Philosophin Preciado: "Der 'Playboy' funktioniert wie Disneyland"

Getty ImagesDer "Playboy" als Wegbereiter des modernen Manns? Die Feministin Beatriz Preciado vertritt im Interview überraschende Thesen. Beispiele gefällig? Das Magazin war so wichtig wie Facebook, Männer erlernten dank Gründer Hugh Hefner das Shoppen, und die "Bunnys" sind mehr als nur Opfer.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...822387,00.html
  1. #1

    So ein Quatsch....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Playboy" als Wegbereiter des modernen Manns? Die Feministin Beatriz Preciado vertritt im Interview überraschende Thesen. Beispiele gefällig? Das Magazin war so wichtig wie Facebook, Männer erlernten dank Gründer Hugh Hefner das Shoppen, und die "Bunnys" sind mehr als nur Opfer.

    Philosophin Preciado: "Der 'Playboy' funktioniert wie Disneyland" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ...der Playboy war schon immer so teuer, dass nur wenige ihn kauften. Als ich zu DM Zeiten in einem Supermarkt mit Zeitschriftenabteilung arbeitete, wurden genau 3 Playboys pro Ausgabe verkauft....andere Sexheftchen wie Coupe oder Dickerchen liefen dagegen 10-15 x über die Theke...angucken tut man sich das sicher gern...aber zum kaufen ist er schon immer zu teuer...deshalb ist die verkaufte Auflage auch nicht so hoch (das meiste wird als Retoure eingestampft)....alles nur Mediengelabber...was soll ein Heftchen groß verändern das keiner liest oder sich höchstens mal die Bildchen anschaut...und wenn mans tatsächlich kauft...wer liest den die Artikel??? das war doch schon immer der "running Gag"...
  2. #2

    Danke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Playboy" als Wegbereiter des modernen Manns? Die Feministin Beatriz Preciado vertritt im Interview überraschende Thesen. Beispiele gefällig? Das Magazin war so wichtig wie Facebook, Männer erlernten dank Gründer Hugh Hefner das Shoppen, und die "Bunnys" sind mehr als nur Opfer.

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    Dankeschön für diese Sicht auf den Playboy.
    Ich habe herzlich gelacht und wieder bemerkt, daß manche Frauen sich nicht mit Themen wie dem Playboy beschäftigen sollten. Männer sollten ja auch nicht versuchen Emma zu lesen oder gar zu verstehen. Als plakatives Beispiel für diese Zeitschrift darf der Artikel aber sicherlich genutzt werden.

    Wer eine Zeit nicht erlebt hat, kein Gefühl für den Zeitgeist hat, der sollte nicht versuchen etwas zu verstehen, daß nicht durch eigene Lebenserfahrung verständlich wird.
  3. #3

    Genau

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...der Playboy war schon immer so teuer, dass nur wenige ihn kauften. Als ich zu DM Zeiten in einem Supermarkt mit Zeitschriftenabteilung arbeitete, wurden genau 3 Playboys pro Ausgabe verkauft....andere Sexheftchen wie Coupe oder Dickerchen liefen dagegen 10-15 x über die Theke...angucken tut man sich das sicher gern...aber zum kaufen ist er schon immer zu teuer...deshalb ist die verkaufte Auflage auch nicht so hoch (das meiste wird als Retoure eingestampft)....alles nur Mediengelabber...was soll ein Heftchen groß verändern das keiner liest oder sich höchstens mal die Bildchen anschaut...und wenn mans tatsächlich kauft...wer liest den die Artikel??? das war doch schon immer der "running Gag"...
    Genau dies ist der Punkt. Es sollten keine Coupeleser den Playboy kaufen. Es wird und wurde immer auf den Mann mit der Brieftasche gezielt. In den 70er wurden schon 800,00 Mark für eine Flasche Jonny Walker im Playboyclub fällig. Keiner der angebotenen und beworbenen Produkte im Heft waren günstig zu haben.

    Einen Jaguar wird man eben nicht bei Wohnblockbewohnern finden.
  4. #4

    Frauen werden als dumm dargestellt?

    "So feiert beispielsweise die Serie "Mad Men" Erfolge, obwohl Frauen als dumm dargestellt werden."

    Dazu braucht es doch die "Mad Men" überhaupt nicht, "Philosophin" Preciado schafft das ohne Probleme selbst.
  5. #5

    allzu schlichte Wahrnehmung

    Zitat von Karsten Scholz Beitrag anzeigen
    Ich habe herzlich gelacht und wieder bemerkt, daß manche Frauen sich nicht mit Themen wie dem Playboy beschäftigen sollten. Männer sollten ja auch nicht versuchen Emma zu lesen oder gar zu verstehen. Als plakatives Beispiel für diese Zeitschrift darf der Artikel aber sicherlich genutzt werden.
    Wer eine Zeit nicht erlebt hat, kein Gefühl für den Zeitgeist hat, der sollte nicht versuchen etwas zu verstehen, daß nicht durch eigene Lebenserfahrung verständlich wird.
    Ihrer Ansicht zufolge sollte es also grundsätzlich keine Historiker geben? Die arbeiten nämlich mehrheitlich zu Epochen, die sie nciht selbst erlebt haben. Und Wissenschaftler sollen sich nur mit Themen beschäftigen, die der eigenen Erfahrung entsprechen - heißt das Berufsverbot für männliche Gynäkologen?

