Streit über Spekulationsteuer: Acht Euro-Länder verweigern Merkel die Gefolgschaft

AFPDie Euro-Zone ist gespalten. Neun Mitgliedstaaten drängen auf die Einführung einer Finanzsteuer, doch acht Länder torpedieren das Projekt. Jetzt droht der Plan komplett zu scheitern - es wäre eine herbe Niederlage für Nicolas Sarkozy und Angela Merkel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820958,00.html
  1. #140

    Zitat von cemi Beitrag anzeigen
    Jo, so wünscht sich das der Porschefahrer, is klar. Immer schön die Kleinen am meisten blechen lassen, gell? Dann hoffen Sie mal, dass so eine Steuer noch in dieser Legislaturperiode durchgedrückt wird. Herr Rösler wird schon dafür sorgen, dass die Ausgestaltung dann im Sinne von Leuten Ihres Schlages erfolgt.
    Steuern, die auf Finanztransaktionen erhoben werden zahlen immer "die Kleinen". Sie werden einfach durchgereicht, an Riestersparer, Lebensversicherte, Fondssparer, etc. Sie wird dann auf der Wertpapierabrechnung ausgewiesen. "Die Grossen" koennen ihren Handel nach London, Dublin, New York oder Singapur verlagern. Schweden hatte eine Transaktionssteuer in den 80ern, und ist aufgrund gemachter Erfahrungen heute dagegen, diese einzufuehren.

    Es gibt zwei Gruende, diese Steuer einzufuehren: Sie ist beim Volk populaer (wie man ja hier im Forum gut sehen kann), und Politiker erheben gerne Steuern.
    "Spekulation" oder aehnliche Dinge werden dadurch ueberhaupt nicht verhindert....
    Schoene Gruesse
  2. #141

    Zitat von Frankfurter87 Beitrag anzeigen
    "Die Grossen" koennen ihren Handel nach London, Dublin, New York oder Singapur verlagern.
    Das kann wirklich jeder ohne Probleme - egal ob groß oder klein. Wenn ich mal hin und wieder einen Index-Future durch die Gegend schieben will, mache ich das immer in den USA - insofern geht mir eine eventuelle Transaktionssteuer am Allerwertesten vorbei.
  3. #142

    Ja, ich auch

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen

    #84 Heute 09:48 von
    beraterit
    ich wäre für einen Steuer auf Dummgeschwafel im Spon
    Ich wäre auch dafür. Machen wir uns dafür stark.
    Wie wärs mit einem Vorschlag im Zukunftsdialog?
  4. #143

    xxx

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Wir haben die Wahl
    1) Merkel verpfändet die Lebens-Arbeitsleistungen gleich mehrer
    Generationen deutscher Steuerzahler für das in Südeuropa
    veruntreute deutsche Kapital.
    Mit den Sparmassnahmen kommt noch zusätzlich eine Deflation.

    2) Der Ehrenwerte Cameron lässt das Geld einfach drucken.
    Eine Inflation gibt es mitnichten! Die Wirtschaft hat
    dringend benötigtes Wachstum. Eine Teuerung im
    einstelligen % Bereich ist möglich, die beherrscht werden kann.
    Was macht sie nur so optimistisch, die Sachlage kann es auf jeden Fall nicht sein.
    Einer der ihren Optimismus nicht teilt, und der sollte doch von der Sache her ein bisschen Ahnung haben.

    Standpunkt: Jens Weidmann: Was steckt hinter den Target2-Salden? - Wirtschaft - FAZ
  5. #144

    Krankes Denken

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    Macht mans halt in der Schweit, GB oder Hongkong - so what.
    Ihre Art zu Denken kommt einer Anstalt gleich. Wenn die BRD und Frankreich eine Transaktionsteuer einführt, warum regen sie sich so auf. Ich will ihnen sagen warum. Lass die Spekulaten doch nach GB oder Hongkong verschwinden, es nützt ihnen nichts , denn gewisse Geschäfte MÜSSEN trotzdem über Frankfurt oder der Börse in Paris abgewickelt werden und das weiß auch Cameron, deswegen lehnen sie sich so da gegen auf. Aber die Dummen haben das Sagen!!!
    Dummheit regiert die Welt.
  6. #145

    Neidhammelmentalität nutzen!

    Zitat von Frankfurter87 Beitrag anzeigen


    Es gibt zwei Gruende, diese Steuer einzufuehren: Sie ist beim Volk populaer (wie man ja hier im Forum gut sehen kann), und Politiker erheben gerne Steuern.
    "Spekulation" oder aehnliche Dinge werden dadurch ueberhaupt nicht verhindert....
    besonders populäre Steuern waren und wären heute

    früher : Fenstersteuer, Sektsteuer, (Damit finanzierte der Kaiser einst schon seine Flotte, und es gibt sie noch immer ! )

    heute : Porschefahrersteuer, Akademikersteuer, Spekulantensteuer,.......

    und auf alle übrige, was Neid und Entrüstung deutscher Gutmenschen erregt

    Motto: Erst wenn allen wieder gleich schlecht geht, ist dies eine gerechte Welt in der wir zufrieden leben können.
  7. #146

    Schildbürger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Zone ist gespalten. Neun Mitgliedstaaten drängen auf die Einführung einer Finanzsteuer, doch acht Länder torpedieren das Projekt. Jetzt droht der Plan komplett zu scheitern - es wäre eine herbe Niederlage für Nicolas Sarkozy und Angela Merkel.

