Neue Regeln für die Nutzer: Willkommen in Facebookistan

dapdFacebook will sich neue Regeln zum Umgang mit Nutzerdaten geben - und tut so, als würden die Änderungen in einem transparenten Prozess in Zusammenarbeit mit den Mitglieder abgestimmt. Tatsächlich ist das Verfahren eine Farce, die an Pro-Forma-Mitbestimmung in autoritären Staaten erinnert.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...823015,00.html
  1. #60

    Vielleicht ist es anders?

    Zitat Scott McNealy aus dem Jahre 1999, Gründer von Sun Microsystems: "Ihr habt keine Privatsphäre. Kommt drüber hinweg." Ein "gefaked-ter" Account mit dem Namen von Opa nützt gar nichts. Niemand ist an Eurem tatsächlichen Namen interessiert. Der Rechner hat eine "MAC Adresse" und die Netzwerkkarte hat eine IP Adresse. Eindeutig zu identifizieren. Und dann ist Euer Verhalten im Web interessant. Da man Euch bewerben will. Gezielt bewerben will! Cookies verraten all das, auch wenn man sie nach jeder Session löscht. Es mag vielleicht nützen einen extra Browser nur für Facebook zu nutzen und einen anderen Hersteller für alles andere zu nehmen. Das hilft bedingt. Dennoch! Selbst wenn man nicht an Facebook interessiert ist, überhaupt kein Mitglied ist, reicht es sich ein Facebook-Profil anzusehen. Das einer Person. Das einer Firma. Die Cookies, die man sich dann einfängt, verraten bereits Alles was sie kriegen können an Facebook, ohne jemals einen Account angelegt zu haben. Und ich spreche von Technologien, die bereits 15 Jahre alt sind. Also was sagte Scott? "You have no privacy, get over it."
  2. #61

    mag sein

    Zitat von rainer_humbug Beitrag anzeigen
    ...
    Informationen sind mehr wert als alles Geld der Welt, vor allem, wenn man Zugriff auf alle Informationen hat...
    so lange die Information 1 + 1 = 2 ist ist sie wertvoll
    aber die meiste Information auf diesen Netzwerken
    und mittlerweile im Internet selbst ist doch
    1 + 1 ist schon fast 3 oder doch 4 ?

    was man von dieser Information zu halten hat wissen wir.
    Sie ist wertlos.
    Das Internet und die Industrie dahinter verarscht sich selbst.

    Also für mich ist ganz viel 0 schon fast 1 ;-)
  3. #62

    Friß oder Stirb

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Facebook will sich neue Regeln zum Umgang mit Nutzerdaten geben - und tut so, als würden die Änderungen in einem transparenten Prozess in Zusammenarbeit mit den Mitglieder abgestimmt. Tatsächlich ist das Verfahren eine Farce, die an Pro-Forma-Mitbestimmung in autoritären Staaten erinnert.

    Neue Regeln für die Nutzer: Farce in Facebookistan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    heißt die Devise, bei Facebook ist das auch nicht anders als bei Ebay oder Amazon. Nur daß Facebook für die User kostenlos ist und Ebay genauso wie Amazon zumindestens mal vom Verkäufer Provisionen zwischen 6 und 15% einstreichen.
    Ebay führt also das dubiose Treuhandsystem ein.... hat es da einen Aufstand der Ebay-Benutzer gegeben? Nein. Amazon ändert die Auszahlugskonditionen für Affilates... und? Nichts.
    Was nix kost, wie Facebook, ist halt dazu gemacht, um von deren Betreiber entsprechend benutzt zu werden. Genau das ist es, und wer der Meinung ist, daß ihm das nicht paßt, der kann sich ja bei Facebook abmelden und den digitalen 7. Sinn wieder abzustellen.

