Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs: Leibliche Väter haben eingeschrän

DPABiologische Väter müssen sich in Deutschland mit eingeschränkten Rechten abfinden. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat die Klage von zwei Betroffenen abgewiesen: Es gibt keinen Anspruch auf Anerkennung der Vaterschaft, wenn die Mutter mit einem anderen Mann zusammenlebt, der rechtlich als Vater gilt.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...822984,00.html
  1. #180

    Argument

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Es ist schon amüsant, den alten Gebährneid der Männer hier im Forum wiederaufleben zu sehen...
    Ich finde es toll, was Sie für sachliche, stichhaltige Argumente vorbringen.

    Der Kampf um Frauenwahlrecht und selbstbestimmte Berufsausübung für Frauen entstand dann wohl auch nur aufgrund des Penisneids?
  2. #181

    Nicht korrekt

    Andere Länder haben andere Regelungen. Interessant und bemerkenswert daran ist, daß diese anderen Regelungen weitaus bessere Ergebnissen für die betroffenen Kinder zeitigen. Und auch weniger juristische Auseinandersetzungen implizieren.[/QUOTE]

    Mich würde interessieren, wie sie zu dieser Aussage kommen. Ich beschäftige mich sehr (auch beruflich) mit diesen Dingen, und man könnte sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Ich finde es interessant, dass im 21. Jahrhundert noch mit "Naturrecht" u. ä. argumentiert wird. Entscheidend ist das Kind. Und da ist es äusserts problematisch, wenn die Lebensumstände des Kindes nach Jahren fundamental geändert werden. Hier muss das Kind und die Familie Schutz geniessen und dem Kind Stabilität und Kontinuität gewährt werden.

    Es kommt nach meiner Erfahrung entscheidend darauf an, wer das Kind annimmt, eine Beziehung zu ihm aufbaut (was in solchen Fällen vom Jugendamt geprüft wird) und sich entsprechend um das Kind kümmert. Wir haben es in der Praxis häufig mit leiblichen Vätern zu tun, die leider nicht das Kindeswohl im Auge haben, sondern einfach die gewachsene Familie nachhaltig stören wollen.

    Man wird bei dieser Konstellation wohl abschliessend keine befriedigende Regelung für alle Beteiligten finden, aber die jetzt getroffene Regelung (Umgangsrecht des leiblichen Vaters bei Schutz der familiären Strukturen) scheint mir das Beste zu sein.
    PS: Ich bin ein Mann.
  3. #182

    Zitat von chrima Beitrag anzeigen
    Auch vor? Beim in meinem Fall zuständigen Amtsgericht dauert es immer noch 18 Monate bis zur Verhandlung, weil vom Jugendamt und Helferindustrie unterstützte Kindesentführung ja sooo selten vorkommt.

    Bei dem Mist den Sie hier schon abgesondert haben, glaube ich Ihnen jederzeit.
    Mittäter beim JA oder nur bei der Kindesentführerinnenunterstützungsindustrie angestellt?
    Komisch nur, dass Sie hier Umgangs- und Unterhaltsachen einfach mal zusammenschmeißen.
    Als "Fach"mensch sollten Sie doch wissen, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat
    Und hetzten JA-Mitarbeiter die Mütter nicht zusätzlich auf...
    Vielleicht lesen Sie meinen Beitrag, auf den Sie sich in Sachen Unterhalts-, und Umgangsrecht beziehen, nochmal langsam durch.
    Die üblche Vorgehensweise bei familiärem Kleinkrieg zwischen Eltern findet grundsätzlich auf dem Rücken der Kinder statt und wird dem Klischee entsprechend sehr oft von Müttern in Sachen Umgang und von Vätern in Sachen Unterhalt ausgeübt. Das diese beiden Dinge rechtlich nichts miteinander zu tun haben, spielt hierbei überhaupt keine Rolle. Ich habe keinerlei rechtlichen Kontext hergestellt, sondern ein Stück Lebensrealität beschrieben. Ihre Kritik ist daher völlig am Thema vorbei.

