Falklandkonflikt: Kalter Krieg um Öl und Ehre

REUTERSIm eisigen Südatlantik tobt eine wilde Propagandaschlacht. Argentinien will die verschlafenen Falklandinseln zurück. Doch Großbritannien verteidigt seinen Außenposten eisern. Der Grund: Im Meeresboden vor den Eilanden soll ein Öl-Schatz ruhen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...822741,00.html
  1. #70

    ...

    Zitat von amy_wong Beitrag anzeigen
    Das Selbstbestimmungsrecht der Völker, hier also der Insulaner, geht ihnen am Allerwertesten vorbei, oder wie muß ich das jetzt verstehen?
    Wer sind denn die "Insulaner"? Falkland war ursprünglich unbewohnt!
    Und wenn Mallorca zu 100% von Deutschen besiedelt wäre, was glauben Sie wohl, für wen die sich entscheiden würden?
  2. #71

    falkland / Gibraltar

    Zitat von dieterdödel Beitrag anzeigen
    Für mich zählt die territoriale Nähe und der Willen der Bevölkerung.
    Letzteres wiegt allerdings merkwürdig, da wir nur von 3000 Personen sprechen, die von London dorthin teils "subventioniert" verschifft wurden.
    Die territoriale Nähe ist deshalb schlicht die einzig relevante Herangehensweise an das Thema.
    Die Falkland-Insel-Thematik ist für die Argentinier etwas, das niemals aufhören wird zu nagen.

    Jede 50 km auf den Autobahnen dort steht ein Schild: Las malvinas son nuestras - die Falkland-Inseln gehören uns. Vor jedem Fußballspiel wird eine Art Fahne herumgetragen, der das selbe verkündet. Ich habe dort gelebt, also glaube ich mich gut in der Materie auszukennen, insbesondere weiß ich, dass die Argentinier niemals Ruhe geben werden, bis sie die Insel zurück haben.
    P.S.
    Wie weit ist London nochmals von den F.I. entfernt?
    Ist wie bei Gibraltar, Bevölkerung definitiv britisch, ist aber geografisch definitiv ein Teil Spaniens.

    Bei dem Falklandkrieg damals vermute ich aber eher die Position Honkongs im Hintergrund. Das hätte ja damals auch an Taiwan zurückgegeben werden können. Vielleicht hat man ja damit die wirtschaftliche Öffnung Chinas bewegt. Und somit auch die Welt wie sie heute aussieht.

    Und dann kommen die Argentinier und zeigen den Chinesen noch einen anderen Weg. Das geht ja nun gar nicht.
  3. #72

    Wozu die Waffen? Die Briten müssen dort doch gar keine Schiffe hinschicken. Die Felker brauchen Obst. Als ob Argentinien wirklich die Falklandinseln angreift. Wer legt sich denn bitte mit der britischen Hightech-Armee an? Das ist ja reiner Selbstmord und ist den Argies schon einmal nicht gut bekommen.
  4. #73

    Der Fall regelt sich von selber Richtung Argentinien ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im eisigen Südatlantik tobt eine wilde Propagandaschlacht. Argentinien will die verschlafenen Falklandinseln zurück. Doch Großbritannien verteidigt seinen Außenposten eisern. Der Grund: Im Meeresboden vor den Eilanden soll ein Öl-Schatz ruhen.

    Falkland-Konflikt: Kalter Krieg um Öl und Ehre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    GB hat hunderte von Jahren weltweit viele Gebiete als Kolonien in ihren Besitz gebracht, davon hat sie fast alles aufgeben müssen. Bald kommt sogar Schottland abhanden und die Royals müssen ihre schottischen Faschingkostüme abgeben, not very amusing.

    Auch auf den Malvinen wird GB bald feierlich abtreten, die schottischen Siedler werden bleiben, warum auch nicht, sind zäh und trotzen Wind und jedem Wetter.

