Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre

DPADas Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823509,00.html
  1. #50

    Abschreckung

    Zitat von charlykilo Beitrag anzeigen
    Na guter Onkel, das Prinzip der glaubwürdigen Abschreckung
    Ja, der Abschreckung der eigenen Bevölkerung, denn "Der Russe stand ja vor der Tür" und die Sozis waren ja verkleidete Kommunisten darum forderte der Alte ja "Freiheit statt Sozialismus".
    Und jetzt, auf einmal, schrieb der Spiegel, dass all die von CDU/CSU als nur unter ihrer Herrschaft existierenden Sicherheiten ein Witz wären und niemand bezweifelte, dass "Der Russe" das auch wusste.
    Ahlers wurde aufgrund falscher Beschuldigungen in Spanien festgenommen, vermutlich war Landesverrat in D dort kein Auslieferungsgrund.
    Nachtrag: Ich hatte mich bis zum Beitrag 48 über Ihre mir etwas merkwürdig scheinende Argumentation gewundert, aber dann wurde mir alles klar ;-)
  2. #51

    Ok, Herr Kilo, wenns Ihnen hilft:

    Zitat von charlykilo Beitrag anzeigen
    Zitat von nichtdiemama Beitrag anzeigen
    "Dass die meisten Juristen im Staatsdienst bescheuert und/oder minderbegabt sind, ist allgemein bekannt."
    […]
    Von dieser Feststellung ausgenommen ist der Herr Kilo. Ob er nun beamteter Jurist ist oder nicht.
  3. #52

    Die gleichen Spinner betreiben den Bundesnachrichtendienst

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Danke fuer den Refresher. Die Spiegel Affaere fiel in meine Jugendzeit. Und ich hatte damals noch nicht ueberrissen, um was es ging.

    Grundsaetzlich hat eine Regierung kein Recht, dem Buerger irgendetwas zu verheimlichen. Der Buerger ist der Souveraen, nicht die Hanseln da oben.
    Dem kann ich nur vollzustimmen; ein bis heute nicht bewältigtes Ärgernis ist, dass die Staatssekretäre Strauss und besonders Hopf nicht strafrechtlich belangt wurden. Rechtsbeugung können zwar nur beamtete Volljuristen begehen, diese beiden Herren waren jedoch anderweitig zu bestrafen. Axel Springer kam zwar Augstein während der Spiegel-Affaire zu Hilfe (mehr aus Eigennutz), war sonst aber ein Intimfreund von FJS. Gegen die "Abgründe von Landesverrat" von Adenauer in Deutschen Bundestag hat die Blöd-Zeitung nie ein Wort geschrieben, aber serienweise gegen diejenigen, die schon damals für die Freiheit der Presse aufbegehrten. Unmittelbar nach der Spiegel-Affaire begann ja auch das Zeitalter der "chien-lits" mit den 68ern.
  4. #53

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    Danke fuer den Refresher. Die Spiegel Affaere fiel in meine Jugendzeit. Und ich hatte damals noch nicht ueberrissen, um was es ging.

    Grundsaetzlich hat eine Regierung kein Recht, dem Buerger irgendetwas zu verheimlichen. Der Buerger ist der Souveraen, nicht die Hanseln da oben.
    Klar hat die Regierung das Recht, dem Bürger etwas zu verheimlichen. Die Regierung wird gewählt um nach geltendem Recht zu regieren. Wenn geltendes Recht die Kenntnis gewisser Sachverhalte auf bestimmte Personengruppen beschränkt, dann ist das eben so. Wer das nicht möchte, muss eine Regierung wählen, die dieses Recht ändert.

