Frauen im Management: Wir warten nicht auf die Quote

CorbisDoch, es gibt sie, Frauen in Führungspositionen. Jede zweite von ihnen wurde schon diskriminiert, zeigt eine Umfrage. Trotzdem zweifeln sie an der Kraft der Quote und fordern stattdessen konkrete Lösungen: Es muss doch zum Beispiel möglich sein, eine Abteilung in Teilzeit zu leiten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...823202,00.html
  1. #1

    Es muss doch möglich sein...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch, es gibt sie, Frauen in Führungspositionen. Jede zweite von ihnen wurde schon diskriminiert, zeigt eine Umfrage. Trotzdem zweifeln sie an der Kraft der Quote und fordern stattdessen konkrete Lösungen: Es muss doch zum Beispiel möglich sein, eine Abteilung in Teilzeit zu leiten.

    Frauen im Management: Wir warten nicht auf die Quote - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    ... aber WIE denn konkret? Bitte um einen Entwurf, der tragfähig ist - und nicht nur ein diffuses "esmussdochirgendwiegehen".
  2. #2

    -

    Eine "Frauenquote" ist doch keine Lösung für Diskriminierung, da jede Karriere keine "Frauenquote" hat, i.e. es gibt manche Karrieren die mehr von Frauen oder Männer gefolgt werden.
  3. #3

    Man kann halt nicht alles haben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es muss doch zum Beispiel möglich sein, eine Abteilung in Teilzeit zu leiten.
    Klar geht das und das ist auch kein reines Frauenthema. Auch Männer hätten gerne einen gut bezahlten Teilzeitjob.
    Schwierig wird es bei den Führungsjobs allerdings, wenn es wirklich Konkurrenz darum gibt und man nicht nur wegen Vitamin B, Quote oder sonstigem dort sitzt. Soviel besser als der Rest ist die Führungskraft idR nicht, da wird man leistungsmäßig als Halbzeitkraft von der konkurrierenden Vollzeitkraft sehr schnell abgehängt. Und wer abgehängt ist, ist in einer Führungsposition falsch.
  4. #4

    Führung in Teilzeit

    Es ist eigentlich lächerlich eine Debatte zu führen über Frauen die ihre Führungsposition aus der Teilzeit managen wollen solange Frauen generell der Weg in die Teilzeit so schwer gemacht wird. Warum fängt man nicht an der Basis an, wo es um viel mehr Frauen geht und nicht nur einige wenige? Ich persönlich kenne viele Frauen, die nach der Elternzeit zur Kündigung gedrängt wurden, bzw. die keine vergleichbare Position zu einem verhältnismäßig angemessenen Gehalt bekommen. Dazu kommt, dass vielerorts die Kinderbetreuung gar nicht ausreichend gesichert ist.

    Genau so kenne ich Beispiele für Frauen iim mittleren Management, den man aufgrund ihrer Leistung wesentlich mehr Verständnis bzw. Unterstützung entgegen bringt, z.B. durch bevorzugte Behandlung beim betriebseigenen Kindergarten.

    Vielleicht beschreibe ich hier Ausnahmen und nicht die Regel.
    Wäre interessant wie es in anderen Regionen aussieht.
  5. #5

    Ja, wie?

    Zitat von youhavebeenquined Beitrag anzeigen
    ... aber WIE denn konkret? Bitte um einen Entwurf, der tragfähig ist - und nicht nur ein diffuses "esmussdochirgendwiegehen".
    Das sind doch nur theoretische Überlegungen von Leuten, die keine Ahnung haben.

    Von Menschen, die halt denken, man könne eine Abteilung mal 'so nebenbei' führen. Wie soll das gehen?

    Ich möchte mit den meisten Managern, mit denen ich zu tun hatte, nicht tauschen.
    Die verdienen zwar deutlich mehr als ich, sind aber sehr selten zuhause und haben locker 70-80 Stunden-Wochen.

    Und warum? Weil sie Entscheidungen treffen müssen. Und diese Entscheidungen werden getroffen, wenn sie anstehen und nicht wenn der gute Manager Zeit dafür findet.

    Es kostet nämlich richtig Geld, wenn Arbeitnehmer herumsitzen und auf eine Entscheidung des Managers warten.

    Ich habe aber auch mal eine Firma kennengelernt, wo die Abteilungsleiterin beizeiten nach Hause gegangen ist, sie musste sich dringend um ihre Freizeitaktivitäten kümmern.

    Ihre Mitarbeiter, die bis 9 Uhr abends in der Firma sitzen durften, um das Problem zu lösen, hat das total motiviert! Da herrschte danach eine super Stimmung!

