Jetpiloten bei der Bundeswehr: "Man braucht Aggressivität"

Luftwaffe/ Thomas HohlbeinAcht Sekunden bis zum Abheben, 2100 Stundenkilometer Spitze: Rund 80 Piloten fliegen bei der Luftwaffe den Eurofighter. Wer da mit möchte, muss körperlich topfit sein und einen stabilen Magen haben. Jetpilot Walfried Ramspott hat außerdem sein Testament gemacht.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...823366,00.html
  1. #1

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    2100 Stundenkilometer? Kein Problem: 2100 Stunden für 1 Kilometer. Oder meint unser Journalist vielleicht den Quotienten "km/h", der üblicherweise als Einheit für die Geschwindigkeit herangezogen wird. Merke: Physik macht auch vor dem Journalismus nicht halt.

    Die Gesellschaft für deutsche Sprache sagt dazu:

    Hiermit wird die vorliegende sprachliche Problematik m. E. richtig dargestellt. Es ist nicht nur »erlaubt«, die Zusammensetzung Stundenkilometer zu wählen, sondern durchaus richtig und angemessen. Pedanterie, die annimmt, ein bestimmter Sachverhalt müsse sich in einem und nur einem bzw. einem fixierten sprachlichen Ausdruck niederschlagen, führt, von streng terminologischer Definitionsarbeit abgesehen, zu nichts.
    Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS): Stundenkilometer
  2. #2

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    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Die Gesellschaft für deutsche Sprache sagt dazu:



    Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS): Stundenkilometer
    irgendein mitarbeiter der gfds hat irgendeine meinung dazu. na und? diese ist nicht bindend oder steht das irgendwo? die anti-beispiele im text sind absurd und an den haaren herbeigezogen und einmal falsch ist keine entschuldigung oder gar eine gesetzgebung für immer alles falsch!
    die normative kraft des faktischen, so heisst es ja so schön, ist mal wieder stärker als das, was richtig ist. stundenkilometer ist dem allgemeinen sprachgebrauch aus unwissenheit oder faulheit entlehnt und schlicht und ergreifen falsch! mehr nicht.
  3. #3

    Rechtschreibung

    Zitat von superbiti Beitrag anzeigen
    stundenkilometer ist dem allgemeinen sprachgebrauch aus unwissenheit oder faulheit entlehnt und schlicht und ergreifen falsch! mehr nicht.
    Genau. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, in seinen Beiträgen aus Unwissenheit oder Faulheit ausschließlich inkorrekte Kleinschreibung zu verwenden oder die Rechtschreibprüfung auszuschalten.
  4. #4

    GfdS

    Zitat von membot Beitrag anzeigen
    Die Gesellschaft für deutsche Sprache sagt dazu:



    Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS): Stundenkilometer
    Natürlich kenne ich den Begriff "Stundenkilometer", empfinde ihn aber zumindest im geschriebenen Wort auch als falsch. Der Kommentar der GfdS ist wohl auch mindestens unzutreffend, weil die Beispiele eigentlich alle gegen die Nutzung von "Stundenkilometer" für "km/h" sprechen: Bei den dort beispielhaft angeführten Einheiten "Kilopondmeter", "Kilowattstunde" und "Amperestunde" werden ja gerade (wie üblich) die Wortbestandteile durch Multiplikation verknuepft, anders als beim deshalb missverständlichen "Stundenkilomter".
  5. #5

    Dem Himmel so nahe

    100 Jahre Wernher v. Braun - der Raketenmann meinte schon damals, er habe da oben Gott nicht gesehen. Und wie göttlich müssen sich die Jetpiloten fühlen, wenn sie über allem düsen? Eine winzig kleine Elite hat für ein paar wenige Jahre ein absolut exklusives Leben, wie sonst kein einziger Mensch auf der ganzen Welt. Wau, das ist doch was, mein Gott! Sie werden gezüchtet, gehütet, wie ein Augapfel, von den Mächtigen und Reichen dieser Welt. Sie bekommen das affengeilste Spielzeug, das es überhaupt gibt: einen Jet - quasi ganz für sich allein. Was für ein Selbstbild müssen sie wohl haben? Was für ein Lebensgefühl muss es wohl sein, weit weg vom Leben eines einfachen Erdenbewohners zu sein? Nur eines ist ihnen aber auch klar: der Tod ist immer ganz nah dabei. no risk no fun. Eine Neiddebatte erübrigt sich wohl in diesem ganz speziellen Falle. Und wenn der Befehl zum Töten kommt, muss man es eben auch tun. Herr über Leben und Tod sein. Ja, ein bißchen Gott spielen, ganz da oben, in seiner Nähe, das hat schon was!
  6. #6

