Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern

dapdFür einen Atomunfall wie in Fukushima ist Deutschland nicht gewappnet. Eine Studie des Bundesamts für Strahlenschutz belegt nach Informationen des SPIEGEL: Die mit radioaktiven Stoffe verseuchten Flächen wären weitaus größer als bislang angenommen, ganze Städte müssten evakuiert werden.

Studie: Atomkatastrophe würde Deutschlands Helfer überfordern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
  1. #740

    Atomgesetzfehlauslegung

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Klarer Fall:
    Bei außergewöhnlicher Naturkatastrophe zahlt die AKW-Versicherung nichts
    Da gibt es z.B.bei keiner Feuer-Versicherung:
    "Das Feuer ist außergewöhnlich groß, deshalb zahlen wir nicht."

    Diesen Versicherungs-Wirr-Warr gibt es nur bei Kernkraft.
    Geht's noch eine Stufe tiefer in der Argumentation?

    Hat Tepco allerdings auch kurz und vergeblich versucht: Das Erdbeben war außergewöhnlich stark, wir wollen nicht haften. So steht es aber eben nicht im Gesetz! Tepco haftet unbegrenzt und zahlt die von einer von ihm unabhängigen Kommission festgelegten Entschädigungen aus.

    Selbst bei Verursachung durch Krieg oder außergewöhnliche Naturkatastrophen (Meteoriteneinschlag, Erdbeben in einer Wucht die seismologisch nicht vorstellbar ist - ich habe hier schon verlinkt wie das jetzt im Falle Fukushima in Japan juristisch ausgelegt wurde) haften die deutschen Kernkraftwerksbetreiber nach dem deutschen Atomgesetz noch. (Bei diesen Fällen höherer Gewalt ist diese allerdings auf 2,5 Milliarden gedeckelt, so auch gegenüber dem Ausland).

    In allen anderen Fällen haftet der Betreiber unbegrenzt mit seinem ganzen Vermögen (nicht dem Aktienwert K-F).

    So steht es im Atomgesetz, und wenn Sie es einmal durchläsen, dann können Sie vielleicht mal aufhören sich hier mit immer neuen Varianten des Unverstehens desselben vorzuführen.

    Wenn Tepco, um seiner vollen Haftungsverpflichtung nachkommen zu können, aktuell erst mal vom Staat liquide gehalten werden muss (finanziell drückt der Schuh ja vor allem, weil der Staat es dem Energieerzeuger nicht erlaubt die Stromkosten den gestiegenen Produktionskosten anzugleichen.) dann ist das eine andere Argumentationsebene.
    Die Summen die der Staat, bzw der Fond, in dem auch die Hälfte von Privatinvestoren eingezahlt wird, dem Unternehmen zuschießt sind im überschaubaren Bereich. Selbst wenn Tepco nach 12 Jahren nicht wie vorgesehen wieder schwarze Zahlen schreiben sollte, wäre das ein nebensächliches Problem.

    Da hat Irland einer einzigen kleinen Bank wesentlich mehr zuschießen müssen, mit nicht mal der Hoffnung davon jemals etwas wiederzusehen, als in Japan anfällt, und das nach einer Katastrophe, die laut einstimmiger deutscher Meinung, den größten multiblen Supergau darstellt.

    Oder noch ein Vergleich: Den deutschen Blaudachbesitzern wird jedes Jahr soviel zugeschossen, wie Tepco zum Liquidebleiben braucht.
  2. #741

    Kopfsalat mit Bauchspeck

    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    es bleibt dabei:

    hier stehen leute,die aus einem bauchgefühl ihre entscheidung getroffen haben- und nun sich bemühen,dieser einen anhauch von verstand zu geben-
    wobei dann immer und immer wieder die gleichen null-erkenntnisse herauskommen:

