Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann

REUTERSUnd wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823556,00.html
  1. #1

    Abwarten!

    Bis November fließt noch eine Menge Wasser den Mississippi runter. 2008 haben die Republikaner sich auch diebisch über den teilweise bitteren Wettstreit zwischen Hillary und Obama gefreut.

    Gut, sollte es doch noch zu einer »brokered convention« kommen, sähe es für die Republikaner nicht gut aus. Aber solange sich Romney sicher sein kann, vor dem Parteitag die notwendigen Stimmen sicher zu haben – wie knapp auch immer – wird er allmählich immer präsidialer und moderater werden bzw. sich entsprechend inszenieren.
  2. #2

    Obama's 'bester' Mann ist...Obama

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

    Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    SPON's Amerika Korrespondenten haben ein einzigartiges Talent, am Thema vorbeizuschreiben.

    Obama braucht weder Santorum noch Romney. Er reicht sich selbst, um sich zur Strecke zu bringen.

    Here is why: It's the economy, stupid.

    General Mills, einer der groessten Lebensmittelproduzenten in den USA, hat in seinem letzten Geschaeftsbericht von einer Kostensteigerung von 10 - 11 % gesprochen! Tendenz steigend.

    Die offizielle Inflationszahl, die schoen gerechnete sog. Core Inflation, natuerlich ohne Einschluss von Lebensmittelen und Energie, ist voll gelogene 2 % pa.

    Direkter Ausfluss von Obamas's Schuldenexplosion mit kraeftiger Unterstuetzung von Bernankes virtueller Notenpresse. Heute reicht Bernanke ein Hau auf ctrl+P, um Geld zu erzeugen.

    Obama ist im Grunde nur daran interessiert, mit Schulden und inflationaerem Geld Wohltaten an seine Klientel zu bezahlen, so wie jeder herkoemmliche 08/15 Politiker. Das hat die Krise aber bisher nicht beseitigt, sondern nur verlaengert. Die Aussichten, dass sich daran etwas aendert, sind nahe Null.

    Bei 10 % pa verliert die Kaufkraft des $ mehr als 30 % in drei Jahren.
    Die Amis koennen das nicht kompensieren und rauschen derzeit und geschlagene vier Jahre nach der Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise immer noch mit vollen mit Segeln in die Misere.

    Die Startbedingungen fuer Obama waren bekanntlich nicht gut. Aber das ist Schnee von vorgestern. Und er hat nichts, nochmal zum mitschreiben NICHTS dazu beigetragen, diesen Stall auszumisten und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Wo sollte er auch die Kompetenz dafuer her haben? Statt dessen hat er idiotischerweise auch noch Krieg gegen bestimmte Teile der Wirtschaft gefuehrt, die ihm sein Fuellhorn finanziert. Dass er zB die Kohleindustrie oder deren industrielle Nutzer in den Bankrott treiben wollte, ist aktenkundig. Die Oel- und Gasindustrie war fuer ihn ein aehnlicher Popanz.

    Dabei sind es gerade die noch recht ueppigen Energieressourcen der USA, die Amerika noch vor dem Absturz retten koennten.

    Soviel Bloedheit kann man sich nur in guten Zeiten leisten.
  3. #3

    Zitat von tailspin Beitrag anzeigen
    SPON's Amerika Korrespondenten haben ein einzigartiges Talent, am Thema vorbeizuschreiben.

    Obama braucht weder Santorum noch Romney. Er reicht sich selbst, um sich zur Strecke zu bringen.

    Here is why: It's the economy, stupid.
    Und genau deshalb wird Obama haushoch gewinnen. Die Wirtschaft läuft vergleichsweise gut, es entstehen viele neue Jobs; die Trendwende ist Obana kurz nach seinem Amtsantritt gelungen.