    Da spielt es keinerlei Rolle, ob die Führiungskraft männlich oder weiblich ist, oder ob die Mitzarbeiter Männlein oder Weiblein sind.

    Beide Geschlechter haben schnell die Nase voll von solchen 'Führungskräften', eine solche muss nämlich mit gutem Beispiel vorangehen.

    Die Mitarbeiter denken sich dann: Wenn der Chef mit seinem hohen Gehalt beizeiten heimgeht, warum soll dann ich für meine paar Kröten auf den Abend verzichten?

    Und: Recht haben sie! Ein Manager kann gerne mehr verdienen, wenn er dadurch auch mehr Nachteile hat.

    Ein Manager mit geregelter Arbeitszeit pickt sich nur die Rosinen raus (nämlich das Gehalt), und lässt ansonsten seine Leute im Stich, wenn es drauf ankommt.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch, es gibt sie, Frauen in Führungspositionen. Jede zweite von ihnen wurde schon diskriminiert, zeigt eine Umfrage. Trotzdem zweifeln sie an der Kraft der Quote und fordern stattdessen konkrete Lösungen: Es muss doch zum Beispiel möglich sein, eine Abteilung in Teilzeit zu leiten.

    Frauen im Management: Wir warten nicht auf die Quote - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Ich verstehe nicht, wie jemand auch nur annähernd auf die Idee kommen kann, dass eine Person, die nur in Teilzeit arbeiten möchte, also weniger Einsatzbereitschaft zeigt als eine Person, die in Vollzeit arbeiten möchte, genauso erfolgreich sein sollte oder könnte wie eben eine Vollzeitkraft mit ansonsten gleich guter Qualifikation.
  7. #7

    ....

    Bei der einen geht es um konkrete Diskriminierung: 51 Prozent der befragten Frauen hatten schon einmal das Gefühl, dass ihnen ein Karriereschritt verweigert wurde, weil sie Frauen sind.
    Persönliche Gefühle werden inzwischen also zu einer "konkreten Diskriminierung" stilisiert. Aha.

    Die andere Zahl sollte den Unternehmen verdeutlichen, warum sie die Bedürfnisse der Frauen im Management besser nicht ignorieren: 18 Prozent von ihnen planen, im Lauf der kommenden zwölf Monate ihren Arbeitgeber zu wechseln. Die wichtigsten Wechselgründe: schlechte Bezahlung - und fehlende Möglichkeiten, in Teilzeit zu führen.
    Warum sollten funktionierende Unternehmen traurig sein, wenn sie von sehr selbstbewussten Damen verlassen werden? Denn so "schlecht bezahlt" wie diese, werden die meisten männlichen Mitarbeiter genauso und die erhofften Teilzeitchef-Posten funktionieren nur, wenn die liegengebliebene Arbeit dann von den Vollzeitchefs erledigt wird. Welche im globalen wirtschaftlichen Wettbewerb stehende Firma lässt sich auf dieses, u.a. den innerbetrieblichen Frieden störende, weibliche Wohlfühlbedürfnis ein? Dat jibbets eben nur im öffentlichen Dienst.
  8. #8

    Wer zuhause sitzt, ist draußen. Ob Mann oder Frau

    Zitat von youhavebeenquined Beitrag anzeigen
    ... aber WIE denn konkret? Bitte um einen Entwurf, der tragfähig ist - und nicht nur ein diffuses "esmussdochirgendwiegehen".
    Frauen sind nicht selten larmoyante Rosinenpicker. Es wird gequengelt, gewünscht und die Wirklichkeit umgeträumt. Entweder ist man oder frau in der In-Group, dann kann man mitentscheiden und vermeidet, dass in der eigenen Abwesenheit etwas gegen einen läuft. Oder man ist zuhause und andere werden leicht ohne unsereinen fertig.

    Als Führungskraft ist die Wirklcikeit noch unappetitlicher, man oder frau ist Führungskraft, weil Führung ständig nötig ist. Führung ist nicht teilbar bzw. zeitteilbar. Schließlich wird man gefragt, "wo bist Du gewesen, als es gebrannt hat"? - "Wozu haben wir Dich"?

    Träumt weiter ihr Frauen! Von einem Sowohlalsauch über alle Lebenswünsche hinweg. Sowohl Führungskraft, als auch abwesend. Sowohl Kind, als auch einen guten Job. Sowohl Mann und Kind, als auch rücksichtslose Selbstständigkeit.

