Umfrage: 80 Prozent der Japaner lehnen Atomenergie ab

REUTERSEin Jahr nach der Katastrophe von Fukushima kippt die Haltung der Japaner zur Nutzung der Kernenergie. Laut einer aktuellen Umfrage ist inzwischen die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für einen Ausstieg aus der Atomkraft.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...822093,00.html
  1. #40

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Nur schafft Atomenergie eben mehr Probleme als sie löst.
    Kann schon sein, nur haben wir noch keine "Problemfreie" Energieversorgung gefunden. Geothermie z.B. hat noch nicht bekannte Auswirkungen auf die Dynamik der Erdkruste und die Vorgänge in Biogastreaktoren sind weitgehend unerforscht, trotz ihres weit verbreiteten Einsatzes.

    Kernfusion ist ein guter Kandidat und stünde, wenn man das wirklich will, mittelfristig zur Verfügung (ITER - the way to new energy). Auch spannend: weltraumgestützte Photovoltaik, allerdings sind die Startkosten zu hoch.

    Na, das waren doch schon mal zwei progressive Vorschläge!

    Just my 2 cents
  2. #41

    na

    Zitat von Markus Landgraf Beitrag anzeigen
    Kann schon sein, nur haben wir noch keine "Problemfreie" Energieversorgung gefunden. Geothermie z.B. hat noch nicht bekannte Auswirkungen auf die Dynamik der Erdkruste und die Vorgänge in Biogastreaktoren sind weitgehend unerforscht, trotz ihres weit verbreiteten Einsatzes.

    Kernfusion ist ein guter Kandidat und stünde, wenn man das wirklich will, mittelfristig zur Verfügung (ITER - the way to new energy). Auch spannend: weltraumgestützte Photovoltaik, allerdings sind die Startkosten zu hoch.

    Na, das waren doch schon mal zwei progressive Vorschläge!

    Just my 2 cents
    Geothermie nicht erforscht? Japan wäre geeignet, nicht überall, aber besser als bei uns mit Gewalt durch Kreidehorizonte. Weltraum? Da wird zuviel geknausert und die Fusion? Wenn das den Bach runter ginge im Zug mit Atom -das wäre wirklich schade. Btw Forschung, viel Kohle ging durch das Aufplustern der Atomreaktortechnik und das Festlegen auf einen BE-Kreislauf verloren, das fehlt jetzt.
  3. #42

    Zitat von w b a Beitrag anzeigen
    hören sie sich selber lachen:
    "Und auch die Gegend um das Kraftwerk wird schneller wieder besiedelt werden als es unseren Kernkraftkatastrophenheinis lieb ist"?
    War das jetzt ein Witz oder glauben sie den Hanebüchenen Unsinn selber den sie da von sich geben?
    Warten wirs doch einfach ab.
  4. #43

    Atomausstieg schadet nur den Betreibern

    Zitat von gibbonnobbig Beitrag anzeigen
    Noch so ein absolut unnötiger Krawallbeitrag, der durch ein wenig Lesekompetenz verhindert werden könnte.
    "Meine Kollegen dort sagten mir, dass sie mittelfristig entweder auf Schwerindustrie verzichten oder auf Kernspaltung zurück gehen müssen."
    Wissen Sie was 'mittelfristig' bedeutet? 3-5 Jahre!
    D.h. in den nächsten 3-5 Jahren stehen nicht genug EE zur Verfügung um auf altem Niveau weiterzumachen, dann Aufbau von Generatoren und Netz benötigt Zeit.
    Aber ihre ideologische Brille verhindert wohl, dass sie sowas lesen geschweigen denn einsehen könnten.

    Mit nur etwas Sachkenntnis hätten sie uns ihre inkompetente Darstellung der japanischen Energiesituation ersparen können.