    Lügt euch mal selbst in die Taschen

    Wenn ihr in den Kampfeinsatz geht nach A oder sonst wo. Geht ihr nicht hin, um irgendwas zu helfen, sondern um in Ernstfall zu kämpfen und den Gegner auszuschalten (Zivilisten sagen dazu den Gegner töten). Wenn ihr an einen Helfersymdrom leidet, wundert es mich nicht, dass soviele Soldaten mit soviel Postraumatische Belastungsstörung (PTBS) aus A zurückkehren. Ihr seid zum kämpfen in A. Wenn es um Hilfe ging, könnte man auch das Technische Hilfswerk nach A. schicken und nicht Kampftruppen. Wer eine Waffe trägt muss damit töten wollen, sonst braucht er keine Waffe. Im Kampf kann man keine Selbstzweifel mehr brauchen, denn sie sind schädlich fürs eigene Überleben.
  7. #7

    und?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Acht Sekunden bis zum Abheben, 2100 Stundenkilometer Spitze: Rund 80 Piloten fliegen bei der Luftwaffe den Eurofighter. Wer da mit möchte, muss körperlich topfit sein und einen stabilen Magen haben. Jetpilot Walfried Ramspott hat außerdem sein Testament gemacht.

    Jetpiloten bei der Bundeswehr: "Man braucht Aggressivität" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Für junge Leute, die diese berufliche Option beurteilen wollen, ist der Artikel nutzlos.
    Der Artikel tut so als sei das ein Beruf fürs ganze Leben, was er ja nicht ist. Es fehlen Informationen, für wie viele Jahre man sich mindestens verpflichten muss, um Pilot zu werden, welche Fachrichtungen ein angehender Pilot an den Bundeswehr-Hochschulen studieren darf (um sich auf den anschließenden Zivilberuf vorzubereiten), welche Hürden einer späteren Anstellung als ziviler Pilot im Wege stehen.
  8. #8

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    2100 Stundenkilometer? Kein Problem: 2100 Stunden für 1 Kilometer. Oder meint unser Journalist vielleicht den Quotienten "km/h", der üblicherweise als Einheit für die Geschwindigkeit herangezogen wird. Merke: Physik macht auch vor dem Journalismus nicht halt.
    Du hast zwar Recht (und vergessen klarzustellen, dass das nicht als "Kilometer dividiert durch Stunden", sondern "Kilometer pro Stunde" ausgesprochen wird), aber mich stört noch mehr, dass eine so unzweckmäßige Einheit gebraucht wird. Kein Mensch rechnet in km und h
    (den Staudruck, die Reynoldszahl oder was auch immer). Die Angabe hätte in m/s hingehört. Was man auch nicht als "Sekundenmeter" ausspricht sondern "Meter pro Sekunde".
  9. #9

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Für junge Leute, die diese berufliche Option beurteilen wollen, ist der Artikel nutzlos.
    Der Artikel tut so als sei das ein Beruf fürs ganze Leben, was er ja nicht ist. Es fehlen Informationen, für wie viele Jahre man sich mindestens verpflichten muss, um Pilot zu werden, welche Fachrichtungen ein angehender Pilot an den Bundeswehr-Hochschulen studieren darf (um sich auf den anschließenden Zivilberuf vorzubereiten), welche Hürden einer späteren Anstellung als ziviler Pilot im Wege stehen.
    Junge Leute, die sich für die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes im fliegerischen Dienst der Luftwaffe ernsthaft interessieren, informieren sich über die Einstellungsvoraussetzungen, Eignungskriterien, laufbahn- und versorgungsrechtlichen Vorschriften sowie über Angebote des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr anderweitig.

    Das Studium an den UniBw dient nicht der Vorbereitung auf einen möglichen "Zivilberuf". Erst einmal will die Bw das Studium nutzen ab der 1. Verwendung als Stabsoffizier.