Urteil im Vielflieger-Prozess: Lufthansa durfte Bonusmeilen nicht entwerten

Die Lufthansa hat im Prozess um ihr "Miles and More"-Programm eine Schlappe erlitten: Das Kölner Landgericht gab einem klagenden Vielflieger Recht. Die Airline hätte den Wert ihrer Bonusmeilen nicht derartig kurzfristig herabsetzen dürfen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...821747,00.html
  1. #1

    Miles and More

    Na, die Ueberschrift des Artikels ist reisserisch und man muss den Artikel schon aufmerksam lesen.
    Die Lufthansa darf Aenderungen an ihrem Miles and More Programm durchfuehren, sie muss es nur rechtzeitig bekanntgeben.
    Korrektes Urteil.
  2. #2

    Inkorrekte Bewertung der Meilen

    Die oft angeführte Beispielrechnung stellt weder die tatsächlichen Kosten und auch nicht die buchhalterischen Kosten korrekt dar.
    LH muß selbstverständlich für die angesparten Meilen Rückstellungen bilden, man kann diese leicht schätzen wenn man zugrunde legt das die Kosten für Meilenflüge nur die Selbst/Grenzkosten wiederspiegeln müssen.
    Für einen Asienflug zahlt man in einem günstigen Tarif ca 400 Euro + Steuern oder 80000 Meilen + Steuern.
    Man kann also eine Meile mit ca 0.5 cent bewerten. Demnach sind 200 Mrd Meilen 1 Mrd Euro Wert. Gespart hat die Lufthansa durch sie Umstellung also mx 200 Mio Euro Business Class Flüge werden zwar teuer verkauft, die Grenzkosten sind aber in den Meilenpreisen besser wiedergespiegelt, daher ca 70% teurer als economy.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa hat im Prozess um ihr "Miles and More"-Programm eine Schlappe erlitten: Das Kölner Landgericht gab einem klagenden Vielflieger Recht. Die Airline hätte den Wert ihrer Bonusmeilen nicht derartig kurzfristig herabsetzen dürfen.

    Urteil im Vielflieger-Prozess: Lufthansa durfte Bonusmeilen nicht entwerten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
  3. #3

    Zitat von xebudig Beitrag anzeigen
    Demnach sind 200 Mrd Meilen 1 Mrd Euro Wert. Gespart hat die Lufthansa durch sie Umstellung also mx 200 Mio Euro Business Class Flüge werden zwar teuer verkauft, die Grenzkosten sind aber in den Meilenpreisen besser wiedergespiegelt, daher ca 70% teurer als economy.
    200 Mio, 25% des jaehrlichen Gewinnes. Auch ganz ordentlich!
    Aber mache ich einen Denkfehler, oder beruecksichtigen sie nicht, das die Plaetze nicht berkauft werden koennen, wenn Meilen abgeflogen werden?
    Und die Ticketkosten der Vielflieger, die jetzt den Flug normal bezahlen muessten? Die werden ja nicht zu Hause bleiben, sondern wohl zumeist gleich wieder Meilen sammeln, wenn sie keine Einloesen koennen! Also zusaetzliche Ausgaben der Kunden, dadurch zumindest teilweise (wenn nicht wie der Klaeger auf LH verzichtend) hoehere Einnahmen bei LH!
  4. #4

    M&M nichts wert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa hat im Prozess um ihr "Miles and More"-Programm eine Schlappe erlitten: Das Kölner Landgericht gab einem klagenden Vielflieger Recht. Die Airline hätte den Wert ihrer Bonusmeilen nicht derartig kurzfristig herabsetzen dürfen.

    Urteil im Vielflieger-Prozess: Lufthansa durfte Bonusmeilen nicht entwerten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Die LH Milans sind nicht mehr das was sie sind. Das Programm kann man meines Erachtens in die Tonne treten und sich Tickets kaufen.
    2 Beispiele
    Vor 4 Wochen wollte ich auf einer Geschäftsreise meine Tochter mit nach Shanghai nehmen.
    Für ein Millen Ticket wollte die LH zu den 80.000 Millen noch 385€ Steuern und Gebühren. Ich fand ein Emirates ticket für 510€ inklusive alle Stuern. Die Emirates weisst 75€ Steuern und Gebühren auf.

