Heavy-Metal-Fotografie: Die machtvolle Dröhnung

gestalten/ Jörg BrüggemannWer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack. Wer so über diese Musik spottet, versteht nichts von ihrer wahren Macht. Denn ein großartiger Bildband eines Berliner Fotografen zeigt: Das Headbanger-Genre ist die einzige Weltmusik der Gegenwart.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...821553,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack.
    [...]
    Wer in den letzten 25 Jahren eine Geisteswissenschaft studiert hat, bereitet solche Feuilletonhäppchen im Schlaf zu
    So ist das eben, mit den Vorurteilen: da habe ich nun in den letzten 25 Jahren mehrere Geisteswissenschaften studiert, sogar mit Abschluss, und ich habe die ganze Zeit Heavy Metal gehört und mag ihn noch immer.

    Genau genommen amüsiere ich mich köstlich über jene 'Individualisten', die Metal für infantil und primitiv halten - und sich dann an dem uniformen Gedudel der Eintagsfliegen aus den Charts erfreuen und diese Hörbude der Beliebigkeit für so viel intellektueller halten.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack. Wer so über diese Musik spottet, versteht nichts von ihrer wahren Macht.
    In unserem Bekannten- und Verwandtenkreis kann man die beschriebene traurige Wahrheit kennenlernen. Die paar Heavy-Metal-Fans sind entweder pubertäre Langhaarschwinger, oder sie brauchen schon keine Ohrstöpsel mehr, und sie waren noch nie in einem Klassik-Konzert. Ja, es stimmt: die Heavy-Metal-Szene hat hat ihre zweifelhafte "Macht" ausgeübt.
  3. #3

    Metalheads mit Köpfchen

    Entgegen der Vorurteile mancher selbst ernannter Musikexperten soll es auch Leute geben, die alle möglichen Varianten des Heavy Metal gern hören und über akademische Bildung verfügen. Wer sich näher mit Heavy Metal beschäftigt, wird sogar feststellen können, dass es genügend Bands und Songs gibt, die sich intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen und nicht rechtsradikal sind, sondern Unterdrückung anprangern und Freiheit einfordern (ohne Gauck-Musik zu sein), und zwar deutlich, emotional und nicht Singer-Songwriter-reflektiert. Klare Worte, harte Rhythmen und steile Gitarren ... für Metalheads mit Köpfchen sozusagen.
    Nachdem ich gestern der deutschen Band Nocte Obducta ("Nektar 2") gelauscht habe, die den pöösen Black Metal mit Prog anreichert, wurde mir auch wieder klar, dass Heavy Metal gar heftigst vertonte Poesie/Lyrik sein kann. Schade, dass so wenige damit vertraut und durch Formatradio und Mainstreamgedudel musikalisch ziemlich anspruchslos und ohrgewaschen sind.
  4. #4

    es lebe das voruteil..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack. Wer so über diese Musik spottet, versteht nichts von ihrer wahren Macht. Denn ein großartiger Bildband eines Berliner Fotografen zeigt: Das Headbanger-Genre ist die einzige Weltmusik der Gegenwart.

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    hätten wir es nicht schon, wir müßten es erfinden.
    heavy metal, entweder wird man zugedröhnt oder der schmalz trieft literweise aus der box. das geknödel kommt bei mir gleich nach Heino, Florian Silbereisen, Dieter Bohlen oder Udo Nervenberg.
    wer mit 60 noch Uriah Heep hört, Fokuhila trägt und meint alles iss geil alder, verharrt in der endlosschleife.
    veränderung ist angesagt, nicht stillstand im konservativen geschrammel.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack. Wer so über diese Musik spottet, versteht nichts von ihrer wahren Macht. Denn ein großartiger Bildband eines Berliner Fotografen zeigt: Das Headbanger-Genre ist die einzige Weltmusik der Gegenwart.

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    Nicht schon wieder Heavy Metal... Fällt Ihnen nicht anderes ein?
    Dann schreiben Sie über PROGRESSIVE-ROCK...Was, nie gehört?
    Strengen Sie sich an und informieren Sie sich.....
  6. #6

    & was ist mit den bildern?

    die auswahl kann mich nicht wirklich überzeugen, die musik findet sich für mich nicht in den bildern wider. es wirkt es fad, langweilig im klischee erstarrt, aber vielleicht ist dies ja gerade der ausdruck zur vermeintlich weltumspannenden musik.
  7. #7

    Schnurgerade vorbei

    Es ist wirklich bedauerlich. Ich hatte gehofft, von einer lesenswerten Stelle wie Spiegel etwas mehr Hintergrund und Einblick zu bekommen. Sozusagen von außen. Stattdessen bleibt es hier bei Vorurteilen. Ähnlich meinem Vorredner höre ich Metal, seit ich ein Teenager bin. Und werde das sicher auch nach meinem Studium nicht spontan einstellen.