    Hinsichtlich Ihrer sonstigen Einlassungen in Sachen "Mittäter beim JA oder nur bei der Kindesentführerinnenunterstützungsindustrie angestellt?" nur soviel:
    Wenn Sie mit dieser Einstellung auch bei Ihrem zuständigen JA oder Familiengericht auftreten, dürfen Sie sich über entsprechende Resonanz nun wirklich nicht wundern.
  4. #183

    Gibt es das Recht, eine intakte Zweierbeziehung einzuklagen?

    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    []Blut ist dicker als Wasser[]... Naturrecht...
    Alles klar. ;-)

    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    ...Warum den biologischen Vater rausdrängen aus seiner Vaterschaft?...
    In den vorliegenden Fällen waren die biologischen Väter bereits vor der Geburt "draußen".
    Die Beziehung zur Frau war kaputt.

    Sie werden es nicht glauben, es gibt tatsächlich kein Recht, eine intakte Zweierbeziehung einzuklagen. .-)

    Der biologische Vater hat aber immerhin ein Umgangsrecht, wenn er sich nicht allzu blöd anstellt.

    Der rechtliche Vater hat übrigens nicht das Recht, seine Vaterschaft "überprüfen" zu lassen, wenn er die Vaterschaft in dem Wissen, nicht der biologische Vater zu sein, anerkannt hat.

    Allenfalls kann die Vaterschaft später noch im Einvernehmen übertragen werden, wenn dies dem Kindeswohl nicht zuwiderläuft.
    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    Andere Länder haben andere Regelungen. Interessant und bemerkenswert daran ist, daß diese anderen Regelungen weitaus bessere Ergebnissen für die betroffenen Kinder zeitigen.
    Beispiel?
  5. #184

    Der Vater als Mensch, wird mit biologischen Samenspender zu verwechseln

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Alles klar. ;-)
    In den vorliegenden Fällen waren die biologischen Väter bereits vor der Geburt "draußen".
    Die Beziehung zur Frau war kaputt.
    Sie ......
    Dem biologischen Samenspender, wie dem eigenen Kind, verbietet die Mutter durch ihre eigenwillige Entscheidung den ganz normalen menschlichen Kontakt zu pflegen, sich überhaupt treffen zu dürfen, irgendetwas voneinander zu wissen.

    Die Beziehung der Mutter zum Samenspender wird maßgebend ob das Kind mit seinem leiblichen Vater einen Kontakt haben wird oder nicht. Entweder das Kind noch der Samenspender, oder doch der Vater als Mensch werden gefragt. Der Wille der beiden Personen wird ausgeschlossen, den Kontakt absolut vom Willen der dritten Person und der Rechtssprechung im Sinne des Willens der dritten Person entschieden.

    Die Beziehung zwischen zwei Menschen, dem Kind und dem Vater hängt absolut von dem Willen der Mutter ab, bzw. von ihrer Beziehung zum Vater des Kindes, ein Schritt weiter, von ihrer sexuellen und anderen moralischen, psychologischen etc. Eigenschaften, die fraglos angeblich geachtet werden müssen. Nur scheinbar, weil alle drei sind die absolute Verlierer, alle werden zu einer fraglosen Institution der Menschenproduktion herabgesetzt. Undzwar alles im Namen des fraglosen richterlichen Willens, der die absolute Herrschaft über den Willen zwei anderen mittels einer dritten - der Mutter nämlich, ausüben darf und kann.

    Das ist genau der Knackpunkt in dieser richterlichen Entscheidung, mittelbar wird die Unmittelbarkeit des Lebens in der Familie beeinflusst und dann willkürlich entschieden. Egal was du machst oder willst, abgesehen davon dass sich nicht nur um deinen Samen, sonder deine ganze menschliche Persönlichkeit handelt, oder gerade deswegen wirst du zum Samenspender herabgestufter Männchen, oder auch Weibchen oder Kindlein, Du allerdings entscheidest gar nichts.

