Vorstoß von Ministerin Schröder: Oma und Opa sollen gestressten Eltern helfen

CorbisDie Kinder versorgen, dann zur Arbeit, dazu der Haushalt - viele Eltern in Deutschland leiden unter Stress. Ministerin Schröder will die Lasten umverteilen. Berufstätige Großeltern sollen einfacher Erziehungszeiten nehmen dürfen - auch über ein Großelterngeld wird nachgedacht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821045,00.html
  1. #70

    Es kommt darauf an...

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Das Kindergeld zahlen die Eltern bereits als Kindergartengebühr.
    Da ändert Ihr Vorschlag also nichts.

    ... wo man wohnt und wie hoch bzw. niedrig das Einkommen der Eltern ist.

    In Rheinland-Pfalz zahlt man derzeit keine Kindergartengebühren mehr.
  2. #71

    Weltfremd!

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Da geistert wohl das uralte Familienbild der zusammenlebenden Großfamilie im Kopf dieses Kohl-Groupies herum? Die Mutter bekommt die Herdprämie, damit die Kinder nicht in staatliche Betreuung müssen - oder aber die Großeltern bekommen einen Zuschuss. Hauptsache der Staat muss seiner teuren Aufgabe, konfessionsfreie Betreuungsangebote bereitzustellen, nicht nachkommen.
    Sie haben Recht, blinder Aktionismus lenkt vom Wesentlichen ab.
    Die Frau ist weltfremd und naiv!

    Außerdem schließt sie von sich selber auf andere, schließlich stehen ihr zwei Großelternpaare bei der privaten Kinderbetreuung zur Seite, damit sie Karriere machen kann. Was so einfach funktioniert, muss doch auch bei anderen möglich sein ...

    P.S. Kohl-Groupie find' ich gut :-)
  3. #72

    Kindergeld entspricht steuerfreiem Existenzminimum

    Zitat von isses_so Beitrag anzeigen
    ... Wann wird auch bei unseren Politikern endlich ankommen, dass man die nach dem Gießkannenprinzip verteilten Gelder zugunsten von Familien und Kindern besser institutionell anlegen sollte?

    Kindergeld, Elterngeld, Betreuungsgeld ... Was könnte der Staat alles damit finanzieren: kostenlose Kitas, Ganztagsschulen, Schulbücher, Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, keine Studiengebühren, Stipendien ... wirklich allen wäre geholfen - egal wie jung oder alt die Kinder sind!
    Kindergeld ist keine Sozialleistung sondern ersetzt den Steuerfreibetrag für das Existenzminimum des Kindes.
    Das Kindergeld kann also den Eltern bzw. dem Kind nicht weggenommen werden.
  4. #73

    Zitat von ah1 Beitrag anzeigen
    Wieder ein Problem, dass sich mit einem unabhängigen Grundeinkommen ganz von selbst lösen würde. Die Großeltern könnten es sich leisten, etwas weniger zu arbeiten, und etwas mehr Enkelkinder zu hüten. Ganz ohne Bürokratie!
    ja, das Wunder des bedingungslose Grundeinkommens.
    Alle arbeiten weniger haben aber mehr Geld und mehr Zeit.
  5. #74

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Da geistert wohl das uralte Familienbild der zusammenlebenden Großfamilie im Kopf dieses Kohl-Groupies herum? Die Mutter bekommt die Herdprämie, damit die Kinder nicht in staatliche Betreuung müssen - oder aber die Großeltern bekommen einen Zuschuss. Hauptsache der Staat muss seiner teuren Aufgabe, konfessionsfreie Betreuungsangebote bereitzustellen, nicht nachkommen.
    Diese Regierung macht hinterwäldlerische Familienpolitik, und Frau Merkels Beliebtheit steigt und steigt. Tja, sie schwebt eben in höheren Sphären auf dem internationalen Parkett. Offenbar genügt das dem Volk. Obwohl sie und *nur sie* für diesen ganzen Murks verantwortlich ist.
    Eas hat die Regierung bisher *für* das Volk gemacht? Ich wüsste nicht, was ...
  6. #75

    Sinnvoll?

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Kindergeld ist keine Sozialleistung sondern ersetzt den Steuerfreibetrag für das Existenzminimum des Kindes.
    Das Kindergeld kann also den Eltern bzw. dem Kind nicht weggenommen werden.
    Sie haben Recht, so ist die Gesetzeslage.

    Es ist jedoch diskussionswürdig, ob diese allgemeine Regelung sinnvoll ist.
  7. #76

    Langsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kinder versorgen, dann zur Arbeit, dazu der Haushalt - viele Eltern in Deutschland leiden unter Stress. Ministerin Schröder will die Lasten umverteilen. Berufstätige Großeltern sollen einfacher Erziehungszeiten nehmen dürfen - auch über ein Großelterngeld wird nachgedacht.

    Vorstoß von Ministerin Schröder: Oma und Opa sollen gestressten Eltern helfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass zwar scheinbar viel für Familien getan werden soll, alles aber letztlich darauf hinausläuft, dass Eltern möglichst wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen sollen/müssen/können/dürfen, um vollumfänglich als vollflexible Arbeitssklaven der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Die Kinder sind ja unter. Die Anfrage auf Teilzeit wird dann künftig wohl nur noch dann positiv beantwortet werden, wenn man nachweisen kann, weder einen Krippenplatz noch vom Arbeitsmarkt bereits outgesourcte oder aus Arbeitgebersicht entbehrliche Grosseltern zur Verfügung zu haben. Der Stress für Eltern entsteht meiner Meinung nach doch nur dadurch, dass Eltern einerseits einer Erwerbstätigkeit nachgehen MÜSSEN, andererseits jedoch trotzdem soviel Zeit wie möglich SELBST mit den Kindern verbringen wollen. Wie diesen Eltern dann durch mehr Kinder-Outsourcingmöglichkeiten geholfen werden soll, ist mehr schleierhaft. Letztendlich geht es also wie immer darum, die Wirtschaft von den lästigen Bälgern (und ungewollten älteren Arbeitnehmern???) zu entlasten, damit junge und mittelalte Arbeitssklaven endlich wieder längstmöglich malochen.
  8. #77

    Zitat von isses_so Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht, so ist die Gesetzeslage.

    Es ist jedoch diskussionswürdig, ob diese allgemeine Regelung sinnvoll ist.
    Die Kürzung des Kindergelds durch die CDU 1982 (nach gewonnener Wahl) wurde vom Verfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt.
  9. #78

    Zitat von quickie Beitrag anzeigen
    Dieses putzige Pipimädchen fällt immer wieder mit weltfremden Vorschlägen aus dem Elfenbeinturm auf, unerträglich.
    Das arme Mädel hat erst während der Schwangerschaft festgestellt, dass ihr als Ministerin gar keine Elternzeit zusteht! ....

    Versuche gerade über die Idee "Großelternzeit" nachzudenken und diese abzuwägen.
    Halte sie jedoch spontan aus hier bereits vielfach geäußerten Meinungen für wenig zielführend. Wir sollten den Focus auf den Ausbau der Kinderbetreuung/Kikas bishin zu flächendeckenden Ganztagesschulen lenken. Nur so können wir der derzeitigen Elterngeneration und deren Kindern gerecht werden.
  10. #79

    Kindergeld/Existenzminum

    Zitat von isses_so Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht, so ist die Gesetzeslage.

    Es ist jedoch diskussionswürdig, ob diese allgemeine Regelung sinnvoll ist.
    Was schlagen Sie vor?