Umfrage in Deutschland: Fast die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder

CorbisSie tun es, wenn auch mit schlechtem Gewissen: In einer repräsentativen Studie gaben 40 Prozent der befragten Eltern in Deutschland zu, ihren Kindern einen "Klaps auf den Po" zu verpassen. Daneben greifen sie auch zu subtilen, nicht weniger schädlichen Maßnahmen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...820836,00.html
  1. #1

    Daher also die Kälte der deutschen Gesellschaft bzw. der Mehrheit der Deutschen.

    Resultiert alles aus Angst, Angstmomente, die tief eingeprägt sind aus der Kindheit.

    Körperliche Bestrafung muss unbedingt überwunden werden, unbedingt.

    Jetzt läuft bestimmt Einigen ein Schauer über den Rücken vor lauter Esoterik meinerseits, habe ich recht?
  2. #2

    Ein Klaps auf den Hintern?!

    Auf jedenfall ! Wenn ein Kind trotz mehrmaligem Ermahnen keine Grenzen zu respektieren weiß, dann kann so ein Klaps Wunder bewirken.
    Und es besteht ja wohl ein gewaltiger Unterschied, ob man ein Kind durchprügelt oder eben mal einen Klaps auf den Po gibt.

    Diese sogenannten Pädagogen und Psychologen sind doch dieselben, die Kinder aufm Schulhof als verhaltensauffällig einstufen, wenn Sie in eine normale Rauferei verwickelt sind.

    Hat es der älteren Generation geschadet?
    Also ich wusste immer, warum ich von meinem Vater eine mitbekommen habe. Grundlos hat er mir nie eine auf den Hintern gegeben.
  3. #3

    Ich bin als Kind,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie tun es, wenn auch mit schlechtem Gewissen: In einer repräsentativen Studie gaben 40 Prozent der befragten Eltern in Deutschland zu, ihren Kindern einen "Klaps auf den Po" zu verpassen. Daneben greifen sie auch zu subtilen, nicht weniger schädlichen Maßnahmen.

    Umfrage in Deutschland: Fast die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Geburtsjahr 1961, von meinem Vater und meiner Mutter häufig geschlagen worden. Manchmal auch regelrecht "vertrimmt". Oft mit Sätzen begleitet wie: "Ich schlag dir das Krumme aus den Ohren". Ich selbst habe meinen Weg gemacht und 2 Kinder. Manchmal, sie sind jetzt erwachsen, war ich SO wütend auf sie, meine Reaktion, ich habe mich umgedreht, bin vor ihnen weggelaufen, habe mir die Haare gerauft und geflucht. Ich kann aber mit Recht und Fug behaupten nicht ein einziges mal meine Hand gegen meine Kinder erhoben zu haben. Schläge sind so erniedrigend, so demütigend, so barbarisch und verletzend!!! Ich rate allen Eltern niemals, und ich meine NIEMALS ihre Kinder zu schlagen, DAFÜR gibt es keine Berechtigung, aber auch gar keine! Und wenn die Eltern glauben ein Kind vergißt, Pah, nichts habe ich vergessen, und das geht zurück bis zu meinem 5 ten Lebensjahr. Da wird nichts vergessen!
  4. #4

    ...

    Man kann einem Kind tausend Mal in einer erzieherisch wertvollen "Sprechrunde" versuchen klar zu machen, dass es sich in der Schublade die Finger quetschen kann.
    Wirklich kapieren tut es das aber erst, wenn es sich die Finger mal selber eingeklemmt hat. Das Gleiche gilt beim Herd und beim Haustier.

    Damit will ich nicht sagen, dass man seine Kinder verprügeln soll, man muss aber auch nicht immer auf dieses ganze weichgespülte Gequatasche von irgendwelchen selbsternannten Fachleuten und ihren dubiosen Studien hören.

    Mir wurde als kleiner Saupans auch hin und wieder wie man bei uns so schön sagt "Der A.... versohlt", und ich bin trotzdem ganz gut geraten. Ich schneide keine kleinen Tiere auf und bin auch nicht in meine Mutter verknallt.
    Manche Erfahrungen muss man eben einfach machen, auch wenns weh tut.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie tun es, wenn auch mit schlechtem Gewissen: In einer repräsentativen Studie gaben 40 Prozent der befragten Eltern in Deutschland zu, ihren Kindern einen "Klaps auf den Po" zu verpassen. Daneben greifen sie auch zu subtilen, nicht weniger schädlichen Maßnahmen.

    Umfrage in Deutschland: Fast die Hälfte der Eltern schlägt ihre Kinder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Es ist ja auch wichtiger Unterhalt zu zahlen, den man notfalls auch mit einem Nebenjob aufbringen muss. Das führt dazu, dass den Kindern nur mit materiellen Dingen geholfen wird.
    Die meisten Eltern sind doch eher mit sich selbst beschäftigt. Die meisten Kinder die geboren werden sind doch eher Schmuckstücke, Ersatz "Knuddeltier", "Ich kanns auch" - Produkte, sofern sie eigenständig werden, werden sie zur Last, daher wundert mich die Umfrage nicht. Aber: Kindermund tut Wahrheit kund, stimmts liebe Politiker??????
  6. #6

    In Finnland und in Schweden stellen körperliche Strafen von Kindern einen Straftatbestand dar und gelten als Misshandlung bzw. als schwere Misshandlung.

    Hier in Deutschland sind körperliche Strafen zwar geächtet, werden aber nicht offiziell als Straftatbestand betrachtet. Dies sollte dringend geändert werden.

