Männliche Erzieher dringend gesucht: Allein unter Frauen

SPIEGEL ONLINEZehntausende Erzieher werden Deutschland in den kommenden Jahren fehlen. Die Lücke sollen auch Männer schließen, das Familienministerium gibt Millionen Euro für eine entsprechende Initiative aus. Doch die grundsätzlichen Probleme bleiben: geringes Gehalt und Vorurteile.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822877,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende Erzieher werden Deutschland in den kommenden Jahren fehlen. Die Lücke sollen auch Männer schließen, das Familienministerium gibt Millionen Euro für eine entsprechende Initiative aus. Doch die grundsätzlichen Probleme bleiben: geringes Gehalt und Vorurteile.

    Männliche Erzieher dringend gesucht: Allein unter Frauen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    dabei sind männliche erzieher extrem wichtig für die entwicklung von jungen wie mädel. ich finde es extrem problematisch, wenn unsere kleinen quasi vom kindergarten an, locker 20 jahre nur durch frauen erzogen werden.

    hier ist ganz klar eine männerquote zu fordern !
  2. #2

    Diskriminierung? ja!

    Nein, ich will keine Ausreden hören (so wie man den Frauen immer mangelndes Karrierestreben unterstellt um ihre Benachteiligung bei Chefposten zu kaschieren). Dass es so wenige männliche Erzieher gibt ist eindeutig Männerdiskriminierung - die Erziehungsstrukturen im Kindergarten und der Grundschule sind feminin beherrscht. Und ich fordere bis nächstes Jahr einen Männeranteil (à la Reeding) von 40%, (ist mir egal ob es gar nicht soviele Neueinstellungen geben kann, dass man auf diesen Prozentsatz kommen kann, da bis ich jetzt mal stur-doof) sonst ist dieses Land sexistisch und alles Unglück der Männer kann darauf zurückgeführt werden. Mindestens sollten es aber 30% bis Ende diesen Jahres sein. Frau von der Leyen, übernehmen sie.

    Gleichzeitig sollten wir auch gegen den Willen von Betroffenen dafür sorgen, dass bei Kanalisations- und Straßenbauarbeiten ebenfalls 30-40% Frauen arbeiten. Und nicht nur in den Chefetagen der betroffenen Firmen.

    Wenn schon denn schon.

    Man stelle sich mal vor dieser Kommentar würde wegen fadenscheinigen Begründungen nicht von SPON akzeptiert. Hätte man mit Veröffentlichungsblockaden ebenfalls den ganzen Feminismus unterbinden können? Sind wir heute moralisch hinter die Zeit des Aufbegehrens der ersten Feministinnen gegen das Patriarchat gefallen, dass entsprechendes (allerdings jetzt für andere Gruppen) nicht mehr möglich wäre? Schlimm.
  3. #3

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    Zitat von SpOn
    "Als Mann ist man verkaufsfördernd für eine Kita"
    Also meine persönliche Erfahrung sieht da etwas anders aus.

    Aussage einer Kita-Chefin: "Wir haben hier keine Männer mehr. Die Eltern wollten das nicht."
  4. #4

    noch ein Vorurteil

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch ein Vorurteil:
    wenn Männer sich um andere Kinder kümmern, dann sind diese Männer doch garantiert pädophil.

    Wenn ich bei uns am Kindergarten vorbeiging, um nach meinen Enkelkindern zu sehen, wie sie im Freien mit anderen spielen, wurde ich aber sowas von kritisch beobachtet. Ich mußte immer befürchten, daß gleich die Polizei gerufen wird.

    Einer der Erzieher hatte mal die Kinder beim Spielen fotografiert.
    Die Mütter waren überzeugt, das der ein Pädophiler ist.
  5. #5

    aaa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zehntausende Erzieher werden Deutschland in den kommenden Jahren fehlen. Die Lücke sollen auch Männer schließen, das Familienministerium gibt Millionen Euro für eine entsprechende Initiative aus. Doch die grundsätzlichen Probleme bleiben: geringes Gehalt und Vorurteile.

    Männliche Erzieher dringend gesucht: Allein unter Frauen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Eigentlich ein schöner und vor allem sinnvoller Job aber ich würde den nicht machen wollen. Da steht man doch als Mann konstant mit einem Bein im Knast. Das wäre mir zu gefährlich.
  6. #6

    Männerquote!

    Am Besten, man führt auch eine Quote für Männer ein:
    es dürfen so lange keine Frauen mehr für soziale Berufe eingestellt werden bis genügend Männer in die nach altem Rollenbild einzuordnenden "Frauenberufe" nachgerückt sind.

    Den überzähligen, jetzt arbeitslosen Frauen werden Angebote gemacht, in typische Männerberufe umzuschulen (Handwerker, Ingenieur, ...).

