Recycling von Metallresten aus Krematorien: Was vom Menschen übrig bleibt

SPIEGEL ONLINEKniegelenke aus Titan, Hüftpfannen aus Kobalt-Chrom, Sargnägel aus Eisen: Bei Einäscherungen bleibt viel Metall zurück. Eine niederländische Firma sammelt, sortiert und verkauft die Wertstoffe im Auftrag von Krematorien. Darf man Omas Implantat recyceln?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...817783,00.html
  1. #1

    Was für eine überaus blöde Frage?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kniegelenke aus Titan, Hüftpfannen aus Kobalt-Chrom, Sargnägel aus Eisen: Bei Einäscherungen bleibt viel Metall zurück. Eine niederländische Firma sammelt, sortiert und verkauft die Wertstoffe im Auftrag von Krematorien. Darf man Omas Implantat recyceln?

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    Nätürlich darf man recyceln, denn was sollte man sonst mit den Teilen die als Sondermüll gelten,machen? Ist da jemand Neidisch, daß ein paar Leute eine gute Idee hatten? Und mal ganz ehrlich, wer hat den in der heutigen Zeit wirklich noch Respekt vor den Toten? Ich denke niemand, außer denen die damit Geld verdiehen und das nicht zu knapp.
    schönen Tag noch,
  2. #2

    Respekt...

    ein offensichtlich ethisch einwandfreies Unternehmen, dass es nicht sein müsste... Respekt... so etwas ist selten geworden
  3. #3

    Nicht "man darf" - "man muss" !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kniegelenke aus Titan, Hüftpfannen aus Kobalt-Chrom, Sargnägel aus Eisen: Bei Einäscherungen bleibt viel Metall zurück. Eine niederländische Firma sammelt, sortiert und verkauft die Wertstoffe im Auftrag von Krematorien. Darf man Omas Implantat recyceln?

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    Warum sollten wertvolle Implantatmetalle nicht recycled werden dürfen? Manche Materialien, die in Implantaten zum Einsatz kommen, sind so selten, dass tonnenweise Gestein bewegt werden muss. Es ist also einfach eine Frage des Aufwands, ob man nicht lieber Implantatmetalle wiederverwenden sollte: einschmelzen, neu schmieden sozusagen.

    Ich sehe da kein ethisches Problem. Klar: bei Komplettbestattungen ist das nicht drin, da wird der Opa komplett unter die Erde gebracht und nicht noch vorher auseinandergenommen, um an das künstliche Hüftgelenk zu kommen. Exhumieren geht auch nicht - das Material ist also (vorerst) verloren.
    Aber bei Feuerbestattungen? Warum sollten die Implantate nicht wieder einer Verwendung zugeführt sondern einfach weggeworfen werden?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kniegelenke aus Titan, Hüftpfannen aus Kobalt-Chrom, Sargnägel aus Eisen: Bei Einäscherungen bleibt viel Metall zurück. Eine niederländische Firma sammelt, sortiert und verkauft die Wertstoffe im Auftrag von Krematorien. Darf man Omas Implantat recyceln?

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    Recycling ist ein Milliardengeschäft. Wo ist die Grenze?
  5. #5

    Erde zu Erde, Asche zu Asche, Metall zu Metall.

    Recycling ist schon alt.
  6. #6

    Warum nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kniegelenke aus Titan, Hüftpfannen aus Kobalt-Chrom, Sargnägel aus Eisen: Bei Einäscherungen bleibt viel Metall zurück. Eine niederländische Firma sammelt, sortiert und verkauft die Wertstoffe im Auftrag von Krematorien. Darf man Omas Implantat recyceln?

    Recycling von Metallresten: Was vom Menschen übrig bleibt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Es wäre angebrachter 'darf man die Implantate eines Familienmitglieds
    recyceln? ' zu schreiben. Aber mit 'Oma' wird versucht ein Thema eben marktgerechter oder besser , auf Bildniveau , zu verkaufen.
    Ja ja, kleinkariert , ich weiss.
    Zum Thema: Wenn ich schon hundert Jahre tot bin liegt das Metall
    immer noch da , die Gräber wird es auch nicht mehr geben, also warum so lange warten?
  7. #7

    Man darf

    Ich bin zwar keine Oma, aber habe trotzdem ein Titangelenk. Und ja, man darf "mich" in Teilen recyceln ;-)

    Da das Ganze nicht kommerzialisiert ist überhaupt kein Problem. Ich finde die Idee großartig. Könnte in den Organspendeausweis mit aufgenommen werden.
  8. #8

    Recycling ist prima ...

    ... aber mir scheint, als wären die Arbeiter nicht ausreichend geschützt: keine professioneller Ganzkörperschutzanzug, keine staubdichten Profihandschuhe, Besen statt Staubsauger mit Extrafeinstaubfilter, keine Schutzbrille (sollte möglichst staubdicht aber hinreichend belüftet sein). Wenn ein umfangreicher Arbeiterschutz für Private zu teuer ist, dann muss das Recycling vom Staat betrieben werden. (imho)
  9. #9

    Was

    Der Mensch am Menschen zusammengestümpert hat, ist nicht heilig.
    Und was für den lebendigen Körper noch eine Hilfe gewesen sein mag,
    entstellt die Gebeine und die Asche. Deshalb weg damit.