Pekings deutsche Fahrradhändlerin: China-Geschäft mit Rückwärtsgang

Andreas Lorenz Kopfstand auf dem Lenker? Pirouette auf dem Hinterreifen? Für eine Turnerin wie Ines Brunn sind das leichte Übungen. Ein Kunststück dagegen ist es, in Peking Fahrräder zu verkaufen. Rund zehn Millionen gibt es hier schon - doch die Geschäftsfrau aus Deutschland fand eine Nische.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...821074,00.html
  1. #20

    SPON irrt keineswegs: Fahrräder ohne Bremsen sind Garant für grenzenlose FREIHEIT!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kopfstand auf dem Lenker? Pirouette auf dem Hinterreifen? Für eine Turnerin wie Ines Brunn sind das leichte Übungen. Ein Kunststück dagegen ist es, in Peking Fahrräder zu verkaufen. Rund zehn Millionen gibt es hier schon - doch die Geschäftsfrau aus Deutschland fand eine Nische.

    Pekings deutsche Fahrradhändlerin: China-Geschäft mit Rückwärtsgang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Endlich bestimmen nur noch die Beine die Geschwindigkeit - und noch Größenordnungen besser: Die Polizei schert sich nicht darum!

    Vergleichbar mit Automobilen, in denen man wieder ungebremst von mahnendem Verfolgungswahn das Spaßbein durchdrücken kann, ohne ins Visier uniformierter Blitz-Paparazzis zu geraten - denen es nach intensiver Umschulung zu Vollzeitverbrechensbekämpfern gewiß nicht an beruflicher Befriedigung fehlen wird.

    Die Freude der Redaktion darüber ist leicht nachvollziehbar.

    Ok, ok - zugegeben bislang noch nicht nachweisbar bezüglich meines Vergleiches.

    Aber der bemerkenswert entschlossene erste Schritt auf dem endlich richtigen Weg verheißt eine rasche Rundumgenesung.

    MfG
  2. #21

    nicht verkehrssicher = illegal?

    Zitat von Kleinunternehmer Beitrag anzeigen
    P.S.: Und natürlich darf man sowohl hier in DE als auch in CN nichtverkehrssichere Räder verkaufen ...
    Natürlich, immerhin ist so gut wie jedes in Deutschland verkaufte Rennrad nicht verkehrssicher, da diese Räder z.B. seltenst eine Beleuchtungsanlage inkl. aller vorgeschriebenen Reflektoren besitzen.

    Ich kenne Ines Brunn noch aus dem Physikstudium und finde es bewundernswert, wie sie es schafft, durch ihre Überzeugung von der Sache Erfolg zu haben. Dass da Neider auf den Plan treten ist nur natürlich - man sollte sie einfach geflissentlich ignorieren, das ärgert sie am meisten.
  3. #22

    Da sind mir und.........

    Zitat von housiasu Beitrag anzeigen
    Da sind mir gleich noch 2 Dinge aufgefallen.

    1. Fahrräder, die nicht verkehrstüchtig sind, sind auch in China illegal. Ok, wird nicht geahndet, aber als Ausländer würde ich den Teufel tun, das Gesetz vorsätzlich zu überschreiten.

    2. Die Dame hat entweder eine zweite ordentliche Arbeit oder ist illegal in China. Man kann zwar prinzipiell ein komplett ausländisch investiertes Unternehmen in China aufmachen, was aber hohen Anforderungen unterliegt, z.B. Technologie, Stammwerk in Dtl. und Investitionssumme. Das ist bei einem kleinem Laden oder Restaurant nicht der Fall. Also hat ein chinesicher Vertrauter den Laden registriert (wenn überhaupt). Nun kann sich diese Dame aber nicht von diesem Vertrauten anstellen lassen, weil sie als "Fahradverkäufer" keine Arbeitserlaubnis und Aufenthaltserlaubnis bekommt. In dem Fall kann man höchstens mit Touristenvisum einreisen. Arbeitet sie dennoch dort, ist das ein Verstoß gegen das Gesetz.