    General Mills, einer der groessten Lebensmittelproduzenten in den USA, hat in seinem letzten Geschaeftsbericht von einer Kostensteigerung von 10 - 11 % gesprochen! Tendenz steigend.
    Und weil die Kosten eines Lebensmittelproduzenten um 10% steigen, heisst das, die Lebensmittelpreise steigen eigentlich um 10%? Ohje...

    Die offizielle Inflationszahl, die schoen gerechnete sog. Core Inflation, natuerlich ohne Einschluss von Lebensmittelen und Energie, ist voll gelogene 2 % pa.
    Welche Belege gibt es dafür? Die Zahlen sind hochtransparent, leicht nachvollziehbar.

    Direkter Ausfluss von Obamas's Schuldenexplosion mit kraeftiger Unterstuetzung von Bernankes virtueller Notenpresse. Heute reicht Bernanke ein Hau auf ctrl+P, um Geld zu erzeugen.
    Tatsächlich entschulden sich die USA gerade. Die Staatsschulden steigen zwar noch weiter, aber der private Sektor baut stärker Schulden ab. Würde der Staat auch sparen, so wie in Spanien, könnte der private Sektor nicht entschulden.
  4. #4

    Wahnsinn

    Spekatakulaer gut geschriebene und akurate Einschaetzung. Ich weiss, viele in Deutschland interessiert das amerikansche Politikspekatakel nicht, aber wenn man Politik auch ein bisschen Unterhaltung sein darf, dann ist das mit eine der besten Shows.
  5. #5

    nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und wieder Rick Santorum: Der Rechtsaußen gewinnt die Vorwahlen in Louisiana. Dabei ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur längst entschieden. Aber Santorum kämpft weiter: gegen Mitt Romney und gegen Gottlosigkeit. Er hilft damit seinem größten Gegner: Barack Obama.

    Santorum-Vorwahlsieg in Louisiana: Obamas bester Mann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    So sind sie halt die Götzengläubigen.
    Sie bilden sich einen Götzen ein, klauen ethisch-moralische Wertvorstellungen und reklamieren diese für sich, und hetzen gegen die die so einen Mist nicht akzeptieren.
    So was nennt man wohl paranoid.

    Obama ist trotz aller Enttäuschungen, Guantanamo etc., die beste Wahl.
    Einen Vorteil haben Leute wie Santorum, sie zeigen das das Entsetzen über derart religiöse Dummköpfe nicht nur den Islamisten gehört.
    Der Mann gehört in die Psychiatrie, da scheinen die USA in einigen Landstrichen eine Art offene Psychiatrie eingeführt zu haben.
  6. #6

    @muellerthomas
    War im Oktober in den USA und da wurde Obama auf breiter Front zu wenig Handeln in der Krise vorgeworfen. Die Arbeitslosenquote ist von 6,4% 2008 auf aktuell knapp 10% angestiegen, die USA haben in Obamas erstem Amtsjahr zum ersten Mal nach 1929 ein Schrumpfen des BIP erlebt. Ausser der öffentlichkeitswirksamen Verfolgung einiger "Schurken" aus der Bankenbrange habe er zu wenig Akzente insbesondere in der Witschaftspolitik gesetzt. Dafür erhöhte er die Staatsausgaben weiter mit der KV-Reform und erhöhten Bildungsausgaben. Viele treue Demokraten, so auch meine Gastgeber und ihre Freunde, sind weiterhin schwer enttäuscht, dass der "Change" stoischem Warten glich. Seit Jahrenzehnten wurde der Wahlkampf in den USA mit Wirtschafts- und Aussenpolitik gewonnen. In beidem konnte Obama nicht überzeugen.
  7. #7

    Zitat von xxl-et Beitrag anzeigen
    @muellerthomas
    War im Oktober in den USA und da wurde Obama auf breiter Front zu wenig Handeln in der Krise vorgeworfen.
    Ich war zuletzt im Juni in den USA und telefoniere oft mit Amis und nehme das anders wahr.

