Mangelhafte Beratungsprotokolle : BaFin verhängt Bußgeld gegen Banken

dapdWas tun, wenn der Mitarbeiter in der Bank zur falschen Anlage rät? Für den Fall sollen die Berater eigentlich genaue Protokolle der Gespräche anfertigen. Viele Dokumentationen sind aber mangelhaft - dagegen geht die Finanzaufsicht jetzt vor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...820926,00.html
  1. #1

    Ein Skandal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Banken wiederum hätten ein Interesse daran, die Beratungsprotokolle so zu gestalten, dass die Haftungsrisiken minimiert würden.
    Klarer kann man gar nicht zugeben, dass man nur Dreck am Stecken und schlechte Absichten hat.
    50tsd Euro sind noch viel zu milde, weil hier VORSATZ in Hunderttausenden von Fällen staatsanwaltschaftlich verfolgt werden muss.

    Eine Teilschuld hat der Kunde allerdings auch, dass er a) im "Einzelbankhandel" eine Beratung statt eines Verkaufs erwartet und b) überhaupt irgendwas kauft, was er nicht zu 100% versteht.

    Ich kenne zwar auch nicht alle Zutaten eines Brötchens aus der Massenherstellung, aber wenn Hunderte von Kunden Vergiftungen bekommen, dann weiß ich das und mache einen großen Bogen. Und das SO lange, bis der Produktanbieter nachvollziehbare Qualität liefert.
    Aber nein, der Kunde will ja 0,3% mehr als der Herr Nachbar haben, unbedingt. Sonst würde er keinen Müll kaufen, den er nicht versteht...
  2. #2

    na, wenn das Bafin ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Mitarbeiter in der Bank zur falschen Anlage rät? Für den Fall sollen die Berater eigentlich genaue Protokolle der Gespräche anfertigen. Viele Dokumentationen sind aber mangelhaft - dagegen geht die Finanzaufsicht jetzt vor.

    Mangelhafte Beratungsprotokolle: BaFin verhängt Bußgeld gegen Banken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    nichts wichtigeres zu tun hat....

    Die Massnahmen sind zwar sicherlich richtig - aber was passiert jetzt ?

    Die verantwortlichen kundenberater bekommen eine Abmahnung, müssen vielleicht noch für "ihre" Fehler haften - und die eigentlich Verantwortlichen bleiben ungeschoren, setzen die Berater weiterhin unter Performance-Druck (der Kunde und sein interesse ist sowieso zweitrangig).

    Und ausserdem scheint mir, dass die Bafin (ohnehin ein zahnloser Tiger als Bettvorleger) auf die kleinen losgeht und die grossen ungeschoren lässt.

    Bei all den Derivaten, Schattenbanken, adrenalingetränkten Investmentbanker-Ego-Monstern mit ihren Anwaltsheeren beisst man schliesslich auf Granit. Ganz zu schweigen ob die Bafin überhaupt noch personell in der Lage und gewillt ist, inhaltlich zu verstehen, was da überall immer noch bzw. schon wieder für ein Rad gedreht wird....
  3. #3

    Zitat von Gerixxx Beitrag anzeigen
    Die Massnahmen sind zwar sicherlich richtig - aber was passiert jetzt ?
    Die Banken machen weiter wie bisher und zahlen die Strafe in fünfstelliger Höhe für die wenigen Fälle die publik werden. Das ist billiger, als die Beratungspraxis ändern.
  4. #4

    einfach den Banken nichtmehr vertrauen und sich nicht von Schlips und Kragen einschüchtern lassen. Das sind doch heute drückerkolonen, die dafür sorgen, dass man sich ja nicht das Kleingedruckte durchliest.

    Das ist einfach gesindel. Den Traum nach dem Schnellen geld an den Nagel hängen ist am besten. Und wenn man "Risikobereit" ist, dann kann man ja ins casino oder auf die Pferderennbahn, da gibt es bestimmt jemanden, der einen TOOOOODSICHEREN Tip für einen hat.
    Macht auch mehr Spass als eine Zertifikat oder so einen Schrott.
  5. #5

    BaFin und das Bussgeld.

    Es wird Zeit das die Politik hier eingreift,denn die BaFin wird von der Bundesbank immer unter Duck gesetzt und wo immer möglich neutralisiert.Wenn sie keine scharfen Zähne hat und immer angegriffen wird, wird sie keine Zähne haben und das muss sich ändern und die Politik muss die Banken unter Kontrolle durch ganz Europa bringen oder wir werden weiter von den Zokkern betrogen und kontrolliert.
  6. #6

    Wieso eigentlich

    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Klarer kann man gar nicht zugeben, dass man nur Dreck am Stecken und schlechte Absichten hat.
    50tsd Euro sind noch viel zu milde, weil hier VORSATZ in Hunderttausenden von Fällen staatsanwaltschaftlich verfolgt werden muss.

    Eine Teilschuld hat der Kunde allerdings auch, dass er a) im "Einzelbankhandel" eine Beratung statt eines Verkaufs erwartet und b) überhaupt.......
    ... glaubt noch jemand, dass Banken ihren Job NICHT aus eigenwirtschaftlichem Interesse machen? Warum wollen wir nicht glauben, dass Ärzte AUCH aus Verdienstinteresse bestimmt Behandlungen durfchführen? Warum funktioniert immer noch ein Marketing, das nach der Art dieser Branchen aufgebaut ist? Weil wir es gerne glauben möchten - es ist unser Gutmenschentum, das dort "der anderen seite" übermäßige Profite ermöglicht.

    Eigentum verpflichtet - im Grundgesetz ist das Eigentum an Geld hiervon nicht ausgenommen, zu Recht. Wer Produkte kauft, die er/sie nicht versteht, verdient kein Mitleid - noch nicht mal, wenn sie vom Banker empfohlen wurden.
    Die Politik weiß das und hat die Strafen fürs mangelhafte Beratungsprotokoll lächerlich gering gehalten - eingebildete Krankheiten werden eben mit Placebos therapiert.
    Aber es wird Zeit, dass der Staat endlich die Eier hat das dem Bürger zu sagen. Das wäre der beste Verbraucherschutz.
  7. #7

    Welche Banken / Sparkassen

    Kann jemand sagen, welche zehn Banken oder Sparkassen hier belangt werden?