Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann

REUTERSUnd wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823556,00.html
  1. #10

    Old Germany is better off

    Man stelle sich einmal vor, wir hätten in Deutschland dieses amerikanische System mit den Vorwahlen und Wahlen.

    Der Wahlkampf wird bezahlt und gesponsert mit Millionen an Dollar für einen Kanditaten, wohingegen bei uns bereits die Einladung zu einem Wurstbrötchen einen Politiker in eine bedenkliche Bestechungssituation bringt. In den USA dagegen zahlen und zahlen die Wohlhabenden für einen Kanditaten und tun dies nicht etwa aus weltanschaulichen oder partei-afinen Gründen , sondern weil sie ihre Investitionen auf irgendeine Art wieder zurückbekommen wollen und es natürlich auch bekommen. Und sei es auch "nur" mit einem geradezu lächerlich geringen Einkommensteuersatz (max. 30%), wobei aber die Zinseinkommen auf die Kapitaleinkünfte Null Prozent betragen können (Romney zahlt durchschnittlich 22 % auf sein Einkommen).

    Da können die USA ruhig 170% vom BIP an öffentlicher Verschuldung haben - und da reden die Republikaner immer noch von Steuersenkungen. .... bei uns bekommt eine Steuersenkungspartei wie die FDP die rote Karte und darf demnächst ob ihrer Lobbypolitik für die Reichen als Partei zusammenpacken.

    MAn wünscht den USA ja nichts Böses. Ein Schäuble tate denen in ihrer Situation aber sicherlich gut.
  2. #11

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Ich war zuletzt im Juni in den USA und telefoniere oft mit Amis und nehme das anders wahr.


    Und mittlerweile wieder 8,3% mit sinkender Tendenz.


    Das stimmt nicht, die USA hatten diverse Rezessionen auch nach der Weltwirtschaftskrise. Also nach 1929-32 z.b. 1937, 1975, 1981, 1983,...


    Auch das stimmt nicht. Die konjunkturbereinigten Ausgaben sind eher rückläufig.
    Und ganz so dumm scheint Obama doch nicht zu sein. Nach zwei Null Runden hat er dieses Jahr allen Rentnern und Pensionären eine Erhöhung von 3,4 Prozent zugestanden, wovon 100 Millionen der
    unteren Einkommensklassen profitieren. Einschließlich der Soldaten und staatlichen Angestellten.

    Das erhöht die Kaufkraft und kurbelt die Wirtschaft an. Und wenn es an den Geldbeutel geht, vergessen auch die Amerikaner gerne ihre ideologischen Standpunkte. Die Wahlen vor zwei Jahren waren nur eine Protestwahl und ich bin mir sicher, dass dieses Jahr die Demokraten wieder die Mehrheit im Representantenhaus erringen werden.
  3. #12

    Punkt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

    Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Mich interressiert Deutschland, Europa, Merkel und der Euro. Weiterhin dei Entwicklung der europäischen Zone. Als Hardliner (in diese Beziehung) bin ich für die Abkopplung und Abgrenzung der Staaten wie Rumänien, Bulgarien...
  4. #13

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es müsse schon ein wahrlich Konservativer gegen Obama antreten, dozierte Santorum auf einer Wahlkundgebung, der Unterschied zum Amtsinhaber dürfe nicht zu klein ausfallen.
    Sicher, damit im Land auch bloß nichts vorankommt. Dieses ewige Pendeln zwischen zwei weit entfernten Polen ist doch das Hauptproblem, warum die USA sich so schwer mit nötigen Veränderungen tun.
  5. #14

    Zitat von harald0078 Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal wissen, wie Santorum nach Romneys Sieg gedenkt, ihn glaubwürdig zu unterstützen.
    Es gibt keinen Grund warum er ihn überhaupt nennenswert unterstützen sollte. Sollte Romney je Präsident werden, so kann er ja immer noch erklären, dass er jetzt auch sein Präsident sei und fertig.

    Santorum hat in seiner Ultrarechtsrolle mehr als nur eine Nische gefunden. Außerdem hat er altersbedingt noch genug Zeit für neue Anläufe.

    Wenn Obama Präsident wird, dann kann Santorum bei nächsten mal ebenfalls wieder sehr gut antreten. Wer weiß schon, was bis dahin in der Wirtschaft und gegebenenfalls in der Außenpolitik noch alles passiert. Stichwort Iran.

