Bewusst-sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein europäisches Forscherteam hat neu abgeschätzt, wie viele lebensfreundliche Planeten es in unserer kosmischen Nachbarschaft geben könnte. Die Zahl fällt extrem hoch aus - auch wenn viele der Himmelskörper wohl regelmäßig von Strahlungsblitzen geröstet werden.

    Astronomisches Modell: Milchstraße hat Milliarden erdähnliche Planeten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die Forschungen und Theorien, ändert auf jeden Fall das Bewusstsein der Menschen. Sonst würde wir immer noch glauben, die Sonne dreht sich um die Erde und ist eine Scheibe. Man braucht nur zur USA schauen, um zu sehen, an was man alles Glauben kann.
  4. #113

    Aha

    Zitat von stanislaw Beitrag anzeigen
    Ich glaube, sie haben die Sache mit dem Urknall nicht richtig verstanden. Es gibt keinen "räumlich definierten Punkt", an dem der Urknall stattgefunden hat.

    MfG Stefan Fröhlich
    42 ;-)
    Hat Ihnen das Deep Thought erzählt? Ich warte schon lange auf jemanden, der mir diesen Widerspruch in sich mal genauer erklärt!
    Nicht den mit Deep Thought, sondern den mit dem Urknall.
  5. #114

    Zitat von stanislaw Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub: Das ist eine Milchmädchenrechnung mit Logikschwächen. Zur Erkennung, ob Leben irgendwo anders existiert, ist keine Kommunikation (Signale hin & zurück) notwendig...
    Also irgendwelches Licht (indirekt) sollte uns von solchen Planeten schon erreichen, damit man Aussagen zum Zustand machen kann. Dann besteht noch immer das Problem, dass je nach Entfernung die Informationen auch entsprechend alt sind. Man könnte also nur sagen: "Vor ... Jahren könnte dort Leben existiert haben".
  6. #115

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Hat Ihnen das Deep Thought erzählt? Ich warte schon lange auf jemanden, der mir diesen Widerspruch in sich mal genauer erklärt!
    Nicht den mit Deep Thought, sondern den mit dem Urknall.
    Das ist kein Widerspruch. Die Grenze der Lichtgeschwindigkeit gilt nur für Bewegungen *durch* den Raum. Der Raum selbst aber dehnt sich ständig und überall aus, so daß weit auseinanderliegende Punkte sich durchaus mit Überlichtgeschwindigkeit voneinander entfernen können. Und nach dem Modell der kosmischen Inflation lief auch die Ausdehnung selbst zeitweise mit Überlichtgeschwindigkeit ab. Deshalb kann das Universum, obwohl "nur" 15 Mrd. Jahre alt, problemlos mehrere hundert Milliarden Lichtjahre groß sein.
  7. #116

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Also irgendwelches Licht (indirekt) sollte uns von solchen Planeten schon erreichen, damit man Aussagen zum Zustand machen kann. Dann besteht noch immer das Problem, dass je nach Entfernung die Informationen auch entsprechend alt sind. Man könnte also nur sagen: "Vor ... Jahren könnte dort Leben existiert haben".
    Genau das habe ich in meinem Beitrag mit dem "Zeitfenster" angesprochen. Haben Sie es nicht gelesen?
    Egal, der OP behauptete, es wäre nur innerhalb eines bestimmten physikalischen Radius möglich, Information über Leben zu sammeln und bezifferte einem Radius von zwei Milliarden Lichtjahren. Diese Behauptung ist jedoch falsch.
    Zum Entfernungsproblem: Genau genommen können sie nicht einmal sagen, ob die Sonne genau jetzt in diesem Augenblick noch existiert. Was sie sehen, ist auch nur ein etwas über 8 Minuten altes Abbild.
  8. #117

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Hat Ihnen das Deep Thought erzählt? Ich warte schon lange auf jemanden, der mir diesen Widerspruch in sich mal genauer erklärt!
    Nicht den mit Deep Thought, sondern den mit dem Urknall.
    Da gibt es keinen Widerspruch. Höchstens ein Verständnisproblem und eventuell ein Akzeptanzproblem. In einer Singularität sind alle möglichen Koordinaten in einem Punkt vereint. Da braucht man keinen Deep Thought dafür, sondern nur ein wenig Logik. Ja, man braucht nicht einmal die Möglichkeit einer Singularität zu akzeptieren sondern nur - in diesem Fall dann eben rein hypothetisch - nachdenken, was denn eine Singularität ausmachen würde.
  9. #118

    Also

    Zitat von stanislaw Beitrag anzeigen
    Da gibt es keinen Widerspruch. Höchstens ein Verständnisproblem und eventuell ein Akzeptanzproblem. In einer Singularität sind alle möglichen Koordinaten in einem Punkt vereint. Da braucht man keinen Deep Thought dafür, sondern nur ein wenig Logik. Ja, man braucht nicht einmal die Möglichkeit einer Singularität zu akzeptieren sondern nur - in diesem Fall dann eben rein hypothetisch - nachdenken, was denn eine Singularität ausmachen würde.
    Mit anderen Wörtern, die Singularität ist sowohl unendlich gross als auch unendlich klein? Oder irgendwas dazwischen?
  10. #119

    Graut es noch oder dämmert es schon ?

    Zitat von stanislaw Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub: Das ist eine Milchmädchenrechnung mit Logikschwächen. ...
    Einfach regelmäßig und tief durchatmen, kurz und präzise nachdenken oder auch etwas länger und dann noch mal besinnlich den Griffel schwingen.

    Vielleicht vorher noch diesen Text lesen:

    Supererde

    Mein Kompliment zu Ihren wei8teren Erläuterungen, sie sind einsame Spitze. Deren Logik und Aussagekraft läßt darauf schließen, daß Sie wenigstens Systemanalytiker oder SAP – Instructor sein müssen. Ganz feine Didaktik. Das lernt enorm.