    So was sollte man nicht loben und unterstützen.
    einigen anderen 2.Dinge aufgefallen........
    1. Sie sind voller Vorurteile oder Neidisch
    2. Zu faul um zu Recherchieren

    Und so was soll man loben?
  4. #23

    hier koennte Ihre Werbung stehen

    Zitat von superbiti Beitrag anzeigen
    was ist daran illegal, also verboten und strafbar, fahrräder zu verkaufen (!), die vielleicht (?) nicht verkehrstüchtig sind?
    das dürfte man auch in d-land und ein "nicht verkehrstüchtiges" fahrrad darf ich überall fahren, nur nicht im öffentlichen strassenverkehr!



    und was sollte dagegen sprechen, dass sie doch eine arbeitserlaubnis hat? bekommt man die in china als ausländer grundsätzlich nicht? dann wären dort aber viele nichtchinesen illegal beschäftigt...
    Es ist in der Tat so, dass in China viele Auslaender illegal einer Beschaeftigung nachgehen. Touristenvisa 3 Monate, einmal im Land verlaengern, dann fuer ein paar Tage nach Hong Kong ( Expressvisa bekommt man am gleichen Tag ). Diese Leute arbeiten oft in der Gastronomie, als "Kuenstler" oder anderweiting in der "Szene" ..

    Und eine deutsche Fahrradhaendlerin "muss" es nach Herrn Lorenz
    in Bejing unbedingt geben - na denn.
  5. #24

    Ein Freund machte mich auf diese Kommentare aufmerksam

    Hallo zusammen,

    es ist schon sehr lange her, dass Ihr alle Eure Kommentare abgegeben hattet aber ich moechte schon klarstellen, dass ich wie sehr viele Auslaender in China eine legale Arbeitserlaubnis habe. Und das schon seit 2005. Und fuer alle die, die nichts ueber China wissen: natuerlich kann man als Auslaender ein Unternehmen in China gruenden was einem auch 100% gehoert. Das habe ich 2009 auch so gemacht. Mein Gerwerbeschein ist bis 2039 gueltig und bis dahin habe ich auch legale Arbeitserlaubnis. Ich zahle auch monatlich (so ist das hier in China) meine Steuern. Siehe an, Frau Brunn ist eben eine Deutsche.

    Ich hoffe Herr Lorenz und andere Auslandskorrespondenten koennen mehr Berichte ueber China schreiben, damit Leute, die leider noch nicht dort leben konnten mehr verstehen wie China wirklich ist.

    Und zum Thema "Fixed Gear Fahrraeder" moechte ich klarstellen:
    1. Natuerlich kann ein fixed gear Fahrrad Handbremsen haben. Ich hasse dieses falsche Geruecht dass sie keine Bremse haetten. Fixed gear bedeutet starre Nabe und heist nur, dass sich die Pedale mit dem Hinterrad mitdrehen, egal ob vorwaerts oder rueckwaerts.
    2. 99% der Fahrraeder, die ich hier in China verkaufe haben mindestens eine Bremse.
    3. Ich finde es lustig, dass nur weil ich Deutsche bin hier in den Kommentaren viel ueber die deutsche Strassenverkehrsordnung diskutiert wird. Mein Laden ist in China und ich finde es klasse, dass die Chinesen wegen der bunten Unikate das Fahrradfahren doch wieder anfangen zu moegen. Weniger Autos in den Staedten heist weniger Abgase und weniger Stau und gluecklichere Menschen. Das ist was ich will! Unsere Staedte (in China) sind zu voll, da muss man aktiv was machen.

    Viele Gruesse. Bald ist hier das Mondfestival.
    Ines Brunn
  6. #25

    Zitat von inesbike Beitrag anzeigen
    ... und ich finde es klasse, dass die Chinesen wegen der bunten Unikate das Fahrradfahren doch wieder anfangen zu moegen. Weniger Autos in den Staedten heist weniger Abgase und weniger Stau und gluecklichere Menschen. Das ist was ich will! Unsere Staedte (in China) sind zu voll, da muss man aktiv was machen.
    Mit Verlaub, aber ein Fahrrad mit starrer Nabe und ohne Gepäckträger, welches zu fahren eine Menge Geschicklichkeit voraussetzt, die nicht jedem gegeben ist, in China als Autoersatz anzupreisen, finde ich schon äh..., mir fehlen die Worte.

    Ist ungefähr genauso lächerlich wie die Radfahrer, die ihr Rad ins Flugzeug packen, um die halbe Welt und zurück fliegen, und nach ihrer Rückkehr von ihrer "Radreise" schwärmen.