Bundesweite Prosteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm

dapdAllein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...823534,00.html
  1. #1

    Na bei den Massen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    kann man ja schon fast von einer Revolution sprechen. Um nicht das Wort "Volksaufstand" zu gebrauchen. Als vor nicht mal einem Monat ungefaehr die gleiche Anzahl Demonstranten in Moskau gegen Putin demonstrieten
    war auf SPON vom Volksaufstand die Rede.
  2. #2

    Flüge verteuern

    Alle wollen immer billig fliegen, aber keiner will den Fluglärm haben. Wo sollen die Flugplätze denn in Deutschland hin? Das Land ist zersiedelt oder sollen die Flugplätze alle in der Einöde Ostdeutschlands gebaut werden. Die Idee wär ja nicht verkehrt, nur dann motzen die Leute wieder wegen der langen Anreise.
  3. #3

    Ich hab da mal ne Frage...

    Ich weiß ja nicht wie das mit der Organisation von Flügen ist, aber kann es nicht sein, dass Nachtflüge in manchen Fällen unausweichlich sind? Wenn ich mir mal die Randbedingungen "Reisezeit" und "Zeitzonen" so anschaue? Man kann ja nicht nur am Tage fliegen, da würden dann ja nur Vormittags Abflüge gestartet werden und Nachmittags lässt man alle ankommen? Was ist bei Flügen die deutlich länger dauern? Sollen die dann in der Luft warten bis die Sonne am Ankunftsort wieder aufgeht? Können die vielleicht nicht später losfliegen, weil das Land des Abflugortes auch keine Nachtflüge mehr erlaubt? Könnte es dann Verbindungen zwischen zwei Nachtflugverbotländern geben die gar nicht mehr möglich sind ohne Schleifchen drehen?
    Ohman Fragen über Fragen...
    Wo kann man in Deutschland einen Flughafen bauen der auch in der Nacht angeflogen werden kann? geht das überhaupt ohne dass irgendeine Siedlung überflogen wird?

    "Es kann nicht sein, dass wir den innerdeutschen Flugverkehr ausbauen, obwohl wir ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz haben", sagte Florian Sperk vom Bund Naturschutz.

    Doch Herr Sperk, das kann sein, weil die Kosten für die Nutzung des Schienenverkehrs eine Frechheit sind und ich mir lieber ins Knie Schieße bevor ich mir ein Bahnticket kaufe. Da fahr ich lieber (trotz der Benzinpreise momentan) mit dem Auto günstiger oder schneller und noch günstiger mit dem Flugzeug. Bahn ist Murks. Wenn dann schon lieber Fernbus.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise

    Ach, sind das etwa die, die jedes Jahr etwa zweimal in Urlaub fliegen ?
    Bekanntermaßen sind die Deutschen ja "Reiseweltmeister". Aber alles das bitte nicht vor meiner Haustüre.

    Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet. Nähe Frankfurt. Und einige Menschen haben schon versucht mir einzureden, wie unerträglich der Fluglärm für mich doch sein muß. Ich habe allerdings noch kaum was davon bemerkt. Sowohl die im (Kinzig)Tal verlaufende Autobahn als auch die Bahnlinie verursachen wesentlich mehr Lärm (Güterzüge haben kein Nachtfahrtverbot...) Und wenn die Nachbarskinder im Garten toben, dann ist der Lärmpegel wesentlich höher als der eines Flugzeuges.

    Abgesehen davon habe ich (wie viele andere Menschen) lange Zeit in Frankfurt an einer stark befahrenen Innenstadtstraße gewohnt. Hätte ich gegen die Autos demonstrieren sollen ? Oder ein "Nachtfahrverbot" verlangen sollen ?

    Hier (Kinzigtal/Hessen) wohnen jede Menge Menschen entlang Autobahn/Bahnstrecke, aber noch keiner wäre auf die Idee gekommen, dagegen zu demonstrieren.

    Ich denke, zwischen 23.00 und 6.00 Uhr sollte am Himmel Ruhe herrschen. Aber ansonsten sollte man entweder damit leben oder wegziehen.

    Nach Stuttgart 21 gibt es jetzt wohl einen neuen Hype, den Fluglärm.
  5. #5

    Tja

    Zitat von veremont Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht wie das mit der Organisation von Flügen ist, aber kann es nicht sein, dass Nachtflüge in manchen Fällen unausweichlich sind? Wenn ich mir mal die Randbedingungen "Reisezeit" und "Zeitzonen" so anschaue? Man kann ja nicht nur am Tage fliegen, da würden dann ja nur Vormittags Abflüge gestartet werden und Nachmittags lässt man alle ankommen? Was ist bei Flügen die deutlich länger dauern? Sollen die dann in der Luft warten bis die Sonne am Ankunftsort wieder aufgeht? Können die vielleicht nicht später losfliegen, weil das Land des Abflugortes auch keine Nachtflüge mehr erlaubt? Könnte es dann Verbindungen zwischen zwei Nachtflugverbotländern geben die gar nicht mehr möglich sind ohne Schleifchen drehen?
    Ohman Fragen über Fragen...
    Wo kann man in Deutschland einen Flughafen bauen der auch in der Nacht angeflogen werden kann? geht das überhaupt ohne dass irgendeine Siedlung überflogen wird?

    "Es kann nicht sein, dass wir den innerdeutschen Flugverkehr ausbauen, obwohl wir ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz haben", sagte Florian Sperk vom Bund Naturschutz.