    Sie haben selbst offensichtlich keine Erfahrung in wissenschaftlicher Arbeit, sonst wüssten Sie, wie absurd eine solche Forderung ist. Offensichtlich entsprechen die Thesen von Preciado nicht ihrer bevorzugten Wahrnehmung von sich selbst. Sie aufgrund des Alters bzw. Geschlechtes der Philosophin abzulehnen lässt Sie aber als jemanden dastehen, der lieber emotional-subjektiv als sachlich argumentiert. Gilt sowas nicht normalerweise als typisch weiblich?
  6. #6

    Das sexuelle Verständnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Playboy" als Wegbereiter des modernen Manns? Die Feministin Beatriz Preciado vertritt im Interview überraschende Thesen. Beispiele gefällig? Das Magazin war so wichtig wie Facebook, Männer erlernten dank Gründer Hugh Hefner das Shoppen, und die "Bunnys" sind mehr als nur Opfer.

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    eines Playboy Lesers und eines Coupe Lesers trennen Welten.
    Im Playboy ist Sex etwas schönes was zelebriert werden muss und soll.
    dazu gehört auch ein entsprechendes Ambiente.
    Was sich auf den ersten Blick nicht von dem Sexuellen des Coupe Lesers unterscheidet. Auf dem zweiten Blick dann schon.
    Der eine zelebriert ihn auf den Sitzen eines R6, der andere nimmt seine
    Freundin auf der Rückbank seines tiefergelegten und aufgemotzen
    Golf 1.
    Für den einen ist der schwere Rote als Zutat ein muss für den anderen
    tut es auch eine Büchse Hansa Pils.

    Aber während der Playboy Leser durchaus zu seiner luxuriösen Sexualität steht, verkommt es bei dem anderen zu einem abhaken von Wanderpokalen über die man bei Kumpels prahlt aber sonst zuhause
    verschämt diese Thema lieber nicht anrührt.

    Das alles geht natürlich nicht ohne ein etwas gehaltvolleres Portemonaie. Und das zeichnet sich auch immer im Playboy ab.
    Guter Sex ist eben etwas was es nicht bei Karstadt auf dem Grabbeltisch gibt.
  7. #7

    differnziert und vom Kopf auf die Füsse gestellt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der "Playboy" als Wegbereiter des modernen Manns? Die Feministin Beatriz Preciado vertritt im Interview überraschende Thesen......

    Philosophin Preciado: "Der 'Playboy' funktioniert wie Disneyland" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Klar Transgenderikone Preciado kann solchen Unsinn verbreiten und damit weiter das Intime, Private, Vertraute und die Sehnsucht abbauen, jene Subjekte die Partnerschaft erst ermöglichen. Es mag verlockend sein, die anhaltende Befriedigung als erstrebenswert zu betrachten, deren Ausbleiben ganz unweigerlich zur Ersatzbefriedigung Konsum animiert, jener Triebkraft, deren Ausbleiben dem Ressourcen fressenden Kapitalismus ganz automatisch den Todesstoß versetzt. Aber wer will das wirklich. Jeder halbwegs normale Mann kennt den Unterschied zwischen völlig nackt, Dessous bedeckter Nacktheit, leicht bekleidet, freizügig bekleidet, sexy bekleidet, elegant usw. ohne die am dunklen Ende stehende Burka zu vergessen. Anziehung, Nähe und Vertrautheit wird geschaffen durch Entdeckung des Bedeckten und eben die Aufforderung dazu, indem sie gewisse Einblicke vorab gewährt. Daher scheint absehbar, welche Folgen die hemmungslose Sexualisierung der Gesellschaft haben wird. Den Verlust von Nähe, Vertrautheit, Anziehung. Einigen Lesben, Preciado gehört zu dieser Gruppe, geht jede Mütterlichkeit ab, daher sieht sie auch die Pole zwischen Prostituierter und Ehefrau und nicht wie eigentlich richtig, zwischen Prostituierter und Nonne. Die Ehefrau ist genau wie der Ehemann ein mittlerer Zustand, der einiges gleichzeitig ermöglicht, Sex, Nähe und Vertrautheit und daraus resultierend Bindung. Das mag für altmodisch gehalten werden, aber Bindung ist die Grundvoraussetzung für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Wo soll Bindung herkommen, wenn schon Eltern dies nur aus sexuellen Gründen werden, eigentlich bindungsunfähige Monster sind, immer auf der Suche nach sexueller oder eben Ersatzbefriedigung?
    Es ist mit eine „Verdienst“ besser gesagt Verantwortlichkeit Hefners, dass Familie und Bindung mehr und mehr ersetzt wird durch sexuelle und Konsumbefriedigung, so wird ein Schuh draus! Mit Befreiung hat das nichts zu tun, sondern es ist der Verfall in die Abhängigkeit vom Sein ins Haben!
  8. #8

    Ach ja

    Damals. Ich erinner mich noch heute an PMOJ Susanne Montag. Das gab es nie wieder und wird es nie wieder geben.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite werden Geschlechterbilder derzeit nicht in Frage gestellt, mehr noch, die konservativen Modelle der fünfziger Jahre werden wieder ausgegraben und zementiert. So feiert beispielsweise die Serie "Mad Men" Erfolge, obwohl Frauen als dumm dargestellt werden.

    Philosophin Preciado: "Der 'Playboy' funktioniert wie Disneyland" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Normalerweise würde ich mich hier im Forum niemals zu Wort melden, meine Zeit ist mir viel zu kostbar. Was die hier befragte "Philosophin" aber erzählt ist schlicht nicht wahr. Joan, Peggy und auch Betty aus Mad Men, die weiblichen Hauptprotagonistinen, sind allesamt äußerst intelligent und selbstbewusst. Dies gilt auch für sämtliche Beziehungen von Don Draper, von Rachel über Dr. Miller bis hin zu Megan.
    Wer die Serie auch über Trailer und reißerische Zeitungsberichte hinaus wirklich gesehen hat, wüsste das. Ich verstehe überhaupt nicht, wie der Redakteur hier nicht nachhaken kann und so einen Unsinn einfach so in den ach so erwürdigen Spiegel übernommen wird.