    wo es menschen gibt,gibt es fehler,
    es gibt keine fehlerlosen maschinen,
    es ist da passiert-also kanns bei uns auch passieren-
    Mir erscheinen diese "null-erkenntnisse" aus dem Bauch dieser Leute irgendwie vertrauenswürdiger und vernünftiger, als was Sie in Ihrem schlauen Kopf ausbrüten:
    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    fehlbedienungen,wie es sie in tchernobyl gegeben hat,
    kann man per elektronik ausschliessen-
    so wie eine wegfahrsperre etwa-
    Bei so viel Blödsinn wäre eine ernsthafte Widerrede die reinste Verschwendung, also versuche ich es auf die lockere Art: Mit einer Wegfahrsperre kann man höchstens verhindern, dass jemand das AKW wegfährt - aber auch das nicht zuverlässig. Ein guter AKW-Dieb weiß, wie man die Wegfahrsperre umgeht.
    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    für mich ist das klippschulniveau
    Spricht da der Kenner?
    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    dagegen stehen leute,die ihren verstand befragt haben,und komischerweise zu den gleichen ergebnissen kommen,wie die gesamte industriell wichtige welt um uns herum-
    Ich nehme mal an, alles was nichts mit Kernspaltung zu tun hat, gehört für Sie nicht zur "gesamten industriell wichtigen welt um uns herum".
    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    mittlerweile zeichnet die energiewende ihren katastrophalen
    charakter an den horizont
    Das nenne ich Poesie! Kam das jetzt bei Ihnen aus dem Bauch oder aus dem Kopf?
  3. #742

    AKW Pseudo-Versicherung 256 Millionen

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen
    Geht's noch eine Stufe tiefer in der Argumentation?
    .
    Die Versicherungsumme 256 Millionen wird bei außergewöhnlicher Naturkatastrophe nicht gezahlt.
    "Die Folgen eines atomaren Unfalls, der unmittelbar auf eine außergewöhnliche Naturkatastrophe zurückgeht, sind nicht versichert", sagt Dirk Harbrücker, Geschäftsführer der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) in Köln,

    Klarer Fall:
    Bei außergewöhnlicher Naturkatastrophe zahlt die AKW-Versicherung nichts
    Das gibt es z.B.bei keiner Erdbeben-Versicherung:
    "Das Erdbeben war außergewöhnlich groß, deshalb zahlen wir nicht."

    Diesen Versicherungs-Wirr-Warr gibt es nur bei Kernkraft.

    Um die Haftung nach Atomgesetz (Versicherungs-Ersatz) ging es hier nicht.
  4. #743

    Falsch

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen

    Mit den EEs Wind und Solar läßt sich für einen Industriestaat nicht zuverlässig und wirtschaftlich Strom bereitstellen.

    .
    Die Energieversorgung der Menschheit können Sie nicht auf die Bedürfnisse eines Industriestaates reduzieren. Es handelt sich um das weltweite Problem 10 Milliarden Menschen mit Energie zu versorgen bei schwindenden Rohstoffen.
    Da ist das einzelne Industrieland nur ein Parameter, entscheidend sind insbesondere die grossen Schwellenländer und die Rohstoff- exportierenden Länder.
    Da die Rohstoffe endlich sind, die Nachfrage aber steigt können Sie die Menschheit nur mit Energie im ausreichenden Masse versorgen, wenn Sie verstärkt Energieträger nutzen, die unendlich sind und keine Brennstoffkosten haben.
    Diese belasten das Weltklima nicht mehr als unbedingt nötig, sind somit klimafreundlich, preiswert , sicher und unendlich nach menschl.Massstäben.
    Sie sparen nicht nur an den Ewigkeits- und Umweltschäden der konventionellen Erzeuger sondern mindern auch den Nachfragedruck auf die Rohstoffe.
    Ergo: Ohne EE Wind und Solar lässt sich für eine Industriemacht der Strom nicht zuverlässig und wirtschaftlich bereitstellen. Für die übrigen Nationen erst recht nicht.
    Das wissen wir und sind deshalb aus der Atomtechnik aus - und in die EE-Techniken verstärkt eingestiegen. Das Wissen um die Unbeherrschbarkeit einer Atomkatastrophe in Deutschland war also nur ein Aspekt, genauso wichtig ist das Wissen um die Endlichkeit,
    Unzuverlässigkeit und Preissensibilität der Atomtechnik . Nicht zuletzt spielen natürlich auch nationale Sicherheit und die Proliferationsproblematik eine Rolle.
    F.Vorholz:
    Atomkraftwerke waren nicht sicher, sind es nicht und werden es niemals sein. Es gibt nur eine Lösung:Abschalten !
  5. #744

    Titel

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen
    [...] Weiterhin ist der Kernkraftausbau die Priorität in China. Da entstehen zwei Gen III+ EPR-Reaktoren von Areva, im Zeit und Finanzrahmen. Da werden die neuen passiv-sicheren AP 1400 von Westinghouse im joint venture gebaut, eine eigene Version davon entwickelt für den Eigengebrauch und den Verkauf.

    EEs in China, ja sicher. Man will vor allem die Wasserkraft weiter ausbauen, auch Wind und Solar.[...] Aber auch im eigenen Riesenreich hat man Pläne die bisher installierten 1 oder 2 GW zu erhöhen!

