Illegale Jagd in Afrika: Die Gier der Elfenbein-Diebe

AFPGeschossen wird, was die Gewehre hergeben: In mehr als 30 Ländern Afrikas werden Elefanten und Nashörner gejagt wie nie zuvor - weil Wilderer ihr Elfenbein erbeuten wollen. Auch ein internationale Handelsverbot schützt die Tieren nicht.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...822711,00.html
  1. #1

    Tja ...

    da gehören eben mal richtige Strafen her. Nicht diese läppischen paar € Geldstrafen wenn Frau & Herr von & zu mit so etwas im Gepäck erwischt werden.
    Ab in den Bau, dann hört der "Spaß" auch auf.
    Den Wilderern kann man ja nicht einmal wirklich einen Vorwurf machen.
    Das sind abgesehen von den Tieren die ärmsten Socken.

    Aber gehandelt wird sicher erst wieder wenn man diese Tiere nurnoch in Zoos "bewundern" kann.
  2. #2

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschossen wird, was die Gewehre hergeben: In mehr als 30 Ländern Afrikas werden Elefanten und Nashörner gejagt wie nie zuvor - weil Wilderer ihr Elfenbein erbeuten wollen. Auch ein internationale Handelsverbot schützt die Tieren nicht.

    Illegale Jagd in Afrika: Die Gier der Elfenbein-Diebe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Könnte man nicht irgendwie die Hörner und Stoßzähne der noch lebenden Tiere so vergiften, dass es den Tieren nicht schadet, sehr wohl aber den "Menschen", welche das Elfenbein als "Medizin" einnehmen? Zum Beispiel könnte man die Tiere betäuben, einige hauchfeine Löcher ins Elfenbein bohren und ein Gift injizieren, das schon in Geringen Dosen tödlich oder sehr schädlich ist. Da das Elfenbein nicht an den Stoffwechsel angeschlossen ist, soweit ich das als Laie beurteilen kann, sollte das für die Tiere selbst relativ harmlos sein.

    Und man müsste ja nicht einmal alle Tiere präparieren, es würde schon reichen, wenn sich die potentiellen Konsumenten einfach nicht sicher sein können, ob das Elfenbein potentiell tödlich ist oder nicht. Damit wäre das Elfenbein entwertet...

    Um die paar Deppen die es dann doch probieren wäre es auch nicht schade.
  3. #3

    Bild 3 und 4

    Sind in Bild 3 und 4 nicht die selben toten Tieren zu sehen? (Bild 4 zu einem späteren Zeitpunkt der Verwesung natürlich).

    Mich wundert dann nur noch die unterschiedlichen Ortsangabe.
  4. #4

    Elfenbein und Nashorn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschossen wird, was die Gewehre hergeben: In mehr als 30 Ländern Afrikas werden Elefanten und Nashörner gejagt wie nie zuvor - weil Wilderer ihr Elfenbein erbeuten wollen. Auch ein internationale Handelsverbot schützt die Tieren nicht.

    Illegale Jagd in Afrika: Die Gier der Elfenbeindiebe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die Jagd auf Elefanten und Nashörner und das Gemetzel an diesen Tieren ist in der Tat erschreckend und nicht zu entschuldigen.
    Erschreckend ist aber auch wie dieser Artikel geschrieben wurde! Elfenbein und das Horn des Nashorns sind zwei total verschiedene "Materialien" Zitat aus Wikipedia:

    "Elfenbein ist ein Gemenge aus mineralischem und organischem Material. Die Stoßzähne und Zähne, die aus Elfenbein bestehen, sind nicht zum Zermahlen der Nahrung bestimmt und daher elastisch. Sie enthalten verhältnismäßig wenig Mineralien, die chemischen und die physikalischen Eigenschaften hängen von der Tierart ab.
    Elfenbein besteht zu etwa 56–59 % aus Calciumphosphat (Zahnbein) und einem geringen Anteil an Kalk, die mit einer der Knorpelmasse ähnlichen organischen Substanz verbunden sind. In dieser ist Wasser gebunden. Beim Trocknen verliert Elfenbein rund 20 % Gewicht.

