Vorsorgen statt operieren – wie lassen sich Herzprobleme vermeiden?

Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen, aber auch andere Erkrankungen unserer lebenserhaltenden "Pumpe" beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Lebenserwartung vieler Menschen. Der Arzt kann helfen, aber besser und billiger als alle Medizin ist die richtige Vorsorge. Wie lassen sich dadurch Herzprobleme vermeiden?
  1. #1

    Aspirin senkt die Herzinfarktwahrscheinlichkeit um ca. 1/3.
  2. #2

    Zitat von SoulmanX Beitrag anzeigen
    Aspirin senkt die Herzinfarktwahrscheinlichkeit um ca. 1/3.
    Da die Pharmakokinetik von ASS mit gravierenden Nebenwirkungen behaftet ist, die ihrerseits der Medikation bedürfen, gibt es auch schon gleichgestellte Alternativpräparate mit deutlich reduzierter, die LADME betreffenden Wirkkreise.
    Das Hauptkriterium in dieser Thematik aber ist der Betroffene selbst, der ja zunächst eigenverantwortlicher Beitragszahler ist, bevor er zum Patienten wird.
    Und das nachfolgende Kriterium ist unser Gesundheitssystem, welches nicht die Eigenverantwortlichkeit und Fürsorge honoriert.
    Und das vorgeschaltete Kriterium ist unser Bildungssystem, innerhalb dessen wir weder zur Eigenverantwortlichkeit erzogen noch mit dem kulturtechnischen und physiologischen Wissen ausgestattet werden. Somit frisst die Gesellschaft ihre Kinder, für deren Wohl sie eigentlich sorgen soll. Ultima ratio jedoch bleibt die OP, wenn es um die letzte Rettung geht.
  3. #3

    Ein sehr wichtiger Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen, aber auch andere Erkrankungen unserer lebenserhaltenden "Pumpe" beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Lebenserwartung vieler Menschen. Der Arzt kann helfen, aber besser und billiger als alle Medizin ist die richtige Vorsorge. Wie lassen sich dadurch Herzprobleme vermeiden?
    Jörg Blech berichtet sehr eindrücklich von der Forschung nach den "selbstheilenden Herzen". Beschrieben wird aber das Dilemma, das Menschen auf die Allmacht der Medizin setzen und nicht bereit sind, Ihren Lebensstil zu ändern, der zu den gesundheitlichen Problemen geführt hat.

    Mangel an Bewegung führt zur Steigerung der Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, Rauchen, falsche Ernährung und Stress. Der aufgeklärte, bequeme Wohlstandsbürger ruft dann aber nach dem Staat, dem Arzt, der Versicherung und will Hilfe gegen all die Verführung dieser ungerechten Welt. Und er klagt über die überbordenden "Gesundheitskosten", hohe Beiträge und das er von den Akteuren im Markt nicht ernst, sondern ausgenommen wird.

    Menschen sollten ihre Verantwortung für sich selbst erkennen - der Blick in den Spiegel und solche Artikel wie der von Jakob Strobel y Serra in der FAZ zum Thema Ernährung könnten helfen und wenn man die eigene Bequemlichkeit überwinden würde.
  4. #4

    Eine gesunde Ernährung ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen, aber auch andere Erkrankungen unserer lebenserhaltenden "Pumpe" beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Lebenserwartung vieler Menschen. Der Arzt kann helfen, aber besser und billiger als alle Medizin ist die richtige Vorsorge. Wie lassen sich dadurch Herzprobleme vermeiden?
    und das Vermeiden von Übergewicht würde schon sehr viel helfen. Ich wäre dafür, dass Übergewichtige einen höheren Krankenkassenbeitrag zahlen !
  5. #5

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    und das Vermeiden von Übergewicht würde schon sehr viel helfen. Ich wäre dafür, dass Übergewichtige einen höheren Krankenkassenbeitrag zahlen !
    Und wie möchten Sie denn "Übergewicht" feststellen? Etwa mit der BMI-Tabelle, die rein garnicht über die tatsächliche Fettleibigkeit aussagt?
    Und wer soll denn kontrollieren? Wie häufig? Und dann soll der Arbeitgeber immer unterschiedliche Beiträge abziehen ja nach Ergebnis? Wir oft wird der Beitrag angepasst - monatlich, jährlich?
    Dann müssten auch Extremsportler einen höheren Beitrag bezahlen, die Extremtrinker auch.
    Die Raucher erst recht!
    Aber bitte nicht die Couch Potatos vergessen.
    Und dann sind noch die Menschen die 10 Eier die Woche essen, und die anderen, die keine Obst und Gemüse essen...