    Weltweit sind zur Zeit 64 KKWs in Bau. [...] IAEA geht von 100Prozent Wachstum in den nächsten 2 Jahrzehnten aus

    Sie sollten sich den Kommentar am Fuße Ihres verlinkten Artikels über den imminenten Untergang der Kernkraft weltweit lesen:
    [...]
    1. China ist ein Sonderfall, da hier in kürzester Zeit ein riesen Nachholbedarf an Energi-/Stromerzeugung abzuarbeiten ist. China muss alle zur verfügung stehenden Technologien zur Stromerzeugung einsetzen, die verfügbar sind. Mit nur einer Kraftwerksform wären di chinesischen Pläne schon allein aus Kapazitätsgründen nicht zu schaffen. Daher investiert China in einen Stromerzeugungsmix der alles beinhaltet; Kohle, Öl, Gas, Kernkraft und EE ( in nicht unerheblichem Ausmaß)
    Erneuerbare Energie

    2. 64 AKWs befinden sich weltweit in bau?!?
    Na gut, schauen wir uns den Stand Anfang 2012 einaml an:
    AKW in Betrieb : 432 Reaktorblöcke in 30 Ländern
    AKW abgeschaltet: >125 Reaktorblöcke, 2011 abgeschaltet
    ALW in Bau : 64
    Ergibt ein Minus von >60 Reaktorblöcken

    Von diesen in Bau befindlichen Reaktorblöcken sind:
    2x Bulgarien, Baubeginn 1987
    1x Russland, Baubeginn 1985
    2x Slovakai; Baubeginn 1985
    2x Ukraine, Baubeginn 1986/87
    1x USA, Baubegeinn 1972
    1x Argentinien, Baubeginn 1981
    1x Brasilien, Baubeginn 1984
    und noch immer nicht fertig gestellt. Atomkraft-Boom stelle ich mir anders vor.

    Liste der Kernkraftwerke

    3. 100% Wachstum in den nächsten 20 Jahren??
    Also entweder ~400 Reaktorblöck in 20 Jahren => 20 Netzanschaltungen pro Jahr
    Oder 366.535MW an AKW Leistung dazu bauen => ~230 Reaktorblöcke (á 1600Mw/Block; das derzeitige Maximum) => 11 Inbetriebnahmen pro Jahr, von jetzt an, ohne das ein weiteres AKW vom Netz geht.
    Bei Bauzeiten von 7 - >10 Jahren sehe ich da schwarz

    4. Ganz Recht, es war nur ein Kommentar, ohne weitere Belge / Quellen. Und wer ist dieser Herr Hans-Heinrich Rohwer?

    5. "Siemens voll mit dabei" ???
    Sie sollten auf das Datum Ihrer Quellen achten:
    Die Entscheidung von Siemens ist eine echte Zäsur: Willkommen in der Wirklichkeit! - taz.de
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Loesch...le4332426.html
    Siemens ist raus!
  6. #745

    Absturz der Atomenergie

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen
    Wo informieren Sie sich denn? China hat das Jahr benutzt um seine intensiven Kernkraftwerkausbaupläne nach Fukushima auf Sicherheit zu überprüfen. Weiterhin ist der Kernkraftausbau die Priorität in China. Da entstehen zwei Gen III+ EPR-Reaktoren von Areva, im Zeit und Finanzrahmen. Da werden die neuen passiv-sicheren AP 1400 von Westinghouse im joint venture gebaut, eine eigene Version davon entwickelt für den Eigengebrauch und den Verkauf.[/i]
    Die Realität muss für sie sehr schmerzhaft sein Wenn all die AKW am Netz wären, die ihre Atomlobby schon in Wolkenkuckucksland gebaut hat, dann stünden einige tausend Schrottmeiler mehr auf unserem Globus herum. Die Atolobby hat vieles mit der FDP gemein, beide haben nur 2%, machen aber den meisten Lärm.
    2011 schaffte ihre Atom-Renaissance weltweit gerade mal 2 Mini-Atommeiler, einen mit 315 Megawatt in Pakistan und einen 700 MW in Indien. In China gab es 2011 nicht einen AKW-Neubaubeginn. Die 2 EPR-Aufträge in Taishan China kamen auch nur zustande, weil Areva wieder mal die Anlagen mit französischen Steuergeldern für je 4 Mrd. Euro verschleudert.
    Heute gibt es weniger AKW als vor 10 Jahren, während Erneuerbare -Energien weltweit zweistellige Wachstumsraten generieren. Eine Renaissance sieht wohl etwas anders aus.
    Wenn sie wieder einmal ihre Atombilanz mit den 64 AKW-Baustellen schönfärben, von denen mehrere schon seit Jahrzehnten nicht fertig werden, dann vergessen sie auch nicht die vielen Schrottmeiler abzuziehen, die inzwischen auf dem Müll gelandet sind oder bei verantwortungsvollem Umgang mit der Atomenergie schon lange dort hingehörten. Fakt ist, dass der AKW-Bestand weltweit stark überaltert ist und das ist gefährlich.