    GB hat heute noch die USA und die NATO im Rücken, das wird sich in wenigen Jahrzehnten ändern. Dann gibt es eine feierliche Übergabe mit Präsenz der Royals, wenn es die noch geben sollte.

    Die Einigung über Explorationsrechte mit den grossen Energiekonzernen wird diese Entwicklung beschleunigen, die brauchen Ruhe und Sicherheit an der Investitionsfront.
  5. #74

    Aha,

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    GB hat hunderte von Jahren weltweit viele Gebiete als Kolonien in ihren Besitz gebracht, davon hat sie fast alles aufgeben müssen. Bald kommt sogar Schottland abhanden und die Royals müssen ihre schottischen Faschingkostüme abgeben, not very amusing.

    Auch auf den Malvinen wird GB bald feierlich abtreten, die schottischen Siedler werden bleiben, warum auch nicht, sind zäh und trotzen Wind und jedem Wetter.

    GB hat heute noch die USA und die NATO im Rücken, das wird sich in wenigen Jahrzehnten ändern. Dann gibt es eine feierliche Übergabe mit Präsenz der Royals, wenn es die noch geben sollte.

    Die Einigung über Explorationsrechte mit den grossen Energiekonzernen wird diese Entwicklung beschleunigen, die brauchen Ruhe und Sicherheit an der Investitionsfront.
    auch so ein Durchblicker! Oder eher ein Freund, bei dem man keinen Feind mehr braucht?
    Schätze eher Letzters.
  6. #75

    Geht' s noch?

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Wer sind denn die "Insulaner"? Falkland war ursprünglich unbewohnt!
    Und wenn Mallorca zu 100% von Deutschen besiedelt wäre, was glauben Sie wohl, für wen die sich entscheiden würden?
    Oder verstehen Sie das besser: Und wenn und wenn und wenn.
    Wohl sonst nichts zu tun?
  7. #76

    Zitat?

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    GB hat hunderte von Jahren weltweit viele Gebiete als Kolonien in ihren Besitz gebracht, davon hat sie fast alles aufgeben müssen. Bald kommt sogar Schottland abhanden und die Royals müssen ihre schottischen Faschingkostüme abgeben, not very amusing.

    Auch auf den Malvinen wird GB bald feierlich abtreten, die schottischen Siedler werden bleiben, warum auch nicht, sind zäh und trotzen Wind und jedem Wetter.

    GB hat heute noch die USA und die NATO im Rücken, das wird sich in wenigen Jahrzehnten ändern. Dann gibt es eine feierliche Übergabe mit Präsenz der Royals, wenn es die noch geben sollte.

    Die Einigung über Explorationsrechte mit den grossen Energiekonzernen wird diese Entwicklung beschleunigen, die brauchen Ruhe und Sicherheit an der Investitionsfront.
    Zitieren Sie aus den feuchten Träumen der Argentinier?

    Auch wunderbar, wie sie stellvertretend für die ganzen Argentinien-Fans hier sämtliche Argumente (z.B. Geschichte, Völkerrecht, Einwohner, Referendum) beiseite kehren und sich ein geografisches Wachstum dieses durch und durch korrupten und mafiösen Landes wünschen.
  8. #77

    Nationale Interessen vor Selbstbestimmungsrecht der Völker?

    Schade, dass der Artikel weder auf die historischen Hintergründe der Inseln, noch auf die aktuelle innenpolitische Situation Argentiniens eingeht. So spielt das Öl als Grund für Argentiniens Bestreben, die Inseln in ihren Besitz zu nehmen, meiner Meinung nach eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es um Macht.

    Die Politik Argentiniens war schon immer stark nationalistisch geprägt. Bis heute fällt es den Argentiniern zu großen Teilen schwer, sich den tiefen Fall ihrer Nation einzugestehen und zu akzeptieren. Noch vor weniger als einhundert Jahren zählte das Land zu den mächtigsten und wohlhabensten der Erde. Ende 2001 war es pleite. Ein Sieg über ein Land wie England, sei er kriegerischer oder diplomatischer Natur, wäre Gold wert für den angeschlagenen Nationalstolz der Argentinier und würde jedem Präsidenten ohne Zweifel die Wiederwahl sichern.

