Rettungsschirm-Aufstockung: Die Eurokrise wird in Spanien entschieden

Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824215,00.html
  1. #1

    Scheiß auf die Märkte!

    Die "Märkte" gehören nicht beruhigt, sondern reguliert. Aber auch das wird dem politisch gewollten und ökonomisch katastrophalen Euro nicht retten können. Europa ist ein Kontinent, keine Währung, dafür sind die Volkswirtschaften und Mentalitäten viel zu unterschiedlich. Selbst zwischen West- und Ostdeutschland sind die Unterschiede nach 20 Jahren und Billionentransfers noch deutlich zu sehen.
    Nein, der Euro WIRD scheitern - und je länger dieses Scheitern hinausgezögert wird desto härter wird der Aufschlag.
  2. #2

    Und nachher?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

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    Mir scheint, das ist nur die Entscheidung im Viertelfinale.
  3. #3

    Naive Frage

    Das ganze Geld ist ja nicht verschwunden. Wo ist es also?

    Wenn jemand für 200.000 Euro eine Wohnung nahe Madrid gekauft hat, die er/sie nun als Arbeitslose(r) zu diesem Preis nicht mehr los wird und für die die Kredite nicht zu bedienen sind, geht diese Person pleite und vielleicht auch die finanzierende Bank (oder gleich der ganze Staat, weil er die Banken rettet). Jemand anders hat aber die 200.000 Euro eingenommen.

    Kann man nicht da ansetzen?
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

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    Nicht neu, aber gut, dass der Irrsinn beschrieben wird. Noch besser wäre, wenn mal wirklich klar benannt würde, dass es nicht um die Rettung von Ländern geht. Es geht ums Geschäft der Banken. Darum, noch so viel wie möglich aus den Bürgern der gesamten EU herauszupressen.

    Was mich etwas stört ist, dass immer so getan wird, als seien die Chefs dieser Aktionen blöd... und würden Fehler machen. Aber das sind keine Fehler. Deren Interessen sind ganz andere und sie setzen sie auf Kosten aller durch. Die einen werden mit Sparprogrammen ausgeblutet, die anderen so weit wie eben möglich zur Kasse gebeten. Und da sollte auch der Naivste langsam checken, dass das immer weiter geht. Keine rote Linie wird nicht überschritten. Auch 2 Billionen würden nicht reichen, auch 3 Billionen würden nicht reichen. Die Wiedervereinigung hat ja schon 2 Billionen gekostet. Die Frage der Verschwörungstheoretiker, Cui bono?, ist hier absolut angebracht.
  5. #5

    Zwei Jahre Strukturkrise und nichts gelernt..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

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    eine strukturelle Wirtschaftskrise (unterschiedlich wettbewerbsfähige Länder/Regionen unter demselben Wärungsregime) kann nicht mit geldpolitischen Maßnahmen gelöst werden. Seit nunmehr zwei Jahren wird mit immer mehr Geld aus einigen wenigen Ländern Zeit gekauft ohne die richtigen Schlüsse zu ziehen: Geld aus F, NL, DE, A löst nicht die wirtschaftlichen Probleme im Rest Europas, im Gegenteil, den Geberländern steht selbst schon das Wasser bis zum Hals, heutige und zukünftige Generationen werden mit den Schulden anderer unter Bruch aller bestehenden Verträge belastet. Nur geldpolitische Autonomie wettbewerbsähnlicher Wirtschaftsräume kann die große Katastrophe noch aufhalten. Alle wollen Zugführer sein aber keiner hat den Mumm ddie Notbremse zu ziehen!
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

    Rettungsschirm-Aufstockung: Die Eurokrise wird in Spanien entschieden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    "Griechenland war die Krise, die man in Deutschland zu verstehen glaubte. Hier haben unverantwortliche Politiker im tiefen Süden mit dem Haushalt geschummelt und sich in den Bankrott geprasst. "

    Nein. Wer sollte das geglaubt haben?
    Möglicherweise ein paar Hinterbänkler im Bundestag, ein paar Leser, die Bild oder Spon-Schlagzeilen überflogen haben ( auf der Suche nach dem Panorama oder Sportteil).

    Griechenland war immer als Einstieg in Entdemokratisierung und Entmachtung der Demokratien Europas gedacht.

    DER SPIEGEL*52/1999 - Die Brüsseler Republik

    "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

    Zitat des "großen Vorsitzenden" Juncker.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

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    und ich dussel dachte, die eurokrise wird in griechenland, äh italien entschieden? und nu isset espanja!
  8. #8

    nach vorne denken!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Eurozone liegen in Spanien. Hier treibt der von Brüssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die ökonomische Depression - auch die jüngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.

    Rettungsschirm-Aufstockung: Die Eurokrise wird in Spanien entschieden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Denken wir doch mal nach vorne. Herr Münchau macht ja nun schon mal Angst mit Italien und Belgien. Da ist es doch nur noch ein Katzensprung bis Frankreich und Deutschland. Also - wie hoch schätzen wir denn den Rettungsschirm ein, den FR dann braucht, danach noch DE obendrauf? Wie wär's mit 10 Billionen oder 20 Billionen? Was nicht sein darf, darf auch nicht denkbar sein? Warum plädiert unser Geistesriese Münchau nicht für einen Rettungsshirm in der Höhe von 25 Billionen? Die Frage, ob einem das jemand glaubt, ist doch so nebensächlich wie die "Bilanzverrechnungsposten" ( vulgo: Target2-Salden) der EZB oder etwa doch nicht?

    Nur zu, Herr Münchau, machen Sie sich nicht dadurch lächerlich, daß Ihre eingebaute Grenze bei 2,2 Billionen liegt, ab der auch DE nicht mehr bürgen könnte.

    So hätten wir doch alle etwas, wofür es zu sparen sich lohnte.
  9. #9

    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    Was mich etwas stört ist, dass immer so getan wird, als seien die Chefs dieser Aktionen blöd... und würden Fehler machen. Aber das sind keine Fehler. Deren Interessen sind ganz andere und sie setzen sie auf Kosten aller durch.
    Exakt! Ich hatte z.B. auch lange den Fehler gemacht und unser katastrophales Bildungssystem als Versagen der Politiker angesehen.
    Man stelle sich mal vor, wie Menschen wählen würden, die nicht an die Religion der Märkte und der "Alternativlosigkeit" glauben und die die Haltung vertreten, man könne sehr wohl etwas ändern. So etwas beginnt allerdings stets mit dem Wollen. Und wer WILL schon Veränderungen? Lieber verweisen wir auf Länder, denen es (noch) schlechter geht und lehnen uns beruhigt zurück.
    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    Die Frage der Verschwörungstheoretiker, Cui bono?, ist hier absolut angebracht.
    So ist es. Wenn sich doch bloß mal mehr Menschen überlegen würden, welche INTERESSEN hinter dieser oder jener Entscheidung stehen! Warum wird um 5 Euro für HartzIV-Empfänger monatelang diskutiert, während milliardenschwere Bankenrettungsschirme in Nacht- und Nebel-Aktionen durchgepeitscht werden?
    Wem nützt es wohl am meisten, wenn das Wahlvolk an "Sachzwänge" und alternativlos-Geschwafel glaubt?
    Warum bekommt Koch nach erfolgtem Flughafenausbau einen Spitzenjob beim Baukonzern? Weil er so ein toller Baggerfahrer ist? Usw. usw.