    Nächste Woche fliege ich nach SFO, wieder mit Frl. Tochter. Die LH hat es sogar geschafft Shanghai zu toppen. Steuern und div. Gebühren 422€ zu den 60.000 Milen. Ich fand ein United Airlines nonstop von Frankfurt für 580€ inklusive alle Steuern. UA weist 95€ Steuern auf.
    3 mal habe in München am Flughafen gefragt ob mir jemand erklären kann wie diese Steuern und Gebühren berechnet werden und warum andere Airlines auf der gleichen Strecke geringere Steuern berechnen.
    Niemand am Ticket Schalter oder Senator Hotline konnte das erklären.

    Nach Asien ist die Lufthansa erstmal abgelegt für mich Milen hin oder her. Habe noch über 500.000 Milen falls jemand Interesse hat.
  5. #5

    Kerosinzuschlag bei Prämienflügen ebenfalls unwirksam

    Findet sich jemand, der gegen die Erhebung des Kerosinzuschlags bei Prämienflügen klagen möchte?

    Nach Punkt 2.6 der Miles & More Teilnahmebedingungen
    sind

    "Sämtliche Flugnebenkosten wie Abgaben (z. B. Flughafensteuern, Sicherheitsgebühren), Zuschläge (z.B. Versicherungszuschläge) und Service-Entgelte (z.B. Umbuchungs-Entgelte)"
    bei Prämienflügen zu zahlen.
    Dass hiervon auch der Kerosinzuschlag erfasst ist, läßt sich m.E. anhand der vorliegenden Rechtsprechung (z.B. OLG Düsseldorf I-20 U 86/07) nur noch schwer vertreten.
  6. #6

    Nicht durchdacht

    Zitat von kk280sl Beitrag anzeigen
    Die LH Milans sind nicht mehr das was sie sind. Das Programm kann man meines Erachtens in die Tonne treten und sich Tickets kaufen.
    2 Beispiele
    Vor 4 Wochen wollte ich auf einer Geschäftsreise meine Tochter mit nach Shanghai nehmen.
    Für ein Millen Ticket wollte die LH zu den 80.000 Millen noch 385€ Steuern und Gebühren. Ich fand ein Emirates ticket für 510€ inklusive alle Stuern. Die Emirates weisst 75€ Steuern und Gebühren auf.

    Nächste Woche fliege ich nach SFO, wieder mit Frl. Tochter. Die LH hat es sogar geschafft Shanghai zu toppen. Steuern und div. Gebühren 422€ zu den 60.000 Milen. Ich fand ein United Airlines nonstop von Frankfurt für 580€ inklusive alle Steuern. UA weist 95€ Steuern auf.
    3 mal habe in München am Flughafen gefragt ob mir jemand erklären kann wie diese Steuern und Gebühren berechnet werden und warum andere Airlines auf der gleichen Strecke geringere Steuern berechnen.
    Niemand am Ticket Schalter oder Senator Hotline konnte das erklären.

    Nach Asien ist die Lufthansa erstmal abgelegt für mich Milen hin oder her. Habe noch über 500.000 Milen falls jemand Interesse hat.
    Wenn man sich vorstellt, dass Airlines ausschließlich dazu verpflichtet sind, die Steuern im Falle von Kundenstornierungen zu erstatten, wird ganz schnell deutlich, warum die Steuern bei bestimmten Airlines sehr günstig ausgewiesen sind. Die werden zwar an die Kunden weitergegeben, dann aber einfach in die reinen Tarifwerte eingerechnet.

    Darüber hinaus können Sie dann mit Ihren Meilen den Tarif abdecken und müssen dafür nicht zu Ihrem Cash zurückgreifen. Zwar bekommen Sie in dem Fall keine Meilen, aber können die verwenden, die Sie ja ohnehin schon haben. Damit fliegen Sie dann monetär gesehen immer noch günstiger.

    Wenn Sie nun sagen: "Ja aber für bei den anderen Airlines bekomme ich dann für das normal bezahlte Ticket Meilen und kann die wiederum einlösen und mit den günstigeren Steuern fliegen", dann sollten Sie einmal nach den Steuern für ein Prämienticket bei diesen Airlines nachfragen. Dann werden Sie mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass die Steuern plötzlich ganz andere Dimensionen annehmen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Airlines bei Sonderangeboten nicht alle Taxes an die Kunden durchreichen, eben um günstig zu sein. Sobald es aber um einen Freiflug geht, ist das ja kein Sonderangebot mehr und die vollen Steuern fallen an.

    LG
  7. #7

    Kein Denkfehler

    Eher kein Denkfehler. Triviale Buchhaltung.

