Arbeitspapier der Regierung: Stromkunden sollen für Windenergie-Firmen haften

Getty ImagesDie privaten Konzerne scheuen sich, Offshore-Windparks ans Stromnetz anzuschließen, sie fürchten teure Pannen. Eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung hat deshalb eine Idee: Der Staat könnte die Risiken für die Unternehmen übernehmen - oder gleich die Stromkunden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...822272,00.html
  1. #1

    Umverteilung

    Irgendwie wird das schon hinzubekommen sein, dass die Förderung der erneuerbaren Energien dort ankommt, wo sie die Regierung hin haben möchte: Bei den Energiemultis! RWE & Co leisten ganze Lobbyarbeit - immer mehr Klauseln machen es für kleine Anlagebetreiber immer schwieriger an die Förderung zu kommen. Umgekehrt sind diese Klauseln auf die Projekte der Grossen zugeschnitten.
  2. #2

    Es wird Zeit, dass diejenigen den Unsinn bezahlen,

    Zitat von Velociped Beitrag anzeigen
    Irgendwie wird das schon hinzubekommen sein, dass die Förderung der erneuerbaren Energien dort ankommt, wo sie die Regierung hin haben möchte: Bei den Energiemultis! RWE & Co leisten ganze Lobbyarbeit - immer mehr Klauseln machen es für kleine Anlagebetreiber immer schwieriger an die Förderung zu kommen. Umgekehrt sind diese Klauseln auf die Projekte der Grossen zugeschnitten.
    die die "Energiewende" auf der Straße herbeigeschrien haben.
  3. #3

    Was

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die privaten Konzerne scheuen sich, Offshore-Windparks ans Stromnetz anzuschließen, sie fürchten teure Pannen. Eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung hat deshalb eine Idee: Der Staat könnte die Risiken für die Unternehmen übernehmen - oder gleich die Stromkunden.

    Regierungsplan: Stromkunden sollen für Windenergie-Firmen haften - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    soll das Ganze alles. Zahlen wir nicht schon genug für die erneuerbare Energie im Strompreis.
    Warum sind nicht jetzt mal die Solaranlagenbetreiber und Windparkbetreiber gefordert?
    Leider bin ich nur einer unter vielen, die sich die Atomenergie wieder zurückwünschen und so werden wir halt alle wieder weiter zahlen und zahlen....
    In Frankreich kostet die Kw/h 12,25 ct. ???
  4. #4

    Genau! Die Haftung immer auf andere abwälzen. Scheint ja derzeit Mode zu sein. Bei ACTA sollten die Internet-Provider haften, bei Bankenpleiten haftet der Steuerzahler, bei Atomkraftwerkunfällen haftet auch der Steuerzahler und hier soll der Stromkunde haften wenn etwas schief läuft. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren lautet das Motto.
  5. #5

    Das wird teuer

    Wenn wir die erneuerbaren Energien massiv ausbauen wollen, geht das nur mit den subventionierten Energieträgern aus Sonne und Wind. Wir müssen als Privatkunden heute schon inkl. MWSt 4,2 ct/kWh, d.h. rund 20% der Stromrechnung dafür zahlen, dass etwas mehr als 10% des Stroms aus Windrädern und Solarzellen kommen. Da Unternehmen einen Großteil der EEG-Subvention zahlen müssen, zahlt man indirekt zusätzlich z.B. beim Bäcker dessen EEG-Kosten mit. Dabei fehlen noch die Kosten für Speicherung und zusätzliche Leitungstrassen.

    Es ist abstrus. Je weniger hier der Wind weht und mit jeder Wolke am Himmel wird der Strom billiger, weil wir dann von Franzosen und Tschechen importieren, die den Strom wesentlich günstiger produzieren können.

    Ich gehe davon aus, dass die Lobby für Wind und Solar über die Grünen und die SPD versucht, ihre Subventionen in Zukunft stärker über Steuergelder finanzieren zu lassen. Dadurch werden die wahren Kosten in vielen Töpfen gut versteckt und die Bevölkerung glaubt, dass die wahren Kosten „nur“ der Anteil auf der eigenen Stromrechnung ist. Beim deutschen Journalismus kann man sich auch sicher sein, dass über die wahren Kosten keiner berichtet, weil der größte Teil den Erneuerbaren sehr wohl gesonnen ist.
  6. #6

    Gewinne privatisieren

    Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren
    Wozu brauchen wir die Privatwirtschaft gleich nochmal?
  7. #7

    Sozialisieren von Verlusten, aber nicht von Gewinnen?

    Zitat von Artikel
    "Soweit mögliche Schäden trotz technischer und organisatorischer Vorkehrungen nicht wirtschaftlich versicherbar sind, ist der Schadensausgleich zu sozialisieren", heißt es im Papier der Arbeitsgruppe, in der Netzfirmen, Windparkbetreiber, Zulieferer wie Siemens Chart zeigen sowie Umwelt- und Wirtschaftsministerium vertreten sind.
    Was ist denn das für ein Murx? Wenn die Schäden beim Stromkunden hängenbleiben sollen, warum dann nicht auch die Gewinne? Gehört das nicht in einer Marktwirtschaft zusammen? Und warum beteiligt sich die "Marktwirtschaftspartei" FDP an der Demontage dieser Marktwirtschaft?
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die privaten Konzerne scheuen sich, Offshore-Windparks ans Stromnetz anzuschließen, sie fürchten teure Pannen. Eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung hat deshalb eine Idee: Der Staat könnte die Risiken für die Unternehmen übernehmen - oder gleich die Stromkunden.

    Regierungsplan: Stromkunden sollen für Windenergie-Firmen haften - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ....Hallo Herr Fleischhauer! Wo sind Sie? Hier können Sie mal Ihr "Weniger-Staat" zum Wohle aller und nicht nur weniger anwenden. Auf geht's!
  9. #9

    Mal ein wenig Polemik...

    Ich meine, dass für solche Investitionen die Stromkunden haften sollten,
    - die die KKWs abschalten wollen
    - die auf den Klimaalarmismus hereingefallen sind oder gar selbst in dieses Horn blasen.

    Ein Umstieg der Energieversorgung ist auf Dauer nötig. Dieser hektische Aktionismus in Deutschland ist aber die reinste Katastrophe. Leute, baut doch erst mal intelligente Stromnetze und entwickelt leistungsfähige Speichersysteme, bevor Ihr überhastet in die "Erneuerbaren Energien" investiert!

    Der überhastete Ausstieg aus der Kernenergie wird uns übrigens noch teuer zustehen kommen.
    (Und wenn ich an die WEA-Wälder denke, mit denen unsere Landschaft zugepflastert und verschandelt wird, wird mir schlecht.)