    Die Arbeitslosenquote ist von 6,4% 2008 auf aktuell knapp 10% angestiegen,
    Und mittlerweile wieder 8,3% mit sinkender Tendenz.

    die USA haben in Obamas erstem Amtsjahr zum ersten Mal nach 1929 ein Schrumpfen des BIP erlebt.
    Das stimmt nicht, die USA hatten diverse Rezessionen auch nach der Weltwirtschaftskrise. Also nach 1929-32 z.b. 1937, 1975, 1981, 1983,...

    Dafür erhöhte er die Staatsausgaben weiter mit der KV-Reform und erhöhten Bildungsausgaben.
    Auch das stimmt nicht. Die konjunkturbereinigten Ausgaben sind eher rückläufig.
  8. #8

    Gefasel

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    So sind sie halt die Götzengläubigen.
    Sie bilden sich einen Götzen ein, klauen ethisch-moralische Wertvorstellungen und reklamieren diese für sich, und hetzen gegen die die so einen Mist nicht akzeptieren.
    So was nennt man wohl paranoid.

    Obama ist trotz aller Enttäuschungen, Guantanamo etc., die beste Wahl.
    Einen Vorteil haben Leute wie Santorum, sie zeigen das das Entsetzen über derart religiöse Dummköpfe nicht nur den Islamisten gehört.
    Der Mann gehört in die Psychiatrie, da scheinen die USA in einigen Landstrichen eine Art offene Psychiatrie eingeführt zu haben.
    Was, wenn Santorums Gefasel (gegen Abtreibung, Verhütungsmittel, Gottlosigkeit etc.) nur Mittel zum Zweck ist? Ich muss als Politiker doch nicht den Unsinn glauben, den ich erzähle. Vielleicht steht der Gute in Wirklichkeit auf Strpperinnen. Oder auf Porno-Starlets. Wer weiß das schon?
  9. #9

    Oh je

    Zitat von xxl-et Beitrag anzeigen
    @muellerthomas
    War im Oktober in den USA und da wurde Obama auf breiter Front zu wenig Handeln in der Krise vorgeworfen. Die Arbeitslosenquote ist von 6,4% 2008 auf aktuell knapp 10% angestiegen, die USA haben in Obamas erstem Amtsjahr zum ersten Mal nach 1929 ein Schrumpfen des BIP erlebt. Ausser der öffentlichkeitswirksamen Verfolgung einiger "Schurken" aus der Bankenbrange habe er zu wenig Akzente insbesondere in der Witschaftspolitik gesetzt. Dafür erhöhte er die Staatsausgaben weiter mit der KV-Reform und erhöhten Bildungsausgaben. Viele treue Demokraten, so auch meine Gastgeber und ihre Freunde, sind weiterhin schwer enttäuscht, dass der "Change" stoischem Warten glich. Seit Jahrenzehnten wurde der Wahlkampf in den USA mit Wirtschafts- und Aussenpolitik gewonnen. In beidem konnte Obama nicht überzeugen.
    Ja, was denn nun? Die einen waren erst in den USA und haben festgestellt, dass die Amis das alles ganz anders sehen - die anderen sind gerade in den USA und dort finden alle, es ist doch so.
    Das kann ne lustige Forumsdiskussion werden. Gleich kommen wieder irgendwelche Belege aus irgendwelchen Internetseiten, darauf schreiben die anderen irgendwelche anderen Belege aus anderen Seiten. Dann leben ein paar seit Jahren in den USA und wissen genau wie es gerade läuft, während die Gegenseite Familienmitglieder in den USA haben und es ganz genau wissen. A schreib B, C schreibt D. Der Klassiker...naja, das passiert in Foren oft genug. Blöd nur, dass es keinem weiterhilft.

    Tatsache ist, dass es völlig albern ist, wenn ne Vorwahl faktisch entschieden ist, trotzdem wie ein verbissener Pitbull weiterzumachen. Klingt irgendwie nach Trotz. Ich möchte mal wissen, wie Santorum nach Romneys Sieg gedenkt, ihn glaubwürdig zu unterstützen.