Pekings deutsche Fahrradhändlerin: China-Geschäft mit Rückwärtsgang

Andreas Lorenz Kopfstand auf dem Lenker? Pirouette auf dem Hinterreifen? Für eine Turnerin wie Ines Brunn sind das leichte Übungen. Ein Kunststück dagegen ist es, in Peking Fahrräder zu verkaufen. Rund zehn Millionen gibt es hier schon - doch die Geschäftsfrau aus Deutschland fand eine Nische.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...821074,00.html
  1. #10

    .

    Zitat von WolArn Beitrag anzeigen
    ...mit einem Rad ohne Bremsen durch Peking zu fahren.
    Auch hierzulande würde ich sowas nicht fahren wollen. Man stelle sich nur mal eine Notsituation vor, wo nur noch zügiges bremsen hilft.
    Gibt es in Peking keine oder weniger Notsituationen wo man bremsen muss?
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kopfstand auf dem Lenker? Pirouette auf dem Hinterreifen? Für eine Turnerin wie Ines Brunn sind das leichte Übungen. Ein Kunststück dagegen ist es, in Peking Fahrräder zu verkaufen. Rund zehn Millionen gibt es hier schon - doch die Geschäftsfrau aus Deutschland fand eine Nische.

    Pekings deutsche Fahrradhändlerin: China-Geschäft mit Rückwärtsgang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Also ich weiß nicht, ob es nur mir so geht. Aber ich habe von Fixies zuvor noch nie gehört und bin auf ein bekanntes Videoportal gegangen, wo es unzählige Anleitungen zum Bremsen gibt.
    Also... was bewegt den normalen Menschen dazu, sich etwas zu kaufen, was Übung erfordert, um zu bremsen, wenngleich es Bremsen gibt?
    Man muss schon ziemlich bestusst sein oder zu viel Freizeit haben. Außerdem finde ich es grob fahrlässig diese Teile im Verkehr ohne Bremsen zuzulassen, egal in welchem Land.
    Ich bin wirklich nicht der Sicherheitsfanatiker, aber das finde ich einfach recht irre. Aber es gibt ja anscheinend einen Markt, sehr erstaunlich...
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kopfstand auf dem Lenker? Pirouette auf dem Hinterreifen? Für eine Turnerin wie Ines Brunn sind das leichte Übungen. Ein Kunststück dagegen ist es, in Peking Fahrräder zu verkaufen. Rund zehn Millionen gibt es hier schon - doch die Geschäftsfrau aus Deutschland fand eine Nische.

    Pekings deutsche Fahrradhändlerin: China-Geschäft mit Rückwärtsgang - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Solange mann eine ebene Strecke mit diesem Rad zurückgelegt sollte es kein Problem sein zu bremsen indem die Pedale " gestoppt " werden.
    Problematisch bzw. gefährlich wird das Bremsen bei Bergabfahrten weil ja die Pedale sich mitdrehen ( wohin mit den Füßen ? ).
    Ich wünsche Fr. Brunn viel Glück.
    ( SPON sollte Fr. Brunn eine neue Deutschland-Fahne zusenden )
  4. #13

    ---

    Zitat von housiasu Beitrag anzeigen
    Da sind mir gleich noch 2 Dinge aufgefallen.

    1. Fahrräder, die nicht verkehrstüchtig sind, sind auch in China illegal. Ok, wird nicht geahndet, aber als Ausländer würde ich den Teufel tun, das Gesetz vorsätzlich zu überschreiten.
    was ist daran illegal, also verboten und strafbar, fahrräder zu verkaufen (!), die vielleicht (?) nicht verkehrstüchtig sind?
    das dürfte man auch in d-land und ein "nicht verkehrstüchtiges" fahrrad darf ich überall fahren, nur nicht im öffentlichen strassenverkehr!

    [QUOTE=housiasu;9832400
    2. Die Dame hat entweder eine zweite ordentliche Arbeit oder ist illegal in China. Man kann zwar prinzipiell ein komplett ausländisch investiertes Unternehmen in China aufmachen, was aber hohen Anforderungen unterliegt, z.B. Technologie, Stammwerk in Dtl. und Investitionssumme. Das ist bei einem kleinem Laden oder Restaurant nicht der Fall. Also hat ein chinesicher Vertrauter den Laden registriert (wenn überhaupt). Nun kann sich diese Dame aber nicht von diesem Vertrauten anstellen lassen, weil sie als "Fahradverkäufer" keine Arbeitserlaubnis und Aufenthaltserlaubnis bekommt. In dem Fall kann man höchstens mit Touristenvisum einreisen. Arbeitet sie dennoch dort, ist das ein Verstoß gegen das Gesetz. [/QUOTE]

    und was sollte dagegen sprechen, dass sie doch eine arbeitserlaubnis hat? bekommt man die in china als ausländer grundsätzlich nicht? dann wären dort aber viele nichtchinesen illegal beschäftigt...
  5. #14

    Diese Frau sorgt für sich und 6 Chinesen

    Zitat von superbiti Beitrag anzeigen
    was ist daran illegal, also verboten und strafbar, fahrräder zu verkaufen (!), die vielleicht (?) nicht verkehrstüchtig sind?
    das dürfte man auch in d-land und ein "nicht verkehrstüchtiges" fahrrad darf ich überall fahren, nur nicht im öffentlichen strassenverkehr!



    und was sollte dagegen sprechen, dass sie doch eine arbeitserlaubnis hat? bekommt man die in china als ausländer grundsätzlich nicht? dann wären dort aber viele nichtchinesen illegal beschäftigt...

