Von Rechts wegen: Keine Garantie auf Provisionen

CorbisVariable Vergütungen finden Arbeitnehmer toll, solange die Kasse klingelt. Aber was, wenn die Einnahmen ausbleiben? Und der Chef zuvor die Arbeit neu organisiert hat? Kann man dann auf Schadenersatz klagen? Das Bundesarbeitsgericht gibt darauf eine klare Antwort.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...822392,00.html
  1. #1

    Tür und Tor

    Zwar ist die Gerichtsentscheidung plausibel. Aber man darf eins nicht vergessen, die Konditionen des variablen Anteils werden vom Arbeitgeber diktiert. Bei geschickter Konstruktion ermöglicht dies dem Arbeitgeber Lohnsenkungen durch die Hintertür* bzw. die Abwälzung eines grossen Teils des unternehmerischen Risikos auf den Arbeitnehmer**. Die Richter sollten sich fragen, ob sie das beabsichtigt haben.

    * Ein Mitarbeiter kostet zu viel? Weisen wir ihm einfach Aufgaben zu, bei denen er seine Ziele nicht erfüllen kann.

    ** Wäre ich gut darin unternehmerisches Risiko zu tragen, wäre ich Unternehmer geworden.
  2. #2

    Es soll bekanntlich....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwar ist die Gerichtsentscheidung plausibel. Aber man darf eins nicht vergessen, die Konditionen des variablen Anteils werden vom Arbeitgeber diktiert.
    ...Mitmenschen geben, die Ihre Verträge VOR dem Unterzeichnen durchlesen......
  3. #3

    .

    Ich kann die Entschedung des Gerichts verstehen, sehe aber auch Probleme...

    Der Vertrag und die Vereinbarung zur variablen Vergütung mag zwar zum Zeitpunkt X fest stehen und jedem bekannt und genehm sein, aber die Rahmenbedingungen können später einseitig verändert werden.

    Im vorliegenden Beispiel:
    Gibt es ein 'Fairness-Gebot' (z.B. abgeleitet aus dem Gelichbehandlungsgrundsatz aus der BetrVG) ?

    Was ist wenn ich 4 Vertribesleiter hab aber die Berater etc nicht gleichmäßg verteile sondern einen VL massiv benachteigige indem ich ihm organisatorisch seinen Bereich zusammenstreiche?

    Klar kann der versuchen zu kompensieren. Aber es ist ein Unterschied ob ich erst VL einer Versicherung für ganz NRW war oder ob ich plötzlich nur noch für den "Oberbergischen Kreis" zuständig bin und der Rest dem Kollegen aus Rheinland Pfalz zugeschlagen wird. (Warum auch immer...)

    Merke: Bei vV die Rahmenbedingungen mit in die Vereinbarung aufnehmen.
  4. #4

    Zitat von Leser161 Beitrag anzeigen
    * Ein Mitarbeiter kostet zu viel? Weisen wir ihm einfach Aufgaben zu, bei denen er seine Ziele nicht erfüllen kann.
    Das macht besonders viel Sinn bei einem Vertriebsleiter. Vielleicht denken Sie einfach mal nach, bevor Sie ihre Verschwörungstheorien hier anbringen.

    Zitat von Leser161 Beitrag anzeigen
    ** Wäre ich gut darin unternehmerisches Risiko zu tragen, wäre ich Unternehmer geworden.
    Um Unternehmer zu werden, braucht es noch ganz andere Dinge als nur unternehmerisches Risiko zu tragen.
  5. #5

    BAG as usual...

    Neue Möglichkeiten ...

    Einstellung : Kühlschränke in Saudi-Arabien !
    Mitarbeiterin hebt nicht das Röckchen....
    Reorganisation : Kühlschränke in Antarktis !

    Nach dem tollen Urteil zu zumutbaren Arbeiten nach Kündigung :

    Vertrag : Polieren von Rolex-Uhren
    Mitarbeiterin hebt nicht das Röckchen
    Kündigung, Beschäftigungsangebot Polieren von Kloschüsseln...

    Ich würde sagen : Keine Garantie auf GAR NIX mehr....

    doch doch, 14 Euro/Stunde Zeitarbeit für Ingenieure, Juchhuuu
  6. #6

    klick

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Variable Vergütungen finden Arbeitnehmer toll, solange die Kasse klingelt. Aber was, wenn die Einnahmen ausbleiben? Und der Chef zuvor die Arbeit neu organisiert hat? Kann man dann auf Schadenersatz klagen? Das Bundesarbeitsgericht gibt darauf eine klare Antwort.

    Von Rechts wegen: Keine Garantie auf Provisionen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Ich finde die Gerichtsentscheidung völlig vernünftig und nachvollziehbar.
  7. #7

    Ja?

