Motivation im Home Office: Liebe deinen Schweinehund wie dich selbst

DDPTipp-Sammlungen für Telearbeiter verstoßen gegen jedes Tierschutzgesetz. Da werden ganze Rudel von inneren Schweinehunden besiegt, an die Kette gelegt oder zumindest überlistet. Falsch! Der Schweinehund ist dein Freund - acht Tipps, wie das Home Office seinen Schrecken verliert.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...747021,00.html
  1. #1

    Softwerker mit Home Office

    Ich kann dem Artikel voll zustimmen.

    Zwar bin ich als Freiberufler etwas außen vor, aber die Möglichkeiten, den richtigen Zeit- und Ortspunkt für die Arbeit wählen zu können, ist als „Softwerker“ Gold wert.
    Wenn ich ein komplexes Netzwerkprotokoll für ein Projekt entwerfen soll, sind Anrufe und andere Störungen hinderlich.
    Manchmal verlege ich sogar Tätigkeiten mit hohen Konzentrationbedarf auf den lärmfreien Sonntag vormittag.

    Natürlich kann ich Test und Validierung nur an der Hardware beim Kunden durchführen, wo ich dann fachlich und mental gut vorbereitet erscheine.

    Als „teurer Externer“ möchte ich auch die produktivarmen Zeiten minimieren, z.B. sinnfreie Besprechungen, die seit der New Economy eine zahlenmäßige Inflation erfahren haben.

    Auch meine Anreise (z.Zt. 2x2.5 Std.) spricht für öfteres Home Office.
  2. #2

    Alternative Coworking

    Auch Coworking Spaces können eine Alternative sein für 2-3 Tage / Woche. Denn einen Nachteil hat man da auf jeden Fall: Kosten und Zeit für die Anreise sowie die Kosten für die Nutzung und eine gewisse Ablenkung. Aber zur Vermeidung des "Die Decke fällt mir auf den Kopf"-Syndroms ebenso ein guter Tipp wie zum Austauschen und Netzwerken mit anderen Freien.
  3. #3

    Weichgespült und

    an der Realität vorbei... Ich mache seit X-Jahren Homeoffice und über die wirklichen Vorteile, z.B. dann arbeiten wenn man leistungsfähig ist und die wirklichen Nachteile z.B zuviel arbeiten weil Lebensmittelpunkt gleich Arbeitsmittelpunkt ist, lese ich hier nicht.
    Unerfahrener Schreiber aber Ziel erreicht Monster.de tauch namentlich hier auf...
  4. #4

    Nicht der Schweinehund...

    ... ist zu verklagen. Meist hindern mich, seit fünf Jahren bereits im Home-Office agierend, ganz andere Plagen am konzentrierten Arbeiten: Das Gefühl jederzeit für alle erreichbar zu sein, weil ich ja sowieso zu Hause sitze (und vermeintlich die Füße auf dem Tisch liegen habe, um Däumchen zu drehen). Die wichtigsten Arbeiten, zu denen ich viel Ruhe benötige, erledige ich am Sonntag. Ein geregeler Arbeitstag ist meist nicht zu erwarten, da hilft auch keine Planung.

    Vorteil: Ich kann mir die Pausen so legen, wie ich möchte, nebenbei Dinge erledigen, die andere dann im Feierabendstress tun müssen. Dennoch fehlt der Austausch mit Kollegen.

    Was ist schon perfekt? Der Artikel ist es nicht; er geht an der Realität vorbei. Meinen Urlaub muss ich lange im voraus planen mit dem entsprechenden Mehr an Arbeitspensum, weil es niemanden gibt, der mich in der Abwesenheit vertreten könnte. Gleiches gilt natürlich auch im Krankheitsfall. Da muss - dicker Kopf wegen Erklätung / Grippe hin oder her - dennoch das Minimum an Anwesenheit gegeben sein. Und dafür dar man dann keine Anerkennung erwarten, dass es doch irgendwie geklappt hat!
  5. #5

    Das ist wahr

    [QUOTE=artfreak;9885713]... ist zu verklagen. Meist hindern mich, seit fünf Jahren bereits im Home-Office agierend, ganz andere Plagen am konzentrierten Arbeiten: Das Gefühl jederzeit für alle erreichbar zu sein, weil ich ja sowieso zu Hause sitze (und vermeintlich die Füße auf dem Tisch liegen habe, um Däumchen zu drehen).