    Hmmm... welche Volksgruppe haben wir jetzt ausgelassen?

    P.S. ich bin weder übergewichtig, noch Extremsportler, noch Raucher, noch Couch Potato aber ich halte die Idee für schlecht. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht zur Schädigung der eigenen Gesundheit beiträgt. Und sei es nur damit, dass ich sich mit der eigenen Gesundheit so obsessiv beschäftigt, dass es in Stress ausartet...
  6. #6

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    und das Vermeiden von Übergewicht würde schon sehr viel helfen. Ich wäre dafür, dass Übergewichtige einen höheren Krankenkassenbeitrag zahlen !
    Ade Solidarität.
    Machen wir es doch so, wie es die Autoversicherer machen, dort darf man demnächst noch separat den Marderschaden versichern.
    Ich schlage vor.
    - für 10 kg Übergewicht 10 % mehr Beitrag
    - für 20 kg Übergewicht 20 %, mehr Beitrag
    u.s.w
    Natürlich auch für Raucher
    - für 10 Zigaretten am Tag 10 %, mehr Beitrag
    u.s.w.
    Nicht zu vergessen die Alkohooliker, Extremsportler, Fernfahrer, Autofahrer generell, Tierpfleger für Löwen, Tiger und Bären 50 %, für Murmeltiere, Meerkatzen und Singvögel 5 %, etc.
  7. #7

    Solidarität ...

    Zitat von Softship Beitrag anzeigen
    Und wie möchten Sie denn "Übergewicht" feststellen? Etwa mit der BMI-Tabelle, die rein garnicht über die tatsächliche Fettleibigkeit aussagt?
    Und wer soll denn kontrollieren? Wie häufig? Und dann soll der Arbeitgeber immer unterschiedliche Beiträge abziehen ja nach Ergebnis? Wir oft wird der .......
    Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz- und Kreislauferkrankungen.

    Eine der häufigsten Ursachen für diese Erkrankungen sind schlechte oder falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Rauchen. Ich denke der Zigarettenkonsum ist seit 2002 in einem stetigen Absinken begriffen. Hier haben die entsprechenden Maßnahmen des Staates und der freien Wirtschaft geholfen.

    Ja, den BMI halte ich für einen Maßstab; die gesetzlichen Kassen übrigens auch ! Kontrollieren sollte der Hausarzt, mit Meldung an die GKV bei Überschreitung. Heute im Zeitalter der IT kein Problem. Und Extremsportler müssen bei der Lebensversicherung schon Aufschäge bezahlen und nicht zu knapp. Warum nicht auch bei der GKV ?

    Gegen den Alkohol sollte man die gleichen Maßnahmen und Kampagnen starten, wie man es gegen das Rauchen getan hat. Vor allem die jüngere Generation ist hier häufig auf einem gefährlichen Weg und säuft sich noch den letzen Rest Hirn aus dem Kopf.

    Ich finde es absolut ungerecht und rücksichtslos, wenn Menschen die Solidargemeinschaft der Versicherten dadurch schädigen, dass sie sich nicht um ihre eigene Gesundheit kümmern, sondern sich darauf verlassen, dass im Krankheitsfall die Solidargemeinschaft schon die bestmögliche Versorgung bezahlen wird.
  8. #8

    Nein, ...