    Die Härte des Stoßzahnmaterials eines Elefanten beträgt auf der Mohs-Skala etwa 2,75 bis 3,50. Andere Elfenbeinarten können eine Härte bis 4,25 erreichen. In der Literatur wird die Härte des Elfenbeins nach Mohs im Allgemeinen mit 2 bis 3 angegeben.

    Die Härte des Elfenbeins hängt vom Nahrungsangebot ab. Je mehr Mineralstoffe das Elfenbein enthält, desto härter ist es. Außerdem ist das Elfenbein beim Elefanten zur Spitze hin dichter und härter."

    Das Nashorn hingegen, ebenfalls aus Wikipedia:
    "Das Horn besteht aus agglutiniertem Keratin, einem fibrillären Protein, das auch in Haaren vorkommt, und enthalten trotz ihrer Festigkeit weder Knochensubstanz noch, wie stellenweise irrtümlich behauptet wird, Elfenbein."

    Dann wird weiterhin berichtet, dass die Regierung in Botswana Söldner angeheuert hat um die Tiere zu Schützen und die Wilderer zu töten. Im nächsten Absatz dann "Abgeschreckt hat der harte Kurs bisher nicht. Erst Anfang März schossen Ranger im Krüger-Nationalpark auf ein verdächtiges Quartett."

    Warum sollten sich Wilderer in Südafrika von der harten Abschreckungspolitik in Botswana abschrecken lassen?
  5. #5

    Zitat von Pulvertoastmann Beitrag anzeigen
    Könnte man nicht irgendwie die Hörner und Stoßzähne der noch lebenden Tiere so vergiften, dass es den Tieren nicht schadet, sehr wohl aber den "Menschen", welche das Elfenbein als "Medizin" einnehmen? Zum Beispiel könnte man die Tiere betäuben, einige hauchfeine Löcher ins Elfenbein bohren und ein Gift injizieren, das schon in Geringen Dosen tödlich oder sehr schädlich ist. Da das Elfenbein nicht an den Stoffwechsel angeschlossen ist, soweit ich das als Laie beurteilen kann, sollte das für die Tiere selbst relativ harmlos sein.

    Und man müsste ja nicht einmal alle Tiere präparieren, es würde schon reichen, wenn sich die potentiellen Konsumenten einfach nicht sicher sein können, ob das Elfenbein potentiell tödlich ist oder nicht. Damit wäre das Elfenbein entwertet...

    Um die paar Deppen die es dann doch probieren wäre es auch nicht schade.
    Wobei man es dann immer noch fuer Schnitzereien verwenden koennte. Nein, die shoot to kill Poltitik halte ich fuer sinnvoll.
    Wenn sich das erstmal rumgesprochen hat, werden es sich die Wilderer zweimal ueberlegen so ein Tier zu toeten.
  6. #6

    Klärt die Chinesen auf!

    Warum nehmen die Asiaten nicht einfach Viagra und lassen Elefanten, Nashörner, Tiger, Affen, etc. am Leben. Viagra scheint zu wirken, zermahlenes Horn aus Kalk und Caliumphosphat nicht. D.h. man könnte genauso gut kalkhaltiges Wasser trinken und dazu Fertigkuchen mit viel Trennmittel essen.
    Hier in Deutschland sind selbst in Museen den ausgestopften Elefanten und Nashörnern die Zähne bzw. Hörner abesägt worden.
    Was für ein Wahnsinn!
  7. #7

    Naja die verdienen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschossen wird, was die Gewehre hergeben: In mehr als 30 Ländern Afrikas werden Elefanten und Nashörner gejagt wie nie zuvor - weil Wilderer ihr Elfenbein erbeuten wollen. Auch ein internationale Handelsverbot schützt die Tieren nicht.

    Illegale Jagd in Afrika: Die Gier der Elfenbeindiebe - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    nur ein wenig Geld und sicher stellen diese armen menschen sich das abgesägte Horn nicht ins Zimmer. Also es ist ganz egal, ob nun die ganze westliche kapitalistische Menschheit sich irgendein Souvenier von Elfenbein ins kapitalistische Zimmer stellt um sich bedeutender zu fühlen, allein das geld schafft die Möglichkeit der Nachfrage und anscheind brauchen eben auch Afrikaner mitlerweile Geld um sich Dinge zu kaufen, die sie nie benötigten.