    Zum Wolle des Kindes, ohne dass das Kind darüber entscheiden darf, wird jede Beziehung durch das Gericht verboten.

    ...

    Wo liegt der grundlegende Unterschied zwischen einem Eber, einer Sau einem Ferkel?

    Orwells die Farm der Tiere ist das passende Lesestuck.

    Der Kommentar macht keinen Unterschied zwischen Geschlechter, im Gegenteil, wird betont dass alle zum Verlierer durch solche Rechtssprechung verurteilt sind, es wird mit ursprünglichen Gefühlen und seelischen Bedürfnissen der Menschen absichtlich gespielt, die werden künstlich gegeneinander ausgespielt, wobei die Akteure nur als Objekte benutzt werden.
  6. #185

    Ich denke, es ist nur wichtig, dass dem Kind nicht der biologische Vater vorenthalten wird. Wenn das Kind es will, soll es Kontakt herstellen können.
    Wer mit einer Frau ein Kind zeugt und die Beziehung zerbricht, dann ist das eben Pech. Als Mann kann man ja immer wieder mal ein machen. Ich denke, als alleinstehende Frau mit Kind hat man es ungleich schwerer.
  7. #186

    @maliperica

    Zitat von maliperica Beitrag anzeigen
    .

    Die Beziehung der Mutter zum Samenspender wird maßgebend ob das Kind mit seinem leiblichen Vater einen Kontakt haben wird oder nicht. Entweder das Kind noch der Samenspender, oder doch der Vater als Mensch werden gefragt. Der Wille der beiden Personen wird ausgeschlossen, den Kontakt absolut vom Willen der.....
    Es ist schon interessant, wie manche Leute die Texte gar nicht lesen oder vielleicht auch bewusst nicht wahrnehmen. Die Rechtsprechung des EGMR in den letzten 2 Jahren hat die Stellung des leiblichen Vaters gestärkt, auch in diesem Urteil. Der leibliche Vater darf Umgang mit seinem Kind haben, ob das die Mutter will oder nicht. Und das ist auch richtig so. Lediglich (bisherige) Ehe und Familie (sofern sie weiter besteht) sollen geschützt werden, daher keinen Anspruch auf rechtliche Vaterschaft des leiblichen Vaters in diesen Fällen, wohl aber Umgangsrecht (auch ohne Zustimmung der Mutter und des rechtlichen Vaters).
  8. #187

    Zitat von zynisch Beitrag anzeigen
    Hinsichtlich Ihrer sonstigen Einlassungen in Sachen "Mittäter beim JA oder nur bei der Kindesentführerinnenunterstützungsindustrie angestellt?" nur soviel:
    Wenn Sie mit dieser Einstellung auch bei Ihrem zuständigen JA oder Familiengericht auftreten, dürfen Sie sich über entsprechende Resonanz nun wirklich nicht wundern.
    Diese Erfahrungen musste ich machen nachdem ich mich naiv und gutgläubig höflich an JA (inkl. wie ich sie heute nenne Kindesentführerinnenunterstützungsindustrie) und Familiengericht gewandt hatte.

    Selbst gestandene Feministinnen schütteln ungläubig den Kopf wenn ich ihnen die Schriftsätze dieser Unrechtsinstitutionen vorlege.

    Ich kann jedem Mann nur raten sich nicht durch Zeugung eines Kindes der Gefahr auszusetzen, dass ihm das Kind nicht nur mit staatlicher Unterstützung geraubt wird, sondern er sich auch noch höchst unverschämt von staatlichen Institutionen behandeln lassen muss.
    Die Dreistigkeiten beim sogenannten Kindesunterhalt (der in meinem wie auch in ca. 40% aller Fälle nichts anderes ist als eine Vaterschaftssteuer) sind da nur die Spitze des Eisberges.
  9. #188