    Zitat von Seraphan Beitrag anzeigen
    Um Unternehmer zu werden, braucht es noch ganz andere Dinge als nur unternehmerisches Risiko zu tragen.
    Als da wären?
  8. #8

    Chefspflichten

    Zitat von ramuz Beitrag anzeigen
    Als da wären?
    1. TShirt tragen "Ich Chef - Du Nix" und Sprüche klopfen "Wenn Kuchen spricht - schweigt Krümel"
    (Spiegel Leser wissen hier mehr)
    3. Bei Beschwerde "Du Spion - ich kündigen"
    (alles geheim, besonders öffentliche Sachen wie Internet, so BAG und LAG, geheim ist, was der AG geheimhalten WILL. )

    4. Mitarbeiterinnen das Röckchen heben lassen
    (oder aber den Betrieb umstrukturieren, Direktionsrecht, Kühlschränke in der Antarktis)

    5. Gekündigten zumutbare Angebote machen
    (Kloschüssel polieren statt Rolex polieren)
    6. Gebäude illegal errichten, Giftmüll illegal bearbeiten
    (kann man sich noch als innovatives Unternehmen feiern
    lassen, siehe Dortmund Envio)
    6. Sich darauf berufen, dass man Gesetze nicht einhalten kann (man hat mit 1-5 genug zu tun) (Sieht man ja in Duisburg, Dortmund, Köln - Gesetze sind uneinhaltbar !)

    7. Grundsätzlich so tun, als ob man keine Möglichkeit hat, sich über irgendwelche Pflichten zu informieren.

    7. Wenn alles schiefgeht, ausrufen : Gott schütze XY-Stadt
    (Adolf''s Vorbild - Sauerland natürlich, nicht der andere)

    8. Den Rechtsanwalt und Richter bestechen oder das richtige Partei buch haben
    (dann ists politisch, wenn der Staatsanwalt vor der Tür steht)

    9. Ganz wichtig : Nicht nach China reisen. Wer da vergiftetes
    Milchpulver vertreibt, bekommt die Kugel. Also Gammelware
    nur an den Michel.

    ((( Habe ich was vergessen ???? )))

    Alternativ : Bankräuber "Ich muss mal dringend 500.000 aus reinen politischen Gründen abheben...." Na ob das der Staatsanwalt
    glaubt ?
  9. #9

    wozu gibt es denn variable Gehaltsteile ? Wenn ich eh immer den Höchstsatz

    Zitat von sicherheitsexperteirrland Beitrag anzeigen
    1. TShirt tragen "Ich Chef - Du Nix" und Sprüche klopfen "Wenn Kuchen spricht - schweigt Krümel"
    (Spiegel Leser wissen hier mehr)
    3. Bei Beschwerde "Du Spion - ich kündigen"
    (alles geheim, besonders öffentliche Sachen wie Internet, so BAG und LAG, geheim ist, was der AG geheimhalten WILL. )
    4. Mitarbeiterinnen das Röckchen heben lassen
    (oder aber den Betrieb umstrukturieren, Direktionsrecht, Kühlschränke in der Antarktis)

    5. Gekündigten zumutbare Angebote machen
    (Kloschüssel polieren statt Rolex polieren)
    6. Gebäude illegal errichten, Giftmüll illegal bearbeiten
    (kann man sich noch als innovatives Unternehmen feiern
    lassen, siehe Dortmund Envio)
    6. Sich darauf berufen, dass man Gesetze nicht einhalten kann (man hat mit 1-5 genug zu tun) (Sieht man ja in Duisburg, Dortmund, Köln - Gesetze sind uneinhaltbar !)

    7. Grundsätzlich so tun, als ob man keine Möglichkeit hat, sich über irgendwelche Pflichten zu informieren.

    7. Wenn alles schiefgeht, ausrufen : Gott schütze XY-Stadt
    (Adolf''s Vorbild - Sauerland natürlich, nicht der andere)

    8. Den Rechtsanwalt und Richter bestechen oder das richtige Partei buch haben
    (dann ists politisch, wenn der Staatsanwalt vor der Tür steht)

    9. Ganz wichtig : Nicht nach China reisen. Wer da vergiftetes
    Milchpulver vertreibt, bekommt die Kugel. Also Gammelware
    nur an den Michel.

    ((( Habe ich was vergessen ???? )))

    Alternativ : Bankräuber "Ich muss mal dringend 500.000 aus reinen politischen Gründen abheben...." Na ob das der Staatsanwalt
    glaubt ?
    einklagen könnte, wäs ja Blödsinn.
    Und die Arbeitswelt verändert sich nunmal - auch und erst recht im Vertrieb: neue Produkte, neue Systeme und Services, neue Gesetze !!! etc. - aber ein Vertriebsleiter will immer den Höchstsatz ?

    Ich bin dafür, dass alle Arbeiter und Angestellte ein Fixgehalt plus Anteile am Unternehmen (Aktien etc.) erhalten.
    Dann ist JEDER am Unternehmenserfolg beteiligt - allerdings auch am Misserfolg - das wär nur zu gerecht.

    Die Produktivität würde um 100 % gesteigert in Deutschland.
    Geht doch.