    Es steht doch in dem Artikel drinne:

    " Alle Modelle Brunns sind Einzelanfertigungen, sie sind sehr bunt, pflegeleicht, auf die Bedürfnisse und den Geschmack der Kunden genau abgestimmt. "

    und es steht:

    "Über 600 Räder hat sie seither vor allem an chinesische Kunden verkauft, und "die Popularität der Fixies steigt"

    Sie verkauft "Fahrräder" auf Kundenwunsch und ich vermute auch normale Fahrräder.

    zu Ihrer Behauptung " kein Arbeitserlaubnis "

    " Mit dem Verein "Smarter than cars" versucht Brunn die Regierung zu überzeugen, Fahrrädern wieder mehr Raum auf den Straßen zu geben. "

    und Sie besuchte so wie angegeben eine Sportmesse.
  6. #15

    Mit der Technik auf Kriegsfuß?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dazu gehört die Größe der Nabe, die bestimmt, wie stark der Radler treten muss.
    Der Autor meint hier sicherlich das primäre Übersetzungsverhältnis des Fahrradantriebes.
    Dieses bestimmt sich jedoch allein aus dem Verhältnis der Zähnezahl des Kettenblattes an der Tretkurbel zur Zähnezahl des Ritzels am Hinterrad.
  7. #16

    Neid muss man sich verdienen ...

    Zitat von superbiti Beitrag anzeigen
    und was sollte dagegen sprechen, dass sie doch eine arbeitserlaubnis hat? bekommt man die in china als ausländer grundsätzlich nicht? dann wären dort aber viele nichtchinesen illegal beschäftigt...
    Lassen Sie es, es ist sinnlos.

    Diese Art Nörgler haben noch nie selbst etwas gewagt - und hier auch noch wenig Ahnung von chinesischer Gewerbeanmeldung.

    Denn selbstverständlich kann man auch als Ausländer in China ein Gewerbe anmelden und führen, dass zu 100% in eigenem Besitz ist. Denn - man höre und staune - auch die Chinesen sind sehr wohl in der Lage, zwischen einem Technologiekonzern und einem kleinen Fahrradladen zu unterscheiden :-) Kleine und mittlere Unternehmen kann man dort ohne große Probleme selbst eröffnen.

    Hut ab vor der Frau: offensichtlich ohne große Chinesischkenntnisse in solch einer Nische zu starten und sich komplett in eine uns doch sehr fremde Kultur zu werfen verdient hohen Respekt.
    Aber offensichtlich wusste die Frau genau, was sie tat.

    P.S.: Und natürlich darf man sowohl hier in DE als auch in CN nichtverkehrssichere Räder verkaufen ...
  8. #17

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    Also... was bewegt den normalen Menschen dazu, sich etwas zu kaufen, was Übung erfordert, um zu bremsen, wenngleich es Bremsen gibt?
    Man muss schon ziemlich bestusst sein oder zu viel Freizeit haben. Außerdem finde ich es grob fahrlässig diese Teile im Verkehr ohne Bremsen zuzulassen, egal in welchem Land......
    Offensichtlich kann man sich schlecht vorstellen, daß man Gegenstände auch anders benutzen kann als der Normalbürger - ich fahre ein 60 Jahre altes NSU-Rad, bei dem man bauartbedingt die Vorderradstempelbremse eher als Gimmick ansehen kann als als funktionsfähig - mein Rücktritt macht da alles. Aber ich fahre eben auch nur zum Bäcker und an den See - mit maximal 5-10 km/h - in welche "Notsituation" soll ich da kommen? Wenn ich aufhörezu treten und die Füße auf den Boden stelle, halte ich faktisch automatisch. Das könnte ich auch mit nem Fixie. Kommt immer drauf an, was man mit macht.
  9. #18

    Fast gut.

    Zitat von Dummerchen Beitrag anzeigen
    Der Autor meint hier sicherlich das primäre Übersetzungsverhältnis des Fahrradantriebes.
    Dieses bestimmt sich jedoch allein aus dem Verhältnis der Zähnezahl des Kettenblattes an der Tretkurbel zur Zähnezahl des Ritzels am Hinterrad.
    Man merkt das jemand den Artikel geschrieben hat der von (Fahrrad)technik keine Anhung hat.
    Zitat: "Größe der Nabe"
    Ende
    kopfschüttel......

    @Dummerchen auch ihre Antwort ist nicht ganz korrekt. Weiteres wichtige Größe ist der Umfang des Hinterrades.
    z. B. Rennrad 28: 2100 mm
    MTB 1.75 Reifen: 2060 mm
    MTB 2.3 Reifen: 2140 mm

    Rechnung (Rr:): 40 Kettenblatt : 20 Ritzel= 2 x Radumfang= 4,2 Meter Entfaltung pro Pedalumdrehung.
  10. #19

    Ich finde sie schon drollig

    Zitat von housiasu Beitrag anzeigen
    Da sind mir gleich noch 2 Dinge aufgefallen.

    1. Fahrräder, die nicht verkehrstüchtig sind, sind auch in China illegal. Ok, wird nicht geahndet, aber als Ausländer würde ich den Teufel tun, das Gesetz vorsätzlich zu .....
    -da stellen sie einfach zwei eigene Behauptungen auf, definieren sie dann als schlecht und übertragen dieses schlecht auf eine andere Person...das kann ich auch nicht loben!