    Auch heute steht Argentinien noch immer vor immensen innenpolitischen Problemen. Die Kluft zwischen arm und reicht klafft weiter auf, als jemals zuvor (der Gini-Koeffizient Argentiniens liegt bei 54%), die hohe Inflation lähmt den Export und es mangelt an dringend benötigten Investitionen in die Infrastruktur. In weiten Teilen des Landes funktioniert die Strom- und Wasserversorgung nicht so, wie es sich die Argentinier wünschen würden und überall im Land kommt es immer wieder zu Benzinengpässen, weil die Regierung in den letzten Jahren versäumt hat, ausreichend in die Erdölwirtschaft zu investieren. Auch das Nahverkehrssystem liegt im Argen: Erst vor wenigen Wochen starben bei einem schweren Zugunglück in Buenos Aires mehr als 50 Menschen. Das war das zweite schwere Zugunglück mit Todesopfern innerhalb eines halben Jahres.
    Kein Wunder also, dass gut vier Monate nach ihrer triumphalen Wiederwahl die Kritik an der Präsidentin wächst. Ihr kommt es daher nur gelegen, zum dreißigjährigen Jubiläum des Falklandkrieges ein Thema gefunden zu haben, mit dem sie nicht nur von den innenpolitischen Problemen ihres Landes ablenken kann, sondern bei dem sie sich auch der Unterstützung nahezu aller Bevölkerungsschichten sicher sein kann.

    Schon der damalige Diktator Argentiniens und Kopf der regierenden Militärjunta Leopoldo Galtieri hoffte in erster Linie, mit einer erfolgreichen Eroberung der Falklandinseln die Macht seiner angeschlagenen Regierung zu sichern. Man hatte damals nicht mit einem langwierigen Krieg gegen Großbritannien gerechnet, da man davon ausgegangen war, die Briten würden Argentinien die fernen Inseln kampflos überlassen. Doch Marghret Thatcher entschied sich, den Inselbewohnern beizustehen, die schon damals vehement dagegen wehrte, argentinisch zu werden. Die Niederlage Argentiniens im Krieg bedeutete auch das Ende der Militärjunta.

    Ob die Inseln jedoch argentinisch sind oder nicht, würde für den Durchschnittsargentinier vermutlich keinen Unterschied machen. Bisher wurde noch kein Öl um die Inseln gefunden. Auch sind die Erdölreserven, die dort vermutet werden, wahrscheinlich eher gering im Gegensatz zu dem, was unter dem argentinischen Festland lagert. Außerdem besteht auch kein Interesse der Argentinier, die Inseln zu bereisen oder gar dort zu leben. Doch zum Glück werden mittlerweile auch in Argentinien Stimmen laut, die Präsidentin Kirchner auffordern, ihre kriegstreiberischen Provokationen in Richtung Großbritannien zu unterlassen, und sich lieber den wirklichen Problemen des Landes zu widmen.
  9. #78

    .

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    Die Flagge des Vereinigten Königsreichs heisst "Union Flag". Der Begriff "Union Jack" trifft nur zu, wenn die gleiche Flagge auf einem Schiff gehisst ist.
    Vielleicht hilft das weiter:

    The Union Jack or The Union Flag?
  10. #79

    Zitat von beutzemann Beitrag anzeigen
    Die Falklandinseln lassen sich als großer Flugzeugträger nutzen? Am Ende der Welt ist das ein Argument!
    Wenn die Briten Pinguine bombardieren möchten, wäre das sogar ein sehr gutes Argument. Und wer weiß – ein bisschen gesponnen haben sie schon immer, die Briten.