Unternehmensberatungen: Supermann für vier Jahre

© Eric Audras/PhotoAlto/CorbisConsultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821628,00.html
  1. #20

    titel

    Zitat von benjaminbluemchen007 Beitrag anzeigen
    Die Firma hört sich als Arbeitgeber sehr interessant für mich an, da ich kurz vor dem Abschluss meines Studiums stehe. Wie bekommen wir das denn jetzt hin, dass ich weiß wo ich mich bewerben muss und Sie hier nicht den Namen der Firma nennen müssen?

    Danke und Grüße!
    Die genannten Konditionen sind eigentlich Standard in jedem grösseren Konzern, solange sie nicht als Führungskraft aussertariflich beschäftigt sind. Die meisten haben auch eine interne UB, wobei der Beitrag oben ja eher nach IT klingt.
  2. #21

    Vollste Zustimmung!

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Wozu denn ein Top-Abi?

    Der gesamten Branche würde es mehr als guttun, wenn sie auf sehr gute und (!) erfahrene Menschen setzen würde. Ein 25-Jähriger bzw. eine 25-Jährige haben da wenig zu bieten. Direkt nach der Uni weiss man eigentlich wenig, zumindest ist das Gelernte in vielen Bereichen oberflächlich. Dazu fehlen die Lebenserfahrung und die Berufserfahrung.
    Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich mal wieder einen dieser 25jährigen Emporkömlinge kennenlerne, der mir erzählt, dass er oder sie als Managementberater den Leuten zeigt, wie man ein Unternehmen führt ... Selbst natürlich noch nie wirklich IN EINEM Unternehmen gearbeitet und nur von Eliten umgeben!
    Aber liebe Managementgötter, eine erfolgreiche Unternehmensführung besteht aus mehr, als nur aus Exceltabellen!
    Come on! Ich versuche doch auch nicht meinem Opa was über den Krieg zu erzählen! :D
  3. #22

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Die genannten Konditionen sind eigentlich Standard in jedem grösseren Konzern, solange sie nicht als Führungskraft aussertariflich beschäftigt sind. Die meisten haben auch eine interne UB, wobei der Beitrag oben ja eher nach IT klingt.
    Mal abgesehen von den absoluten Topberatungen geht wohl keiner wegen dem Einstiegsgehalt in die Beratung. Ich bin selbst bei einer großen IT-Beratung, und wenn ich damals direkt irgendwo in der Industrie angefangen hätte, hätte ich mit Sicherheit mehr bekommen.

    Das Problem ist nur, dass dort dann relativ schnell das Ende der Fahnenstange erreicht ist, während man in einer dedizierten Beratung in kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln kann und dann auch recht schnell eigene Verantwortungsbereiche bekommt. Einer meiner Freunde ist erst kürzlich nach 5 Jahren Beratung in ähnlicher Position bei einem Automobilhersteller, zwar verdient er dort in etwa dasselbe, aber das wird dann auch die nächsten 10 Jahre so bleiben (abgesehen von tariflichen Anpassungen). In der Zeit kann man in der Beratung erheblich mehr erreichen, wenn man sich durchkämpft.
  4. #23

    NEnnen Sie mir einen, der Ihnen sowas gesagt hat -

    Zitat von fred82 Beitrag anzeigen
    Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich mal wieder einen dieser 25jährigen Emporkömlinge kennenlerne, der mir erzählt, dass er oder sie als Managementberater den Leuten zeigt, wie man ein Unternehmen führt ... Selbst natürlich noch nie wirklich IN EINEM Unternehmen gearbeitet und nur von Eliten umgeben!
    Aber liebe Managementgötter, eine erfolgreiche Unternehmensführung besteht aus mehr, als nur aus Exceltabellen!
    Come on! Ich versuche doch auch nicht meinem Opa was über den Krieg zu erzählen! :D
    da werden sie keinen Berater finden.
    In den Unternehmensberatungen gibt es intensive Schulungen zum Verhalten und zum Benehmen beim Kunden.

    Was Sie da behaupten, ist wohl mehr oder weniger Wunschdenken, damit Sie hier Ihren Blech klappern können.
  5. #24

    Zitat von malekith Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen von den absoluten Topberatungen geht wohl keiner wegen dem Einstiegsgehalt in die Beratung. Ich bin selbst bei einer großen IT-Beratung, und wenn ich damals direkt irgendwo in der Industrie angefangen hätte, hätte ich mit Sicherheit mehr bekommen.