    Die Leut müssen das nur kapieren, daß sie eine gigantische Maschine mit ihren DAten füttern, und diese Daten werden hinterher weiterverwendet. Z.B. Gesichtsmarkierungen, Ortsangabe (automatisch aus IP Adressen generiert), Hobbies und Vorlieben werden in Werbung genutzt (die Adblock plus aber zuverlässig blockt) und der einzige Schutz dagegen ist es in Sprachen zu schreiben, die weder mit Bing noch mit Google übersetzt werden können.... z.B. Mongolisch
  4. #63

    Keine Frage, dass Facebook & Co veruschen, viel Informationen über alle zu sammeln. Ich frage mich nur, warum ich immer noch lauter Werbung im Web und im Spam sehen, die mich überhaupt nicht interessieren?!
    Scheinbar haben die es alle nicht drauf.
  5. #64

    Überbewertet

    Ich bin im Netz aktiv seit Mosaik frei verfügbar gemacht wurde und habe somit schon ein paar Trends und Serviceangebote im Netz kommen und gehen sehen (wer spricht z. B. heute noch von CompuServe?). Ich habe auch seit 5 Jahren einen Facebook Account und mir als Web-Citizen ist es so ziemlich egal, was Facebook mit den Daten macht, die dort gesammelt wurden. Die ganze Paranoia der Halbwissenden kann ich nicht nachvollziehen.

    Meine Sicht der Dinge ist simpel: Facebook ist ein kostenfreies Service-Angebot, was sich unter anderem durch Werbung refinanzieren muss, um existieren zu können (ähnlich wie wie Google).
    Wenn mir der Kram nicht passt, muss ich den Service nicht nutzen. Wer glaubt, dass eine solcher Kindergarten wie Facebook essentiell fürs Leben und seine solzialen Kontakte ist, so dass er/sie auf einen Account nicht verzichten kann, sollte ein Visitation beim Psychiater einplanen. Vielleicht kann der ja helfen. Wessen soziales Leben von Facebook abhängt - tja, was soll man zu so armen Schweinen sagen... ?
    Die Definition "sozial" in sozialen Netzwerken ist für mich so ziemlich dasselbe, wie wenn man öffentliches Urinieren mitten auf einem belebten Marktplatz als "sozial" bezeichnen würde.

    Wer nicht den Mut, die emotionale Unabhängigkeit und die Fantasie hat, sein Leben wertvoller zu gestalten, als seine Zeit mit nichtssagender elektronischer Pseudo-Kommunikation zu vernichten, der sollte sich nicht darüber beschweren, wie das Privatunternehmen Facebook die Daten seiner Netzwerk-Lemminge organisiert und weiterverarbeitet.
    Die schiere Größe von Facebook ist kein tragfähiger Grund, einem Privatunternehmen vorzuschreiben wie es seinen kostenfreien Service ausgestaltet. Hätte Facebook 100 Mitglieder würde niemand dieses Gestaltungsrecht anzweifeln.

    Facebook sollte optional kostenpflichtige Accounts einführen, wo sichergestellt ist, dass die Daten nicht werblich etc. weiterverarbeitet werden. Wer es dann ernst meint mit dem Schutz seiner "Privatspähre" (lustiger Begriff im Web mit seinen offenen Datenprotokollen) kann dan ja dafür bezahlen. Ich bin überzeugt, die Zahl der Kritiker implodiert dann. Alles haben wollen - und nix dafür bezahlen - das wollen die Web-Maden. Faul konsumierend und intellektuell sediert am Computer sitzen und sich der Illusion von Leben ergeben (wow - z. B. mehr als 500 Freunde bei Facebook!!!). Das sich dabei das rechte Lebensglück nicht so recht einstellen will, kann man ja als Schönheitsfehler abhaken.

    Facebook reflektiert letztlich nur die geistige Armut seiner regen Nutzer. Das generelle Niveau der Kommunikation liegt gerade etwas überhalb von dem Geschnatter von Affen. Die Mehrzahl der Postings ist ebenfalls an Armseligkeit kaum zu überbieten. Damit verraten die Facebook-Daten letztlich nur ein einziges aussagekräftiges Merkmal über seine regen Nutzer: Soziale Intelligenz! Wer sich ausgiebig bei Facebook tummelt, hat diese mit Sicherheit nicht. Ob sich mit diesen Daten mehr Sinnvolles anfangen lässt, als virtuelle landwirtschaftliche Farmen (FarmVille) zu betreiben, lasse ich mal dahingestellt.
  6. #65