    Dann endlich haben wir Gleichberechtigung - auch wenn nicht jeder den Beruf hat, den er gerne hätte!
  7. #7

    Es sollte dabei bleiben

    Zitat von herr-vorragend Beitrag anzeigen
    Also meine persönliche Erfahrung sieht da etwas anders aus.

    Aussage einer Kita-Chefin: "Wir haben hier keine Männer mehr. Die Eltern wollten das nicht."
    Genau. Kinder wurden immer von Frauen erzogen. Gut so.
  8. #8

    Bestätigung

    Zitat von lh807 Beitrag anzeigen
    Noch ein Vorurteil:
    wenn Männer sich um andere Kinder kümmern, dann sind diese Männer doch garantiert pädophil.

    Wenn ich bei uns am Kindergarten vorbeiging, um nach meinen Enkelkindern zu sehen, wie sie im Freien mit anderen spielen, wurde ich aber sowas von kritisch beobachtet. Ich mußte immer befürchten, daß gleich die Polizei gerufen wird.

    Einer der Erzieher hatte mal die Kinder beim Spielen fotografiert.
    Die Mütter waren überzeugt, das der ein Pädophiler ist.
    Diese Feststellung kann ich nur bestätigen. Derartige Einstellungen sind - leider- deutschtypisch und das Resultat einer Hetze gegen Männer, wie sie von Schwarzer und Co. seit viele Jahren mit Unterstützung der Medien forciert wird.

    Beispiele:

    1. Ein Bekannter männlicher Erzieher ist bereits mehrfach wegen des Verdachts der Pädophilie engezeigt worden. Wie sich herausstellte wurden Kinder von ihren Eltern regelrecht genötigt, sich so zu äußern, dass man einen Anfangsverdacht sehen wollte. Jedesmal erfolgte Abweisung der Strafanzeige.
    2. Im dänischen Kindergarten meines Sohnes wurde einem jungen männlichen Erzieher von deutschen Müttern unterstellt, er hätte diese Arbeit nur aufgenommen, weil er pädophil sei. Die dänischen Mütter und die dänische Kindergartenleitung mussten sich bis zur Androhung, die betreffenden Kinder des Kindergartens zu verweisen, dagegen wehren.
  9. #9

    hier könnten Frauen und Männer zusammenarbeiten

    Das geringe Gehalt ist grundsätzlich erst einmal von Frauen zu verantworten, die hier endlich mal eine Initiative starten sollten. Es kann doch wohl kaum behauptet werden, dass Männer für die miserable Bezahlung verantwortlich sind. Fraglich ist auch, wer die vielen Teilzeitstellen zu verantworten hat. Bestimmt auch der Wunsch vieler weiblicher Erzieherinnen, Familie und Beruf vereinbaren zu können. Hier beist sich die Katze ein bisschen in den Schwanz. Vorurteile gegen Männer nicht nur in der häuslichen Erziehung werden von einschlägigen Frauenzeitschriften geschürt. Dabei ist Erziehung ist eine wichtige Aufgabe für Frauen und Männer, die aber eindeutig erkennbar im Familienrecht, immer noch überwiegend nur Frauen zugewiesen und zugetraut wird. Witzigerweise gibt es wohl alle möglichen Initiativen, Frauen für noch männlich dominierte Berufe zu begeistern, doch ich vermisse die Quotenregelung für vorwiegend weiblich dominierte Berufe. Vielleicht würde allein der Hinweis ausreichen, dass männliche Bewerber bei Erzieher- und Grundschullehrerstellen bevorzugt eingestellt werden. Aber dies erscheint kaum vorstellbar. Allerdings ist in diesem Fall wie auch bei der Frauenquote zu beachten, dass momentan der nötige Vorlauf gar nicht gegeben ist, denn allein der Wunsch als Erzieher zu arbeiten und die dann für Männer guten Möglichkeiten auf diesem Arbeitsmarkt dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele willige Männer ganz einfach die dafür notwendigen Ressourcen wie eine Erzieher- oder Grundschullehrerausbildung nicht von heute auf morgen vorweisen könnten. Gerade mit diesem Artikel beweist man doch, wie haltlos die Angriffe auf die Familienministerin sind, die vielleicht seit langen Jahren der Rosinenpickerei zeigt, Umbau der Familien- und Frauenpolitik erfordet eben auch eine darauf abgestimmte Männerpolitik, wobei ich Männerpolitik nicht als geschlechtsbezogene Bevorzugung verstanden wissen möchte, sondern als Antwort auf die Herausforderungen, die ein Ausgleich geschlechtsbezogener Nachteile mit sich bringt.