Mein erstes Mal: Max, 19, riskiert für ein Foto sein Leben

maxruppert.comUm einen besonderen Berg zu fotografieren, wanderte Max Ruppert allein durch die argentinischen Anden. Dann stürzte er in eine Schlucht, die Sonne brannte, irgendwann hielt er Kakteen für Menschen. Nach Stunden fand er zur Straße zurück - und brach dort zusammen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...816736,00.html
  1. #30

    jungs !

    max wußte vorher nicht das er für ein foto sein leben riskieren würde.
    jaja....., andere wären natürlich viel schlauer gewesen.
    es wissen halt einige wenige, im gegensatz zu sehr vielen, halt leider doch nicht alles.
    eine super grenzerfahrung für einen 19 jährigen. max lebt zuhause sicher eher behütet, er hat sich selbst besser kennengelernt.
    ich finds prima, könnt den kerl drücken :-)
  2. #31

    Zitat von stampler2 Beitrag anzeigen
    Er hat etwas gewagt, wovor sie sich in die Hosen machen würden. DAS ist der Unterschied.
    Ich habe keine Angst davor, auf eine Hochspannungsoberleitung zu pinkeln. Ich halte es bloß für eine ziemlich dämliche Idee und deshalb lasse ich es sein. Blättern Sie mal durch die Darwin Awards - und dann sagen Sie noch einmal ernsthaft, dass das ein toller Katalog mutigen Draufgängertums sei.

    Mut ist übrigens die Überwindung von Angst. Wo keine Angst zu bewältigen ist, da ist auch kein Mut zu finden.

    Ein Abenteuer war es trotzdem, und trotz allem immer noch smarter als vieles andere, was Teenager oder auch Erwachsene tun...
  3. #32

    Erwartungen

    Zitat von hhhhhhhhm Beitrag anzeigen
    ....
    Ich habe mal 2 richtig schöne freundschaftliche tage mit einem indonesier verbracht, der mich seiner frau vorgestellt hat, mit dessen familie ich zusammen gekocht habe (ja, ich habe selbstverständlich und gerne den einkauf gezahlt) und der mich am dritten tag anschrie als ich seine "kunst" nicht kaufen wollte.

    ich finde es einfach nur traurig denn es zeigt, dass man, sobald man weiß ist, total entmenschlicht wird gerne als goldene kuh gesehen wird.
    Ich möchte das nicht generalisieren und versuche weiterhin offen zu bleiben jedem auf augenhöhe zu begegnen und habe auch immer wieder das glück tolle menschen zu treffen. Aber nach etlichen erfahrungen ändert sich einfach etwas ...
    Kleiner Tipp: Wer ein Land und seine wirklich von innen kennenlernen will und Freundschaften schliessen will, der sollte nicht nur einfach konsumreisen - damit haben beispielsweise die Hippies in Asien in den siebzigern viel mehr Schaden angerichtet als die Neckermänner.

    Wer da wirklich rein will, kann sich in Projekten engagieren, mit den Menschen arbeiten und zeigen, dass man sich für mehr interessiert, als nur Exotik inhaliert und als Völkerfreundschaft ausgegeben zu haben.

    Das geht übrigens auch kurzfristiger, da sage mir keiner, das ginge nicht. Projekte gibt es da draussen genug und die Freundschaften, die sich aus sowas ergeben, sind dann eine etwas andere Nummer.
    Und von dort kann man dann immer noch ein paar Touritrips machen.

    Natürlich ist es häßlich, wenn die Grenzen verwischen. Aber letztlich fordert die Masse der "gehobenen" Konsumbackpacker nichts anderes heraus, diese gewollte und auf Kommando zum Billigtarif verfügbare Authentizität fällt dann in die Checklisten jener, die sich vom Standard-Lonelyplanetprogramm abheben wollen.

    Ich spreche da insofern aus Erfahrung, als ich da auch meine Böcke geschossen habe, beispielsweise ohne Geschenke auf einer Hochzeitsfeier auf einer kleinen Insel im nördlichen Teil von Tonga aufzutauchen, aua, das ist mir heute noch peinlich. Reingeschusselt, gelernt, nächstes mal schlauer.
  4. #33

    yooh

    Zitat von sikasuu Beitrag anzeigen
    Toll. ALLEINE in den Bergen OHNE Proviant und Wasser. Wenn der Junge sich immer so verhält wird er nicht alt. Es scheint so, daß er das noch als Abenteuer sieht.
    .
    Super Beispiel für "Wie sollte ich es NICHT machen!" und unverantwortliches Handeln!!!
    .
    Kopfschüttelnde Gruesse
    Sikasuu
    Ach, jeder Mensch hat doch das Recht sein Leben so zu leben wie er möchte. Er darf nur dabei keine anderen Menschen mit in die Katastrophe ziehen.
    Außerdem habe ich mich ebenfalls auf nur eine kleine Entfernung verlaufen, obwohl ich mich nicht so unerfahren halte. Andererseits gibt es heute GPS und Handy, so hat man immer noch eine kleine Sicherheit sein Leben auch nach dem Abenteuer weiter zu genießen.

    Da kommt doch gleich noch eine Frage auf: Was ist der Sinn des Lebens. Biologisch gesehen sich zu vermehren. Danach bleibt nur noch sich das Leben so angenehm und interessant zu genießen wie es geht.
    Also in diesem Sinne ...