Halluzinogen: LSD hilft gegen Alkoholsucht

CorbisLSD ist nicht nur ein starkes Halluzinogen, es kann offenbar auch bei der Bewältigung von Alkoholsucht helfen. Forscher haben jetzt Studien aus den sechziger und siebziger Jahren ausgewertet - und sind auf erstaunliche, in Vergessenheit geratene Erkenntnisse gestoßen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...820313,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    LSD ist nicht nur ein starkes Halluzinogen, es kann offenbar auch bei der Bewältigung von Alkoholsucht helfen. Forscher haben jetzt Studien aus den sechziger und siebziger Jahren ausgewertet - und sind auf erstaunliche, in Vergessenheit geratene Erkenntnisse gestoßen.

    Halluzinogen: LSD hilft gegen Alkoholsucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Was haben die Forscher eigentlich gegen stets eintretende Tachykardie und Hypertonie gegeben? Einem Alkoholkranken LSD, Betablocker, u.u. auch Antikoagulantien zu geben, ist vermutlich nicht so leicht auszutarieren.
  2. #2

    warum drogen?

    mein nachbar und freund nimmt seit genau einem jahr baclofen und die wirkung ist durchlagend. NULL nebenwirkungen, er kann sein trinkverhalten bestens kontrollieren, was ich in den letzten 15 jahren nie so erlebt habe. der mensch ist endlich frei und wirkt selbstbestimmt.

    verstehe nicht, warum solche nachgewiesenen effekte nicht grossflächig getestet werden. ob es am geld liegt? baclofen kostet um 30 euro pro monat.

    jedem alkoholiker oder angehörigem lege ich nah: informiert euch über baclofen.
  3. #3

    Es gibt viele Menschen, jetzt so um die 50-60, die, wie ich selbst, in den 70ern LSD oder ähnliche Haluzinogene zu sich nahmen (Psylocybin zum Beispiel). Wir alle kennen den einen oder anderen, der damit in eine Psychose abgeschmiert ist, aber dies geschah vermutlich, weil sie ohnehin in dieser Richtung vorbelastet waren, oder weil sie die Haluzinogene zu ungünstigen Zeitpunkten genommen haben. Aber der ganz überwiegende Teil der "Acid-Heads" von damals hat sehr gut damit gelebt. Für viele von uns ist die Welt erst so richtig aufgegangen; wir konnten uns selbst darin finden. Bei weitem nicht alle sind Künstler oder ähnliches geworden. Viele haben ganz normale Berufe ergriffen, aber vielleicht sind es die "etwas Anderen" in diesen Jobs. Kurz: Im Grunde sollte die Gesellschaft ein sehr ernsthaftes Interesse daran haben, reines LSD weiter zu erforschen und kontrolliert zugänglich zu machen, z.B. für Therapien oder für Selbsterfahrungsgruppen. Ich kann es den meißten Erwachsenen nur wärmstens empfehlen. Spätfolgen gibt es jedenfalls kkkkkkeine.
  4. #4

    Skurrile Wiederentdeckung

    Zitat von eduardschulz Beitrag anzeigen
    Was haben die Forscher eigentlich gegen stets eintretende Tachykardie und Hypertonie gegeben? Einem Alkoholkranken LSD, Betablocker, u.u. auch Antikoagulantien zu geben, ist vermutlich nicht so leicht auszutarieren.


    Statt Alkorausch dann also lieber LSD Flug ? Skurrile Alternative und die Gemütlichkeit beim Süffeln ist auch dahin. Hat wohl seinen Grund, dass diese LSD Methode in Vergessenheit' geraten ist, denn ein Bier oder Schnäpschen schmecken den Betroffenen besser als Pillen.
  5. #5

    vergessene erkenntnisse

    LSD hilft auch gegen Verblödung.
    Ich habe LSD trips immer als extra-leben erfahren und war nachher immer wieder erstaunt darüber dass ich, nachdem ich verstreut und kosmisch verteilt war, am Ende wieder in meine eigene Haut und Situation zurückgefunden habe.
    Es ist 30 Jahre her, aber wenn ich heute auf reine LSD zugreifen könnte würde ich, zusammen mit ein alter Hippie freund, sofort wieder ins Tiefe gehen, auch ohne Alkoholsucht.
    LSD-sucht gibt es nicht, höchstens die Sucht nach Bewusstseinserweiterung, die Neugier wie man es als reife, erfahrene Menschen erlebt.
    Man sollte LSD nicht unterschätzen, es relativiert die Erfahrung der Normalität.
    Als Partydroge ist LSD eher Ungeeignet.
  6. #6

    LSD hilft immer wenn Selbsterkenntnis gefragt wird

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    LSD ist nicht nur ein starkes Halluzinogen, es kann offenbar auch bei der Bewältigung von Alkoholsucht helfen. Forscher haben jetzt Studien aus den sechziger und siebziger Jahren ausgewertet - und sind auf erstaunliche, in Vergessenheit geratene Erkenntnisse gestoßen.