    Das Problem ist nur, dass dort dann relativ schnell das Ende der Fahnenstange erreicht ist, während man in einer dedizierten Beratung in kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln kann und dann auch recht schnell eigene Verantwortungsbereiche bekommt. Einer meiner Freunde ist erst kürzlich nach 5 Jahren Beratung in ähnlicher Position bei einem Automobilhersteller, zwar verdient er dort in etwa dasselbe, aber das wird dann auch die nächsten 10 Jahre so bleiben (abgesehen von tariflichen Anpassungen). In der Zeit kann man in der Beratung erheblich mehr erreichen, wenn man sich durchkämpft.
    Wenn es einem nur ums Geld geht, dann ist die Beratung sicherlich ein gutes Arbeitsgebiet. Andere Menschen haben ganz andere Ansprüche an eine Stelle. Ihnen reichen Erfahrungen (ein sehr dehnbarer Begriff) nicht. Sie wollen komplexe Probleme lösen und keine halbgaren Lösungsvorschläge - nach dem Motto: Hauptsache, der Kunde ist zufrieden - abliefern. Für solche Menschen wäre die Beratung als Arbeitsgebiet ein Graus.

    Geld als (einziger) Anreiz ist mir zu wenig.
  6. #25

    titel

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    nach dem Motto: Hauptsache, der Kunde ist zufrieden - abliefern. Für solche Menschen wäre die Beratung als Arbeitsgebiet ein Graus.

    Geld als (einziger) Anreiz ist mir zu wenig.
    Oh ja, den Kunden zufriedenstellen ist wohl - nach "gut gekleidet sein" - die zweite Horrorvorstellung des deutschen "Experten. Soweit kommt's noch.
  7. #26

    .

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Oh ja, den Kunden zufriedenstellen ist wohl - nach "gut gekleidet sein" - die zweite Horrorvorstellung des deutschen "Experten. Soweit kommt's noch.
    Manchen muss man wohl alles erklären.

    Wenn der Kunde zufrieden ist, dann heisst das nicht, das Qualität abgeliefert worden ist. Man hat nur das abgeliefert, was der Kunde erwartet bzw. verlangt oder bezahlt hat. Wenn der Kunde kein Fachmann im Bereich des Auftrags ist, dann kann das alles bedeuteten. Und manche Berater nutzen das aus.

    Gerade im IT-Bereich wird oftmals schlecht beraten, der Kunde merkt es aber nicht und ist daher zufrieden. D.h. der Kunde ist zufriedengestellt, auch wenn er schlecht beraten worden ist.

    Das fällt selten auf, da ein zufriedener Kunde kaum die Beratungsfirma wechselt. Warum auch - aus seiner Sicht besteht dazu kein Grund.
  8. #27

    titel

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Manchen muss man wohl alles erklären.

    Wenn der Kunde zufrieden ist, dann heisst das nicht, das Qualität abgeliefert worden ist. Man hat nur das abgeliefert, was der Kunde erwartet bzw. verlangt oder bezahlt hat. Wenn der Kunde kein Fachmann im Bereich des Auftrags ist, dann kann das alles bedeuteten. Und manche Berater nutzen das aus.

    Gerade im IT-Bereich wird oftmals schlecht beraten, der Kunde merkt es aber nicht und ist daher zufrieden. D.h. der Kunde ist zufriedengestellt, auch wenn er schlecht beraten worden ist.

    Das fällt selten auf, da ein zufriedener Kunde kaum die Beratungsfirma wechselt. Warum auch - aus seiner Sicht besteht dazu kein Grund.
    IT-Dienstleister haben mit Unternehmensberatung aber soviel zu tun wie der Catering-Dienstleister, der die Kantine betreibt oder der Gärtner, der die Büropflanzen betreut.

    Also, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich dankend darauf verzichte, mir von Ihnen "alles erklären zu lassen".
  9. #28

    .

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    IT-Dienstleister haben mit Unternehmensberatung aber soviel zu tun wie der Catering-Dienstleister, der die Kantine betreibt oder der Gärtner, der die Büropflanzen betreut.

    Also, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich dankend darauf verzichte, mir von Ihnen "alles erklären zu lassen".
    Aber den Gedankengang haben Sie verstanden: Aus "Kunde ist zufrieden" folgt nicht "gute Beratung".

    Egal in welchem Bereich. Ob nun bei der IT-Beratung oder bei jeder anderen Beratung.

    Und genau das stört einige Menschen am Beratungsgeschäft und lässt sie einen grossen Bogen um diese Branche machen. Für das Beratungsgeschäft muss man eben "geboren" sein. Manche Menschen schaffen nach einigen Jahren der Beratung noch den Absprung. Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.
  10. #29

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Aber den Gedankengang haben Sie verstanden: Aus "Kunde ist zufrieden" folgt nicht "gute Beratung".
    Äh --- woraus denn sonst?