Vermessung mit U-Booten: Fotos zeigen "Titanic"-Wrack in allen Details

HISTORYNeue Bilder vom Grab der "Titanic" geben Einblick in eine der größten Katastrophen der Seefahrtsgeschichte. Sie beweisen, wie der Ozeanriese zu Boden taumelte - und zeigen zahlreiche Details des gewaltigen Trümmerfelds in 3800 Metern Tiefe.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...820391,00.html
  1. #1

    moin moin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Bilder vom Grab der "Titanic" geben Einblick in eine der größten Katastrophen der Seefahrtsgeschichte. Sie beweisen, wie der Ozeanriese zu Boden taumelte - und zeigen zahlreiche Details des gewaltigen Trümmerfelds in 3800 Metern Tiefe.

    Vermessung mit U-Booten: Fotos zeigen "Titanic"-Wrack in allen Details - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Der Untergang der Titanic geschah aus menschlichem Größenwahn und naivem Vertrauen auf die Unfehlbarkeit der Technik. Es war eine Warnung an die Menschheit. Aber so wie es heute aussieht, das 'Immer weiter so', hat der Mensch nichts aus dieser Katastrophe gelernt.
  2. #2

    Hauptsache wieder was gepostet ...

    Zitat von e-cdg Beitrag anzeigen
    Der Untergang der Titanic geschah aus menschlichem Größenwahn und naivem Vertrauen auf die Unfehlbarkeit der Technik. Es war eine Warnung an die Menschheit. Aber so wie es heute aussieht, das 'Immer weiter so', hat der Mensch nichts aus dieser Katastrophe gelernt.
    Klar doch: Es war eine "Warnung an die Menscheit", ausgeführt von Mutter Natur, Gottheit aller Grünen. Man hätte es wissen müssen.

    "Der Mensch" hat durchaus aus dieser Katastrophe gelernt:
    Man nimmt genügend Rettungsboote mit an Bord!
  3. #3

    Galt die Titanic wirklich als unsinkbar, oder ist das ein späterer Mythos, der vordatiert wurde?
  4. #4

    Vielen Dank für die Info und die Fotos!

    Aber eine Korrektur ist mir doch sehr wichtig: Die Titanic war definitiv kein "Kreuzfahrtschiff"!

    Zwar gab es schon damals Kreuzfahrten, jedoch war die Titanic ein klassisches Linien- und Postschiff der damaligen Zeit mit zusätzlich großer Passagierkapazität vor allem für Auswanderer.

    "RMS Titanic" bedeutet nämlich "Royal Mail Ship". Zusammen mit den Schwesterschiffen "Olympic" und "Britannic" (ursprünglich als "Gigantic" geplant), sollte damit ein Liniendienst auf der Nordatlantik-Route gefahren werden, bei dem jede Woche sowohl von Europa als auch von Amerika ein Schiff ablegte.

    Kreuzfahrten sind ein völlig anderer Stiefel.
  5. #5

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Galt die Titanic wirklich als unsinkbar, oder ist das ein späterer Mythos, der vordatiert wurde?
    Das ist wohl eher ein Mythos.
    Allerdings galten die Schiffe der Olympic-Klasse tatsächlich als sehr sicher wegen der Technik der wasserdichten Abteilungen.

    RMS Titanic

    Deshalb sah die Reederei auch keinen Grund, die Schiffe mit für alle Insassen ausreichender Rettungsboot-Kapazität auszurüsten, obwohl das im Konzept durchaus vorgesehen war. Konkret waren ursprünglich 48 Rettungsboote vorgesehen, von denen aber nur 20 wirklich realisiert wurden. 63 Botte hätte man benötigt, um wirklich alle Menschen an Bord eines vollbesetzten "Olympic"-Schiffes zu retten. Für die 2200 Personen an Bord der Titanic hätten 48 Boote sicher gereicht.

    Gesetzlich vorgeschrieben waren damals nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen gemessen an der Verdrängungsmasse des Schiffes. Für ein Passagierschiff allemal zu wenig.
  6. #6

    Moin erstmal!