    Doch Herr Sperk, das kann sein, weil die Kosten für die Nutzung des Schienenverkehrs eine Frechheit sind und ich mir lieber ins Knie Schieße bevor ich mir ein Bahnticket kaufe. Da fahr ich lieber (trotz der Benzinpreise momentan) mit dem Auto günstiger oder schneller und noch günstiger mit dem Flugzeug. Bahn ist Murks. Wenn dann schon lieber Fernbus.
    Sie tun ja schon fast so, als wäre ein Leben ohne ständiges Fliegen unmöglich!
    Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da war Fliegen eher die Ausnahme als die Regel. Heute wird wegen jedem Sch**ss quer durch die Republik geflogen. Genauso ist ein Urlaub nur ein Urlaub, wenn er an einem Flughafen beginnt. Muss das wirklich sein?
    Vielleicht muss man einfach mal grundsätzlich umdenken!
    Dann ist ihre Problematik von angeblich unausweichlichen Nachtflügen schnell vom Tisch.
    Flugverkehr in den Nachtstunden macht krank (das ist bewiesen!) und ist eine absolute Zumutung für alle davon Betroffenen. Hier darf nicht der Egozentrismus, der Spass am Malle Urlaub vor der Gesundheit dieser Menschen gehen. Dazu muss man gar nicht selbst betroffen sein, sondern versetzt sich einfach mal in die Lebenssituation solcher Menschen, die in diesen Schneisen leben müssen.
    Und ihr Gewetter gegen die Bahn und ihr flammendes Bekenntnis zum Fliegen blendet ja mal komplett aus, das aus für niemanden nachvollziehbaren Gründen Kerosin von der Besteuerung ausgenommen ist, während die Bahn z.B. alle erdenklichen Steuern (u.a. auch die Ökosteuer) schultern muss und einer der ganz grossen Umweltverschmutzer, der Flugverkehr, ausgenommen ist. Von denen klimatischen Folgen zunehmenden Flugverkehrs (Stichwort Wolkenbildung) rede ich erst gar nicht.
    Also vielleicht erst mal die Fakten checken, bevor man so los redet!
  6. #6

    Nutzung Flugverkehr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Es würde mich einfach mal interessieren, wie viele dieser 10.000 Schreihälse nicht doch auf Flugverkehr angewiesen ist oder ihn selbst gerne in Anspruch nimmt. Ich denke da so an:

    - eigene Urlaubsreisen
    - Geschäftsreisen (vielleicht gibt es ja noch ein paar Bonusmeilen dank des Arbeitgebers)
    - Bestellung im Versandhandel
    - Kauf von Gütern aus fernen Ländern, die ebenfalls teilweise per Luftfracht transportiert werden
    - Besitz von Aktiendepots, die Aktien von Fluggesellschaften beinhalten
    - Arbeitgeber beliefert Flugzeughersteller, Fluglinien, Flughäfen etc.
    - Arbeitgeber hat seinen Standort, von dem man selbst profitiert explizit wegen des Standortvorteils der Flughafennähe ausgesucht

    Selbst wer vermeintlich konsequent ist, und auf diese Dinge verzichtet verursacht Lärm, über den dann wieder andere Anwohner jammern. Dies betrifft einerseits das selbst Autofahren, eigentlich jeden Güterkauf (da ansonsten mit Bahn oder LKW transportiert) und selbstverständlich auch die umweltfreundliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen.

    Liebe Anwohner, einfach mal nachdenken, statt einfach nur zu krakehlen. Auch Ihr produziert Lärm, und dieser Lärm ist ein kleiner Preis, der für unseren Wohlstand zu zahlen ist.
  7. #7

    Anzahl Demonstranten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Die Anzahl von 10.000 Demonstranten bundesweit zeigt erneut, dass es sich mal wieder um eine kleine, extrem lautstarke Minderheit handelt, die aus egoistischen Gründen die grosse Mehrheit der Bevölkerung gängeln will.

    Sog. egoistische Wutbürger eben!
  8. #8

    was ist so schlimm?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Vor über 20 Jahren habe ich in Hamburg-Langenhorn gewohnt. Damals waren die Flieger, die auf den Hamburger Flughafen starteten oder landeten zum Teil sehr laut. Besonders die russischen Typen haben Radau gemacht, das die Kaffetassen zitterten.
    Wenn ich dagegen heute in Frankfurt oder München in der An-/Abflugzone horche, dann bin ich immer wieder erstaunt, wie leise die Kisten sind. Klar, man hört sie. Aber nicht lauter als die Autobahn, oder die Zühe auf einer Eisenbahnstrecke in der Nähe.
    An meinem derzeitigen Wohnort übt die Bundeswehr "nachtschiessen". Das geht mit Artillerie und was sie sonst so haben bis 24:00 Uhr.
    Aber auch an Hintergrundgeräusche wie in Damaskus kann man sich leicht gewöhnen. Bei mir im Ort macht jedenfalls keiner einen lärmgeschädigten eindruck. lärmgeschädigten Eindruck.
    In Deutschland ist es halt eng, wer Ruhe sucht sollte nach Kanada ziehen.
  9. #9

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Was Berlin betrifft, kann ich die Menschen gut verstehen. Ein Argument Tempelhof und Tegel zu schliessen, war den Flugverkehr aus der Stadt fernzuhalten. Nachdem man dann nach Baubeginn in 2006 ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme 2012 die Flugrouten bekannt gab, rieben sich viele die Augen weil die Jets nach wie vor munter über Berliner Stadtgebiet fliegen.

    Salamitaktik par excellance, hätte man bei Baubeginn die Routen herausgegeben wäre BBI gescheitert. Mich wundert wie ein Flughafen überhaupt genehmigt werden kann, ohne wesentliche Punkte wie Umwelt- und Lärmbeinflussungen bei der Baugenehmigung eindeutig fest zu legen.

    Offenbar hat das keine Priorität und da fragt man sich schon, ob das mit rechten Dingen zugeht. Das sich da eine Menge Berliner verar...t fühlen und auf die Strasse gehen ist absout nachvollziehbar.