    Spekulationsteuer: Acht Euro-Länder verweigern Merkel die Gefolgschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Da sitzen Kriminelle in Brüssel zusammen und beraten, ob sie kriminelle Handeln einschränken sollen.

    Kriminelles Handeln gehört nicht eingeschränkt, sondern abgeschaft und verboten. Niemand braucht Spekulationen. Nur die Kriminelle Oberschicht braucht sie, damit sie ohne Arbeit in dekadenten Verhältnissen leben können.

    Hoffentlich bricht dieser ganze kriminelle Abschaum bald zusammen.
  8. #147

    Sie sollten sich nicht nur um den Kleinaktionär sorgen. Mehr Sorgen sollten Sie

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ....nur auf Aktien trifft den kleinen Aktiensparer. Gegen die großen Zocker hilft sie nicht.
    sich bei dieser einseitigen Steuer um die Realwirtschaft machen. Keines der Probleme, die schon durch die Deregulierung der Finanzmärkte heraufbeschworen wurden, wird damit gelöst. Im Gegenteil, die einseitige Nichtbesteuerung hochspekulativer Finanzgeschäfte wird Spekulationen ein weiteres Mal befeuern und eine Dauerkrise heraufbeschwören. Gerade den Handel mit hochspekulativen Finanzprodukten nicht zu besteuern, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Nicht eine Steuer schlechthin, sondern diese Einseitigkeit würde die Realwirtschaft um so mehr belasten.

    Realinvestitionen werfen ohnehin schon weniger Rendite ab als riskantere bis hochriskante Investitionen in Finanzprodukte. Einseitige Besteuerung würde einmal mehr dazu führen, dass man die Renditen aus der Realwirtschaft auf andere Weise wieder den "Erwartungen" anzupassen versuchte, die sich selbstverständlich an den im Vergleich dazu dann nochmals höheren Renditen aus der Finanzspekulation orientieren würden, die kaum ein Mensch erarbeiten kann. Wie würde man das "Problem" der sinkenden Renditen aus der Realwirtschaft wohl anpacken? Etwa höhere Löhne zahlen, um Nachfrage nach realen Gütern zu stimulieren und mehr Leute einstellen, die dann noch mehr Nachfrage schaffen? Mitnichten! Man würde dem neoliberalen Zeit(klein-)geist folgen, Entlassungen und erneute Lohnzurückhaltung anstreben. Nicht vor allem der Kleinaktionär, sondern die Realwirtschaft, die Beschäftigten und diejenigen, die nicht einmal das nötige Kleingeld dazu hätten, um überhaupt Kleinaktionär zu werden, müssten darunter leiden. Arbeit und Realwirtschaft würden bestraft, wilde Spekulation mit Finanzprodukten, Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen einmal mehr gefördert und noch fürstlich belohnt. Noch mehr vagabundierendes Kapital würde um den Globus kreisen - auf der Suche nach der renditeträchigsten Anlage. Und das würden dann keine Aktien der europäischen Realwirtschaft sein.

    Entlassungen, höhere Arbeitslosigkeit und Lohnzurückhaltung würden die Binnennachfrage weiter drosseln, wiederum die Realwirtschaft treffen, Renditen aus Investitionen in dieselbe ein weiteres Mal im Vergleich zu den steuerlich nicht belasteten hochriskanten Spekulationen schmälern und erneut Forderungen nach weiteren Lohnsenkungen zur Folge haben. Eine weitere Durchreiche würde installiert, wieder wanderte Geld von unten ab in Spekulantenhand.

    Europa wird heruntergewirtschaftet, als gäbe es kein Morgen. Ist es Dummheit, fehlt der Durchblick? Ist es Absicht und deshalb einfach nur noch Ausdruck einer verkommenen, korrupten Elitenwirtschaft? Wobei Europapolitik plus Euro nur noch als Generatoren gigantischer Teufelskreise und die Einseitigkeit der Belastungen wie eh und je als großes Schwungrad dienen?

    Dass Schweden sich widersetzt und als Beispiel einer misslungenen Finanztransaktionssteuer dient, ist nicht verwunderlich, soll es doch zumindest einen schweren Fehler begangen haben. Dies (auf Seite 2) - und wie man es besser machen könnte, ist in folgender PDF-Datei der Friedrich-Ebert-Stiftung nachzulesen:

    08957.pdf - By Nitro PDF Software

    Die Stempelsteuer eines heruntergewirtschafteten, deindustrialisierten Großbritannien als Vorbild? Nein Danke!

    Gruß
    Janna