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Galt die Titanic wirklich als unsinkbar, oder ist das ein späterer Mythos, der vordatiert wurde?
    Nein, diese angebliche "Unsinkbarkeit" wurde der OLYMPIC- Klasse, also der OLYMPIC, TITANIC und der GIGANTIC (Nach dem Untergang der TITANIC als BRITANNIC fertiggestellt) von der englische Presse diesen Schiffen angedichtet. Allerdings tat die White Star auch nichts um dieses richtigzustellen. Wozu auch, war das doch kostenlose Werbung.
    Angeblich ging dieser Nimbus auf eine Antwort von Kapitän Smith zurück, der eine entsprechende Frage eines Reporters in etwa mit "Dieses Schiff ist so groß, das kann gar nicht sinken." beantwortet haben soll.
  7. #7

    ...

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Galt die Titanic wirklich als unsinkbar, oder ist das ein späterer Mythos, der vordatiert wurde?
    In der zeitgenössischen Presse wurde die Sicherheitsausstattung der Olympics ausführlich gerühmt. Angesichts der Schäden, die das Schiff durch seine zahlreichen Schotten zu überleben im Stande war wurde tatsächlich von "Unsinkbarkeit" gesprochen. Niemand konnte sich ein Szenario vorstellen, in dem ein Leck über mehr als ein Viertel der Gesamtlänge des Schiffes entstehn konnte.
    Unglücklicherweise geschah genau das, als die Titanic nachts, mit Höchstfahrt durch ein bekanntermaßen mit Eisbergen durchsetztes Gebiet pflügte.
    Noch eine Korrektur: der Untergang der Titanic ist die größte zivile Schiffskatastrophe. Das Unglück mit den meisten Opfern ist das der Wilhelm Gustloff: vermutlich mehr als 10000 Menschen mussten ihr Leben lassen
  8. #8

    Zitat von e-cdg Beitrag anzeigen
    Der Untergang der Titanic geschah aus menschlichem Größenwahn und naivem Vertrauen auf die Unfehlbarkeit der Technik. Es war eine Warnung an die Menschheit.
    So ein polemischer Quark.
    Nach den Erkenntnissen der letzten Jahre war der Schiffskörper zu schwach, weil billigeres Material eingestzt wurde als beauftragt. Falsche Bleche, falsche Nieten. (Und natürlich der Fehleinschätzung des Kapitäns)
    Es sieht im Moment so aus, als ob aus Gier oder finanzieller Not heraus der Lieferant seinen Kunden betrogen hat.
    Zitat von e-cdg Beitrag anzeigen
    Aber so wie es heute aussieht, das 'Immer weiter so', hat der Mensch nichts aus dieser Katastrophe gelernt.
    Dies trifft zu, wie man immer wieder bei Lebensmittelskandalen (Müller, Wiesenhof) und Kernkraftwerken/Endlagern erlebt.
  9. #9

    Hinterher ist man immer schlauer!

    Das Schiff war für die damalige Zeit (es ist 100 Jahre her!) sicherheitstechnisch führend. Der Kapitän hatte bereits eine südliche Route gewählt, um etwaigen Eisbergen aus dem Weg zu gehen. Man kann der Mannschaft der Titanic eigentlich keinen gravierenden Vorwurf machen.

    Nach der Katastrophe ist man immer schlauer. Dann kommen auch Details ans Licht, z.B. die fehlenden Ferngläser für die Ausguckwache, die die Verantwortlichen wie Idioten dastehen lassen.

    Aber ganz so einfach ist es nicht. Die Ferngläser hätten vermutlich gar nichts gebracht. Ein Eisberg bei Nacht und spiegelglatter See ist aus einer gewissen Entfernung kaum zu erkennen.

    Manchmal haben Menschen riesiges Pech. Auch heute noch. Es gibt eben keine 100 % Sicherheit. Flugzeuge stürzen ab, weil ein Bolzen für wenige hundert Euro bricht.

    Aus dem Unglück ist viel gelernt worden. Z.B. ist es Pflicht geworden, den Funkverkehr an Bord rund um die Uhr abzuhören. Es sind ausreichend viele Rettungsboote an Bord. Usw.