Piraten-Hype: Wo Patrick Döring recht hat

Die Piratenpartei gilt seit dem Erfolg im Saarland als große Hoffnung des Politikbetriebs, als irgendwie links, aber auch freiheitlich-liberal. Dabei eint die Anhänger der Glaube an die Weisheit des Kollektivs - und ein merkwürdiger Stolz auf die eigene Unbedarftheit.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824540,00.html
  1. #160

    Fleischhauer & Döring..

    ...a nice pair...da tun dem F. die Plebejer natürlich weh, weil sie langsam wieder selbstbewusster werden und diese elitären Freunde des Ultraliberalismus demokratisch wählend in den Orkus der Geschichte werfen. Und ihre Protagonisten wie F & D, gleich mit dazu.

    Nu aber wieder fix in Ihre Schlagende Verbindung, Herr F., da können Sie sich neu aufladen, gegen die Plebejer!
    Schlimmer Artikel für mich..
  2. #161

    Neue Brille, nicht mehr Durchblick

    Dobrindt hat es vorgemacht: eine Brille, so ein sprödes Plastikding kann erstaunlicherweise einer leeren Gesichtslandschaft plötzlich einen lebendigen Akzent verleihen. Es erfasst einen fast ein angenehmes Erschrecken, ist er's ? Bis man merkt - ja, die Sprechblasen sind die gleichen.
    Diese billige Nummer - irgendwelche blasierten Provokationen von sich zu geben! Eine Fleischhauer-App könnte das auf Knopfdruck aus Textbausteinen erledigen.
    Also, ganz geduldig: Die Piraten zeigen dass Deutschland doch noch nicht verblödet und verloren ist. Dass das Verlangen nach etwas anderem als diesem durchschaubaren, ewig gleichen, verlogenen Politik-Manövern besteht Und sich tatsächlich und nachdrücklich manifestiert. Das ist großartig!
  3. #162

    Links von den Linken

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    Wr bitte ausser der Linken ist im Saarland links?
    Die FDP. Zumindest gegenüber Grosskonzerne, Banken und Apotheker
  4. #163

    LQFB mal selber ansehen

    Der rechte Provokateur Fleischhauer zimmert sich wie immer durch wirre Verdrehungen seine Pseudo-Argumente zusammen gegen alles was „irgendwie links“ ist. Diesen Donnerstag bekommen nun die Piraten ihr Fett weg mit Etiketten wie „Kollektiv“ und „sozialistisch“.

    Mit solch unscharfen Begriffen wie „Schwarm Intelligenz“ oder „Tyrannei der Masse“ wird verschleiert, dass beim Politikstil der Piraten eine effiziente Ermittlung der Mehrheitsmeinung im Vordergrund steht.

    Welche der etablierten Parteien hat auch nur ansatzweise ein solch professionelles Werkzeug im Angebot wie Liquid Feedback (lqfb)?

    LiquidFeedback

    Wer mal nachlesen will, wozu Basisdemokratie gut ist, der sollte sich diesen Text ansehen:

    Ehernes Gesetz der Oligarchie

    Ist zwar etwas länger, lohnt sich aber. Es werden die Mechanismen beschrieben, die zu vielen der Probleme führen, die wir in der Gesellschaft haben und die in Demokratie Verdrossenheit münden.

    Wer näheres zum Eisatz von lqfb bei den Piraten wissen will, sollte einfach mal den Weblink unten anklicken und sich als Gast anmelden:

    LiquidFeedback in der Piratenpartei

    Also los! Damit kann man bei der Demokratie von zu Hause aus mitmachen. Engagement wird doch in Sonntagsreden immer von uns Bürgern gefordert.

    Wer solche fatalen Zusammenhänge versteht und Methoden zu ihrer Offenlegung und Minderung entwickelt und einsetzt, braucht sich von einem Lohnschreiber wie JF keine Unkenntnis vorwerfen zu lassen. Vielen Wählern scheinen die Piraten lieber zu sein als „Parteien, die auf jede Frage eine Antwort, aber für kein Problem eine Lösung haben“, wie Jakob Augstein in seinem letzten Beitrag so schön formuliert hat.

    P.S. Noch was zum Autor:
    Der Vergleich zur Tea-Party ist der Gipfel der Unverschämtheit. Das ist unter dem Niveau der Bild-Zeitung. Wenn ich sehe, dass der Herr sein Geld beim Spiegel verdient, bin ich froh, nach über 25 Jahren als Konsument der Printausgabe schon vor einiger Zeit beschlossen zu haben, nur noch gelegentlich die kostenlose Online-Ausgabe zu nutzen.

