Retro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der Holzklasse

Sascha HeuserAls junger Flugzeugbauer plagte Sascha Heuser eine Allergie gegen Kunststoffkleber. Darum sägt, hämmert, lackiert er jetzt hölzerne Segelflugzeuge - als einziger in Deutschland. Jüngstes Flugobjekt: ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...824128,00.html
  1. #1

    Vielen Dank ...

    ... für den interessanten Artikel!
  2. #2

    ***

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.
    Eigentlich war das Original ja nur ein größenwahnsinniges Projekt der Nazifluzeugbauer.
    Oder?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Jüngstes Flugobjekt: ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.

    Retro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der*Holzklasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    ich durfte als Jugendlicher bei der Restauration einer, vergleichsweise simpel aufgebauten, Ka6 mithelfen.

    Meine Hochachtung an die Initiatoren dieses Projekts.

    Dirk
  4. #4

    oh mein Gott

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als junger Flugzeugbauer plagte Sascha Heuser eine Allergie gegen Kunststoffkleber. Darum sägt, hämmert, lackiert er jetzt hölzerne Segelflugzeuge - als einziger in Deutschland. Jüngstes Flugobjekt: ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.

    Retro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der*Holzklasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Wo bleibt die Pflichtbetroffenheit? der gezeigte He 162 wurde mit Zwangsarbeitern gebaut, das dritte Reich hat mit diesen Flugzeugen Krieg geführt, es sind waffen! Wo bleiben die Vorwürfe das der Holzschreiner Nazi ist?
    Spiegel tut was um die Welt zu retten.
    Betroffenheit schuldgefühle erhobene Zeigefinger Schweigeminuten Mahnwachen lichterketten all das brauchen wir jetzt.

    P.S. schöne Flugzeuge und Respekt vor der Handwerklichen Leistung des Herrn!
  5. #5

    Thumbs Up

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als junger Flugzeugbauer plagte Sascha Heuser eine Allergie gegen Kunststoffkleber. Darum sägt, hämmert, lackiert er jetzt hölzerne Segelflugzeuge - als einziger in Deutschland. Jüngstes Flugobjekt: ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.

    Retro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der*Holzklasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Sehr beeindruckend was Sascha Heuser bereits gebaut hat und woran er momentan arbeitet. Falls er nach der H IV einen weiteren Nurflueger bauen moechte wuerde ich die Horten H XVIIIA empfehlen, die damals - zumindest auf dem Papier - alles bekannte weit in den Schatten gestellt hat.
  6. #6

    Bravo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als junger Flugzeugbauer plagte Sascha Heuser eine Allergie gegen Kunststoffkleber. Darum sägt, hämmert, lackiert er jetzt hölzerne Segelflugzeuge - als einziger in Deutschland. Jüngstes Flugobjekt: ein historischer "Nurflügler" aus den vierziger Jahren.

    Retro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der*Holzklasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Hut ab! Toll, dass diese Tradition weiterlebt. Wenn man als Segelflieger in seinem Verein jeden Winter diese alten Holzflieger wie Ka8, Ka6, ASK13, Bergfalke, usw. auf Vordermann gebracht hat, hat man großen Respekt für diese Handwerkskunst entwickelt. Hoffentlich geht dieses Wissen nie verloren. Das wäre doch eigentlich in klassischer Fall für's Wissenschaftsministerium, um in Richtung Leichtflugzeugbau/Materialkunde ein Projekt zu starten und dieses Wissen zu konservieren. Wenn so etwas erst einmal verloren geht, muss man nämlich mühsam wieder bei null anfangen.

    Viel Glück!
  7. #7

    Allergie??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als junger Flugzeugbauer plagte Sascha Heuser eine Allergie gegen KunststoffkleberRetro-Flugzeugbau: Letzter Mann in der*Holzklasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Offensichtlich macht ihm aber der Clou 300 Schnellschliffgrund auf Kunstharzbasis nix aus (siehe Bild 3).
  8. #8

    Holzflieger..

    Kemm 35, Nemere, K6, K2b, Petrel, Fafnir, Minimoa, Lo 100, Lo150.
    Mosquito, Percival Proctor, Grunau Baby, Emouchet, Hughes Spruce Goose, Curtis Jenny De Haviland Albatros..

    Namen, die einem Flugzeugfan die Augen wässrig werden lassen. Flugzeuge in Holz stellen meines Erachtens die absolut höchste Schule der Holzverarbeitung dar. Und wie wunderschön ist so ein alter Holzdrachen, grade ein Fafnir, eine Nemere oder eine Slingsby Petrel, wenn kein Farblack die Maserung des Holzes versteckt, sondern Klarlack auf die sauberen Schäftungen der Beplankung durchblicken lässt und die Rippen durch die Bespannung als Schatten durchscheinen, wie bei einem Insektenflügel.
    Und wie schön Holz sich im Flug anfühlt, bei den viel steiferen Strukturen als die elastische Glasfaser. Wie einem so ein Holzdrachen regelrecht an der Schulter rüttelt, wenn sich die Luft um ihn anders als vorher bewegt. Als kämen die Flügel aus der eigenen Schulter. Das fühlt man noch, dass man fliegt.
    Zum Glück gibt es noch genug Luftfahrtvereine, die sich nicht ganz auf Plastikflieger umgestellt haben. Die alten Vögel haben nach wie Vor ihre Existenzrecht, und können manche Dinge besser als die Neuen.
  9. #9

    nö, war es nicht...

    Die Segler der Hortens waren Sportgeräte. Von der Luftwaffe wurden H IX Nachfolger gefördert weil militärisch verwertbar.
    Größenwahnsinnig war der Krieg, die H IX sicherlich nicht, die flog nämlich wohl ganz ordentlich.

    Zitat von eulenspiegel 47 Beitrag anzeigen
    Eigentlich war das Original ja nur ein größenwahnsinniges Projekt der Nazifluzeugbauer.
    Oder?