Rekordumsatz: Bahn befördert so viele Passagiere wie noch nie

DPAEin Rekord bei den Fahrgastzahlen, dazu ein Milliardengewinn - bei der Bahn läuft es rund. Konzernchef Rüdiger Grube hat sich auch für die nächsten Jahre hohe Ziele gesetzt. Bis 2020 will er den Umsatz fast verdoppeln. Was noch schwerer werden dürfte: Die Bahn will beliebt werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...824569,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Rekord bei den Fahrgastzahlen, dazu ein Milliardengewinn - bei der Bahn läuft es rund. Konzernchef Rüdiger Grube hat sich auch für die nächsten Jahre hohe Ziele gesetzt. Bis 2020 will er den Umsatz fast verdoppeln. Was noch schwerer werden dürfte: Die Bahn will beliebt werden.

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    Erstaunlich, wenn man bedenkt wie teuer die Bahn doch ist. Da möchte man eigentlich genauere Zahlen über die Reisenden haben. Fernreisende oder Pendler? Welche Gruppen haben zugenommen? Ich steige mittlerweile, wenn es geht, auf den Flieger um, weil ich Bahnreisen mittlerweile als dekadent teuer empfinde. Das muss man sich mal vor Augen führen, dass viele Inlandsflüge mittlerweile günstiger sind, als eine Fernstrecke mit der Bahn. Da kann eigentlich etwas nicht stimmen.
    Vielleicht fahren jetzt auch mehr Leute mit der Bahn, weil die Benzinkosten so hoch sind. Der Umwelt würde es nicht schaden, wenn dem so wäre.
  2. #2

    Mit BC25...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Rekord bei den Fahrgastzahlen, dazu ein Milliardengewinn - bei der Bahn läuft es rund. Konzernchef Rüdiger Grube hat sich auch für die nächsten Jahre hohe Ziele gesetzt. Bis 2020 will er den Umsatz fast verdoppeln. Was noch schwerer werden dürfte: Die Bahn will beliebt werden.

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    ... und einer gewissen Weitsicht bei der Planung ist die Bahn gar nicht so furchtbar teuer - Und auf einigen Strecken ist sie dem Auto einfach überlegen. Ich fahre regelmäßig zwischen Hamburg und Düsseldorf, immer mit dem IC ohne Umsteigen in 03:40h - das schaffe ich mit dem Auto nicht. Und mit Sparpreis und BC25 ist das Ganze meist unter 35€ zu haben. Ich habe die Bahn in den letzten Jahren fast schon liebgewonnen.
  3. #3

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Das muss man sich mal vor Augen führen, dass viele Inlandsflüge mittlerweile günstiger sind, als eine Fernstrecke mit der Bahn. Da kann eigentlich etwas nicht stimmen.
    Ja, da stimmt was ganz gewaltig nicht. Z.B. muss keine Steuer fuer Kerosin bezahlt werden.

    Und teuer ist auch immer relativ. So hab ich seit Jahren eine BC50 (250eu p.a.), damit bezahle ich fuer eine Strecke, fuer die ich ca 90eu Diesel zahlen muesste, etwa 50eu. Also nur wenig mehr als die Haelfte. Zudem kann ich auf ein Auto verzichten, wodurch ich am Ende mit der BC50 deutlich guenstiger fahre. Weiterhin bin ich mit der Bahn in den letzten zwei Jahren fast immer auf 5 Minuten puenktlich gewesen (ich fahr jede Woche ca 800km Bahn) - das ist schlicht unmoeglich mit dem Auto.
    Der groesste Nachteil ist, dass die Zugfahrt etwa doppelt so lange dauert, wie wenn ich mit 200km/h mit dem Auto fahren wuerde. Dafuer komm ich ausgeschlafen an und hab, seit ich Zug fahre, soviel gelesen wie noch nie in meinem Leben zuvor.
    Und wenn mal gestreikt wird (alle 2 Jahre) dann nehm ich mir fuer diese Zeit einfach ein Mietauto ;-)
  4. #4

    Unbeständiger Erfolg

    Die Bahn hat lediglich von den Flughafenstreiks profitiert. Eventuell noch von gestiegenen Spritpreisen. Eine solide Basis ist sowas nicht.
  5. #5

    Wie werden diese Fahrgastzahlen eigentlich ermittelt? Wenn ich morgens und abends 2 Mal umsteigen muss, bin ich dann 6 Mal Fahrgast an einem Tag? Fahrkarten kaufe ich keine, also kann man es daran eigentlich nicht festmachen.
  6. #6

    Teuer? Bsp. München-Essen, ca. 650km.
    regulärer Preis: 135€ -> ca. 21 Cent/km
    6 Jahre altes Dieselfahrzeug: ca. 55€ (nur Sprit. 1.55€ pro Liter. 5.4 Liter pro 100 km) -> ca. 8 Cent/km
    Es ist schon klar, dass zu einem PKW andere Dinge (Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust) höhere Unkosten entstehen. Durch Mitfahrgelegenheiten lassen sich die Gesamtkosten allerdings noch reduzieren.

