ADAC kritisiert Preisgestaltung der Ölmultis: Verwirrung mit System

dapdWann ist der Sprit am billigsten? Diese Frage beschäftigt die Autofahrer. Der ADAC hat in einer Studie eine Woche lang die Preisänderungen an 33 Tankstellen beobachtet. Ergebnis: Die Schwankungen haben System - und trotzdem gibt es einen optimalen Zeitpunkt zum Tanken.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...823670,00.html
  1. #70

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Spritpreise werden in kapitalistischer Manier am Markt im Spiel von Angebot und Nachfrage erzeugt. Steigt die Nachfrage, steigt der Preis. Unerhört, sowas. Findet der ADAC. Wo kommen wir dahin wenn wir überall Marktpreise einführen würden?
    Steigen/fallen die Preise bei Lebensmitteln auch im Tagesverlauf, je nachdem wie die Auslastung der Läden über den Tag ist? Ich glaube, die meisten Leute wären schon froh, wenn wenn man relativ genau (+/- 2ct/l) wissen würde, welcher Preis an den Tankstellen zu erwarten ist. Dieser Preis wäre von den Ölmultis auch so berechenbar, daß sie gleiche hohe Gewinne wie mit dem jetzigen System einnehmen. Vielleicht würde man dann aber auch erkennen, daß die Ölmultis Ölpreissenkungen nicht im selben Umfang/Zeitraum an die Kunden weitergeben wie Ölpreiserhöhungen.
  2. #71

    Der Staat der Abzocker....

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    den eigentlichen Preistreiber - den Staat. Wenn der nicht so abzocken würde, wärs mir egal, wann und wo die Preise niedrig sind....

    Gegen den Staat sind alle nur kleine Fische...
    Diese Stammtischparolen sind so unerträglich! Der böse Staat der uns ausnimmt.... Wenn es den bösen Staat nicht gäbe, hätten Sie nicht einmal ein Straße an dem die Tankstellen stehen könnten oder auf der Ihr Auto fahren würde..... Kein ÖPNV der Sie an der teuren Tanlstelle vorbeifahren ließe.....
    Der Staat das sind immer noch wir alle. Auch wenn es bestimmt immer viele Dinge zu verbessern gibt, aber dafür können Sie ja auf die Strasse gehen und demonstrieren, das ist nämlich auch erlaubt in diesem Staat und wird auch von Steuern bezahlt......
  3. #72

    Zitat von HuHa Beitrag anzeigen
    Viel Spaß auch bei der Diskussion mit der Aushilfe an der Tankstellenkasse daraufhin. Da wird Ihnen ganz sicher exakt das abgeknöpft, was die automatische Kasse anzeigt - basierend auf dem neuen teureren Preis natürlich.
    Blödsinn, die Kasse kann natürlich auch nur den Wert anzeigen, der an der Zapfsäule steht. Notfalls geht man raus und schaut nach, denn der Wert an der Säule verschwindet ja erst, wenn man bezahlt hat.
  4. #73

    Zitat von HuHa Beitrag anzeigen
    Das stimmt nur zum Teil. Die Mineralölsteuer ist fix pro Liter, aber die 19% Mehrwertsteuer kommen ja noch obendrauf - perverserweise auch auf die Mineralöltsteuer (wo liegt bei der bitte ein Mehrwert?).
    Deswegen heißt die Mehrwertsteuer offiziell auch Umsatzsteuer und zum Umsatz zählen alle Kosten, inkl. Steuern.
  5. #74

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wann ist der Sprit am billigsten? Diese Frage beschäftigt die Autofahrer. Der ADAC hat in einer Studie eine Woche lang die Preisänderungen an 33 Tankstellen beobachtet. Ergebnis: Die Schwankungen haben System - und trotzdem gibt es einen optimalen Zeitpunkt zum Tanken.

    ADAC kritisiert Preisgestaltung der Ölmultis: Verwirrung mit System - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Beim Autogas ändern sich die Preise teilweise über Wochen nicht. Selbst schuld, wer noch Benzin und Diesel tankt.
  6. #75

    Zitat von schinge Beitrag anzeigen
    Steigen/fallen die Preise bei Lebensmitteln auch im Tagesverlauf, je nachdem wie die Auslastung der Läden über den Tag ist?
    Beim Bäcker gibt's manchmal kurz vor Schließung nochmal günstigeres Brot etc., hängt vom Bäcker ab.

    Achja, beim ÖPNV kostet das 9-Uhr-Ticket auch weniger als die Monatskarte für den vollen Tag. ;)
  7. #76

    Tja

    Zitat von amonn Beitrag anzeigen
    Weder die Höhe der Sprünge noch die Häufigkeit sind nachvollziehbar. Das war "früher" alles ein wenig nachvollziehbarer. Ich kann mich jedenfalls noch gut an die Zeiten erinnern, als in der tagesschau vor dem Wetterbericht folgende Nachricht kam:

    Hamburg: Die drei großen Mineralölkonzerne werden morgen die Preise um 3 Pfennig anheben.

