Restaurants im Hygiene-Härtetest: Es ist etwas faul im Staate Dänemark

Dänisches VerbraucherschutzministeriumVor Ekelessen wird gewarnt. Mit Hygienesmileys an der Lokaltür will Dänemarks Lebensmittelkontrolle Schmuddelwirten das Handwerk legen. Doch ist das Alarmsystem wirklich gerecht? Ein Test in den dunklen Ecken der Kopenhagener Gastro-Szene gibt die Antwort.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...822512,00.html
  1. #1

    Wer die preussische Gründlichkeit

    unserer Ordnungsbehörden als Kleinunternehmer am eigenen leib erfahren hat, der weiß warum nur noch Fastfoodketten dominieren: ein Einzelunternehmer vermag die Exegesenbegeisterung der Überwacher nur selten überleben, siehe u.a. HACCP.

    Es gibt Kommunen, da werden markthändler dazu verdonnert handwaschanlagen am stand zu haben, gleichgültig ob dort Lebensmittel angefasst werden oder nicht.
    Und da in den Verordnungen nichts darüber steht, dass Verkäufer mit den verpflichtenden Handschuhen nicht Lebensmittel und wechselgeld anfassen dürfen...

    Aber man muss wohl vom Fach um zu wissen, was solche Bewertungen taugen.
    Und: manchmal wünsche ich mir eine ISO-Norm für Beiträge, die über Schülerzeitungsniveau liegen sollen.
  2. #2

    Deutschland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor Ekelessen wird gewarnt. Mit Hygienesmileys an der Lokaltür will Dänemarks Lebensmittelkontrolle Schmuddelwirten das Handwerk legen. Doch ist das Alarmsystem wirklich gerecht? Ein Test in den dunklen Ecken der Kopenhagener Gastro-Szene gibt die Antwort.

    Restaurants*im Hygiene-Härtetest: Es ist etwas faul im Staate Dänemark - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    In Deutschland ist das Verbraucherschutz Miniterium anscheinen da um Unternehmen vor den Verbrauchern zu schützen. Ein Wirt der mit der Gesundheit der Gäste spielt ist zurecht Pleite, dem gehört obendrein noch ein Berufsverbot erteilt, anstatt die Sauereien totzuschweigen. Solch eine öffentlich negative Bewertung wird ja nicht erteilt, weil ein einziges mal eine Kleinigkeit nicht in Ordnung war sondern wenn wiederholt gravierende Mängel vorhanden sind.
  3. #3

    Um es nochmal ganz klar zu machen:

    Es geht ja bei dem Test nicht um Geschmack (ueber den laesst sich ja bekanntlich streiten).
    Es geht darum, die Hygienebedingungen in Gastonomiebetrieben auf einem solchen Level zu haben, zu halten und zu befoerdern, dass waehrend oder nach dem Essen keiner davon krank wird.
    Das Smiley-System waere angesichts der immer wieder oeffentlich gemachten Hygienemaengel in deutschen Betrieben auch hierzulande angebracht.
  4. #4

    ) ;

    Warum schließt man Restaurants nicht einfach, wenn sie hygienische Standards nicht erfüllen ? Und was ist das Problem an einer 42°C warmen Soße ?
  5. #5

    .

    Der Titel des Artikel ist jawohl etwas fehlgeleitet, schließlich spricht sich der Autor ja für dieses System aus.
    Meiner Erfahrung nach funktioniert dieses System hier in Dänemark sehr gut. Es hat vor allem eine DISZIPLINIERENDE WIRKUNG.

    Inszwischen hängen die Smiles bei jedem Supermarkt, und wenn da tatsächlich nicht nur lachende sind, steht gleich darunter warum das so ist.
    Das ist vorbildliche Transparenz.
  6. #6

    .

    Zitat von wywy Beitrag anzeigen
    Warum schließt man Restaurants nicht einfach, wenn sie hygienische Standards nicht erfüllen ? Und was ist das Problem an einer 42°C warmen Soße ?
    Ich würde sagen, dass sich Bakterien bei solchen Temeperaturen ungeheuer wohl fühlen. Und weil sie sich so wohl fühlen können sie sich auch gleich vermehren und vermehren und vermehren. Soweit ich weiß ist das zwischen 5 und 60 °C der Fall.
    Vielleicht auch wissenswert für die eigene Küche. ;)
    Und ich finde dieses Smiley-System gut. So wird der Verbraucher nicht vollkommen im Dunkeln gelassen.
  7. #7

    Zitat von wywy Beitrag anzeigen
    Warum schließt man Restaurants nicht einfach, wenn sie hygienische Standards nicht erfüllen ? Und was ist das Problem an einer 42°C warmen Soße ?
    Auf dem Teller zu kalt, vor der Zubereitung sind 42° die reinste Bruttemperatur für alles was sich nicht vermehren sollte.
  8. #8

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    Auf dem Teller zu kalt, vor der Zubereitung sind 42° die reinste Bruttemperatur für alles was sich nicht vermehren sollte.
    Es steht hier aber nicht geschrieben, daß sich die Soße nach dem Kochen in der Abkühlphase befand. Dann wäre eine solche Temperatur durchaus gängig und auch nicht zu beanstanden. Natürlich mit erneutem Erhitzen >70°C vor dem Servieren.

    Im Allgemeinen sind Smileys zu befürworten, aber solange man sich hier nicht auf bundeseinheitliche Standards einigt, ist deren Vergabe mehr oder weniger ein Zufallsprodukt.
  9. #9

    Zitat von Benefit Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, dass sich Bakterien bei solchen Temeperaturen ungeheuer wohl fühlen. Und weil sie sich so wohl fühlen können sie sich auch gleich vermehren und vermehren und vermehren. Soweit ich weiß ist das zwischen 5 und 60 °C der Fall.
    Vielleicht auch wissenswert für die eigene Küche. ;)
    Und ich finde dieses Smiley-System gut. So wird der Verbraucher nicht vollkommen im Dunkeln gelassen.
    Stimmt. In Deutschland gibt es ja bis jetzt nur Rach, den Restauranttester, und was man da manchmal so zu sehen bekommt, läßt durchaus den unbedingten Wunsch nach einem System wie in Dänemark aufkommen.