    Aber ist es richtig, dass ein öffentliches Verkehrsmittel (zwischen Ballungsräumen) soviel teurer ist als der Individualverkehr?
    In meinen Augen sollte der Fahrpreis nach Entfernung berechnet werden mit einem nachvollziehbaren Satz, z.B. 8Cent/km. Dann würde o.g. Strecke zwischen 50€ u. 55€ kosten. Für Vielfahrer noch 30% Rabatt per Bahncard = 35Euro.
  7. #7

    Joo

    Zitat von norightz Beitrag anzeigen
    Teuer? Bsp. München-Essen, ca. 650km.
    regulärer Preis: 135€ -> ca. 21 Cent/km
    6 Jahre altes Dieselfahrzeug: ca. 55€ (nur Sprit. 1.55€ pro Liter. 5.4 Liter pro 100 km) -> ca. 8 Cent/km
    Es ist schon klar, dass zu einem PKW andere Dinge (Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust) höhere Unkosten entstehen. Durch Mitfahrgelegenheiten lassen sich die Gesamtkosten allerdings noch reduzieren.
    Bei meinem vorigen 8 Jahre alten Diesel habe ich das mal genau nachgerechnet: Alles eingerechnet (Wertverlust, Versicherung, Reparatur, Verkaufserlös etc.) kam ich auf 24,7 Cent/km bei 280 Tkm Laufleistung. Eigentlich mehr als das Bahnticket, nur: in den allerseltensten Fällen (eigentlich nie) will ich von einem Bahnhof zum anderen. Es kommen also noch nicht unerhebliche Taxikosten bzw. ÖPNV-Kosten zum Bahnpreis dazu. Pkw ist kostenseitig eindeutig die bessere Alternative, auch bei nur einer zu transportierenden Person. Flexibler ist man mit dem Pkw sowieso.
  8. #8

    Da sind die auch noch stolz drauf!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Rekord bei den Fahrgastzahlen, dazu ein Milliardengewinn - bei der Bahn läuft es rund. Konzernchef Rüdiger Grube hat sich auch für die nächsten Jahre hohe Ziele gesetzt. Bis 2020 will er den Umsatz fast verdoppeln. Was noch schwerer werden dürfte: Die Bahn will beliebt werden.

    Rekordumsatz: Bahn befördert so viele Passagiere wie noch nie - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Erst enteignet man uns durch die Privatiserung der Bahn (schließlich hat der Staat, also wir, die Bahn finanziert), dann feuert man Massen von Mitarbeitern, erhöht saftig die Preise, so dass sich viele die Bahn gar nicht mehr leisten können, und blockiert den Wettbewerb, wo es auch nur geht, damit die Preise bloß nicht sinken. Man belässt den Staat als Haupteigner, beginnt medienwirksam von einem geplanten Börsengang zu reden (der nie stattfinden wird, es sei denn, die Bahn schreibt Verluste) und schöpft Jahr für Jahr Gewinne ab. So lassen sich Staatseinnahmen erhöhen, ohne dass man unbeliebte staatliche Abgabenerhöhungen durchführen muss. So übrigens auch geschehen bei der Privatisierung im Energie- und Telekombereich. Ich nenne das einfach nur clever!
  9. #9

    Arghh

    Zitat von blauer_engel Beitrag anzeigen
    Erst enteignet man uns durch die Privatiserung der Bahn (schließlich hat der Staat, also wir, die Bahn finanziert), dann feuert man Massen von Mitarbeitern, erhöht saftig die Preise, so dass sich viele die Bahn gar nicht mehr leisten können, und blockiert den Wettbewerb, wo es auch nur geht, damit die Preise bloß nicht sinken. Man belässt den Staat als Haupteigner, beginnt medienwirksam von einem geplanten Börsengang zu reden (der nie stattfinden wird, es sei denn, die Bahn schreibt Verluste) und schöpft Jahr für Jahr Gewinne ab. So lassen sich Staatseinnahmen erhöhen, ohne dass man unbeliebte staatliche Abgabenerhöhungen durchführen muss. So übrigens auch geschehen bei der Privatisierung im Energie- und Telekombereich. Ich nenne das einfach nur clever!

    a) Eine Privatisierung hat es nie gegeben, man hat ein Sondervermögen des Bundes in eine AG umgewandelt, das ist alles.
    b) Der Bund ist nicht Haupteigentümer sondern alleiniger Eigentümer.
    c) Es wurden bislang keine Gewinne abgeschöpft, die Bahn zahlt jetzt zum ersten mal Dividende.
    d) Man kann die Bahn nicht so einfach an die Börse bringen, da das GG den Mehrheitsbesitz des Bundes an der Infrastruktur verlangt.
    e) Natürlich hat man Mitarbeiter gefeuert, es waren nämlich viel zu viele, ein Erbe der Reichsbahn der DDR und ohne Bahnreform hätte man die alle verbeamten müssen.