Abzocker in der Umweltbranche: Ich bin dann mal Energieberater

picture alliance / dpaSie fuchteln mit Feuerzeugen vor der Heizung herum, wechseln ein paar Glühbirnen aus - und schreiben dafür hohe Rechnungen. Die Branche der Energieberater ist ein Paradies für Betrüger, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Hausbesitzer kann der Pfusch Zehntausende Euro kosten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...819977,00.html
  1. #1

    Wenn man

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fuchteln mit Feuerzeugen vor der Heizung herum, wechseln ein paar Glühbirnen aus - und schreiben dafür hohe Rechnungen. Die Branche der Energieberater ist ein Paradies für Betrüger, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Hausbesitzer kann der Pfusch Zehntausende Euro kosten.

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    jedem unausgegorenen Blödsinn hinterher rennt.
    Das eigene Denken nur noch den Politikern und ihren "Experten" überlässt.
    Dann fällt man halt rein, auf die anderen "Experten" die zu jedem nur erdenklichen Thema aus dem Kraut schiessen.
    Ich wundere mich in diesem Ländle über gar nichts mehr.
    Macht man werdet schon sehen was ihr davon habt.
  2. #2

    Neben den Baubiologen gehören die Energieberater zu den verbreitetsten Esoterikern der Baubranche.
    Ihre Empfehlungen sind meist kaum überprüfbar oder trivial, in den meisten Fällen jedoch wirtschaftlich unsinnig und ohne fundierte Grundlage.

    Aber wo das Klima gerettet, vergebliche Gesundheitsgefahren lauern oder angeblich eine Menge Geld zu sparen ist setzt bei den Kunden der Verstand aus.
  3. #3

    Nicht nur hier

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie fuchteln mit Feuerzeugen vor der Heizung herum, wechseln ein paar Glühbirnen aus - und schreiben dafür hohe Rechnungen. Die Branche der Energieberater ist ein Paradies für Betrüger, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Hausbesitzer kann der Pfusch Zehntausende Euro kosten.

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    Ist doch nicht nur in diesem Beruf so. Man darf sich ja auch als Jurist bezeichnen. Es gibt viele Berufe die nicht geschützt sind. Und mein Gott, wie viel Bauunternehmer gibt es die einen Kostenvoranschlag von 100.000 nehmen und dann Insolvenz anmelden? Diese Leute gibt es doch überall, wie wenn das nur bei den Erneuerbaren der Fall ist.
  4. #4

    Tja....

    ...das liegt vor allem daran, dass der Deutsche gewohnt ist in der Regel einen Meisterbetrieb zu beauftragen...wenn es für einzelne Bereiche keine Regelung gibt...und dadurch Scharlatane auf den Plan gerufen werden, wird der Ruf nach einer Regelung laut.
    Wer weiß was passieren wird, wenn durch die EU einmal der Meisterzwang im Handwerk fällt und jeder sich als Fachbetrieb anbieten kann (schon bei Meisterbetrieben wird viel gepfuscht...aber was passiert erst wenn jeder alles machen darf?)....dann viel Spaß.
  5. #5

    Mängelerfinder

    Fast alle Schornsteinfeger nennen sich inzwischen auch noch "Energieberater", obwohl ich wette, dass 99 % von denen nicht mal definieren können, was "Energie" eigentlich ist. Laut verbandsinterner Statistik (die wohl versehentlich mal ins Internet geraten war) haben etwa 60 % dieser schwarzen Unglücksbringer nicht mal Hauptschulabschluss!

    In einem Vorort von Darmstadt werkelt so ein besonders einfriger Schofi rum, schwätzt den Leuten Wärmebildaufnahmen auf (O-Ton: "Das wird jetzt Pflicht, ich mach's Ihnen jetzt noch für nen Sonderpreis"), hat aber NULL Ahnung von der Materie.
    5 Wärmebildchen (viel zu wenig für eine wirkliche Analyse) kosten 150,- € - für nix und wieder nix! Jedes weitere Foto kostet 50,- €!!!!
    Wer von seinen "Kunden" (amtlich: "Kehrgebührenpflichtige") nicht spurt, bekommt gleich die Mängelerfindungsgewalt des Herrn Bezirksschornsteinfegermeisters und Enerberaters zu spüren.

    Was jahrelang auch von ihm unbeanstandet war, hat plötzlich "Mängel"!
    Der Artikel trifft voll ins Schwarze! Weiter so, SPIEGEL!
  6. #6

    Ich bin dann mal Ernährungsberater

    Ist das Gleiche in Grün.
  7. #7

    Zitat von sponsch Beitrag anzeigen
    Ist das Gleiche in Grün.
    Ist bei jedem Berater so ob Wirtschaft Energie oder was auch immer.
    Berater ist keine geschütze Berufsbezeichnung und jeder darf sich so nennen
  8. #8

    Wer sein Haus wirklich anständig und ohne Baumurks energetisch sanieren will .... der macht es am besten selbst.
    Man muss sich nur in das Thema rein arbeiten, sehr gut informieren was aktueller Stand ist, mehr nicht.

    Wenn man dann noch sauber und gewissenhaft arbeitet, bei der Arbeit mit denkt, wird das ganze besser als es jeder Handwerker je machen könnte, denn der Arbeitet mit Zeitdruck und wurde meistens nicht darauf geschlt was er macht, sondern er macht es "so wie immer".
    Sauberes, lückenloses abkleben einer Dampfbremse braucht Zeit.
    Z.b. Fenster werden nicht mehr nur mit Bauschaum abgedichtet, trotzdem machen es noch min. 50% der Handwerker.

    Auch ein aktuelles Haus ist kein Hexenwerk für Hochgebildete ... in alles kann man sich rein lesen.
    Man erkennt dann auch sofort wenn Handwerker fuschen und kann eingreifen bevor es zu spät ist.
  9. #9

    Hm?

    "Es ist unglaublich, dass die Firma ohne jede Leistung Geld verlangt", ärgert sich der Anwalt."

    Aber genau dasselbe machen doch Anwälte auch sehr oft. Man denke nur an die Abmahnabzockkanzleien.