Unternehmensberatungen: Supermann für vier Jahre

© Eric Audras/PhotoAlto/CorbisConsultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821628,00.html
  1. #1

    "Grundsätzlich ist ein Universitätsstudium Voraussetzung, dabei ist die Fachrichtung egal. "
    Grundsätzlich ist es wohl eher egal ob man überhaupt studiert hat. Wichtig ist die perfekte Beherrschung von PowerPoint-Karaoke, hervorragende Denglisch-Kenntnisse, sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und ein gut sitzender Anzug bzw. Kostüm. Ein trendiges Tamagotchi, Blackberry oder iPhod, darf natürlich auch nicht fehlen.
    Fertig ist der Business-Kasper der genau weiss worauf es ankommt und langjährigen Mitarbeitern den Weg (oder auch die Tür) weist.
  2. #2

    Unternehmen....

    ...die sich solcher Leute bedienen sind meist nicht überlebensfähig. Wer nicht selbst seinen Laden in den Griff bekommt und sich die hilfe solcher Leute holt, möchte sich entweder auf Kosten des Unternehmens privat sanieren oder ist nicht in der Lage sein Unternehmen selbst zu leiten...also fehl am Platz.
  3. #3

    titel

    Sie wollten mit Ihrem Beitrag jetzt bestimmt ein Beispiel für

    Zitat von zitzewitz Beitrag anzeigen
    sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit
    geben, oder?

    Ach ja, und wirklich singulär deutsch ist, dass gut gekleidet zu sein ein Makel ist. Als ob man von jemandem, der schon mit sich selbst nachlässig ist, zutrauen würde, für einen Dritten Sorge tragen zu können. Lang lebe die Ballonseide, der Schlabberlook und 100%-Polyester made in China by Tagelöhner!
  4. #4

    Wissen was man wirklich will

    Schon vor 50 Jahren war das ein guter Weg herauszufinden was man "wirklich" will. Mit 28 jüngster Dozent der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft (Delegation von Verantwortung). Vier Jahre später Selbständigkeit mit dem IMU Institut für marktwirtschaftliche Unternehmensführung. Mit 36 Jahren "ausgestiegen" als Gründungsgeschäftsführer der Sarakiniko alternatives Leben GmbH. Und heute mit 68 Initiator von Ecotopia auf Ithaka. Also: Ein empfehlenswerter Beruf. Geld ist ja sowieso nie ein Grund irgendetwas zu machen.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Consultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

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  5. #5

    Äh, nein!

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...die sich solcher Leute bedienen sind meist nicht überlebensfähig. Wer nicht selbst seinen Laden in den Griff bekommt und sich die hilfe solcher Leute holt, möchte sich entweder auf Kosten des Unternehmens privat sanieren oder ist nicht in der Lage sein Unternehmen selbst zu leiten...also fehl am Platz.
    Ihnen ist aber schon klar, dass Unternehmensberatungen in JEDEM großen deutschen Unternehmen, das es sich leisten kann, tätig sind, oder? Und das in allen Branchen...
  6. #6

    zeige mir auch nur EINEN Nichtakademiker in einer Unternehmensberatung..

    Zitat von zitzewitz Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist es wohl eher egal ob man überhaupt studiert hat. Wichtig ist die perfekte Beherrschung von PowerPoint-Karaoke, hervorragende Denglisch-Kenntnisse, sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und ein gut sitzender Anzug bzw. Kostüm. Ein trendiges Tamagotchi, Blackberry oder iPhod, darf natürlich auch nicht fehlen.
    Fertig ist der Business-Kasper der genau weiss worauf es ankommt und langjährigen Mitarbeitern den Weg (oder auch die Tür) weist.
    oder die U-Beratung ist keine.
  7. #7

    Aha - wo haben sie das schonmal gesehen ? HAben sie da Namen ?