    Noch mehr als in Deutschland begünstigen in Japan verkrustete Machtstrukturen eine ineffiziente Nutzung der Energie, so dass noch genug nicht atomare Energiereserven nutzbar sind. Die unflexiblen AKW müssen nämlich einen großen Teil ihrer Kapazität durch gering ausgelastete konventionelle Schatten-Kraftwerke sichern lassen, die ausfallenden Atomstrom gut ersetzen können. Sie sollte darum hier nicht den Eindruck erwecken, Japan sei auf Gedeih und Verderb von der Atomenergie abhängig. Erdöl-, Gas- und Kohlekraftwerke deckten ohnehin auch vor der Katastrophe den größten Teil des japanischen Energiebedarfs. So kamen nur ca. 30% des japanischen Stroms aus Kernkraftwerken. Nach der Abschaltung von 51 der 54 japanischen Schrottmeiler lieferten die fossilen Energieträger 60 % und erneuerbare Energien so wie die letzten 3 Meiler noch weitere 20% des Energiebedarfs. Die restlichen 20 % wurden durch Rationalisierung eingespart.
    Offensichtlich betreiben sie nichts anderes als billigste Panikmache im Sinne der Atomlobby.

    Leute wie sie prophezeiten auch Deutschland den Untergang wegen des Atomausstiegs aber es stellte sich zum Leidwesen der Versorger heraus, dass sich durch die Abschaltung der 8 AKW so gut wie nichts änderte, sogar die CO2-Emissionen blieben konstant. Die Schrottmeiler waren einfach überflüssig und brachten nur den Betreibern fette Subventionen.

    Bevor sie ihren Unsinn fortsetzen, sollten sie sich mal unter folgendem Link informieren:

    Was die Schweiz vom japanischen Strommarkt lernen kann - avenir suisse
  5. #44

    Dinos sterben aus - immer

    Zitat von Markus Landgraf Beitrag anzeigen
    Also ich sehe gar keinen Konflikt darin, progressiv im gesellschaftlichen Sinne zu denken, wie zum Beispiel Sozialdemokraten oder Piraten und gleichzeitig technologischen Fortschritt als Problemlösungsstrategie zu akzeptieren. Per Definitionen und im Sinne des Wortes sind Kernenergiegegner "konservativ".
    Sie unterliegen einem einfachen Irrtum. Der technologische Fortschritt liegt bei den erneuerbaren Energien. Das ist ja das Problem der Atomtechnologie, dass sie zu keinem Fortschritt fähig ist. Das hat der (sehr konservative) Economist sehr schön analysiert: "Nuclear innovation is still possible, but it will not happen apace: whales evolve slower than fruit flies." (Nuclear power: The dream that failed | The Economist). Atommeiler sind einfach Dinosaurier aus einem längst vergangenen Jahrhundert.
  6. #45

    yooh

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Wie gut verträgt ein off-shore Windpark Seebeben? Sind solche in der Aufstellung teuren Anlage da nicht arg bedroht?
    Was passiert wenn ein AKW von einer Katastrophe betroffen ist, sieht man an Fukushima.
    Kann das von einer/mehreren Windmühlen übertroffen werden?

    In den kühnsten Träumen?
  7. #46

    sehr richtig,...

    Zitat von ingenieur Beitrag anzeigen
    wie hier den Japanern erklärt wird, was sie zu tun haben, um ihren Energiebedarf zu decken. Das haben die sicher nötig, dass wir in Deutschland ihnen Lösungen vorschlagen, die bei uns schon so gut wie gescheitert sind.

