Schulstatistik: Turbo-Abi lässt Schülerzahl schrumpfen

dapdGehen Deutschland die Schüler aus? Ihre Zahl sinkt in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit verantwortlich ist die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium. Der Negativtrend wird sich wohl fortsetzen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...822793,00.html
  1. #1

    gymnasium in bayern ist auslaufmodell

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gehen Deutschland die Schüler aus? Ihre Zahl sinkt in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit verantwortlich ist die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium. Der Negativtrend wird sich wohl fortsetzen.

    Schulstatistik: Turbo-Abi*lässt*Schülerzahl schrumpfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    bei uns auf dem dorf schicken die eltern kaum noch kinder aufs gymnasium. der schulweg in franken ist weit, das gymnasium von uns aus über 45 min. einfache strecke mit dem bus entfernt. ganz unterfranken hat kaum noch ein dutzend gymnasien, davon die hälfte in würzburg. das tun verantwortungsbewusste eltern ihren kindern nicht an. und dann noch das völlig sinnlose g8. ich kenne dutzende kinder, darunter mein jüngstes enkelkind, das mit einem schnitt von 1,7 nicht aufs gymnasium geht. sollen sie den laden doch einfach dicht machen, die oberschlaumeier in münchen.
  2. #2

    Wenn weniger Kinder da sind, sind es natürlich auch mehr Schüler, was ist daran so überraschend?
    Wenn der Artikel mir hingegen sagen möchte, dass es einfach nur weniger Schüler auf dem Gymnasium sind, ist das in meinen Augen hingegen ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin war das Gymnasium ursprünglich als "Eliteschule" für die späteren Akademiker gedacht, die mit dem Abitur aufs Studium vorbereitet werden sollten, und für den Hauptteil der Bevölkerung gab es ursprünglich die Hauptschule. Letztere haben inzwischen ja leider im Denken der Bevölkerung (vermutlich nicht zuletzt durch die Medien) mehr den Status einer besseren Sonderschule, und jeder will krampfhaft aufs Gymnasium. In meinem Abiturjahrgang letztes Jahr waren Leute mit einem Abiturschnitt von 3,9, hauptsache, überhaupt Abitur (auch, wenn hinterher gar kein Studium geplant war) - ich schätze, denen wäre mit einem guten Realschulabschluss besser gedient gewesen als mit einem "Gerade noch so"-Abitur.
  3. #3

    andersrum wird nen schuh draus

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    Wenn weniger Kinder da sind, sind es natürlich auch mehr Schüler, was ist daran so überraschend?
    nix. darum gehts nur nicht.

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    Wenn der Artikel mir hingegen sagen möchte, dass es einfach nur weniger Schüler auf dem Gymnasium sind, ist das in meinen Augen hingegen ein Schritt in die richtige Richtung.
    stimmt. da haben sie absolut recht in einem land, das ausser bildung keinerlei rohstoffe besitzt. je dümmer das volk, desto eher werden dumme polliticker gewählt.

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    Immerhin war das Gymnasium ursprünglich als "Eliteschule" für die späteren Akademiker gedacht, die mit dem Abitur aufs Studium vorbereitet werden sollten, und für den Hauptteil der Bevölkerung gab es ursprünglich die Hauptschule.
    für den deutschen bundestag reicht ein hauptschulabschluss heute völlig. aber auch nur da.

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    Letztere haben inzwischen ja leider im Denken der Bevölkerung (vermutlich nicht zuletzt durch die Medien) mehr den Status einer besseren Sonderschule, und jeder will krampfhaft aufs Gymnasium.
    was nicht zuletzt dadran liegt, dass sie mit einem hauptschulabschluss überhaupt gar nix mehr anfangen können, weil die meisten lehrberufe heute hohe ansprüche haben. was soll denn ein hauptschüler noch werden, außer politicker?

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    In meinem Abiturjahrgang letztes Jahr waren Leute mit einem Abiturschnitt von 3,9, hauptsache, überhaupt Abitur (auch, wenn hinterher gar kein Studium geplant war) - ich schätze, denen wäre mit einem guten Realschulabschluss besser gedient gewesen als mit einem "Gerade noch so"-Abitur.
    das mag sein. bei uns in bayern ist das schon immer anders gewesen. wir wollen keine gymnasiasten, die dann die sozis wählen.
  4. #4

    Eine wundersame Entwicklung

    Mit G8 kann man also auch noch Pädagogen einsparen, weil die Schülerzahlen dadurch gesenkt werden, wer hätte das für möglich gehalten? Haben das die verantwortlichen Kultusminister nicht gewusst, oder warum wird jetzt so verwundert getan?

    Hoffentlich bekommt das unseren lieben Kleinen, für die Auswurfmethodik, im Rahmen des Bachelor, sind sie dank G8 gewiss bestens vorbereitet.
  5. #5

    Zitat von Iggy Rock Beitrag anzeigen
    Mit G8 kann man also auch noch Pädagogen einsparen, weil die Schülerzahlen dadurch gesenkt werden, wer hätte das für möglich gehalten? Haben das die verantwortlichen Kultusminister nicht gewusst, oder warum wird jetzt so verwundert getan?