    Aber was reg ich mich auf:
    Wer seine Kolumne nach der übelsten und unsachlichsten Propagandasendung der Ex-DDR benennt (s. Schuddel Ede), will nur provozieren.
  5. #164

    Wahlprogramme sind zwecklos

    Zitat von MisterEde Beitrag anzeigen
    Wer sich das Programm der Piraten durchliest, kann sich vor Oberflächlichkeit kaum retten. Wenn man sich das Wahlprogramm für Schleswig-Holstein anschaut, dann ist das einfach nur ein Wunschzettel.
    Seit wann halten sich Parteien an Wahlprogrammen?

    Das sind doch nur Werbebroschüren. Bei den etablierten Parteien, hat man das Gefühl keine Wahlmöglichkeiten zu haben. Viele Politiker kann man kaum abwählen, weil sie in den Parteilisten ganz vorne etabliert sind. Und die etablierten Parteien sind kaum unterscheidbar.

    Bzgl. Finanzkrise halten die Versprechungen der Politiker durchschnittlich 2 Wochen. Was sollen da Programme über 4 Jahren?

    Bei den Piraten hat man noch das Gefühl dass man noch Mitmachen kann, und die grundsätzliche Richtung noch nicht durch Lobbyisten bestimmt ist.

    Allerdings werden sich auch die Piraten stark verändern. Sie haben den Charme noch eine neue Partei zu sein. Aber dieser Bonus hält sich nicht lange. Man muss abwarten wie sie sich entwickeln
  6. #165

    Teapartys

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Und Sie demonstrieren stolz Ihre Unkenntnis die Piraten betreffend.
    Dabei wäre es so einfach sich zu informieren.
    Das einzige was Piraten und die Tea-Party verbindet, ist dass man durch Ausklammern strittiger Positionen elegant verschiedene Protestströmungen vereinigen kann.
    Da geht es aber mit den Unterschieden schon wieder los, denn die Piraten schaffen es Menschen aus allen politischen Lagern und Nichtwähler zu begeistern, die Tea-Party besteht nur aus Ultrarechten, Ultrareligiösen Rechten, Rechtslibertären und Neokons.
    Wäre also eher mit einer hypothetischen Volksfront aus NPD, PBC, CM und Freiheitlichen zu vergleichen.
    Also die Piratenpartei mit den komischen Vertretern der USA Teaparties zu vergleichen ist wirklich sehr armselig. So wie diese Leute hat kein einziger Pirat die Bundesbürger angesprochen und angfeuert. Was für ein ausgemachter Quatsch. Es zeigt, dass dieser Journalist nichts, aber rein gar nichts von uns Piraten weiß!
  7. #166

    Schwarzer Tod

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piratenpartei gilt seit dem Erfolg im Saarland als große Hoffnung des Politikbetriebs, als irgendwie links, aber auch freiheitlich-liberal. Dabei eint die Anhänger der Glaube an die Weisheit des Kollektivs - und ein merkwürdiger Stolz auf die eigene Unbedarftheit.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Triumph des Gruppenzwangs - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der "Schwarze Kanal" des selbst erklaerten "Schwarzen" Herrn Fleischhauers entbehrt nicht schwarzen Humors.
    Er bringt die Henkerverbrecher der franzoesischen Revolution mit den "Piraten" heutiger Bundesrepublik in Verbindung.
    Soll wohl ein Kalauer sein, da Piraten ja historisch verherrlicht bisher unter einer Totenkopf-Flagge operierten?

    Er bemueht auch "entwickelte Demokratien".
    Nur, wo gibt es die eigentlich? In Guantanamo? An der polnischen Ostgrenze kollusiv mit dem Amifolterlager? Gar nicht soo weit von Ausschwitz entfernt (kilometermaessig)?
    Nach Herrn Fleischhauer soll wohl der Machterhalts-Interessenverein namens CDU mit den persoenlichen Machtanspruechen einer Birne namens Kohl oder einer templinstaemmigen Machiavellin namens Merkel "entwickelte Demokratie" sein?
    Oder der Hotelverband mit dem Namen FDP? Oder der Herr Schroeder mit seinem "lupenreinem Demokratie"-Russenfreund? Oder die Gruenen mit dem Solarplanwirtschafts-Trittin?