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ...die sich solcher Leute bedienen sind meist nicht überlebensfähig. Wer nicht selbst seinen Laden in den Griff bekommt und sich die hilfe solcher Leute holt, möchte sich entweder auf Kosten des Unternehmens privat sanieren oder ist nicht in der Lage sein Unternehmen selbst zu leiten...also fehl am Platz.
    die die ich kenne, haben NUR dank eines Sanierers überlebt - von den Banken hätten die KEIN Geld mehr bekommen. Allerdings muss in der Regel die Geschäftsführung das Rudere aus der Hand geben - dann ist ein Unternehmen immer zu retten.
    Insbesondere ist dies im Mittelstand so, die Geschäfte laufen Jahrzehnete gut bis sehr gut - kommen da gravierende externe Einflüsse - Markt, Technologie, Gesetze - kann eine Unternehmer nicht mehr so schnell umdenken.
  8. #8

    gestatten.... der angestelle Consultant

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Consultants schmeißen Leute raus, interessieren sich nur für ihre Karriere und streichen obszöne Gehälter ein - soweit die Klischees. Trotzdem, für viele ist Berater ein Traumjob, ein Selbsterfahrungstrip im Turbotempo. Danach wissen sie, was sie wirklich wollen.

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    ich tu das seit ca. 3 Jahren, für eine wirklich große Firma berate ich die Kunden wie sie ihre Rechenzentren für unser Produkt auslegen sollten und was für Fernzugriffe nötig ist. Den Job mach gern, denn in DEM Konzern gibts ne 35 Stunden-Woche bei vollem Freizeitausgleich, unbefristete Verträge und Reisezeit ist ARbeitszeit und es gilt die Devise: "keine Externe wenn es sich vermeiden läßt". Es ist nicht T-Com, denn dort arbeiteten ne Zeit lang bis zu 30% Consultants, aber dafür gehts jeder Firma im Moment auch net gerad so gut. Damit ich bleib hat man mir ne Beförderung einfach so aufgezwungen.... die ham alle Angst daß ich gehen könnte, denn ich bin auch einer von denen, die zu den High Potentials zählen und ausnahmsweise keine Lust auf 75-Stunden-Woche hab. Dafür gibts halt ein paar Goodies... ich muß jedenfalls nicht um Gehaltserhöhungen bitten, die kommen von alleine.

    Das sind die kleinen Bonbönchens, die mir mein Brötchengeber zusammen mit ca. 65.000 Euro Brutto auf den Tisch gelegt hat.... denn der eine oder andere Kunde oder dessen favorisierte Beratungsfirma wollt mich schon abwerben, aber auf ein Consultantdasein bei einer COnsultingfirma hab ich auch kein Bock, da könnt ich in mienem Bereich zwar das Doppelte machen (wurde mir eindringlich zugeflütert) aber ich wollt denn doch irgendwann noch mal Papi werden und die ersten 5 Jahre des Nachwuchses nicht nur per Skype bewundern :-)

    Ich hab die Leute montag morgens in der Bahn gesehen und derem Smalltalk gelauscht, und DAS wollt ich mir auch net antun. Dafür bin ich nicht Berater genug, aus deren Sicht. Am Freitag abend hab ich auch ein paar von denen gesehen, in der 1. Klasse, um 21 Uhr noch hektische Telefonate und Geschimpfe wenn das Internet mal wieder nicht geht. Also nee.... den Pinguin mach ich für die Kunden, aber im Office lauf ich eher in Outdoorklamotten rum.
  9. #9

    Sie liegen hier wirklich völlig daneben

    Zitat von zitzewitz Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist es wohl eher egal ob man überhaupt studiert hat. Wichtig ist die perfekte Beherrschung von PowerPoint-Karaoke, hervorragende Denglisch-Kenntnisse, sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit und ein gut sitzender Anzug bzw. Kostüm. Ein trendiges Tamagotchi, Blackberry oder iPhod, darf natürlich auch nicht fehlen.
    Fertig ist der Business-Kasper der genau weiss worauf es ankommt und langjährigen Mitarbeitern den Weg (oder auch die Tür) weist.
    Tut mir leid, Ihnen das in dieser Deutlichkeit sagen zu müssen, aber Sie liegen falsch. Wer in einer großen (Strategie-) Beratung auch nur in die Interview-Runde zu kommen möchte, muss zu den Besten der Besten gehören. Top-Abi, Top-Uni dort Top-Noten, Auslandserfahrung, einschlägige Praktika, muss einfach alles passen .. in den Interviews wird dann nochmal kräftig ausgesiebt - Auf 100 Bewerbungen kommen im Schnitt lediglich zwei Angebote ...