    China hat 2010 nur so viel Atomstrom erzeugt wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen, das sind knapp 1,8 Prozent seines Stromverbrauchs. Dafür setzt China viel stärker auf Windkraft und zunehmend auch auf Photovoltaik.
    Vergleicht man die China-Jahreszahlen des GWEC (Global Wind Energy Council) mit denen der Atomorganisation IAEA, wird der Renaissance-Betrug der Atomlobby offensichtlich:
    Im Jahr 2000 wurden 0 MW Atomkapazität und nur 50 MW Windkraft geschaffen.
    Im Jahr 2005 lag der AKW-Zuwachs ebenfalls bei 0 aber der Windkraftzuwachs schon bei 500 MW.
    Im Jahr 2009 verzeichnete die Atomkraft wieder Nullwachstum – die Windkraft wuchs aber schon um sagenhafte 13.800 MW.
    Im Jahr 2010 wurden in China zwei neue AKW mit zusammen 1.600 MW in Betrieb genommen. Der Zubau der Windkraft lag bei 16.000 MW.

    Inzwischen geht in China jede Stunde eine neue WEA ans Netzt. Das versteht man unter Wachstum werter Forist und nicht der Absturz der Atomenergie, bei dem sie anscheinend immer die Richtung verwechseln.
  7. #746

    Energiewende

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    3. 100% Wachstum in den nächsten 20 Jahren??
    "Significant growth in the use of nuclear energy worldwide is still anticipated - between 35 percent and 100 percent by 2030" So hieß es in der IAEA Stellungnahme.
    Sie sollten bei der Einschätzung der Kernkraft nicht so sehr auf die Zahlen der Reaktoren blicken, da werden meist kleine alte abgeschaltet, sondern auf die elektrische Leistung.
    Der meiste Zubau wird in Asien stattfinden.
    Aber auch in England werden 8 neue KKWs gebaut, allerdings hauptsächlich als Ersatz für alternde Anlagen.
    Frankreich hat die Laufzeit von 40 auf 60 Jahre erhöht.
    In Deutschland setzt man weiterhin auf den Ausbau der Kohle, wie schon nach dem 2001 Ausstieg vorgesehen.

    Gas ist der Faktor der Kernkraft 'behindert', durch Fracking bald billig erhältlich und die Banken lieben kurzfristig profitable Investitionen.

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    5. "Siemens voll mit dabei" ???
    Sie sollten auf das Datum Ihrer Quellen achten:
    Meine Quelle ist frisch, siehe oben. Siemens will natürlich an der Energiewende in Deutschland (Siemens spricht von Kosten von 1,7 Billionen euros) profitieren. Da sind sie voll mit dabei.
    Wären ja dumm ihre Fahnen nicht nach dem Wind zu richten. RWE und EON und Enbw ditto.
  8. #747

    China investiert massiv in Kernkraft

    Zitat von sachgerecht Beitrag anzeigen
    In China gab es 2011 nicht einen AKW-Neubaubeginn.
    Inzwischen geht in China jede Stunde eine neue WEA ans Netzt.
    Sie bauen sich aus ein paar ausgewählten Fakten eine Theorie zusammen, die der Realität nicht gerecht wird.
    China hat soviele KKWs in Bau, dass es seine KKW-Kapazität bis 2020 auf 70 bis 80 GW aufstocken wird.
    Im letzten Jahr wurden dort nach Fukushima erstmal alle Projekte in Limbo gehalten, damit ein - dringend notwendiger - Sicherheitscheck durchgeführt werden konnte.
    Aus Fukushima lernen und nicht wegen Fukushima in die Hosen machen, so könnte man die Haltung Chinas und Deutschlands vergleichen.

    China setzt darauf seine Umweltbelastung durch Kohlekraftwerke durch Entwicklung von Hydro, Kernkraft, Wind und Solar zu reduzieren.