    Es gibt keine Ausrede, jede Gewalt gegenüber schutzlosen Kindern ist barbarisch.
  7. #7

    wer sein kind liebt, der schlägt es!

    Zitat von denker_und_dichter Beitrag anzeigen
    Daher also die Kälte der deutschen Gesellschaft bzw. der Mehrheit der Deutschen.

    Resultiert alles aus Angst, Angstmomente, die tief eingeprägt sind aus der Kindheit.

    Körperliche Bestrafung muss unbedingt überwunden werden, unbedingt.

    Jetzt läuft bestimmt Einigen ein Schauer über den Rücken vor lauter Esoterik meinerseits, habe ich recht?
    es sind doch nicht nur "die" deutschen und vor allem nicht alle - ich habe noch nie ein kind geschlagen, wenn dies doch mal geschähe, dann soll mir die hand abfallen. ;-)

    ich erinnere mich an eine diskussion mit englischen kommilitonen ende der achtziger jahre. für sie war es nicht nur normal, dass es "riß" zuhause gab, sondern sie berichteten mir auch, dass prügel an den englischen schulen durchaus üblich seien und sie bezweifelten meine aussage, dass dies - wenn auch nicht zuhause, so doch wenigstens an den deutschen schulen - seit ende der siebziger jahre verboten sei.

    während meines expat einsatzes in spanien vor zwanzig jahren hatte ich den eindruck, dass es dort auch noch "proletarisch" rustikal zuging - auch akademikern rutschte die hand schon mal beiläufig aus, wenn die brut frech wurde.

    von malaysia, singapore, korea und... will ich gar nicht erst reden.

    aber sie haben recht, es ist sehr traurig, wenn schon hochwürden bischof und papstbruder chorleiter, die doch immer salbungsvoll die göttliche liebe predigten - unschuldigen waisenkindern und chorknaben links und rechts ein paar um die ohren gaben - dies ist aber wahrlich kein deutsches patent!
  8. #8

    Zitat von daniel79 Beitrag anzeigen
    Man kann einem Kind tausend Mal in einer erzieherisch wertvollen "Sprechrunde" versuchen klar zu machen, dass es sich in der Schublade die Finger quetschen kann.
    Wirklich kapieren tut es das aber erst, wenn es sich die Finger mal selber eingeklemmt hat. Das Gleiche gilt beim Herd und beim Haustier.

    Damit will ich nicht sagen, dass man seine Kinder verprügeln soll, man muss aber auch nicht immer auf dieses ganze weichgespülte Gequatasche von irgendwelchen selbsternannten Fachleuten und ihren dubiosen Studien hören.

    Mir wurde als kleiner Saupans auch hin und wieder wie man bei uns so schön sagt "Der A.... versohlt", und ich bin trotzdem ganz gut geraten. Ich schneide keine kleinen Tiere auf und bin auch nicht in meine Mutter verknallt.
    Manche Erfahrungen muss man eben einfach machen, auch wenns weh tut.
    Wie kommen Sie auf die abstruse Idee, dass Kinder durch körperliche Strafen lernen, dass die Herdplatte heiß ist?

    Körperlich Strafen werden mit der Ausrede "Uns hat es auch nicht geschadet" an die nächste Generation tradiert.

    Körperliche Strafen schaden der Seele. Manche Erwachsenen lassen den Schmerz, der ihnen als Kind zugefügt wurde, nicht zu, sondern verdrängen ihn und sind so auch gegenüber dem Schmerz ihrer eigenen Kinder abgestumpft bzw. immun.

    Es ist unbegreiflich, dass jeder Erwachsene einsieht, dass der Straftatbestand der Körperverletzung bei ihnen selbst notwendig ist, bei ihren eigenen schutzlosen Kinder aber andere Maßstäbe anwenden.
  9. #9

    Ihr

    Zitat von brainbiter Beitrag anzeigen
    Auf jedenfall ! Wenn ein Kind trotz mehrmaligem Ermahnen keine Grenzen zu respektieren weiß, dann kann so ein Klaps Wunder bewirken.
    Und es besteht ja wohl ein gewaltiger Unterschied, ob man ein Kind durchprügelt oder eben mal einen Klaps auf den Po gibt.

    Diese sogenannten Pädagogen und Psychologen sind doch dieselben, die Kinder aufm Schulhof als verhaltensauffällig einstufen, wenn Sie in eine normale Rauferei verwickelt sind.

    Hat es der älteren Generation geschadet?
    Also ich wusste immer, warum ich von meinem Vater eine mitbekommen habe. Grundlos hat er mir nie eine auf den Hintern gegeben.
    "Klapps auf den Hintern" wird ein bockiges Kind nicht zur Raison bringen, so verharmlosend wie sie das hier schildern. Über einen "Klapps auf den Hintern" lacht ihr Kind sie aus. Nein, sie müßen schon gewalttätig werden, aus dem Blickwinkel des Kindes betrachtet, um es "auf Spur" zu bringen, es zu beugen, und zu disziplinieren. Kurzum, sie müßen seinen eigenen Willen brechen ob ihrer körperlichen Überlegenheit, gepaart mit der Androhung von emotionaler Sanktion ( Heute Nacht gibts keine Geschichte, keinen Kuß, und ins Bett zum Kuscheln kommste auch nicht etc etc ). Den Klapps auf den Hintern gibt es nicht. Er steht nur als Symbol um das letzte Sanktionsmittel von Eltern zu rechtfertigen; körperliche Züchtigung. Und auch ihr softes Popoklatschen, was es in den allermeisten Fällen nicht ist, oder nicht dabei bleibt, ist nur ein Plazebo für versteckte Gewaltanwendung der Eltern gegenüber dem Kind.