    Halluzinogen: LSD hilft gegen Alkoholsucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Aus eigener mehrjähriger Erfahrung mit LSD kann ich klar sagen, dass LSD zur Selbsterkenntnis führt wenn man sich in der richtigen, reizarmen Umgebung befindet. Daher kommen ja auch die Horrortrips - wer ein schwacher oder gar schlechter Mensch ist sieht sich selbst und bekommt den Horror, wer stark und gut ist fühlt das Paradies. Sich selbst belügen (was ja auf Alkohol und Heroin besonders gut geht) ist auf LSD ausgeschlossen. Jeder Alkoholiker sieht sich also selbst und schwört im selben Moment anders sein zu wollen weil der Alkoholiker sich selbst auf LSD gar nicht ertragen kann. Das wiederum führt wohl zur Neuverschaltung der entsprechenden Synapsen was der Erfolg erklären könnte.
  7. #7

    Fester Wille

    Als wir damals LSD zu uns nahmen, machte das trinken und kiffen nur noch mehr Spass.
    Heutzutage nehme ich, und das schon weit mehr als fünf Jahre, keine Genuss- und Suchtstoffe mehr zu mir. Dazu bedurfte es nur einen festen Willen.
  8. #8

    Wiederholung falscher Ansätze ...

    ... zum hundertsiebenundneunzigsten mal!

    Keine Ahnung, wie oft ich schon davon gelesen habe, jetzt sei wieder ein stoffliches Mittel gegen Alkoholsucht entdeckt .... und immer stellte sich heraus, dass allenfalls nur ein unterstützdender Effekt vorhanden ist!

    Medikamentöse Behandlung von Sucht ist allenfalls akut sinnvoll, langfristig ist nur eine psychotherapeutisch/verhaltens- undoder einstellungsändernde Vorgehensweise erfolgreich.

    Und übrigens: Einem Alkoholiker (soweit er sich selber so definiert), schmeckt "das Gläschen in Ehren" schon lange nicht mehr! Alkoholsucht ist der Zwang trinken zu müssen, nicht mehr aufhören zu können, auch wenn man noch so gerne aufhören möchte - subsummiert im Begriff "Kontrollverlust". Wie da ein Stoff, der unbestrittenermaßen heftigst im Kopf dreht und irreale Wahrnehmungen produziert, hilfreich sein soll erschließt sich mir nicht, es sei denn man definiert die eine Wirklichkeitsferne als qualitativ besser denn die andre!
  9. #9

    Ich weiss nicht, ob sie's schon wußten

    Zitat von Leeoos Beitrag anzeigen
    Und übrigens: Einem Alkoholiker (soweit er sich selber so definiert), schmeckt "das Gläschen in Ehren" schon lange nicht mehr! Alkoholsucht ist der Zwang trinken zu müssen, nicht mehr aufhören zu können, auch wenn man noch so gerne aufhören möchte - subsummiert im Begriff "Kontrollverlust". Wie da ein Stoff, der unbestrittenermaßen heftigst im Kopf dreht und irreale Wahrnehmungen produziert, hilfreich sein soll erschließt sich mir nicht, es sei denn man definiert die eine Wirklichkeitsferne als qualitativ besser denn die andre!
    aber Worte sind keine Legoklötzchen. Weder ihr Alkohilismusbegriff taugt was noch dieses fabulöse "der unbestrittenermaßen heftigst im Kopf dreht" - mit anderen Klötzchen gebastelt: Sie haben schlicht keine Ahnung.

    Set, Setting und Dosis - dann passt das. Ein kultivierter Umgang mit Drogen ist klar das vernünftigere Ziel. Und dann kann das Türen öffnen - durchaus auch dauerhaft (Studien zu Psylocibin in letzter Zeit).