    Bei den Zahlen, die Sie anführen, verwechseln Sie die installierte Leistung mit dem was hinten an Strom herauskommt. 3 GW installierte Solarpanele (soviel hat China wohl derzeit etwa, oder zumindest geplant) haben eine ganz andere Leistung als 3 GW Kernkraft, mengenmäßig und in Punkto gesicherte Leistung - auch Minister Rötgen hantiert immer mit diesen falschen Vergleichen.

    Lektüre:China Doubles Down on Nuclear Power
  9. #748

    Bitte

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen
    "Significant growth in the use of nuclear energy worldwide is still anticipated - between 35 percent and 100 percent by 2030" So hieß es in der IAEA Stellungnahme.
    Sie sollten bei der Einschätzung der Kernkraft nicht so sehr auf die Zahlen der Reaktoren blicken, da werden meist kleine alte abgeschaltet, sondern auf die elektrische Leistung.
    Der meiste Zubau wird in Asien stattfinden.
    Aber auch in England werden 8 neue KKWs gebaut, allerdings hauptsächlich als Ersatz für alternde Anlagen.
    [...]
    Meine Quelle ist frisch, siehe oben. Siemens will natürlich an der Energiewende in Deutschland (Siemens spricht von Kosten von 1,7 Billionen euros) profitieren. Da sind sie voll mit dabei.
    Wären ja dumm ihre Fahnen nicht nach dem Wind zu richten. RWE und EON und Enbw ditto.
    Bitte lesen Sie die Beiträge ganz und nicht nur selektiv.
    Ich habe den von Ihnen angeführten 100% AKW Zubau sowohl in Stückzahl, als auch Leistung betrachtet und dargelegt.

    In GB ist z.Z kein Reaktor in Bau. Abischtserklärungen und Wünsche sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. In den Niederlanden sollte auch ein neues AKW gebaut werden (Borssele II). Genimigungen waren soweit vorhanden, nur ohne staatliche Garantien, Bürgschaften, Kredite haben die Investoren kalte Füße bekommen und einen Rückzieher gemacht. Wenn Atomstrom so ein tolles, lukratives, sicheres Geschäft wäre, müsste sich doch ein privater Investor finden lassen. Bis jetzt aber Fehlanzeige.
    Schlußfolgerung: privatwirtschaftlich finanzierte AKWs sind auch mit so großen, unwägbaren, wirtschaftlichen Risiken verbunden, dass sich da nur jemand rantreut, wenn Der Staat und damit die Gesellschaft den Kopf dafür hinhält.

    Frische Quelle? Wohl kaum. Ihr Zitat am Ende Ihres Posts bezog sich auf eine Quellenangabe von "sachgerecht" und zwar auf einen Kommentar der zwar vom 25.02.2012 ist aber inhaltlich seiner Zeit stark hinterher hinkt. Es ging um den Ausbau der Kernkraft, und das Siemens da angeblich "voll dabei" ist.
    Das Siemens und andere Firmen auch was vom EE-Kuchen abhaben wollen bestreitet ja keiner; war aber auch nicht Aussage des von Ihnen zitierten Kommentars.
  10. #749

    Der

    Zitat von peterm8s Beitrag anzeigen

    Meine Quelle ist frisch, siehe oben. Siemens will natürlich an der Energiewende in Deutschland (Siemens spricht von Kosten von 1,7 Billionen euros) profitieren. Da sind sie voll mit dabei.
    Wären ja dumm ihre Fahnen nicht nach dem Wind zu richten. RWE und EON und Enbw ditto.
    Tagespresse heute konnten Sie entnehmen, dass von diesen 1,7 Billionen Einnahmen der Wirtschafts bereits im letzten Jahr über 10 Milliarden an Fenster und Türenbauer gingen, die den Umsatzzuwachs
    durch die Energiewende und die Förderung durch die KfW begrüssten.
    Da ist die gesamte deutsche Wirtschaft voll dabei. Ein riesen Wirtschaftsförderungsprogramm.
    Übrigens, Ihre neueste Quelle zu Frankreich habe ich noch nicht. Würde mich interessieren, nicht dass das wirder nur so eine Latrinenparole ist mit den 60 Jahren.
    Mein Kenntnisstand ist, dass Frankreich seine Abhängigkeit von der Atomenergie reduzieren will und verstärkz in EE investiert.
    Dazu Le Monde( 12.3.2012)
    " Fukushima hat in Sachen Atomkraft in Frankreich für etwas mehr Transparenz gesorgt... Atomkraft ist nicht mehr der Traum, der zur Wirklichkeit wurde. Seit Fukushima hat sich der Traum in der Realität aufgelöst."