    Hoffentlich bekommt das unseren lieben Kleinen, für die Auswurfmethodik, im Rahmen des Bachelor, sind sie dank G8 gewiss bestens vorbereitet.


    Seit über 10 Jahren wird dieser Bildungsabbau unter dem Deckmäntelchen der Verbesserung der Bildung für alle vorangetrieben. Letztlich sind die Bolognareform und das G8 nichts anderes als eine verdeckte riesige Sparaktion für den klammen Staat.
    Ein Jahr weniger Schule spart Lehrer und Räume ein (>5%), der Batchelor als Abschluß mindestens zwei Jahre an der Uni, also 2/5 der Studienzeit und zum Teil auch der Räume. Man kann dann langfristig mehr Schüler durch die Uni zwängen und mit einem akademischen Abschluß versehen wenn nach diesem ersten Berufsabschluß nicht noch ein Master drangehängt wird.
    Und es werden dadurch vor allen Dingen auch alle früher zu Steuerzahlern und sind auch erst mal billiger für die Firmen! Die Abschaffung der Wehrpflicht hat ja vielen auch schon ein Jahr geschenkt früher mit dem Steuerzahlen anzufangen. Endlich Schmalspurakademiker mit Anfang 20! Was für ein Gewinn für die Gesellschaft oder doch nur bei den Steuereinnahmen?!
    Wer sich aber mal ansieht was die Absolventen, sei es Abiturienten oder Batchelor noch an Wissen haben (außer evtl bei einigen der sog. Kernkompetenzen) der sieht, dass es einen massiven Bildungsabbau gegeben hat.
    Aber was ist Bildung schon wert in einem Agrarland wie Deutschland. Andere versuchen das ehemalige deutsche System zu kopieren wir passen uns den anderen Systemen an angeblich um die Vergleichbarkeit und die Durchlässigkeit der Systeme zu verbessern. Letztlich geht es wie immer nur ums Geld.

    Willkommen im Mittelmaß!
  6. #6

    Elite ???

    Zitat von myxx Beitrag anzeigen
    ich schätze, denen wäre mit einem guten Realschulabschluss besser gedient gewesen als mit einem "Gerade noch so"-Abitur.
    Leider nicht, selbst Gas, Wasser, Schei** stellt Auszubildende inzwischen nur noch mit Abitur ein, weil Hauptschüler tatsächlich zu dumm sind und auch Realschüler erhebliche Probleme mit den Grundrechenarten z.B. haben.
    Wer also eine reelle Chance für sein Kind schaffen will, muss zusehen das er es aufs Gymnasium bekommt.

    Btw. in Deutschland wollen wir eigentlich nicht, dass das Gymnasium einer wie auch immer gearteten Elite vorbehalten ist ;)
  7. #7

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Leider nicht, selbst Gas, Wasser, Schei** stellt Auszubildende inzwischen nur noch mit Abitur ein, weil Hauptschüler tatsächlich zu dumm sind und auch Realschüler erhebliche Probleme mit den Grundrechenarten z.B. haben.
    Dumm nur, dass so ein Schüler auf der Realschule die Chance gehabt hätte, die Grundrechenarten doch noch zu lernen, während auf dem Gymansium vergeblich versucht wurde, ihm quadratische Gleichungen und Differentialrechnung beizubringen, was ihm zwar regelmäßig wegen einer Zwei in Relogion die Versetzung ermöglichte, was aber leider überhaupt nicht dazu beitrug, seine Defizite beim Grundrechnen auszubügeln.
  8. #8

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Btw. in Deutschland wollen wir eigentlich nicht, dass das Gymnasium einer wie auch immer gearteten Elite vorbehalten ist ;)
    So ist es. Die „Elite“ soll Ihre Kinder gefälligst auf eigene Privatschulen schicken. Wäre ja noch schöner, wenn der Staat Schulen einrichtet, in denen auf höherem Niveau gelernt wird, und in die sich jedes Proletenkind einfach so durch gute Leistungen hineinmogeln kann.
  9. #9

    von wegen bayern... es war ein blattschuss

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Dumm nur, dass so ein Schüler auf der Realschule die Chance gehabt hätte, die Grundrechenarten doch noch zu lernen, während auf dem Gymansium vergeblich versucht wurde, ihm quadratische Gleichungen und Differentialrechnung beizubringen, was ihm zwar regelmäßig wegen einer Zwei in Relogion die Versetzung ermöglichte, was aber leider überhaupt nicht dazu beitrug, seine Defizite beim Grundrechnen auszubügeln.
    lesen sie mal die bayerischen lehrpläne, da werden sie sehn dass der großteil von dem was sie sagen längst gestrichen wurde. meine enkelin hat jetzt eine zusätzliche mathestunde als förderuntericht bekommen. der ist bayernweit für alle pflicht, weil die abiturienten in bayern in mathematik die studierfähigkeit nicht mehr erreichen.