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Ade Solidarität.
    Machen wir es doch so, wie es die Autoversicherer machen, dort darf man demnächst noch separat den Marderschaden versichern.
    Ich schlage vor.
    - für 10 kg Übergewicht 10 % mehr Beitrag
    - für 20 kg Übergewicht 20 %, mehr Beitrag
    u.s.w
    Natürlich auch für Raucher
    - für 10 Zigaretten am Tag 10 %, mehr Beitrag
    u.s.w.
    Nicht zu vergessen die Alkohooliker, Extremsportler, Fernfahrer, Autofahrer generell, Tierpfleger für Löwen, Tiger und Bären 50 %, für Murmeltiere, Meerkatzen und Singvögel 5 %, etc.
    ich halte es für unsolidarisch, wenn Menschen hergehen und sich nicht um ihre Gesundheit kümmern, keine Versorgeuntersuchungen machen lassen und sich völlig darauf verlassen, dass die Solidargemeinschaft ja alles zahlt, wenn man dann so richtig schwer krank wird, weil man sich völlig falsch ernährt hat und Vorsorgeuntersuchungen ja sowieso Blödsinn sind.
  9. #9

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz- und Kreislauferkrankungen.
    In Ihrer perfekten Welt, was wäre denn die häufigste Todesursache?

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Ja, den BMI halte ich für einen Maßstab; die gesetzlichen Kassen übrigens auch !
    Dass Personen mit einem BMI von über 30 und unter 18,5 gesundheitlich gefährdet sind, ist zwar weitgehend anerkannt, aber ansonsten ist BMI sehr umstritten, weil die Grenzwerte willkürlich gesetzt wurden, weil er den Unterschied zwischen viszeralem Fett im Bauch und dem weniger gefährlichen verteilten Unterhautfett nicht berücksichtigt, die natürliche (und nicht ungesunde) Gewichtszunahme im Alter nicht berücksichtigt, Menschen mit hoher Muskelmasse falsch einstuft, und sehr große und sehr kleine Menschen falsch klassifiziert.

    Übrigens, da ein BMI von unter 18,5 auch für eine gesundheitliche Gefährdung spricht, würden Sie auch die Menschen zur Kasse bitten wollen?

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Kontrollieren sollte der Hausarzt, mit Meldung an die GKV bei Überschreitung. Heute im Zeitalter der IT kein Problem. Und Extremsportler müssen bei der Lebensversicherung schon Aufschäge bezahlen und nicht zu knapp. Warum nicht auch bei der GKV ?
    Ärzte können nur dann richtig behandeln, wenn ihre Patienten ihnen gegenüber offen und ehrlich sind. Meinen Sie wirklich, dass jemand der ein „Risikofaktor“ hat, der zu einer Beitragserhöhung führen könnte, diesen offen zugeben würde?

    Was die Meldung an die GKV angeht – auch im Zeitalter der IT ist das sehr wohl ein Problem, weil es beim Arzt, bei der Kasse und bei dem Arbeitgeber zu mehr Verwaltung führen würde. Wenn Extremsportler bei der Lebensversicherung mehr bezahlen müssen, dann brauchen Sie es nicht bei der GKV – wer schnell stirbt belastet das Gesundheitssystem kaum, und die Rentenkasse noch weniger.

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Ich finde es absolut ungerecht und rücksichtslos, wenn Menschen die Solidargemeinschaft der Versicherten dadurch schädigen, dass sie sich nicht um ihre eigene Gesundheit kümmern…
    Was meinen Sie aber, wie die Rentenkassen dadurch entlastet werden?

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    …sondern sich darauf verlassen, dass im Krankheitsfall die Solidargemeinschaft schon die bestmögliche Versorgung bezahlen wird.
    Die „bestmögliche Versorgung“ wird ja nicht bezahlt, sondern WANZ (wirtschaftlich; ausreichend; notwendig; zweckmäßig).

    Man muss nicht mal Extremsportler in Ihrem Sinne sein, um das Gesundheitssystem unnötig zu belasten. Schon Skifahren ist ein zusätzliches Risiko. Finden Sie es auch absolut ungerecht und rücksichtslos, wenn Menschen Skifahren?