    Offensichtlich hat sich der Autor mit Metal beschäftigt - aber es wohl nicht verstanden. Vielleicht kann man das auch nicht, wenn man sich nur von außen informiert. Vielleicht schaut es auch einfach bescheuert aus: Schwarz gekleidete, pupertäre, vielleicht langhaarige Gröler, die den ungewaschenen Kopf kreisen lassen. Irgendwo auch am Autor vorbeigegangen scheint die Tatsache, dass es sich doch irgendwo um Spaßveranstaltungen handelt. Und Festivals nunmal dreckig sind. Wie jedes Camping.
    Übrigens: Wenn der Autor es schafft, mehrere Tage ohne ordentliche Dusche auf einem Festival zu überleben ohne fettige Haare zu bekommen, ziehe ich meinen virtuellen Hut vor ihm.

    Aussagen über Metal zu treffen, sind schwer. Weil er unglaublich vielseitig ist. Er reicht vom Skar bis Mittelalterrock, von Gothik bis Deathmetal. Und glauben sie bloß nicht, es gäbe keinen Unterschied!

    Metal hat seinen Ursprung in der Unterklasse, das ist richtig. Und irgendwie zieht er auch Menschen an, die von der Allgemeinheit gern als Loser abgestempelt werden. Leute, die gegen Widerstände ankämpfen müssen.
    Aber auf Festivals und Konzerten sehe ich alle Arten von Menschen: Junge, Alte, Akademiker, Handwerker, einfach gestrickte Personen, Spitzengesprächspartner und Menschen aus allen Herren Ländern. Das ist so, weil Metaller sich nunmal recht vorbehaltlos akzeptieren. Ich hab diese Subkultur als sehr tolerant kennen gelernt und würde ihr auch nicht angehören, wenn es anders wäre. Natürlich sind Hass und Macht Inhalte. Aber genauso Liebe, Tragik, Spaß, Hoffnung und Verlust. Hüten Sie sich davor, aus schlecht recherchierten Inhalten Rückschlüsse zu ziehen! Eine Studie wär hier wesentlich informativer gewesen als das Überprüfen der Vorurteile.

    Eins allerdings ist wahr: Es geht um die Liebe zum Sound. Und darum, sich nicht von jedem Hype anstecken zu lassen. Rebellion gegen das "Normale". Denn was uns als "Normal" verkauft wird, ist oft einfach nur bescheuert. Da bin ich lieber Metaller und lass mich in eine Schublade stecken. Wer nicht differnzieren kann, ist wohl kaum ein Mensch, mit dem ich mich abgeben möchte.
  8. #8

    naja, Dualismus ist einfach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Heavy Metal hört, steckt in der Pubertät, ist taub - oder hat einfach keinen Geschmack.

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    ich pfeif mir Metal mit genausoviel Herzblut rein wie das Brandenburgische Konzert und wer mal Beethoven live gehört hat, oder beim Tango über die Ocha hinauskam, dem wird klar -

    Metal ist viel älter als Black Sabbath und IMMER gut.

    Aber das muss ja nicht jeder mitkriegen.
  9. #9

    Losermucke sollte neu definiert werden

    Auch ich kenne wesentlich mehr Akademiker- Metalheads als Malocher- Metalheads, als Beispiel muss jetzt einfach mal mein Ehemann her halten. Wenn der Autor schon einen Begriff wie "Losermucke" gebraucht, sollte er sich dafür wenigstens Loser suchen, ich würde es mal mit den Zuschauern von DSDS versuchen ;-)

    Im Übrigen stimme ich dem Vorredner zu, der meinte, die Bilder würden die Szene nicht widerspiegeln. Das erste Bild schaut für mich mehr nach einer genervten Mutti aus, die ihre Sprösslinge vom Konzert abholt, also Spaß hat die nicht! :-) Der "Moshpit", oder sollte ich "Moshpittchen" sagen, viel ist da ja wohl nicht abgegangen, bei Destruction in den USA (war wohl ein gescheiterter "wir erobern die Staaten- Versuch") ist nicht wirklich aussagekräftig, da geht bei jeder Kreisliga- Thrash- Band im heimischen Bierkeller mehr!

    Im Übrigen kenne ich keinen Metalhead der Wert darauf legt, seine Szene im Mainstream wieder zu finden. Das wärs ja noch! Karohemd und Chinohosen tragende Hipster und besoffene, minderjährige Housemäuschen auf einem Amon Amarth Konzert, und die brüllen bei Pursuit of Vikings mit ohne zu wissen wer "ODEN!" eigentlich ist, mir wird schlecht!