    Jede Wette, dass Japan bei der Kernenergie bleibt. Und das nicht etwa, weil die böse-böse "Atomlobby" so stark ist, sondern weil es ganz einfach vernünftig ist.
    Man kann es nicht oft genug sagen: 20.000 Tote durch Erdbeben und Tsunami, kein einziger durch die havarierten Reaktoren. Und auch die Gegend um das Kraftwerk wird schneller wieder besiedelt werden als es unseren Kernkraftkatastrophenheinis lieb ist.
    Sehr richtig, wir brauchen den Japanern nicht erklären was sie zu tun haben. Die haben in den letzten 30 Jahren gezeigt, dass sie auch selber in der Lage sind einen Schritt weiter zu sein als andere. So z.B. bei den Autos, als sie den Katalysator als erste serienmässig eingeführt haben (in Deutschland war das davor ja viel zu teuer), als sie ihre Stahlwerke auf den neuesten Stand brachten (war in Deutschland viel zu teuer) , als sie bei der Unterhaltungselektronik die Führung übernahmen (in Deutschland war es viel zu teuer Patente von kleinen Entwicklungsfirmen zu kaufen) und vermutlich auch nun wieder bei den EE (ist in Deutschland auch wieder viel zu teuer).
  8. #47

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Wie gut verträgt ein off-shore Windpark Seebeben? Sind solche in der Aufstellung teuren Anlage da nicht arg bedroht?
    Windkraftanlagen müssen von Natur aus großen Kräften standhalten.
    Von Ihrer Konstruktion her dürften Sie für Erdbeben ziemlich wenig anfällig sein - aber das ist vermutlich noch nie so richtig getestet worden.
    Allerdings gefährdet eine Windkraftanlage, selbst wenn sie komplett zerstört wird, keine Menschenleben. Im schlimmsten Fall stürzt sie um, man räumt die Trümmer weg und baut eine neue.
    Havariert ein AKW, so verseucht es Hunderte km^2 Land auf unabsehbare Zeit. Die Trümmer lassen sich erst in Jahrzehnten abbauen und irgendetwas neues wird bestimmt niemand mehr auf diesem Gebiet bauen...
  9. #48

    gerade der Erfindergeist

    Zitat von vostei Beitrag anzeigen
    Nichts ist schwierig - es sind Herausforderungen, mehr nicht. Man muss es ja nicht machen, wie die Ingenieure der Atomoindustrie, die die Hände in den Schoß legen (müssen). Japan hat genug echte Wissenschaft und Erfindergeist - und wenn die Atommafia dort sitzt, wo sie hingehört, gehts auch voran. Diese Bremsermentalität, auch hierzulande, wird langsam lächerlich. Selbst der Ausstieg birgt Geschäftspotential für die Branche, die es versaut hat. Schwierig, schwierig - ja - schwierig sind die Bremser, das ist richtig und die, die die Hände aufhalten und hielten...
    gerade der Erfindergeist ist in der kerntechnik ncoh nicht zu ende.
    Man kann inhärent sichere reaktoren bauen, wie z.B. den Flüssigsalzthoriumreaktor oder den Energy Amplifyer.
    Beide Reaktorkonzepte zeichnen sich dadurch aus, daß auch die Nachzerfallswärme ohne aktive Kühlung abgeführt werden kann.
    Ausserdem kann mit diesen Reaktoren der langlebige Atommüll in schnell zerfallende SUbstanzen Transmutiert werden.
    Eine Atommülllagerung größer 500 Jahre ist nicht nötig!

    PS beim großen Fukushimabeben, ist ein Pumpspeicherkraftwerk ausgelaufen und hat ein bewohntes Tal geflutet.
    PPS was glauben die Leute immer, wo man den unsteten STrom aus Wind oder Solar speichern muß !!! (und es braucht große, sehr große Speicher im 20 TWh-Kapazitätsbereich und Leistungsbereich von 60GW liefernd bis 150 GW puffernd allein für die deutsche Stromversorgung)
  10. #49

    nunja

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Wie gut verträgt ein off-shore Windpark Seebeben? Sind solche in der Aufstellung teuren Anlage da nicht arg bedroht?
    wie gut verträgt ein Offshorewindpark eine steil abfallende Küstenlinie???
    Die WIndräder müssten wie eine Schwimmende Ölbohrinsel aufgestellt werden....

    EE ist einfach ein riesen Materialschlacht für vergleichsweise wenig Ertrag.