17 Tote in Afghanistan: Wie sich der Amokläufer aus seinem Armeelager schlich

APRobert Bales soll in einem afghanischen Dorf 17 Menschen erschossen haben. Doch wie konnte sich der US-Soldat vor der Bluttat aus seinem Militärcamp schleichen? Nach einem Bericht der "New York Times" war das Lager möglicherweise kaum bewacht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...824436,00.html
  1. #1

    Sehe ich auch so!

    Das hört man ja immer wieder, das Militärlager - speziell in Afghanistan - eher schlecht bewacht sind ;-)
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Robert Bales soll in einem afghanischen Dorf 17 Menschen erschossen haben. Doch wie konnte sich der US-Soldat vor der Bluttat aus seinem Militärcamp schleichen? Nach einem Bericht der "New York Times" war das Lager möglicherweise kaum bewacht.

    17 Tote in Afghanistan: Wie sich der Amokläufer aus seinem Armeelager schlich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    "Nach Informationen der "New York Times" waren in der Tatnacht vor allem afghanische Streitkräfte mit der Sicherung des Camps betraut.

    Diese Soldaten, so das Blatt unter Berufung auf Ermittlungsakten, hätten einen einzelnen Soldaten womöglich eher passieren lassen, als ihre US-Kollegen."
    Man möge mir meinen Zynismus verzeihen,aber wenn das so stimmt ,dann sieht man mal wieder wie problematisch Outsourcing ist. Auf der anderen Seite kann man so den schwarzen Peter wenn nicht weiter reichen ,dann doch wenigstens aufteilen : "Wenn die laxen Afghanen die Vorschriften eingehalten hätten"
  3. #3

    Hallo

    Zitat von wasabiroshi Beitrag anzeigen
    "Nach Informationen der "New York Times" waren in der Tatnacht vor allem afghanische Streitkräfte mit der Sicherung des Camps betraut.

    Diese Soldaten, so das Blatt unter Berufung auf Ermittlungsakten, hätten einen einzelnen Soldaten womöglich eher passieren lassen, als ihre US-Kollegen."
    Man möge mir meinen Zynismus verzeihen,aber wenn das so stimmt ,dann sieht man mal wieder wie problematisch Outsourcing ist. Auf der anderen Seite kann man so den schwarzen Peter wenn nicht weiter reichen ,dann doch wenigstens aufteilen : "Wenn die laxen Afghanen die Vorschriften eingehalten hätten"
    Glauben Sie das etwa? Hier wird doch vertuscht und vernebelt. Was ist den mit den Hubschraubern, welche von Einheimischen gehört wurden? Wurden die auch von Afghanen geflogen? Wie lange dauert eigentlich ein Fußmarsch von 4 Km nach Norden und zurück sowie 4 km nach süden und zurück incl. erschießen und anzünden? Schatze mind. 4 Stunden.
  4. #4

    die einzeltäterbehauptung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Robert Bales soll in einem afghanischen Dorf 17 Menschen erschossen haben. Doch wie konnte sich der US-Soldat vor der Bluttat aus seinem Militärcamp schleichen? Nach einem Bericht der "New York Times" war das Lager möglicherweise kaum bewacht.

    17 Tote in Afghanistan: Wie sich der Amokläufer aus seinem Armeelager schlich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    wird zusammenbrechen. es wird ja immer seltsamer, ein man schleicht zwischen den moreden zurück in sein lager, wird auch noch beim verlassen gesehen usw.
    wer weiß, was man bales angeboten hat, wenn er die schuld auf sich nimmt, es waren -definitiv- mehre mörder unterwegs...
  5. #5

    Bewacht oder nicht?

    Die Frage ist völlig irrelevant. Als ob mit etwas besserer Organisation so etwas nicht vorkäme. Das Problem ist viel grundsätzlicher. Die Leute die es als normal betrachten Kriege zu führen sind das Problem. Dabei kommen natürlich die Gegner, Unbeteiligte, aber ebenso die eigenen "Mitbürger in Uniform" zu Schaden. Weil Krieg Wahnsinn in Reinkultur ist und Menschen zerstört, auch wenn sie selbst gar nicht körperlich versehrt werden. Das Grundvertrauen in den Mitmenschen, und das grundlegende Vertrauen daran dass die Existenz letztlich gut ist geht verloren. Unter anderem solche Exzesse sind die unvermeidliche Folge. Es gibt keinen sauberen Krieg. Die Politiker sollten selbst an Kampfhandlungen teilnehmen müssen damit sie wissen was sie tun. Aber Leute wie Guttenberg posen nur mit Top-Gun-Sonnebrille in sicherer Entfernung, Struck schnoddert von der deutschen Verteidigung am Hindukusch, und von den US-Politkern wie Rumsfeld braucht man gar nicht zu reden...
  6. #6

    klar, schuld sind die Afghanen. Aufrechte US-Soldaten haetten ihn natuerlich aufgehalten...Schoen die Schuld bei anderen suchen...und mit sowas koalieren wir *brech
    Ob er im Knast auch so behandelt wird wie Bradley Manning?
  7. #7

    Kommentar zum Thema

    Ja, klar: Lee Harvey Bales.
  8. #8

    Die Berichterstattung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Robert Bales soll in einem afghanischen Dorf 17 Menschen erschossen haben. Doch wie konnte sich der US-Soldat vor der Bluttat aus seinem Militärcamp schleichen? Nach einem Bericht der "New York Times" war das Lager möglicherweise kaum bewacht.

    17 Tote in Afghanistan: Wie sich der Amokläufer aus seinem Armeelager schlich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    dreht sich im Kreis.Neu:Schlecht bewachtes Camp und die Bewacher sind Afghanen ,dass ist natuerlich noch ausbaufaehig...Irgendwann dreht ueber dieses Geschehen jemand einen Film.Na wer wohl?
  9. #9

    Zitat von viceman Beitrag anzeigen
    wird zusammenbrechen. es wird ja immer seltsamer, ein man schleicht zwischen den moreden zurück in sein lager, wird auch noch beim verlassen gesehen usw.
    wer weiß, was man bales angeboten hat, wenn er die schuld auf sich nimmt, es waren -definitiv- mehre mörder unterwegs...
    Mit dem Wörtchen "definitiv" wäre ich sehr vorsichtig. Mit Zeugenaussagen ist das nämlich so eine Sache: Hinterher glauben viele Leute, alles mögliche gesehen und gehört zu haben. Da könnten z.B. Hubschrauber, die in den Abendstunden geflogen sind, in der Erinnerung mal eben in die Nacht verlegt worden sein. Oder eben auch nicht und sie waren wirklich da. Und ich kann nicht glauben, das jemand die Schuld "freiwillig" auf sich lädt, wenn er damit eine lange Haft- oder gar die Todesstrafe in Kauf nehmen muss.
    Daher sehe ich das so: Wir wissen, dass wir nichts wissen.