Finanzkrise: "Die Märkte schreien nach immer mehr Geld"

DPAUm die Finanzkrise zu bekämpfen, haben die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet. Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hält diese Politik für potentiell gefährlich und erklärt im Interview, warum sich die Finanzinstitute künftig auf härtere Zeiten einstellen müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...821835,00.html
  1. #1

    Griechenland ist gerettet!

    Nett, wenn man sich sowas einreden kann. Blöd nur, wenn man genau hinsieht: die Griechen haben nur etwa 20% von dem bekommen, was an "Hilfsgeldern" ausgeschüttet wurde, der Rest verschwindet bei den Banken. Und dafür geben die großzügig Kredite zu weitaus schlechteren Konditionen, als vorher. Im Gegenzug durfte man die Wirtschaft ruinieren und das Volk in die Armut treiben, wobei die Wachstumsziele, an die die Rettungsauflagen gekoppelt sind, schon keine Utopie mehr, sondern bereits geisteskranke Visionen sind, weswegen die Konstruktion weiter zusammenbröseln wird. Tolle Rettung - Das dicke Ende kommt erst noch und wenn nicht bald was sinnvolles getan wird, hat das keine Chance auf eine gewaltfreie Lösung! Nicht in Griechenland, nicht in Portugal und wenn man dort überall mit Plündern fertig ist, auch nicht HIER!
  2. #2

    Vertuschung?

    Was will die Redaktion mit solch einer Überschrift vertuschen? Märkte können nämlich bekanntlich nicht schreien!!!
  3. #3

    Also "wir" leihen den Banken über die Bundesbank etc. Geld, damit diese dann "uns" dem Staat dieses Geld wieder leihen (Staatsanleihen kaufen).

    Das klingt für mich doch irgendwie nach einem schlechten Geschäft für uns.
  4. #4

    Haben die Probleme, wo war derer Geschrei, als Währungsgenies den Schrott generierten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um die Finanzkrise zu bekämpfen, haben die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet. Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hält diese Politik für potentiell gefährlich und erklärt im Interview, warum sich die Finanzinstitute künftig auf härtere Zeiten einstellen müssen.

    Finanzkrise: "Die Märkte schreien nach immer mehr Geld" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    "Stellen Sie sich einen Investor vor, der in Asien vor seinem Bildschirm sitzt, und dem Europa als politische Idee ziemlich egal ist."

    Stellen Sie sich europäische Bürger vor, denen die politische Idee Europas zwar nicht ganz egal ist, aber die Einführung der europäischen Schrottwährung immer für einen Fehler gehalten haben.

    Die negativen Wirkungen einer Multinationalwährung mussten ja da enden, wo sie jetzt sind, nämlich beim Öffnen der Geldschleusen, wenn die Mitgliedsländer nicht der Reihe nach pleite gehen wollen.

    Die Möglichkeiten für schwächere Länder innerhalb der EU, sich billigst Geld zu besorgen, in einer Menge, welche der Wirtschaftskraft nicht angemessen war, haben ihnen doch erst die überschlauen nordeuropäischen Länder Deutschland und Frankreich verschafft.

    Macht Euch keine Sorgen, trotz EFSF und ESM:

    Schrott bleibt Schrott und wenn dort noch so viele unnötige Billionen Euro reingepumpt werden, der Schrott wird trotzdem zusammenkrachen.
    Die kontinentale Dummheit europäischer Politiker wird nur übertroffen durch die kontinentale Dummheit der EU-Strategen.
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um die Finanzkrise zu bekämpfen, haben die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld geflutet. Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hält diese Politik für potentiell gefährlich und erklärt im Interview, warum sich die Finanzinstitute künftig auf härtere Zeiten einstellen müssen.

    Finanzkrise: "Die Märkte schreien nach immer mehr Geld" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Märkte schreien nach immer mehr Geld und bekommen es.
    Der deutsche Arbeiter bittet um 5% mehr Lohn und bekommt ihn nicht.
    Schöne, neue Welt...
  6. #6

    ...

    Zitat von skully Beitrag anzeigen
    Also "wir" leihen den Banken über die Bundesbank etc. Geld, damit diese dann "uns" dem Staat dieses Geld wieder leihen (Staatsanleihen kaufen).

    Das klingt für mich doch irgendwie nach einem schlechten Geschäft für uns.
    Viel schöner ist doch, zu welchem Zinssatz die Banken sich das Geld leihen und zu welchem Zinssatz sie es weiterverleihen!
    Also ICH habe noch von keinem Kreditangebot von 2% gelesen.
  7. #7

    Und erst der

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Viel schöner ist doch, zu welchem Zinssatz die Banken sich das Geld leihen und zu welchem Zinssatz sie es weiterverleihen!
    Also ICH habe noch von keinem Kreditangebot von 2% gelesen.
    Disposatz - oh, oh, oh.
    Was tut denn Otto-Normalverbraucher als erstes, wenn er kurzfristig mehr Geld braucht, als er gerade hat?
  8. #8

    Griechenland ist gerettet?!?

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    Nett, wenn man sich sowas einreden kann.
    Ganz besonders dann, wenn es überhaupt nicht stimmt.
    Griechenland ist pleite und hat einen einwandfreien Default auf seine Schulden geleistet. Bonität = 0. Kreditwürdigkeit = 0.
    Wer soll nun noch Geld an Griechenland leihen?
    Auf absehbarer Zeit bekommt Griechenland kein Geld auf dem freien Markt. Nur wer einen Totalverlust hinnehmen kann und will, leiht noch Geld an einen solchen Staat.

    Das schlimmste ist: Das war erst der Anfang. Wer kommt als nächster? Portugal? Irland? Spanien? Italien? Staatsanleihen sind jetzt weniger sicher als diejenige von gut geführten Industrieunternehmen. Ich schätze, das Ende der Eurozone ist nahe.
  9. #9

    Kapitalismus 2012

    Zitat von skully Beitrag anzeigen
    Also "wir" leihen den Banken über die Bundesbank etc. Geld, damit diese dann "uns" dem Staat dieses Geld wieder leihen (Staatsanleihen kaufen).

    Das klingt für mich doch irgendwie nach einem schlechten Geschäft für uns.
    Sie haben den Sinn des Kapitalismus eben nicht verinnerlicht :)
    Es geht darum den Mitmenschen möglichst clever zu übervorteilen.
    Und Menschen die so etwas gut können sind "erfolgreich" - gehäuft bei Banken anzutreffen z.B.

    Das Krebsgeschwür Finanzkapitalismus befällt jetzt die lebenswichtigen Organe. Der Exitus wird mit "Rettungsschirmen" und Geld drucken nur hinausgeschoben - irgendwann wird die "Leber" den Geist aufgeben. Alles hat seine Grenzen - unsere Oberkapitalisten verstehen das in ihrer Verblendung nur nicht.