    Zitat von LasseStehnken Beitrag anzeigen
    Zum beispiel in der Uni, die Informationen der Fachschaft, da wurde der newsletter und die Hompage faktisch eingestellt, und jeder postet neuigkeiten auf der Facebook seite. Und nur noch selten bei sehr offiziellen dingen werden die erst genantnen Dinge verwendet.
    Melde ich mich bei facebook ab, erfahre ich nciht mehr, dass irgendwo ne Fragestunde angeboten wird o.ä..bzw. vllt. kurz vorher weil mir zufällig jemand über den Weg läuft, der das weiß.
    Dagegen können Sie vorgehen, denn FB ist ein Privatunternehmen und die Uni darf als öffentliche Einrichtung Sie nicht zwingen, dort einen Account zu betreiben, um an Informationen zu gelangen, die Ihnen für ihr Studium zur Verfügung stehen müssen. Oder auch anders ausgedrückt: die Uni darf Sie nicht gegenüber FB-Nutzern benachteiligen und nicht diskrimieren, weil Sie keinen FB-Account besitzen! Einfach mal beim Kultusministerium disebezüglich Beschwerde einlegen!

    Das sind ja schon Auswüchse, die einem echt Angst machen!
  7. #66

    ganz einfach

    wems nicht passt, der kann doch seine facebook seite zumachen. ich wunder mich sowieso, warum das nicht schon mehr nutzer gemacht haben.
    spätestens dann wird man sich gedanken machen um das, was man den nutzern zumuten kann, und dass sich die facebook bonzen nicht alles erlauben können.
    außerdem ist es so, dass man hier in china sowieso nicht an facebook rankommt. insofern ist es überflüssig, china im zusammenhang mit facebook zu erwähnen. es ist schlichtweg gesperrt, ok?
  8. #67

    was mich...

    ...viel mehr ärgert als irgendwelche penis-enlargement-spammerei (okay, die werde ich bei FB garantiert NIE sehen!^^) ist diese bigotte, selbstweihrauch-triefende überhablichkeit der FB-verdammer-fraktion.

    hölle, glaubt ihr etwa, ich hätte kein reales leben? weil ich FB nutze??
    kommt mal runter vom ross..oder esel... und schaut euch um.

    telefon, TV und alles andere waren auch teufelswerk..ja, sogar elektrischer strom an sich!

    um wieviel besser genau sind die berufskritiker hier im forum denn als ein FB-user?
  9. #68

    Endlich ein genialer Beitrag dem nichts mehr hinzuzufügen ist- Danke!

    Zitat von hengels Beitrag anzeigen
    Ich bin im Netz aktiv seit Mosaik frei verfügbar gemacht wurde und habe somit schon ein paar Trends und Serviceangebote im Netz kommen und gehen sehen (wer spricht z. B. heute noch von CompuServe?). Ich habe auch seit 5 Jahren einen Facebook Account und mir als Web-Citizen ist es so ziemlich egal, was Facebook mit den Daten macht, die dort gesammelt wurden. Die ganze Paranoia der Halbwissenden kann ich nicht nachvollziehen.

    Meine Sicht der Dinge ist simpel: Facebook ist ein kostenfreies Service-Angebot, was sich unter anderem durch Werbung refinanzieren muss, um existieren zu können (ähnlich wie wie Google).
    Wenn mir der Kram nicht passt, muss ich den Service nicht nutzen. Wer glaubt, dass eine solcher Kindergarten wie Facebook essentiell fürs Leben und seine solzialen Kontakte ist, so dass er/sie auf einen Account nicht verzichten kann, sollte ein Visitation beim Psychiater einplanen. Vielleicht kann der ja helfen. Wessen soziales Leben von Facebook abhängt - tja, was soll man zu so armen Schweinen sagen... ?
    Die Definition "sozial" in sozialen Netzwerken ist für mich so ziemlich dasselbe, wie wenn man öffentliches Urinieren mitten auf einem belebten Marktplatz als "sozial" bezeichnen würde.