    Solange Geld das Maß aller Möglichkeiten ist, genauso lange werden Menschen es benutzen.

    Nich alle, aber die meisten ebend.

    MFG
  8. #8

    Zitat von forenuser Beitrag anzeigen
    Wobei man es dann immer noch fuer Schnitzereien verwenden koennte. Nein, die shoot to kill Poltitik halte ich fuer sinnvoll.
    Wenn sich das erstmal rumgesprochen hat, werden es sich die Wilderer zweimal ueberlegen so ein Tier zu toeten.
    Wer genau soll denn da so forsch erschossen werden? Der User, der sich eine Potenzpille aus Nashorn einwirft? Oder der Wilderer, der ein paar Cents für die Ware bekommt?

    Der Artikel erwähnt zwar, daß die Wilderer in Kamerun aus dem Sudan bzw. dem Thschad kommen und die in Tansania aus Somalia - verschweigt aber diskret, daß es sich bei den gennannten Herkunftsländern um Bürgerkriegsgebiete handelt, und das seit Jahren. Das dürfte den Entschluß, unter die Wilderer zu gehen enorm befördert haben.
    Außerdem beleuchtet der Artikel am Rande auch die Rolle Chinas, die in Afrika sowieso seit Jahren, nun sagen wir, diskutiert wird, um das mindeste zu sagen, und rein zufällig geht der Stoff ja wohl auch zum größten Teil nach Asien.
    Die Dinge sind also etwas komplizierter.
  9. #9

    Das Massaker an Kameruner Elefanten

    Zitat von hermes69 Beitrag anzeigen
    "da gehören eben mal richtige Strafen her."
    im BoubaNdjiddah-Nationalpark nahe der Grenze zum Tschad begann im Januar des Jahres und wird offenbar von berittenen Wilderen aus dem Sudan im großem Stil betrieben. Inzwischen sind, nach Aussage des Pächters des dortigen Campements, mit dem wir vor 10 Tagen vor Ort gesprochen haben, ca. 300 der - geschätzt - 1000 Elefanten in dieser Region erlegt worden. Traurig für die Teilnehmer einer Exkursion Tübinger Studenten war insbesondere der Anblick dreier kleiner Elefanten, deren Eltern offenbar dem Massaker zum Opfer gefallen waren.

    Auf die leichte Schulter nimmt das dort jedoch niemand: Inzwischen macht die BIR (Brigade d'Intervention Rapide) mit Flugzeugen Jagd auf die Wilderer. Was dies bedeutet, können Sie sich selbst ausmalen. Ob dies die 'richtige' und eine 'gerechte' Strafe ist, bleibt dahin gestellt.

    In den 37 jahren meiner Feldarbeit in Kamerun habe ich die letzten Nashörner verschwinden sehen und nun auch die Elefanten. Ohne funktionierende und gut bewachte Nationalparks hat das Großwild leider keine Chancen. Aber wer soll sich dafür einsetzen?

    Von 40 Kameruner Studenten der nahe gelegenen Universität Ngaoundéré, alles Biologie-Studenten höheren Semesters, die wir durch eine großzügige Spende des Unibunds der Universiät Tübingen zu einem Besuch im Benoué Nationalpark hatten einladen können, war zuvor kein Einziger jemals in einem Nationalpark gewesen; Viele hatten zuvor nicht einmal auch nur ein Nilpferd gesehen.

    Wenn 'uns', d.h. der internationalen Gesellschaft, so viel am Erhalt des afrikanischen Großwilds gelegen ist, dann darf nicht nur in die Bekämpfung der Wilderei investiert werden. Vor allem muss in der dortigen Bevölkerung, bei den Studenten und den zukünftigen Eliten das Interesse am Erhalt dieser Tierwelt geweckt werden. Aber auch bei den betroffenen Bauern, deren Felder durch die Elefanten geplündert werden und die dafür nicht entschädigt werden (können).