    Das Schlimmste ist echt die Meinung von Familie und Freunden, man wäre ja eh zuhause und könnte dann ja schnell mal dies und das erledigen und dann sauer sind wenn man sagt ich hab zu tun.

    Aber ich würde nie wieder tauschen. Allein der Lebensqualitätsgewinn nicht mehr 2mal am Tag im Stau zu stehen ist unermesslich - von ein paar anderen Vorteilen mal abgesehen.
  6. #6

    Für mich ist Home-Office-Arbeit nichts.

    * Ich lasse mich von privaten Nebensächlichkeiten ablenken; es gibt keine saubere Abgrenzung
    * Ergo: Ich arbeite viel zu lange, um auf meine 8h zu kommen
    * Ich kann meine Arbeit nicht mit Kollegen abstimmen, die eine andere Vorstellung von den Ergebnissen haben als ich
    * Ich kann bei kurzen Fragen nicht mal eben über den Schreibtisch hinweg rückfragen
    * Der Instant Messenger nervt... meist dann, wenn ich's wirklich nicht gebrauchen kann
    * Ich verliere die Bindung an die Kollegen

    Ergo: Ich erwarte von meinen Kunden einen Schreibtisch beim Team für das ich arbeite.

    Lieber arbeite ich konzentriert 8+ Stunden am Stück im Büro als Privates unentwegt mit Beruflichem zu durchmischen.

    Der Arbeitsplatz ist zum Arbeiten da. Das ist sein Sinn und Zweck. Und die Heimat ist ausschließlich für mich und mein Vergnügen da. Kein Telefon, keine berufliche E-Mail, kein Messaging.
  7. #7

    ich wäre ja sehr dankbar......

    ......wenn ich auch die Chance hätte, wenigstens einen Tag in der Woche von zu Hause zu arbeiten.
    Wenn man jedem Menschen mit Bürojob ermöglichen würde, auch von zu Hause zu arbeiten, hätte man den Berufsverkehr mit einem Schlag locker um 20 % reduziert.
    Weniger Staus, weniger Abgase, weniger Unfälle, .......

    Aber im Hamsterrad des Präsentismus wird das wahrscheinlich ewig eine Utopie bleiben.
  8. #8

    Zeitmanagement vs. Ablenkungen

    Ich bin arbeite ca. 2 mal pro Woche jeweils ganztägig von Zuhause aus.
    Der Trick: Zuhause habe ich eine etwas bessere Ausstattung als im Büro.
    Man hat seine Ruhe und kann sich besser konzentrieren. Nach dem Mittagessen mal für 20 Minuten zu schlafen klappt hier am besten.

    Die Gefahr sich irgendwie ablenken zu lassen besteht nach meiner Erfahrung im Büro wie Zuhause genau so. Zuhause sind es eben eher mal bestimmte Webseiten wie im Moment gerade Spiegel online. Im Büro sind es die Kollegen und der Smalltalk an der Kaffeemaschine. Oft hat man auch redundante dienstliche Besprechungen in denen "die Besprechung besprochen" wird (und induktiv so weiter).

    Was in beiden Fällen sehr gut hilft sind Zeitmanagamentstrategien wie die so genannte "Pomodoro-Technik" oder Todolisten z.B. mit "Remember the Milk". Auch ein blick in das Buch "Getting things done" ist sehr hilfreich.
  9. #9

    Zitat von berndasbrot Beitrag anzeigen
    ......wenn ich auch die Chance hätte, wenigstens einen Tag in der Woche von zu Hause zu arbeiten.
    Wenn man jedem Menschen mit Bürojob ermöglichen würde, auch von zu Hause zu arbeiten, hätte man den Berufsverkehr mit einem Schlag locker um 20 % reduziert.
    Weniger Staus, weniger Abgase, weniger Unfälle, .......

    Aber im Hamsterrad des Präsentismus wird das wahrscheinlich ewig eine Utopie bleiben.
    Also ich denke schon, dass wir irgendwann in diese Richtung kommen.

    Ich versuche alles so weit möglich in Heimarbeit erledigen zu lassen. So brauche ich keine Büroräume etc. vorzuhalten. Wenn die Arbeit erledigt wird ist mir der Rest egal. Wenn jemand nackt dasitzt und telefoniert weil ihm das besser gefällt, dann bitte.