    An SPON gerichtet: bitte verschont uns arme Leser in Zukunft mit dem Quotengewäsch und dem Genderquatsch. Der Zug ist nie losgefahren, und er wird auch nie losfahren. Die Wirklichkeit für Frauen in Arbeit ist eine andere. Nämlich 800-Euro-Jobs zu ständig wechselnden Arbeitzeiten. Alleinerziehend und in Arbeit ohne Kindergarten oder Hort. Über die Wiklichkeit zu schreiben ist aber wohl zu unappetitlich.

    Und nun noch ein Link, der die Quotefolgen für die Unternehmen in Norwegen enttarnt. Dort hat man sich nämlich von der Quote noch nicht erholt.
    Gleichberechtigung: Überstürzte Frauenquote bringt Unternehmen Nachteile | Karriere | ZEIT ONLINE
    The Changing of the Boards: The Impact on Firm Valuation of Mandated Female Board Representation by Kenneth Ahern, Amy Dittmar :: SSRN
  9. #9

    Führen heiß Beispiele setzen

    Zitat von BabelHuber Beitrag anzeigen
    Das sind doch nur theoretische Überlegungen von Leuten, die keine Ahnung haben.

    Von Menschen, die halt denken, man könne eine Abteilung mal 'so nebenbei' führen. Wie soll das gehen?

    Ich möchte mit den meisten Managern, mit denen ich zu tun hatte, nicht tauschen.
    Die verdienen zwar deutlich mehr als ich, sind aber sehr selten zuhause und haben locker 70-80 Stunden-Wochen.

    Und warum? Weil sie Entscheidungen treffen müssen. Und diese Entscheidungen werden getroffen, wenn sie anstehen und nicht wenn der gute Manager Zeit dafür findet.

    Es kostet nämlich richtig Geld, wenn Arbeitnehmer herumsitzen und auf eine Entscheidung des Managers warten.

    Ich habe aber auch mal eine Firma kennengelernt, wo die Abteilungsleiterin beizeiten nach Hause gegangen ist, sie musste sich dringend um ihre Freizeitaktivitäten kümmern.

    Ihre Mitarbeiter, die bis 9 Uhr abends in der Firma sitzen durften, um das Problem zu lösen, hat das total motiviert! Da herrschte danach eine super Stimmung!

    Da spielt es keinerlei Rolle, ob die Führiungskraft männlich oder weiblich ist, oder ob die Mitzarbeiter Männlein oder Weiblein sind.

    Beide Geschlechter haben schnell die Nase voll von solchen 'Führungskräften', eine solche muss nämlich mit gutem Beispiel vorangehen.

    Die Mitarbeiter denken sich dann: Wenn der Chef mit seinem hohen Gehalt beizeiten heimgeht, warum soll dann ich für meine paar Kröten auf den Abend verzichten?

    Und: Recht haben sie! Ein Manager kann gerne mehr verdienen, wenn er dadurch auch mehr Nachteile hat.

    Ein Manager mit geregelter Arbeitszeit pickt sich nur die Rosinen raus (nämlich das Gehalt), und lässt ansonsten seine Leute im Stich, wenn es drauf ankommt.
    In Allem, was sie geschrieben haben, liegen Sie richtig. Einen guten Job macht man (Frau) nur gut, wenn man ihn gern macht. Die Frage der zeitlichen Inanspruchnahme relativiert sich dann. Die zeitliche Inanspruchnahme kann man(frau) aber auch deutlich reduzieren, wenn unsinnige Dinge unterlassen werden. Zunächst muß man die Pflicht von der Kür trennen. Dann ergeben sich viele (vielleicht interessante) Dienstreisen und man(frau) gewinnt Zeit - auch für die Mitarbeiter. Das nächste ist die Reduzierung dieser endlosen Meetings, bei denen außer Kritzeleien und Langeweile nichts rauskommt. Meetings werden nur einberufen, weil der Oberpavian seine Unterpaviane um sich versammeln will; reines Machtinstrument ohne jeden betriebswirtschaftlichen Gewinn. Wenn man (frau) das durchsetzen kann - bleibt viel mehr Zeit für die Mitarbeiter und für Entscheidungen. Dann springt bei entsprechender Gehaltsreduzierung villeicht ein Tag in der Woche raus, für die Kinder, für die Alten oder für die persönliche Weiterbildung. Und wenn es dann hart auf hart kommt: Über das Smart-Phone ist jeder überall zu jeder zeit erreichbar. Vier Tage einen tollen Chef/eine tolle Chefin ersetzen den "unentbehrlichen" 5-Tage sich permanent selbstdarstellenden Workaholic sehr gut! Ich kenne viele dauernd Anwesende, die nur da sind - weil sie Angst haben abgesägt zu werden.
    Kauri - >40 Jahre Führungskraft