    Heutzutage könnte man eine ganze Sendung mit diesen Meldungen füllen. In Österreich ist das übrigens wesentlich besser gelöst, da dürfen die Preise nur ein mal am Tag erhöht werden, und das auch nur bis 12 Uhr mittags - Preissenkungen sind jederzeit möglich...
    Und Untersuchungen haben gezeigt, dass der preis durch das System gestiegen ist, da die Firmen bei der einmaligen Erhöhung pro Tag besonders kräftig zulangen.
  8. #77

    Wettbewerb funktioniert

    Zitat von Direwolf Beitrag anzeigen
    Und Untersuchungen haben gezeigt, dass der preis durch das System gestiegen ist, da die Firmen bei der einmaligen Erhöhung pro Tag besonders kräftig zulangen.
    Ich halte marktregulierende Eingriffe des Staates auch für kontraproduktiv. Die Preisunterschiede und -schwankungen belegen doch gerade, dass es einen lebendigen und funktionierenden Wettbewerb gibt. Die Spritpreise in Deutschland sind - wohlgemerkt vor Steuern! - die niedrigsten in Europa.

    Die massiven Preisprünge innerhalb weniger Stunden sind zwar rational kaum erklärbar, aber der Verbraucher kann diese ja auch ausnutzen: Durch Marktbeobachtung und tanken zum richtigen Zeitpunkt, und durch Bevorratung. Einfach mal ein paar Kanister vollmachen wenn es günstig ist, und in der nächsten Hochpreisphase aufbrauchen.
  9. #78

    FuelWatch

    Es gibt sehr wohl verbraucherfreundliche politische Lösungen für dieses Problem.

    In Westaustralien gibt es seit langem eine 24-Stunden-Sperrfrist für Kraftstoff-Preiserhöhungen durch die Industrie. Keine Überraschungen und vorbildlich transparent (How FuelWatch Works)

    No worries!

    Und jetzt? Vielleicht an den Petitionsausschuss des Bundestages!
  10. #79

    Dr. rer. nat. phil.

    Zitat von vrieshqdung Beitrag anzeigen
    Das ist absolut richtig!
    Alle, die hier so tun, als ob es keine andere Möglichkeit gibt, als wie gewohnt allein mit dem eigenen PKW zum Arbeitsort o.ä. zu gelangen, haben mit höchster Wahrscheinlichkeit maximal 10 Minuten investiert, um Alternativen zu finden, um dann ernüchtert festzustellen, dass jedwede ernsthafte Alternative - sei es ein (motorisiert oder nicht) Zweirad, Mitfahrgelegenheiten, ÖPNV - doch tatsächlich eine Einbusse der eigenen Bequemlichkeit bedeutet, was selbstverständlich gar nicht in Frage kommt.
    In über 50% der Fälle, wo behauptet wird, es gäbe keine Alternative, ist die eigene Bequemlichkeit das einzige Hindernis, da bin ich sicher.
    Habe selbst einen schönen fetten V8 mit 5 Litern Hubraum in der Garage und der wird nur für Strecken jenseits von 40 km benutzt, sonst fahre ich Zweirad (motorisiert und nicht-motorisiert).

    Das dumme Geschwätz und der Versuch, Radfahrer hier als grundsätzlich dem individuellen Personenverkehr feindlich gesinnt darzustellen, als fortschrittsfeindliche Müslifresser und Technikverweigerer zeugt nur von Ignoranz auf höchstem Niveau, wenn nicht sogar von äusserst unterdurchschnittlicher Intelligenz - als ob man nur entweder Auto- oder Radfahrer sein könnte?!
    Seht euch um: Solange der Nachbar noch immer sorglos jeden noch so kleinen Weg mit dem Auto zurücklegt, erst den Motor startet, bevor er einlädt und die Mutti ihr Kind mit dem Cayenne, Range, X5, Touareg etc. zum Kindergarten/Schule bringt, ist der Sprit definitv noch zu billig!
    Ich bin heute mal mit dem Auto zur Arbeit gefahren (wir haben nur eins), weil ich nach der Arbeit zum Training fahren möchte. Anschließend wieder nach Hause. Das funktioniert mit dem Auto etwas schneller. Trotzdem war ich vom Stau heute morgen genervt, weil so gut wie alle an einer Unfallstelle gaffen mussten. Ich bin froh, wenn ich morgen wieder ÖPNV fahren kann. Die ist nämlich genauso schnell, wie ich heute mit dem Auto.