Urheberrecht im Netz: Der direkte Draht zum Künstler ist ein Witz

Ist das Urheberrecht ein Relikt aus vordigitalen Tagen? Der Streit um Acta jedenfalls ist auch ein Kampf Jung gegen Alt. Doch wer meint, die Generationen sollten einander jetzt sogar den Krieg erklären, muss wissen: Am Ende gewinnen nur die Idioten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...823260,00.html
  1. #160

    Selber

    Zitat von neuroheaven Beitrag anzeigen
    das wäre aber kommerziell, und davon wieder nicht gedeckt. bitte zuende denken. danke.
    Die genannten Werke sind älter als zehn Jahre, Herr Oberstlehrer*.


    *Um mal bei diesen dämlichen "sechs-setzen" Thema verfehlt" "danke" und andere schlaumeierischen Wendungen zu bleiben.
  2. #161

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Ich habe selbst schon in meiner Jugend bei CD Aufnahmen mit gemacht, das hat damals keine 5000 DM gekostet, die Qualität war sehr ordentlich.
    Und was haben Sie da aufgenommen? Viel kann's nicht gewesen sein. Mit 5000 DM konnte man auch damals nicht weit springen.
  3. #162

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Haben Sie einen PC? Ja! Haben Sie Windows gekauft?
    Klar hat er. Der Preis dafür ist im Gerätepreis enthalten.
    Geschenkt gibt's nichts.
  4. #163

    Zitat von jan.dark Beitrag anzeigen
    Als unsere Heldenseagen nur oral überliefert wurden, kam niemand auf die Idee, Geld für jedes Weitererzählen zu verlangen. Als fast nur Mönche Bücher in Klöstern kopierten haben wir das Kunst und nicht als Raubkopie angesehen.
    Moooment – die mündliche Überlieferung von kompletten Sagen war eine Sache von Profis, die im Versmaß vortragen oder auch singen konnten – das hatten sie gelernt –, meist ein Instrument beherrschten – auch das war mit Ausbildung und Kosten verbunden – und die Stoffe auswendig draufhatten. Solche Leute ließen sich mindestens eine warme Mahlzeit und einen Sack Stroh zum Schlafen geben, wenn sie ihre Leistung abgeliefert hatten. Nix mit Omi an langen Winterabenden. Die Ilias oder das Kalevala ist etwas anderes als »Schneeweißchen und Rosenrot«.

    Die schreibenden und abschreibenden Mönche handelten ebenfalls für Kost und Logis – dafür hatte die Klosterwirtschaft, letztlich der Abt zu sorgen –, und auch sie hatten eine lange und gründliche Ausbildung hinter sich.

    Und dann ist da noch die Geschichte vom jungen J. S. Bach, der ein Notenheft seines älteren Bruders abgeschrieben hatte und dafür von diesem versohlt wurde, nachdem er die abgeschriebenen Noten hatte abgeben müssen. Warum? Weil der Bruder bei seinem Lehrmeister Pachelbel für jedes einzelne Stück, das er bei diesem hatte abschreiben dürfen, bezahlt hatte und nicht wollte, dass dieses sehr begehrte Repertoire für lau in Umlauf kam – denn so eine Lehrhandschrift war eine Investition, die bei eigenen Schülern Früchte tragen musste (soviel zur »Privatkopie« :-P).

    Fazit: Schon immer hat, wer mit Können und Anspruch Kunst produzierte, sich Modelle ausgedacht, wie er von dieser Arbeit leben konnte. Leute wie Sven Regener sehen nun, wie eines dieser Modelle, das lange recht gut funktioniert hat, ausgehöhlt wird – wobei den Leuten, die seine Leitung genießen wollen, von den Lobbys eingeblasen wird, sie hätten einen Anspruch auf Kunst umsunst. Dabei hat der Mann einfach recht.
  5. #164

    Zitat von Einervondrei Beitrag anzeigen
    Wo ist dann das Problem. Die LP/Single heißt heute itunes download (etc.) und Sie dürfen weiterhin für private Zwecke Kopien anfertigen.
    Ja, gibts doch alles schon, ich weiss gar nicht wo das Problem liegt.
    Ich kann für das Zeug online bezahlen wenn ich will, wenn mir die Band gefällt gehe ich zu nem Konzert wenn es in der Nähe ist und es mir das Geld wert ist.