    Um ihnen ein Beispiel zu geben: sie sind ja sicher dagegen, Wohnort und Namen verurteilter Kinderschänder auf einer Website zu veröffentlichen? Darf die Regierung das denn?
  5. #54

    50 Jahre sind eine lange Zeit

    Zitat von etiennen Beitrag anzeigen
    Klar hat die Regierung das Recht, dem Bürger etwas zu verheimlichen. Die Regierung wird gewählt um nach geltendem Recht zu regieren. Wenn geltendes Recht die Kenntnis gewisser Sachverhalte auf bestimmte Personengruppen beschränkt, dann ist das eben so. Wer das nicht möchte, muss eine Regierung wählen, die dieses Recht ändert.
    Dem sind aber enge Grenzen gesetzt. Und wir sprechen hier nicht von Adenauers ursprünglichen: "Abjrund von Landesverrat!!!" sondern von der erneuten Verschlusssache.

    Zitat von etiennen Beitrag anzeigen
    Um ihnen ein Beispiel zu geben: sie sind ja sicher dagegen, Wohnort und Namen verurteilter Kinderschänder auf einer Website zu veröffentlichen? Darf die Regierung das denn?
    Nach fünfzig Jahren und wenn der Verurteilte tot ist? Warum nicht?
  6. #55

    Grüße aus Absurdistan

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Damals waren es Sesselpupser, die in vorauseilendem Gehorsam dem Polit-Verbrecher FJS in den A..... gekrochen sind und alle gewünschten Gutachten verfasst haben, nur mit dem Wunsch, einem von ihnen verachteten Presseorgan den Garaus machen zu können. Das war damals schon ein Angriff auf die junge deutsche Demokratie, der gottseidank abgewehrt wurde. Und was passiert heute ? Da kommen die Nachfolger der damaligen Kriecher und vereiteln in vorauseilendem Gehorsam die Veröffentlichung der jetzt 50 Jahre alten Dokumente, und, was genauso schlimm ist - die Argumente haben sich nicht verändert. Oder, wie ein ehemaliger Marinerichter und späterer Ministerpräsident es ausdrücken würde: Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein.
    Kann man den Herrn nicht mal von seinen Vorgesetzten stoppen lassen und ihn ggf. wonders hin versetzen ? Beispielsweise in die Latrinenreiniger-Brigade. Oder in ein neu zu errichtendes Amt für die Verteidigung der Pressefreiheit. Ich hoffe und gehe davon aus, dass es dem SPIEGEL gelingt, bei Gericht die Freigabe der bisher unter Verschluss gehaltenen "Geheimdokumente" zu erreichen.
  7. #56

    Was für'n Quatsch!

    Zitat von Waldbahner2 Beitrag anzeigen
    Natürlich ist es den Politikern unangenehm wenn die Presse mal die Wahrheit schreibt. Zumindest zu der Zeit war der Spiegel auch noch eine Bedrohung.

    Wer auch nur ein wenig über die Bedrohung während des kalten Krieges informiert war wird mir zustimmen.

    Die Sowjets besaßen überhaupt nicht die Möglichkeit den Westen anzugreifen
    allein schon wegen fehlenden Treibstoffs für Panzer und Flugzeuge.
    Von der Nahrungsmittelversorgung der Roten Armee ganz abgesehen.

    Wohl den meisten unbekannt gab es dies bei der Bundeswehr ja auch schon mal.
    Da durfte oder konnte monateland kein Panzer und kein Fahrzeug bewegt werden mangels Treibstoff.

    Es war eher der Westen der atomare Präventivschläge gegen den Osten
    plante wie US Dokumente heute beweisen.


    Zumindest hatte wir als ehemaliger Frontstaat den Vorteil als Vorzeigestaat des
    Kapitalismus für den Osten zu dienen.

    Nachdem die angebliche Bedrohung weg ist hat man die Maske fallen lassen
    und beutet die Menschen so aus wie es im Kapitalismus eben normal ist.
    Was Sie nicht erwähnten: Auch mit Sprit im Tank hätte die Sowjetarmee nicht vorrücken können, wegen der Staus auf der Autobahn; außerdem hätten die vorrückenden Panzer an deutschen Tankstellen günstig Benzin nachtanken können. Ihre Mutmassungen erscheinen ein wenig grotesk.