    Hauptsache eines Konservativen ist wohl: alles bleibt so, wie es ist.
    Ist einem Konservativen ziemlich wurscht, ob was anderes besser waere oder nicht.
    Schwarz/konservativ zu sein ist also wuenschenswert, einschliesslich der vielen Toten, welche in schwarzem Namen so bisher verbrochen wurden? Oder ohne die?
    Wenn ohne diese Toten (Hexenverbrennungen, Bush-Kriege, an unserem Abfall sterbende Muellkinder in Afrika): wie soll das gehen, ohne die bisherige "konservative" Welt nicht zu aendern?
    Bleiben wir doch nach Herrn Fleischhauer lieber auf dem "Schwarzen Kanal".
    Er muendet direkter im Hades.

    Sofern das Schwarmverhalten der Polulation dem nicht mal endlich einen die Evolution erhaltenden Riegel vorsetzt!
  8. #167

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piratenpartei gilt seit dem Erfolg im Saarland als große Hoffnung des Politikbetriebs, als irgendwie links, aber auch freiheitlich-liberal. Dabei eint die Anhänger der Glaube an die Weisheit des Kollektivs - und ein merkwürdiger Stolz auf die eigene Unbedarftheit.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Triumph des Gruppenzwangs - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Den merkwürdigen Stolz auf die eigene Unbedarftheit haben die Piraten ja dann mit Herrn Fleischhauer gemeinsam.
    Worueber erregt er sich denn so bei anderen?
  9. #168

    Wassernixe

    Zitat von Kashban Beitrag anzeigen
    Als ob die Politiker der etablierten Parteien ein Ahnung davon hätten, was sie da tun und was ihre Taten in der realen Welt abseits der Bundes- und Landtage auslösen.

    Wenn ein Rösler, ein deMaiziere, ein Schäuble, ein Westerwelle und eine von der Leyen bar jeder Kompetenz von einem Ministerposten auf den anderen verschoben werden, weil sie eben gerade "Spitzenleute" ihrer Partei sind, dann ist das für mich viel weniger nachvollziehbar als eine Partei, deren Mitglieder frank und frei zugeben, dass sie Neuland betreten und sich einarbeiten werden.

    Alles was die etablierten Politiker können ist das System am Leben erhalten, dem sie ihre Posten, Diäten und Pensionen verdanken. Das Volk interessiert sie schon lange nur noch als Stimmvieh. Da macht auch Merkels Bürgerfragestunde mit 100 ausgesuchten (!) Bürgen nichts mehr wett.
    Also mal schön auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Die etablierte Politik hat ihre Inkompetenz, Ignoranz und Arroganz lange und ausführlich bewiesen. Schlimmer geht nimmer.
    Jetzt wird es Zeit für Leute, die frischen Wind mitbringen und Dinge unkonventionell und mit Kreativität angehen.
    Dem kann ich nur zustimmen. Mal davon abgesehen, sind die Mitglieder der Piratenpartei sehr wohl auch Leute mit Erfarungen und Wissen. Worum geht es denn wirklich? Es geht um die Bürgerschaft in diesem Land, um deren Freiheit, Rechte und Pflichten. Es geht darum, den Politiker der "Altparteien" zu zeigen, dass man die Bürgerschaft in diesem Land ernstnehmen muss und nicht als "Pöbel" abqualifiziert.
  10. #169

    Zitat von valerie99666 Beitrag anzeigen
    Die Piraten können mit der Tea-Party-Bewegung nicht verglichen werden. Die Piraten mögen stolz ihre Unkenntnis demonstrieren. Die Tea-Party-Leute dagegen demonstrieren stolz ihre Kenntnis von der US-Verfassung. Die Piraten mögen postmodern, also irgendwie wie für alles sein, sobald es nur umsonst ist. Die Tea-Party will genau das Gegenteil: individuelle Verantwortung gemäss der .....
    Das ist natürlich hübscher Irrsinn. Die Tea Party pickt sich aus der Verfassung die Parts die ihnen nützlich sein können und stellen sich als ihr Retter dar. Das tun die Piraten bei allen Unzulänglichkeiten immerhin nicht, auf derart zivilsationsfeindliche Weise auch nicht einmal ansatzweise die äußersten Monetärprimaten der CDU oder FDP.