    Je mehr Krise, desto größer seine Chancen in Zukunft.
  6. #15

    Obacht

    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    Man wünscht den USA ja nichts Böses. Ein Schäuble tate denen in ihrer Situation aber sicherlich gut.
    So sehen wir das hier von Europa aus. Jede Stimme für Santorum ist eine Stimme für einen fundamentalistischen Kreationisten, der bedenkenlos sie Welt ins Verderben stürzen würde, wenn er das für den "göttlichen Plan" halten würde. Wenn solche Bekloppten je eine Mehrheit erreichen, dann Prost Mahlzeit. Ich wünsche mir für Europa nichts Böses, deshalb. Wie die Amerikaner ihre Probleme lösen, möchte ich den Amerikanern überlassen.
  7. #16

    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    Man stelle sich einmal vor, wir hätten in Deutschland dieses amerikanische System mit den Vorwahlen und Wahlen.

    Der Wahlkampf wird bezahlt und gesponsert mit Millionen an Dollar für einen Kanditaten, wohingegen bei uns bereits die Einladung zu einem Wurstbrötchen einen Politiker in eine bedenkliche Bestechungssituation bringt. In den USA dagegen zahlen und zahlen die Wohlhabenden für einen Kanditaten und tun dies nicht etwa aus weltanschaulichen oder partei-afinen Gründen , sondern weil sie ihre Investitionen auf irgendeine Art wieder zurückbekommen wollen und es natürlich auch bekommen. Und sei es auch "nur" mit einem geradezu lächerlich geringen Einkommensteuersatz (max. 30%), wobei aber die Zinseinkommen auf die Kapitaleinkünfte Null Prozent betragen können (Romney zahlt durchschnittlich 22 % auf sein Einkommen).

    Da können die USA ruhig 170% vom BIP an öffentlicher Verschuldung haben - und da reden die Republikaner immer noch von Steuersenkungen. .... bei uns bekommt eine Steuersenkungspartei wie die FDP die rote Karte und darf demnächst ob ihrer Lobbypolitik für die Reichen als Partei zusammenpacken.

    MAn wünscht den USA ja nichts Böses. Ein Schäuble tate denen in ihrer Situation aber sicherlich gut.
    Immerhin sind die Spenden in den USA ziemlich transparent, jeder den es interessiert kann einsehen von wem welcher Politiker gesponsort wird. (z.B. Obama von der Wall Street). In Deutschland dagegen wird das Wahlkampf-Kaspertheater doch tatsächlich durch Steuergelder finanziert. Wir dürfen also auch noch dafür zahlen veralbert zu werden.
  8. #17

    Titellos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

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    Wenn ich das so sehe bin ich heil froh, dass wir kein 2-Parteien System haben!

    Aber ich befürchte, dass die Reps auch nach einem zweiten Wahlsieg Obamas, wonach es im Moment aussieht, wieder ihre Blockadehaltung einnehmen anstatt den Kompromiss zu suchen..
    Wahre Demokraten eben.
  9. #18

    Es ist wie in Deutschland mit der SPD

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

    Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Solange hier noch die Schröder- und Müntefering-Kräfte Steinmeier und Steinbrück das Sagen haben, wird die SPD Merkel und die Union nicht gefährden können.
    Diese beiden stehen nicht für Aufbruch, sondern wandelnde Denkmale für den Niedergang der SPD.
    Santorum bietet ähnliches Abschreckungspotential und spielt Obama in die Karten. Obama wird nicht gewählt, weil er so gut ist, nein, weil keine ernstzunehmende Alternative in Sicht ist.
    Auch in Deutschland stellen sich die Verhältnisse genauso dar.
    Was sollen Machtwechsel, wenn sie außer zusätzliche Kosten (Versorgung alter abgewählter "Eliten") nichts bringen?
  10. #19

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Immerhin sind die Spenden in den USA ziemlich transparent, jeder den es interessiert kann einsehen von wem welcher Politiker gesponsort wird. (z.B. Obama von der Wall Street). In Deutschland dagegen wird das Wahlkampf-Kaspertheater doch tatsächlich durch Steuergelder finanziert. Wir dürfen also auch noch dafür zahlen veralbert zu werden.
    In Amerika wird der Wahlkampf genauso vom Steuerzahler finanziert, nur halt auf dem Umweg über die Wirtschaft. Dann zahlen es die Leute halt über die Produktpreise. Ist nur etwas anders gewichtet.