    Wer nicht den Mut, die emotionale Unabhängigkeit und die Fantasie hat, sein Leben wertvoller zu gestalten, als seine Zeit mit nichtssagender elektronischer Pseudo-Kommunikation zu vernichten, der sollte sich nicht darüber beschweren, wie das Privatunternehmen Facebook die Daten seiner Netzwerk-Lemminge organisiert und weiterverarbeitet.
    Die schiere Größe von Facebook ist kein tragfähiger Grund, einem Privatunternehmen vorzuschreiben wie es seinen kostenfreien Service ausgestaltet. Hätte Facebook 100 Mitglieder würde niemand dieses Gestaltungsrecht anzweifeln.

    Facebook sollte optional kostenpflichtige Accounts einführen, wo sichergestellt ist, dass die Daten nicht werblich etc. weiterverarbeitet werden. Wer es dann ernst meint mit dem Schutz seiner "Privatspähre" (lustiger Begriff im Web mit seinen offenen Datenprotokollen) kann dan ja dafür bezahlen. Ich bin überzeugt, die Zahl der Kritiker implodiert dann. Alles haben wollen - und nix dafür bezahlen - das wollen die Web-Maden. Faul konsumierend und intellektuell sediert am Computer sitzen und sich der Illusion von Leben ergeben (wow - z. B. mehr als 500 Freunde bei Facebook!!!). Das sich dabei das rechte Lebensglück nicht so recht einstellen will, kann man ja als Schönheitsfehler abhaken.

    Facebook reflektiert letztlich nur die geistige Armut seiner regen Nutzer. Das generelle Niveau der Kommunikation liegt gerade etwas überhalb von dem Geschnatter von Affen. Die Mehrzahl der Postings ist ebenfalls an Armseligkeit kaum zu überbieten. Damit verraten die Facebook-Daten letztlich nur ein einziges aussagekräftiges Merkmal über seine regen Nutzer: Soziale Intelligenz! Wer sich ausgiebig bei Facebook tummelt, hat diese mit Sicherheit nicht. Ob sich mit diesen Daten mehr Sinnvolles anfangen lässt, als virtuelle landwirtschaftliche Farmen (FarmVille) zu betreiben, lasse ich mal dahingestellt.
  10. #69

    Ein bisschen pseudo-unabhängig?

    Meiner Meinung sind einige der hier geposteten Artikel, von pseude-unabhängigen individualisten die ja das alles nicht brauchen völlig fehl am platz.
    Einen wirklich schon relevanten Aneil der Bevölkerung einem Unternehmen wie facebook auszuliefern ist natürlich gefährlich... vor allem, wenn bewusst von EINER Person darauf spekuliert wird du Nutzer so zu kategorisieren wie man sie am besten manipulieren kann (nicht anderes versucht Werbung zu tun-> Das Kaufverhalten manipulieren).

    facebook abhängigkeit existiert wie Alkoholabhängigkeit oder hoeroin abhängigkeit. ich gebe den Nein-Sagern schon Recht und sage auch, Facebook muss nciht sein, aber ich denke, dass das Soziale Umfeld vieler Menschen solch einen Standpunkt einfach nicht zuläss. Sozialer Zwang existiert und ist erforscht.

    De facto ist facebook das neue Opium fürs Volk. Nette Aufritte von symphathischen Politikern bringen Stimmen. Richtig platzierte Meinungen schaffen Stimmung. Hypes können noch einfacher geschaffen / bewusst gesetzt werden...
    Wir brauchen keinen Gott wir sind sooo selbstständig sozial aktiv und von jeder örtlichen Trennung unabhängig... klingt - wie religion - alles super, nur wie solche lenkbaren Massen am Ende handeln ist doch sehr fraglich....
    Wenn Mark wirklich wollte würde ich darauf wetten, dass "Dosen-Hüte" wieder beliebt werden könnten.. weil es ja so praktisch ist wenn man dann trinken kann und die Hände frei hat.. so hip.. und alle würden einen lieben.. trotzdem würde ich kopfschüttelnd durch die Welt laufen und würde den Einfluss von Facebook wirklich erkennen....