    Wenn es um die Familie geht, werden die Rechte der Väter mit Füßen getreten, wenn es um den Beruf geht, werden die Rechte der Frauen mit Füßen getreten.
    Warum sagt niemand, wie's wirklich ist? Schuld an der Ungerechtigkeit ist dieses unsägliche konservative Denken, das Frauen und Männer gegeneinander ausspielt. Aber was will man von Politikern erwarten, die es in Zeiten, da gebildete Frauen die Mehrzahl der Hochschulabschlüsse machen, nicht schaffen, für ein Drittel (!) aller Kinder einen Krippenplatz zur Verfügung zu stellen. Ach ja, es sind dieselben Politiker, die es anscheinend schätzen, dass Mütter ihre Kinder bis zum Abwinken beglucken.
  10. #189

    Danke für den Hinweis,

    Zitat von frosch8 Beitrag anzeigen
    Es ist schon interessant, wie manche Leute die Texte gar nicht lesen oder vielleicht auch bewusst nicht wahrnehmen. Die Rechtsprechung des EGMR in den letzten 2 Jahren hat die Stellung des leiblichen Vaters gestärkt, auch in diesem Urteil. Der leibliche Vater darf Umgang mit seinem Kind haben, ob das die Mutter will oder nicht. Und das ist auch richtig so. Lediglich (bisherige) Ehe und Familie (sofern sie weiter besteht) sollen geschützt werden, daher keinen Anspruch auf rechtliche Vaterschaft des leiblichen Vaters in diesen Fällen, wohl aber Umgangsrecht (auch ohne Zustimmung der Mutter und des rechtlichen Vaters).
    Ihren Gedanken stimme ich grundsätzlich zu. In meinem Kommentar habe ich eine andere Perspektive dieses Urteils, undzwar ganz heuristisch, durch absehbare Folgen der Änderungen zwischenmenschlichen Beziehungen geöffnet.

    Nur aus diesen Gründen habe ich das Thema zugespitzt, um gerade auf die ganze Dynamik und Folgen der ganzen Entwicklung der Ehe bzw. Familienstellung aufmerksam zu machen.

    SPON titelt:

    Biologische Väter müssen sich in Deutschland mit eingeschränkten Rechten abfinden. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat die Klage von zwei Betroffenen abgewiesen: Es gibt keinen Anspruch auf Anerkennung der Vaterschaft, wenn die Mutter mit einem anderen Mann zusammenlebt, der rechtlich als Vater gilt.

    ...

    Der Vater ist kein Vater, wenn die Mutter mit einem anderen lebt dem die Vaterschaft ohne des Willens der leiblichen Vaters zugesprochen wird. Grundsätzlich werden die ursprüngliche Beziehungen, wie Vater-Mutter-Kind relativiert.

    Diese allgemeine Relativierung, also grundsätzliche Relativierung an sich und für sich, habe ich mit, ein wenig groben Worten zugegeben, angesprochen. Meiner Meinung nach entstehen durch solche Änderungen, grundsätzlichen Fragen die auch aus der Sicht der geistigen und kulturellen Erbschaft, manche berechtigte Analysen zu lassen dürfen.

    Neben anderem über allen Auswirkungen so gepflegter Entscheidungsfreiheit, und jetzt kommt dass alle wichtigste nur als allgemeine Frage, dass in der fundamentalen Entscheidungen, der reale Entscheidungsträger ganz nach eigenen Gunsten entscheiden darf, so gar unabhängig, bedingt ausgedruckt, von der ursprünglich gedachten Grundrechte unseres Wertesystems im Wandel.

    Entscheidungsträger bekommt die Macht der Wahl. Ihre ursprüngliche Grundrechte hängen in allgemeiner Betrachtung von einem Entscheidungsträger, der auch über so feine Fragen der menschlichen Existenz nach Beliebigkeit entscheiden darf. Diesmal ist dass die Mutter, bzw. ihre neue Beziehung die den Vorhang hätte. Abgesehen davon stellte ich allgemeine Frage der Entscheidungsfreiheit wann der betroffene stillschweigend aus seiner Perspektive die Verletzung seiner Grundrechte hinnehmen muss.

    Sonst abgesehen von diesen allgemeinen Fragen, akzeptiere ich ihren berechtigten Hinweis.