    LH hat bei Meilenflügen Einnahmen aus der Rückstellung oder Einnahmen aus ein Ticket.
    Zu welchem Preis könnte sie dieses Ticket verkaufen? Nun, die Prämienflüge werden zu ähnlichen Konditionen angeboten wie die günstigsten Preisklassen. Daher, limitierte Sitzplatzzahl, kurzfristig häufig vergriffen. Verfügbar meist auf schlecht ausgelastetn Flügen (Mittagsflüge, Wochendend, di/mi/do in der Langstrecke). LH wird im Mittel für diesen Platz also auch nur einen Preis im untere Marktsegment erzielen können.



    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    200 Mio, 25% des jaehrlichen Gewinnes. Auch ganz ordentlich!
    Aber mache ich einen Denkfehler, oder beruecksichtigen sie nicht, das die Plaetze nicht berkauft werden koennen, wenn Meilen abgeflogen werden?
    Und die Ticketkosten der Vielflieger, die jetzt den Flug normal bezahlen muessten? Die werden ja nicht zu Hause bleiben, sondern wohl zumeist gleich wieder Meilen sammeln, wenn sie keine Einloesen koennen! Also zusaetzliche Ausgaben der Kunden, dadurch zumindest teilweise (wenn nicht wie der Klaeger auf LH verzichtend) hoehere Einnahmen bei LH!
  8. #8

    Da freut sich die LH

    Zitat von kk280sl Beitrag anzeigen
    Vor 4 Wochen wollte ich auf einer Geschäftsreise meine Tochter mit nach Shanghai nehmen.
    Für ein Millen Ticket wollte die LH zu den 80.000 Millen noch 385€ Steuern und Gebühren. Ich fand ein Emirates ticket für 510€ inklusive alle Stuern. Die Emirates weisst 75€ Steuern und Gebühren auf.

    Nächste Woche fliege ich nach SFO, wieder mit Frl. Tochter. Die LH hat es sogar geschafft Shanghai zu toppen. Steuern und div. Gebühren 422€ zu den 60.000 Milen. Ich fand ein United Airlines nonstop von Frankfurt für 580€ inklusive alle Steuern. UA weist 95€ Steuern auf.
    Sie sind genau der Kunde, den sich LH und Miles & More wünschen. Denn wer Meilen für Eco-Tickets einlöst, kostet den Carrier nicht viel. Rechnen Sie doch stattdessen mal Vergleiche mit Business-Class-Tickets, für die Steuern & Gebühren bei M&M in gleicher Höhe anfallen wie für das Eco-Ticket. Dann sieht die Welt schon anders aus.

    Wenngleich das keine Rechtfertigung für die wirklich hohen Gebühren sind. Ein schwacher Erklärungsversuch für die Höhe: Irgendwo muss da der geldwerte Vorteil mit versteckt sein, den LH/M&M pro Passagier an den Fiskus überweist, wenn der Kunde Prämientickets für mehr als 1080 Euro pro Jahr einlöst (weiß der Herr, wie sich diese 1080 Euro berechnen)
  9. #9

    Zitat von kk280sl Beitrag anzeigen
    Die LH Milans sind nicht mehr das was sie sind. Das Programm kann man meines Erachtens in die Tonne treten und sich Tickets kaufen.
    2 Beispiele
    Vor 4 Wochen wollte ich auf einer Geschäftsreise meine Tochter mit nach Shanghai nehmen.
    Für ein Millen Ticket wollte die LH zu den 80.000 Millen noch 385€ Steuern und Gebühren. Ich fand ein Emirates ticket für 510€ inklusive alle Stuern. Die Emirates weisst 75€ Steuern und Gebühren auf.

    Nächste Woche fliege ich nach SFO, wieder mit Frl. Tochter. Die LH hat es sogar geschafft Shanghai zu toppen. Steuern und div. Gebühren 422€ zu den 60.000 Milen. Ich fand ein United Airlines nonstop von Frankfurt für 580€ inklusive alle Steuern. UA weist 95€ Steuern auf.
    3 mal habe in München am Flughafen gefragt ob mir jemand erklären kann wie diese Steuern und Gebühren berechnet werden und warum andere Airlines auf der gleichen Strecke geringere Steuern berechnen.
    Niemand am Ticket Schalter oder Senator Hotline konnte das erklären.

    Nach Asien ist die Lufthansa erstmal abgelegt für mich Milen hin oder her. Habe noch über 500.000 Milen falls jemand Interesse hat.
    Sorry, aber wer nutzt Meilen für Eco Flüge? Business oder First ist angesagt, alles andere ist totaler Quatsch!